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  • Enter the Matrix: Enter the Schwachsinn: Die bittere Pille - Leser-Test von Kubrick

    Enter the Matrix: Enter the Schwachsinn: Die bittere Pille - Leser-Test von Kubrick Es gibt so Filme, die findet man immer hirnverbrannter um so älter man wird. Matrix ist ein perfektes Beispiel für so einen Film. Wir erinnern uns kurz an das Jahr 1996, die Matrixhysterie war groß: 13jährige Jungs kommen mit Ledermänteln zur Schule, der Dönerkoch um die Ecke begrüsst uns mit cooler schwarzer Sonnenbrille auf der Nase und unser bester Freund maltretiert uns mit billigen Kung Fu Imitationen während wir über das Sein und nicht Sein in einer Realität diskutieren die eigentlich nur auf einer kollektiven Bewusstseinswarnehmung der Menschheit beruht.
    Und kaum war der Tempel für die Wachowski-Brüder errichtet, schon demontieren sich die beiden Comicfreaks mit zwei üblen Fortsetzung und einem noch üblereren Multimediakonzept selbst. Meine Prophezeihung war eingetroffen, das Talent der beiden reichte leider nur für 131 Minuten, der Laufzeit von Matrix 1.
    Das Spiel "Enter the Matrix" macht da leider keine Ausnahme:
    Als ergänzendes Stück zur Matrix Triologie gedacht, sollte das Spiel uns zusammen mit den Anime-Filmen ungeahnte Einsichten in die Welt der Matrix bieten, Produzent Silver sprach sogar davon das man die ganze Geschichte nur verstehen könne wenn man das Spiel gespielt hätte. Sagen wir es mal so: Ich habe alle Filme und alle Animes gesehen und das Spiel durchgespielt und habe nur eines Verstanden: Wer um so eine aufgeblasene Kung Fu Show so einen Aufwand betreiben muss scheint es echt nötig zu haben. Denn am Ende war die große Matrixoffenbarung nicht mehr als heiße Luft.

    Zum Spiel:
    In der "realen Welt" entdeckt das Schiff Osiris eine große Ansammlung Jäger die sich nach Zion durchbuddeln. Die Nachricht wird kodiert in der Matrix hinterlegt und wir müssen sie finden.
    Am Anfang haben wir die Wahl zwischen der hübschen Naomi oder dem asiaten Ghost. Beide Charaktäre haben eine eigene Storyline, agieren aber meistens in den gleichen Levels, nur in etwas abgeänderter Form. Haben wir uns für einen von beiden entschieden werden wir in die Matrix geschickt um unseren ersten Auftrag zu erledigen: Die Nachricht der Osiris aus dem Postamt holen. Und schon da wird dem Spieler ziemlich mulmig zumute, den der muss sich fragen ob das was er da gerade sieht wirklich ernstgemeint ist: Holprige Animationen, konfuse Steuerung und höchst mittelmäßige Grafik vermitteln den Eindruck "Enter the Matrix" gerade Beta zu testen, aber da man ja den vollen Preis für das Teil bezahlt hat beißt man die Zähne zusammen und spielt erstmal weiter. Die kleinen Tutorial-Meldungen sind für die mehr als umständliche Steuerung viel zu sperrlich und kommt es zu der ersten Kampfszene weitet sich das Entsetzen noch mehr aus, den bis man auf dem Pad die "Waffe ziehen", "Gegner anvisieren" und "Waffe abfeuern" Tasten gefunden hat (die dank Nahkampf-Modus auch noch konfus doppelbelegt sind) wurde man schon dreimal von einem simplen Wachmann verdroschen und man darf von vorne anfangen.
    Dabei bergen der Nahkampf und die "Bullet-Time" Funktion bei Shootouts recht großes Potenzial, was teilweise den Eindruck vermittelt das ein aus Zeitdruck halbertiges Matrix auf den Spielemarkt gepfeffert wurde um das Releasedatum von "Matrix Reloaded" einhalten zu können.
    Die Nahkampf Kung Fu-Animationen sind zwar hakelig und Steif, lassen aber zusammen mit der zuschaltbaren Bullet-Time Funktion und edlichen Wurf- und Kombotechniken ansatzweise sowas wie Spielspass aufkommen. Auch die Ausweichmanöver während Schiessereien ala Max Payne sind gut gelungen, jedoch ohne eine Umbelegung der Tasten kaum problemlos auszuführen. Deshalb empfiehlt es sich die Tastenbelegung in Richtung Max Payne umzukonfigurieren, eine freie Belegung des Pads ist zum Glück möglich. Dabei wird man teilweise von wirklich guten Animationen und Moves während des Kampfes überrascht, die sich jedoch dank der katastrophalen Steuerung nur ab und zu durch Zufall ausführen lassen, ärgerliche Beweise für massig verschenktes Potenzial.
    Restlos schlecht sind jedoch die restlichen Animationen der jeweiligen Figur, die so lächerlich ausgefallen sind, dass kaum irgendwelche Matrix-Atmosphäre aufkommen will. Denn entweder die Figur rennt mit lächerlichen Armbewegungen viel zu schnell durch das Level oder sie Stackst mit einem dicken Stock im Hintern hölzern und viel zu langsam durch die tristen Level. Richtig gruselig wird's aber beim Leiter hochklettern, wenn die Spielfigur nämlich breitbeinig und völlig grobmotorisch die Sprossen hochpoltert das es eine grausige Freude ist. Hätte man nicht gerade 60 Euro für den Mist bezahlt hätte man herzlich lachen können.
    Leider setzt sich die üble Technik in den Cutscenes fort. Die sind nämlich eine Mischung aus Videos in In-Game Grafik und realen Spielszenen mit den original Darstellern der Filme, von denen jedoch nur die B-Liga vertreten ist. Stars wie Kenau Reeves oder Laurence Fishbourne kommen nur in den Filmausschnitten aus Reloaded vor. Mit den Szenen die in der In-Game Grafik gehalten sind tun sich die Entwickler jedoch keinen Gefallen. Hier werden die katastrophalen, teilweise einfarbigen Texturen, Clipping-Fehler und miesen Animationen erst richtig sichtbar und lassen nostalgisches N64-Feeling aufkommen. Die Action bleibt dabei den üblen In-Game Szenen vorenthalten, die Realszenen bestehen nur aus langweiligen Dialogen die etwa soviel Spannung und Begeisterung aufkommen lassen wie die Meldung von Nacktbildern der Wachowskis im Internet.
    Kaum dachte man es könnte nicht schlimmer kommen, schon wird man in den grottigsten Fahrabschnitt geworfen den ich jemals gesehen habe. Davon abhängig welchen Charakter man spielt darf man entweder ein Auto fahren oder aus selbigem Schießen, was so monton und schrecklich ausgefallen ist das man es wirklich gesehen haben muss um es zu glauben. Das Auto hat seinen Motor soundmäßig wohl direkt aus einem "Destruction Derby"-Wagen geklaut und hört sich an wie ein medzinisches Gerät im Krankenhaus mit Kabelbrand. Und es fährt sich auch so, den Fahrverhalten oder "Physik" stad bei der Entwicklung eindeutig nicht auf dem Tagesplan. Als Schütze geht es einem jedoch nicht besser: Monoton feuert mein sein Maschinengewehr auf die verfolgenden Autos ab, was jedoch keinen Effekt zu haben scheint, bis diese dann urplötzlich in die Luft fliegen. Später, in einem Autobahnlevel, bewegt sich der vorgerenderte Horizont so schön unrealistisch und steif vor einer detaillosen, einfarbigen Autobahn, dass man sich an goldene "Chase H.Q." oder "Outrun" Tage zurückerinert fühlt. Schade das sich Matrix nicht so flott wie diese Titel spielt, den während bei den Laufpassagen noch etwas Spass aufkam sind die Fahrabschnitte einfach nur eine Zumutung.
    Hat man sich aber an die üble Grafik und Steuerung gewöhnt macht Enter the Matrix dann doch noch etwas Spaß, bleibt jedoch weit hinter den gesetzten Erwartungen zurück.
    Ein Spiel das keiner braucht, noch nichtmal die Fans. Schade.

    Negative Aspekte:
    Bleibt weit hinter der Technik der Xbox zurück, chaotische Steuerung, miese Animationen, banale Story, schlechter Sound

    Positive Aspekte:
    Recht actionreiches Gameplay

    Infos zur Spielzeit:
    Kubrick hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Enter the Matrix

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Kubrick
    5.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    4/10
    Steuerung
    4/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Enter the Matrix
    Enter the Matrix
    Developer
    Shiny Entertainment
    Release
    15.05.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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1002215
Enter the Matrix
Enter the Matrix: Enter the Schwachsinn: Die bittere Pille - Leser-Test von Kubrick
http://www.gamezone.de/Enter-The-Matrix-Spiel-22646/Lesertests/Enter-the-Matrix-Enter-the-Schwachsinn-Die-bittere-Pille-Leser-Test-von-Kubrick-1002215/
11.05.2005
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