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  • Enter the Matrix: Fehler in der Matrix - Leser-Test von DataBase

    Enter the Matrix: Fehler in der Matrix - Leser-Test von DataBase Was ist wenn die Matrix ein Spiel wäre? So der Werbespruch zum neuen Lizenzprodukt Enter The Matrix. Mit einem Budget von 30 Millionen Dollar, ist das Spiel ein extrem teures Produkt geworden. Leider sieht man Enter The Matrix die Millionen kaum an.

    Story:
    Enter The Matrix beschreibt eine Handlung, die parallel zum Kinohit Matrix Reloaded spielt. Man übernimmt wahlweise die Rolle, von Niobe oder Ghost, die in den Filmen nur sporadisch vorkamen und keine große Rolle spielten. Obwohl es viele Überschneidungen zwischen Film und Spiel gibt, übernimmt Enter The Matrix eine ergänzende Rolle. Alles das was man im Film vielleicht erahnen konnte, wird im Spiel ausführlich behandelt. So ist Enter The Matrix kein Spiel in dem man die Handlung des Hauptfilms einfach nachspielt. Der Handlungsstrang ist klar vom Film getrennt, überschneidet sich aber, wie schon erwähnt, an vielen Stellen mit Matrix Reloaded um den Wiedererkennungswert und die Atmosphäre zu steigern. Das Problem dabei ist, wer den Film nicht gesehen hat, weiß oft nicht warum er einige Sachen tut, wodurch die Hintergrundgeschichte nur schwer zu begreifen ist. Da hätte Shiny mehr Informationen preisgeben müssen.

    Grafik:
    Selten gab es in einem Spiel solche dramatischen Schwankungen der Grafikqualität. Die Meisten Umgebungen wie der Flughafen, das Postamt oder die Kanalisation sehen einfach grauenhaft aus und hätten auch vor drei Jahren niemanden vom Hocker gehauen. Monotone Texturen, eckige und undetaillierte Innenräume sowie die Abwesenheit jeglicher moderner Grafikfeatures prägen die meiste Zeit das Spiel. Doch kaum hat man sich mit der hässligen Grafik abgefunden kommt man in das vom Film bekannte Vampir-Schloss, dass mit detaillierten Räumen, hochauflösenden Texturen und Spiegelungseffekten glänzt. Auch die Wagen, die man während der zahlreichen Fahrsequenzen benutzt, bestehen aus schrecklich wenigen Polygonen und haben keinerlei Spezialeffekte wie etwa Echtzeitspiegelungen vorzuweisen. Auch die überaus eckigen und lieblos gestalteten Landschaften passen sich dem an. Das einzige was an der Grafik überzeugen kann sind die Spielfiguren. Niobe und Ghost sind perfekt modelliert und bewegen sich dank dem Motion-Capture Verfahren wie ihre Schauspielkollegen.

    Sound:
    Wenn es um die Sounduntermahlung geht kann man Enter The Matrix nichts vormachen. Die Charaktere wurden von den echten Schauspielern synchronisiert und stehen dem Film also in nichts nach. Auch die musikalische Untermahlung unterstreicht das actionlastige Gameplay und verwöhnt das Ohr mit bekannten Matrix-Klängen. Leider ist die Sprachausgabe komplett in English und nur deutsche Untertitel helfen beim Verständnis. Dies ist aber allemal besser als eine halbherzige deutsche Sprachausgabe.

    Gameplay:
    Das Hauptaugenmerk bei Enter The Matrix liegt klar bei den furiosen Kämpfen. Wie in den Filmen erledigt man seine hilflosen Gegner mit stylischen Tricks und Komboattacken. Das ist auch das herausragende am Matrix Spiel, da man trotz nur zwei Schlagtasten Hunderte von verschiedenen Schlägen und Tritten ausführen kann. Abhängig ist dies allerdings von der Position des Spielers. Es macht einen großen Unterschied aus wie nah und in welchem Winkel man zum Gegner steht, oder ob man sich in der Nähe einer Wand befindet, da dadurch andere Tricks ausgeführt werden. Im Fokus-Modus, der das Spiel in Zeitlupe versetzt, sind besonders trickreiche Aktionen wie Seitwärtssalti und das Ausweichen von Schüssen möglich. Falls die eigenen Kampfkünste nicht reichen sollten, kann der Spieler auf eine Vielzahl von verschieden Schusswaffen zurückgreifen, die allerdings nur im Fokus-Modus zielsicher eingesetzt werden können. Obwohl die Kämpfe recht unterhaltsam sind, so ist der Rest des Spiels nur Standartkost. Ähnlich wie in Serious Sam läuft man in einen Raum, bekämpft alle Gegner und betritt das nächste große Areal um das gleiche noch mal zu vollführen. Gelegentliche Kämpfe mit Zwischengegner wie einem Kampfhubschrauber, einem Obervampir oder ein Trainingsduell mit Trinity sorgen für etwas Abwechslung. Den feindlichen Agenten sollte man allerdings aus dem Weg gehen, da sie kaum zu besiegen sind. Die Fahrsequenzen will man am liebsten komplett vergessen, denn neben der hässligen Grafik versprühen sie nur gähnende Langeweile. In der Rolle von Niobe steuern sie meistens das Auto, während Ghost die Gegner ins Visier nimmt. Während man als Ghost auf herrenrasende Polizeiwagen schießt, regt man sich ständig über die dümmliche KI von Niobe auf, die ständig gegen irgendwelche Pfosten oder Autos donnert. In der Rolle von Niobe muss man sich mit der unglaublich schwammigen Fahrphysik herumärgern, die an Seifenkistenrennen erinnert.
    Wie schon angesprochen kann man sich zu Beginn zwischen Niobe und Ghost entscheiden, wodurch neben den Fahrzeugmissionen auch andere Auffälligkeiten zu beobachten sind. Während sich Niobe in luftigen Höhen in einem Flugzeug mit einem Agenten beharkt, muss Ghost währenddessen das Flugzeug mit einem Auto verfolgen und dabei herunterfallenden Kisten ausweichen. Ein anderes Beispiel ist die Kraftwerkmission. Hier muss man sich als Ghost als Scharfschütze beweisen und Niobe Deckung geben, während sie sich durch die Gegner schlägt. Trotz vieler Unterschiede im Spielverlauf ähneln sich die meisten Missionen und bieten dadurch keine komplette neue Handlung. Dennoch ist man aber aufgrund der kurzen Spielzeit von jeweils ca. sieben Stunden motiviert das Spiel mit beiden Charakteren durchzuspielen.
    Für das nötige Filmflair sorgen die extra für das Spiel gedrehten Zwischensequenzen, die das Matrix-Feeling wunderbar vermitteln können.
    Die Maus-Tastatur Steuerung ist ebenfalls nicht besonders gut gelungen, da sie sehr hackelig ist, was besonders während den Sniper Missionen negativ auffällt.
    Gespeichert wird nur während der Levelabschnitte. Da diese aber meistens sehr kurz sind und der Schwierigkeitsgrad moderat ausfällt, muss man nur selten Level wiederhohlen.
    Eine gute Idee ist der Hackermodus bei dem man sich zusätzliche Extras wie einen Mehrspielermodus freischalten kann.

    Unterschiede zur Xbox Version:
    Da ich auch die Xbox Version antesten konnte, kann ich die PC Fassung mit dieser vergleichen. Zum ersten mal muss man hier zugeben, dass aufgrund der vielen kleinen Grafikbugs die Xbox Version trotz der niedrigeren Auflösung etwas besser aussieht. Besonders der Fokus-Modus sieht am PC längst nicht so gut wie auf der Xbox aus. Man mag es zwar kaum glauben, aber auch die Steuerung der PC Variante ist schlechter als die der Xbox. Spielerisch sind beide Versionen identisch.

    Fazit:
    Leider ist Enter The Matrix nicht der erhoffte Hit geworden, den sich viele Spieler gewünscht haben. Obwohl das Spiel nicht schlecht ist, hätten einige Monate mehr Entwicklung dem Spiel sicherlich gut getan. Besonders die Grafik und die Fahrsequenzen hätten etwas Feinschliff vertragen können. Positiv zu erwähnen ist die stimmungsvolle Sounduntermahlung und die Filmsequenzen, die Lust auf mehr machen. Wer aber in die Matrix eintauchen will und Prügelspielen nicht abgeneigt ist, sollte trotzdem einen Blick riskieren, da man eigentlich ganz gut unterhalten wird.

    Negative Aspekte:
    veraltete Grafik, ungenaue Steuerung, langweilige Fahrsequenzen

    Positive Aspekte:
    Film-Lizenz, actionreiche Kämpfe, exclusive Filmsequenzen

    Infos zur Spielzeit:
    DataBase hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Enter the Matrix

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: DataBase
    7.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    7.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Enter the Matrix
    Enter the Matrix
    Developer
    Shiny Entertainment
    Release
    15.05.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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998401
Enter the Matrix
Enter the Matrix: Fehler in der Matrix - Leser-Test von DataBase
http://www.gamezone.de/Enter-The-Matrix-Spiel-22646/Lesertests/Enter-the-Matrix-Fehler-in-der-Matrix-Leser-Test-von-DataBase-998401/
15.06.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/05/snap00362.jpg
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