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  • Etrian Odyssey im Gamezone-Test

    Als Kartograph unter antiker Technik durch den Wald. Ein, aber nur für wirkliche Fans, unvergessliches Erlebnis!

    Bleistift, ein Block Karopapier und viel Geduld - das zeichnete den RPG-Spieler vor über 15-20 Jahren aus! Denn bevor es zahlreiche und teils äußerst berühmte Ego-Shooter gab, verzauberten Ego-Rollenspiele wie "Dungeon Master" oder "Eye of the Beholder" waghalsige Abenteurer. Wer sich einen Vorteil verschaffen wollte, kramte sein Zeichenwerkzeug aus der Schublade heraus und kartographisierte die weitläufigen Verliese, um später den optimalen Weg zurück ans Tageslicht einschlagen oder wichtige Orte ohne langer Suche nochmals aufsuchen zu können. Diesem längst ausgestorbenen Genre widmet sich nun "Etrian Odyssey". Doch nur wenige werden wohl dem Charme des Spieles verfallen und sich stundenlang mit den Charakteren beschäftigen - denn die antike Technik sowie heute ungewohnte Spielweise machen den Titel hauptsächlich für ältere Semester interessant.

    Etrian Odyssey Etrian Odyssey Ohne umschweifen entführt euch der Titel in eine mystische Geschichte rund um die Stadt Etrian. Die Einwohner entdeckten einen uralten und geheimnisvollen Wald, welcher sich wie ein Labyrinth mit insgesamt 30 Ebenen in die tiefen der Erde verwinkelt. Die grüne Oase ist mittlerweile auch als das Labyrinth von Yggdrasil bekannt und beherbergt zahlreiche Gefahren sowie unzählige noch nie gesehene Monster. Die Erforschung dieser Welt ist das Ziel zahlreicher Abenteurer, die für Ruhm und Ehre den Heldentod starben. Ihr seid nun die neuesten Ankömmlinge in Etrian und dürft eine eigene Gilde gründen. Dieser schließen sich alsbald auf euer Geheiß einige waghalsige Krieger und Magier an, welche mit euch in die dunklen Abgründe des Waldes steigen.

    Ein bunter Kriegerhaufen

    Etrian Odyssey Etrian Odyssey Die Kämpferriege besteht aus bis zu fünf Mitstreitern (in der Gilde könnt ihr aber weitaus mehr Leute aufnehmen), deren Namen ihr vergeben dürft und deren Klasse und Beruf zu Beginn ausgewählt werden müssen. Der Landsknecht geht mit Schwert und Axt gegen die Feinde vor, während sich die Pfeile des Fährtenlesers ins Herz der Widersacher bohren. Hinzu kommt unter anderem noch der Medicus, der mit heilenden Zaubern der Truppe dient und ein Barde, dessen Gesang sowohl die Kampfmoral des gegnerischen Aufmarsches, als auch der eigenen Helden beeinflussen kann. Zu guter Letzt dürfen auch die Magier nicht fehlen, welche mit Feuer, Eis und Wind die Naturgewalten herausfordern. Jede der bis zu neun Klassen hat viele Vor- als auch Nachteile, so dass ein Studium der Statuswerte und Fähigkeiten durchaus nützlich sein wird. Auch die Aufstellung der Truppe wirkt sich frappierend auf die Moral aus. Bis zu drei Leute können jeweils in der vorderen und hinteren Reihe Platz nehmen. Für gewöhnlich müssen die wilden Tiere und Monster zunächst den Wall an Frontkämpfern niederstrecken, bevor sie den nachrückenden Truppen wirklich großen Schaden zufügen können. Daher ist es äußerst ratsam, die schwachen Mitstreiter und Zauberkünstler in die hinteren Reihen zu stellen, während die bis auf die Zähne bewaffneten Krieger schützend in der ersten Reihe stehen.

    Etrian Odyssey Etrian Odyssey Doch zu Beginn ist ein jeder ein unbeschriebenes Blatt, welches nach Erfahrung dürstet und zumindest anfänglich mit viel Mut in den Kampf ziehen wird. Hat man sich in der leider nur mit Textboxen dargestellter Stadt umgesehen, mit den diversen Bewohnern geredet, die ersten Waren beim Händler eingekauft und evtl. Aufträge sowie Missionen an Land gezogen, geht die harte Alltagsarbeit los! Denn kaum im Dickicht angekommen, erlebt der unerfahrene Abenteurer seinen ersten Rückschlag. Die Helden scheinen zwar recht wagemutig zu sein, doch auf dem Feld der Tatsachen können sie es nicht einmal gegen einfache Schmetterlinge, Maulwürfe oder Hasen aufnehmen. Nach nur wenigen Kämpfen ist die Ausdauer im Keller angekommen, die Truppe niedergeschlagen und eigentlich reif für den nächsten Urlaub an der Südsee!

    Der gefährliche Wald von Yggdrasil

    Etrian Odyssey Etrian Odyssey Der Ausflug gestaltet sich wahrlich nicht als Picknick im Grünen. Die Gegner sind knallhart und die Charaktere viel zu schwach. Nur ganz allmählich gewinnen sie an Erfahrung und lernen dadurch neue Fähigkeiten. Diesen Prozess könnt ihr vollkommen steuern, indem gewisse Statuspunkte vergeben werden. So könnt ihr zum Beispiel zwei Magier völlig unterschiedlich ausbilden und einen als Feuerkünstler ins Rennen schicken, während der zweite sich auf Eis spezialisiert. Nur wer die Grundkenntnisse seiner Fähigkeiten beherrscht, wird später dann auch durchbrechende Spezialmanöver ausüben können. Doch bis dieses begehrte Ziel erreicht wird, beschreitet man einen mühseligen Pfad. Stundenlang verteilt man einige wenige Schwerthiebe, um kurz darauf die Raststätte aufzusuchen und nur allmählich gegen die harten Feinde einen Hauch einer Chance zu haben. Die Gewichtsverteilung ist unvorteilhaft zugunsten der Monster ausgefallen, wodurch das Spiel sehr gemächlich und langatmig gerät. Wer nicht die Geduld aufbringt, sich ausgiebig mit dem Charakteraufbau zu beschäftigen, wird wahrlich keine Freude mit "Etrian Odyssey" haben.

    Etrian Odyssey Etrian Odyssey Zweiter gravierender Punkt ist das eigentliche Gameplay. Das Grundprinzip basiert auf einem typischen Rollenspiel, wie es heute zahlreiche auf den Markt gibt. Man begibt sich in die Dungeons, wird nach einer gewissen Zeit per Zufall in einen Kampf verwickelt und verteilt Runde um Runde entweder Attacken, oder nutzt diverse Fähigkeiten bzw. Gegenstände. Die Möglichkeit der Flucht ist ebenso vorhanden, wie immer wieder auftauchende und bildschirmfüllende Bossgegner, welche ausgeklügelte Strategien abverlangen. Für den Sieg gibt es anschließend Erfahrungspunke, welche alsbald in einen Levelaufstieg enden. Die Spielwiese ist aber antiker Herkunft, die heute als ausgestorben gilt, aber immerhin schon Ende letzten Jahres in "Orcs & Elves" für den Nintendo DS (oder dem Handy) ein Revival feiern durfte. Unter der dicken Staubschicht verbirgt sich ein Karomuster, auf dem sich die Truppen hinfort bewegen. Ein Schritt entspricht ein Zug im Spiel. Das weit verzweigte Labyrinth kann daher nur etappenweise erforscht werden, wobei man sich ausschließlich um 90° drehen darf.

  • Etrian Odyssey
    Etrian Odyssey
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Atlus
    Release
    06.06.2008

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Etrian Odyssey
Etrian Odyssey im Gamezone-Test
Als Kartograph unter antiker Technik durch den Wald. Ein, aber nur für wirkliche Fans, unvergessliches Erlebnis!
http://www.gamezone.de/Etrian-Odyssey-Spiel-22741/Tests/Etrian-Odyssey-im-Gamezone-Test-991793/
16.06.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/06/screen1_large_0__120613171841.jpg
tests