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  • Evany: Schlüssel zur Freiheit im Gamezone-Test

    Evany verleiht dem schon vergessen geglaubten 360 Grad Drehbildern neuen Glanz und Ansehen.

    Point & Klick in Reinkultur

    Evany ist die geschichtliche Fortsetzung von Crystal Key, welches in Amerika übrigens nach wie vor "Crystal Key 2" heißt. In der gleichen Umwelt angesiedelt schlüpfen wir dieses Mal in die Rolle von Call, dem Sohn des Hauptdarstellers aus dem ersten Teil des Adventures. Die Geschichte beginnt mit der Suche nach dem Vater, der plötzlich verschwunden scheint. Ohne zu wissen was es bedeuten soll, taucht plötzlich vor Call ein Dimensionstor auf, welches er auch benutzt und ihn in die seltsame Welt entführt in der er seinen Vater vermutet.

    Technisch handelt es sich bei Evany um ein ganz klassisches Point & Klick-Adventure, welches sich der bekannten 360 Grad-Drehbilder bedient. Man kann sich also nicht frei in der gebotenen Welt bewegen, sondern hüpft immer von Standpunkt zu Standpunkt. An diesen kann man sich frei umsehen und mit Dingen oder Personen interagieren. So reicht zur Bedienung die Maus und ihre zwei Tasten vollkommen aus, einzig um ins Hauptmenü zu gelangen wo man auch den Spielstand speichern kann, muss man die ESC-Taste bemühen. Ansonsten kann man alles mit dem diamantförmigen Kursor steuern und auslösen, indem man entweder direkt ins Bild auf das gewünschte Objekt klickt oder mit der rechten Maustaste das Inventory öffnet, von wo aus man sich die gesammelten Gegenstände holt oder sie miteinander kombiniert.

    Der erste Spieleindruck mit seinen statischen Bildern und der generell etwas steril wirkenden Umwelt erinnert stark an "Myst", allerdings merkt man ziemlich bald, dass der Schwierigkeitsgrad nicht so hoch ist und man eigentlich recht easy durch das Game kommt. Man muss zwar schon auf jeden Hinweis der einem gegeben wird achten, dann aber erschließen sich einem die Rätsel meist schon beim ersten Versuch sie zu lösen. Etwas lästig dabei sind die vielen Wege die man zurücklegen muss. Zwar besitzt man schon recht bald einen Raketenrucksack mit dem man recht schnell die Örtlichkeiten wechseln kann, trotzdem ist es etwas lästig wenn man wegen einem Schraubenschlüssel die ganze Inselwelt durchqueren muss um ihn dann wieder an der Startstelle einsetzen zu können.

    Die 360 Grad-Drehbilder sind durch die Bank von sehr hoher Qualität und gefallen wegen des präsentierten Stils. Allerdings wirken sie sehr steril und unbelebt, trotz der vielen gezeigten Vegetation und der ab und zu vorkommenden Personen, da es praktisch keine Bewegung zu sehen gibt. Sogar die Wasserflächen sind - bis auf wenige Ausnahmen, wie der Brunnen vor dem Steinhaus - absolut unbewegt und starr, was sie wie ein Portrait wirken lässt. Negativ fallen die zwar gut eingefügten und integrierten Cutscenes aus der Reihe, die wesentlich unschärfer gehalten sind als die Spielegrafik selbst und auch nicht exakt mit ihr übereinstimmen. So passiert es, dass die Übergänge zwischen den Videos und der InGame-Grafik nicht exakt zusammenpassen, was zwar spielerisch kein Problem darstellt aber auch nicht besonders gut aussieht. Auch hat man es an manchen Stellen etwas mit der Tiefenschärfe übertrieben, so dass alles was sich etwas weiter entfernt befindet zu unscharf dargestellt wird, was wirkt als wollte man damit etwas verstecken. Derweil wäre das doch gar nicht nötig gewesen, bei den herrlich gestalteten Örtlichkeiten und den vielen gezeigten Details.

    Die Soundkulisse fiel erwartungsgemäß ruhig aus und durchspült das Ohr meist mit den Hintergrundgeräuschen und angenehmen Sphärenklängen. Oft auch werden Geräusche eingesetzt um dem Spieler Hinweise zu geben, weswegen es sich besonders lohnt ganz genau hinzuhören was das Spiel von sich gibt. Sehr gelungen sind die deutschen Synchronstimmen, die wesentlich engagierter wirken als die gezeigten Figuren, die immer festgenagelt an der gleichen Stelle stehen und hin und her wippen. Den Gesprächen nimmt man gerne ab, dass sich hier tatsächlich zwei Menschen unterhalten, sogar die Kinderstimmen klingen echt und glaubwürdig.

    Über die Steuerung gibt es kaum etwas zu sagen, da es bis auf die Interaktion mit dem gezeigten Bild und dem Inventory nichts zu tun gibt, und das funktioniert recht gut. Gibt es eine Handlungsmöglichkeit verfärbt sich der Diamantkursor von Blau nach Grün, geht etwas nicht verfärbt er sich rot. Mit der rechten Maustaste kann man entweder ins Inventory wechseln oder zwischen den beiden Steuerungsarten wechseln. Denn entweder man bewegt den Kursor frei über das Bild, wobei man sich dreht sobald man den Rand des Bildschirmes erreicht, oder man fixiert den Kursor in der Mitte des Bildes welches sich dann bei jeder Bewegung mitdreht. Die meiner Meinung nach praktischere Lösung.

    Evany: Schlüssel zur Freiheit (PC)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungene deutsche Lokalisierung
    sehr einfache Bedienung
    logische und erklärbare Rätselstellungen
    beeindruckende Spielwelt
    Relativ unscharfe Cutscenes
    unschöne Übergänge zwischen diesen und den InGame-Sequenzen
    Umwelt wirkt steril und leblos
  • Evany: Schlüssel zur Freiheit
    Evany: Schlüssel zur Freiheit
    Publisher
    Flashpoint AG (DE)
    Developer
    Flashpoint AG (DE)
    Release
    06.2004

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Evany: Schlüssel zur Freiheit
Evany: Schlüssel zur Freiheit im Gamezone-Test
Evany verleiht dem schon vergessen geglaubten 360 Grad Drehbildern neuen Glanz und Ansehen.
http://www.gamezone.de/Evany-Schluessel-zur-Freiheit-Spiel-22783/Tests/Evany-Schluessel-zur-Freiheit-im-Gamezone-Test-989908/
15.06.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/07/1_Charakter.jpg
tests