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Eve Online (PC)

Release:
07.12.2010
Genre:
Simulation
Publisher:
k.A.

EVE Online: 18te Erweiterung angekündigt, Jon Lander: "Abo-Spiele sind nicht tot!"

02.10.2012 01:14 Uhr
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Neu
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CCP kündigte am vergangenen Wochenende während der Eurogamer Expo die mittlerweile 18te Erweiterung für EVE Online an. Das Add-On heißt EVE Online: Retribution und wird am 4. Dezember 2012 freigeschaltet. Gamezone war in London bei der Ankündigung dabei und hat mit Executive Producer Jon Lander über EVE und Dust 514 gesprochen.

Jon Lander spricht mit Gamezone über EVE Online und DUST 514: 'Abo-Spiele sind nicht tot.' Jon Lander spricht mit Gamezone über EVE Online und DUST 514: "Abo-Spiele sind nicht tot." [Quelle: Siehe Bildergalerie] Nächstes Jahr wird EVE Online sein zehntes Jubiläum feiern, bis dahin wird Entwickler CCP 20 kostenfreie Erweiterungen veröffentlicht haben – eine ganze Menge! Gamezone war bei der Ankündigung des achtzehnten Add-Ons in einem Londoner Pub dabei und hat mit Jon Lander darüber sprechen können.

In EVE Online: Retribution werden Spieler eigene Gesetze machen und Kopfgelder auf Gegner ausloben können. In EVE Online: Retribution werden Spieler eigene Gesetze machen und Kopfgelder auf Gegner ausloben können. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die größte Neuerung von EVE Online: Retribution wird die Überarbeitung des Kopfgeldjäger-Systems sein. Spielneulingen soll dadurch der Einstieg leichter fallen, sie sollen nicht mehr so oft von feindlichen Spielern angegangen werden. Falls das doch passiert, können Spieler schon jetzt ein Kopfgeld ausloben, damit der Spielspaßkiller von anderen Raumschiff-Kapitänen zur Strecke gebracht wird. Das Feature wird nun komplett umgekrempelt: Eine Belohnung kann man nun auch auf Corporations (die Gilden in EVE) und Allianzen ausloben und so ganze Spielergruppen als Feinde markieren. Der Gedanke dahinter: Wenn die bestehenden Gesetze im Weltall nicht ausreichen, reagieren die Spieler mit eigenen Gesetzen – und schaffen so die Welt, die sie sich wünschen. "EVE Online ist ziemlich komplex, aber wenn man es verkürzen will, kann man sagen, dass es um Freiheit geht", so Lander. "Freiheit all das zu tun, was man tun will."

Notwendig ist das aus Sicht der Entwickler auch zum Schutz von Neulingen. Wer mit EVE Online heute, neun Jahre nach der Erstveröffentlichung, anfängt, wird nicht immer einem angenehmen Start haben. Piraten nehmen Schiffe in ungesicherten Teilen des Alls ins Ziel, sie stehlen, töten und erpressen. Das gehört in EVE zum erlaubten Tagesgeschäft, immerhin ist die Kosmos-Simulation eine richtige Marktwirtschaft, aber so richtig zugänglich ist es eben nicht. "EVE Online ist das Dark Souls der MMOs. Du kannst echt permanent angegriffen und getötet werden. Diese Freiheit wollen Spieler. Aber an manchen Stellen ist das System einfach sadistisch." So sehen viele Alteingesessene die Freiheit als Freibrief an, sich wie Idioten zu benehmen. Sie greifen Neulinge, Schwächere und Verletzte an. Durch das neue System wird Bounty-Hunting zu einer richtigen Ingame-Klasse aufsteigen. Spieler werden sich zu Gesetzeshütern mausern, Gesetze, die sie selbst schreiben. "Das ist Freiheit! Wir freuen uns schon richtig, das wird sich auf jeden Fall auf das neue Miteinander auswirken."

Neulinge willkommen, Profis können nun mitentwickeln

Durch das angepasste System werden neue Spielerklassen entstehen: Kopfgeldjäger und virtuelle Gesetzeshüter. Durch das angepasste System werden neue Spielerklassen entstehen: Kopfgeldjäger und virtuelle Gesetzeshüter. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Neben dem Bounty-Hunting-System überarbeiten die Entwickler aus Island auch weitere Mechaniken, die Neulingen zugutekommen. So wird das Aggressions-System angepasst und bekommt HUD-Anzeigen, die auf einen Blick den aktuellen Status anzeigen. So sollen frische Spieler schneller erkennen, wann sie nur für PvE gekennzeichnet sind und wann sie sich selbst für PvP freigeben. Außerdem werden Newbies eine neue Bergbau-Fregatte bekommen, die mehr Platz bietet. So fassen Anfänger schneller Fuß in der wirtschaftlich orientierten Welt von EVE Online und können schneller Erze abbauen und verkaufen. Auch die anderen Klassen bekommen neue Schiffe oder werden zum Teil überarbeitet. Dieser Schritt trifft nicht bei allen Fans auf Zustimmung. In dem Pub, in dem CCP seinen Fans die Pläne offenbart, sprechen wir mit einem Briten, der Panik um seine Milliarden-teure Flotte hat: "Neulingen machen sie das Leben immer einfacher, aber ich weiß nicht, ob mein Schiff nach dem Update überhaupt noch was wert ist!"

Aber auch für alteingesessene Profis bietet Retribution Neues. Bei einem CSM-Meeting (CSM=Council of Stellar Management – ein Spielerrat, der die Interessen der Community gegenüber CCP vertritt) haben die Entwickler nachgefragt, was sie am Interfaceändern sollen. "Der eine wollte hier etwas ändern, der andere dort. Wir kamen auf keinen gemeinsamen Nenner." Deshalb werden Spieler mit Erfahrung bald mit einer mächtigen API selbst Zugriff auf alle Daten von EVE Online haben. Fans können sich dann eigene Tools programmieren, mit denen sie ihre Corporation leiten. "Viele haben sich beschwert, dass sie bislang außerhalb des Spiels eine Exceltabelle für Entscheidungen benutzen." Mithilfe der API können sie solche Tools künftig auf ihre Bedürfnisse zurechtschrauben und künftig große Teile des Spiels auf eigene Tools umstellen.

Die Zukunft

Bei CCP sieht man der Zukunft rosig entgegen: "Wir feiern im nächsten Jahr zehn Jahre EVE Online und unsere Abo-Zahlen steigen immer noch. Nicht so schnell wie bei anderen Firmen, aber stetig." CCP wird EVE auch in Zukunft mit zwei Erweiterungen pro Jahr unterstützen und DUST 514 kommt bald Serienfamilie hinzu. Wenn es nach den Isländern geht, feiern sie bald den 20sten von EVE und den zehnten von Dust zusammen. "Analysten behaupten gerne, Abos sind tot und free-to-play ist die Zukunft. Ich kann euch sagen, Abo-Spiele sind nicht tot!"

Als wir am Ende unseres Gesprächs noch auf den tragischen Vorfall mit Sean Smith einlenken, blockt Jon Lander die Frage ab. Er fühlt sich bei dem Gedanken nicht wohl, im Kontext eines PR-/Marketing-Gesprächs über den Tod eines Mitspielers und Freundes zu sprechen. Eine große Geste und richtige Entscheidung, weshalb wir den Vorfall erwähnen.

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02.10.2012 01:14 Uhr
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