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  • Evil Islands: Der Fluch der Verlorenen Seele - Monsterinseln - Leser-Test von Ceilan

    Evil Islands: Der Fluch der Verlorenen Seele - Monsterinseln  - Leser-Test von Ceilan Das Leben kann so ungerecht sein. Kiran erwacht an der Küste einer Insel und er kann sich dummerweise an nichts erinnern. Er weiß nicht wer er ist, wo er sich befindet und vor allem wie er eigentlich dorthin gekommen ist. Und das ist noch nicht alles, denn es kommt noch viel härter. Außer seinen Kleidern (die darüber hinaus auch nicht unbedingt viel hermachen) hat der junge Mann fast nichts bei sich und er ist damit sämtlichen Gefahren in den dunklen Wäldern des unbekannten Landes schutzlos ausgeliefert. Er versucht deshalb die einzige menschliche Ansiedlung auf der Insel zu erreichen und mit letzter Kraft schleppt er sich ins Dorf (nachdem er auf dem Weg schon so manchem bösartigen Monster begegnet ist, denn die Biester sind in dieser Gegend recht zahlreich). Doch in der Siedlung angekommen kann er sich nicht etwa entspannt zurücklehnen. Ganz im Gegenteil. Denn die Bewohner halten ihn für den Helden aus einer uralten Prophezeiung und der verdutzte „Auserwählte“ muss von nun an die verschiedensten Aufträge erledigen (ob er nun will oder nicht).
    So beginnt die Geschichte von Evil Island, die im Laufe des Spiels natürlich noch wesentlich komplexer wird. Evil Islands ist ein Actionrollenspiel, das von einer russischen Firma namens Nival entwickelt wurde. Wie der Name schon sagt sind die drei Inseln im Spiel (später erforscht man nämlich noch zwei andere große Gebiete) nicht unbedingt die gemütlichsten aller Aufenthaltsorte und an jeder Ecke lauern mehr oder weniger gefährliche Monster. Und zwar sehr viele verschiedene was für den Spieler sehr abwechslungsreich für den Helden aber ziemlich unpraktisch ist. Im Prinzip geht es meistens um das Vernichten dieser Landplagen und die Steuerung mit der Maus erscheint auf den ersten Blick recht simpel. Aber man findet schon nach einiger Zeit heraus, dass Evil Islands viel mehr Tiefgang zu bieten hat als Diablo 2 oder andere Action-RPGs. So kann man beispielsweise verschiedene Körperteile der Monster anvisieren um diese gezielt unschädlich zu machen. Konzentriert man sich etwa auf einen Arm der Kreatur kann dieser bald nicht mehr benutzt werden und das Monster kann dadurch nicht mehr zuschlagen. Das gleiche gilt auch für die Beine und die Helden können ihre Gegner auf diese Weise lähmen. Gerade im Kampf gegen besonders starke Monster können entsprechende Taktiken den Charakteren das Leben retten und allein durch stures Herumklicken kommt man oft nicht weiter. Zusätzlich gibt es noch einige weitere innovative Taktiken. So ist es zum Beispiel möglich die Gegner von hinten anzugreifen, wodurch der verursachte Schaden größer wird. Darüber hinaus kann man herumschleichen, kriechen und sogar Gegenstände stehlen, was im Dunkeln besonders gut funktioniert. In Evil Islands gibt es nämlich verschiedene Tageszeiten und diese werden jeweils von passenden Effekten begleitet. So verändern sich beispielsweise die Schattenwürfe weil die Sonne am Himmel wandert. Im Laufe des Spiels gewinnen die Helden neue Erfahrungen hinzu und das sieht man ihnen auch an. Kiran und seine Gefährten die er nach und nach aufgabelt werden so zum Beispiel muskulöser wenn sie häufig kämpfen, sie können besser zaubern oder sie werden geschickter. Auf jeder der drei Inseln gibt es ähnlich wie in den einzelnen Akten in Diablo 2 jeweils eine Stadt, in der man die verschiedensten Charaktere treffen kann. Die Helden können sich mit diesen unterhalten, sie bekommen neue Aufträge und wie gewohnt kann man Gegenstände und Waffen kaufen oder auch verkaufen. Was die Rüstungen betrifft hat das Spiel ein weiteres ungewöhnliches Feature zu bieten. Denn man kann die Schutzkleidung oder andere Gegenstände nicht so einfach im Laden kaufen. Ein Schmied fertigt die Rüstungen an, aber zuerst müssen die passenden Einzelteile gefunden werden und der Handwerker braucht außerdem einen Bauplan. So muss man zum Beispiel erst einige Wolfshäute sammeln bevor eine Lederrüstung erschaffen werden kann. Eine der größten Schwachstellen des Spiels hat ebenfalls mit dem Lager zutun. Denn anders als in ähnlichen Rollenspielen kann man die Waffen und Rüstungen aus dem Inventar nicht jederzeit wechseln. Wenn die Charaktere neue Waffen einsetzten möchten müssen sie erst in die Stadt laufen, was vor allem dann recht lästig ist wenn man gerade in der tiefsten Wildnis herumstapft. Später kann man zum Glück einen Portalzauber finden (leider zu selten) mit dessen Hilfe man in Sekundenbruchteilen in die Stadt befördert wird. Dadurch wird die Sache schon erträglicher, aber wirklich gut ist dieses Element nicht.
    Als Ergänzung zu den Monstervernichtungsorgien haben die Entwickler auch ein paar nette Rätsel eingebaut. So muss man beispielsweise erst eine Schraube finden bevor eine Brücke heruntergelassen werden kann und so weiter. Die verschiedenen Aufträge können in beliebiger Reihenfolge absolviert werden und faule Helden dürfen manche Missionen auslassen. Das ist aber eigentlich keine allzu gute Idee, denn in späteren Gebieten kann man die Erfahrungspunkte die man dadurch verschenkt vielleicht gut gebrauchen.
    Eine große Stärke des Spiels ist (zumindest an den damaligen Maßstäben gemessen) die moderne 3D-Grafik, die nicht zuletzt dank ihres Abwechslungsreichtums überzeugen kann. Die kleine Truppe durchquert orientalisch wirkende Städte, geheimnisvolle Wälder die nur auf den ersten Blick idyllisch aussehen, dunkle Höhlen und zahlreiche andere Gebiete. Lichteffekte und Zauber werden schick in Szene gesetzt und sämtliche Figuren werfen realistische Schatten. Dazu kommen ein paar andere Leckerbissen wie etwa gelungene (Gesichts)Animationen.
    Der Sound ist ebenfalls nicht zu verachten, wenn auch nicht ganz so spektakulär wie die Optik. Die Musikstücke und Soundeffekte passen immer zur jeweiligen Situation, was die Atmosphäre zusätzlich unterstützt. Die Melodien sind sehr stimmungsvoll und die Sprachsamples und Dialoge sind auch gelungen (und stellenweise recht lustig).
    Die Steuerung ist wie bereits erwähnt ziemlich einfach zu erlernen und wenn das lästige Herumlaufen zwecks Auswechseln der Gegenstände usw. nicht wäre könnte die Bedienung völlig in Ordnung sein. Was diesen Punkt betrifft hätten sich die Entwickler lieber ein anderes System ausdenken sollen. Auch nicht ganz perfekt ist der Schwierigkeitsgrad, denn man kann leider keine verschiedenen Stufen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis auswählen. An manchen Stellen wird man deshalb öfter getötet als nötig und ungeduldige Spieler werden darüber wohl nicht gerade begeistert sein.
    Fazit: Evil Island ist trotz einiger Design-Schwächen (die zum Glück fast alle nicht besonders auffällig sind) ein wirklich gutes Rollenspiel, das vor allem für diejenigen Action-RPG-Fans geeignet sein dürfte, denen Diablo 2 dann doch etwas zu simpel ist. Die Präsentation war überdurchschnittlich gut und das Spiel kann sich auch heute noch sehen lassen. Mittlerweile gibt es natürlich schon hübschere Konkurrenten, aber Evil Islands ist trotzdem noch lange nicht hässlich. Darüber hinaus ist das Abenteuer recht spannend und die Aufträge sind abwechslungsreich (was in diesem Genre ja nicht unbedingt selbstverständlich ist). Man kann überall nette Details entdecken und stellenweise ist das Ganze auch richtig lustig. Rollenspielfans können also ruhig zugreifen.

    Negative Aspekte:
    stellenweise zu schwer

    Positive Aspekte:
    hübsche Grafik, taktische Kämpfe

    Infos zur Spielzeit:
    Ceilan hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Evil Islands: Der Fluch der Verlorenen Seele

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Ceilan
    8.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Evil Islands: Der Fluch der Verlorenen Seele
    Evil Islands: Der Fluch der Verlorenen Seele
    Publisher
    Fishtank Interactive (DE)
    Developer
    Nival Interactive (RU)
    Release
    01.11.2000

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Evil Islands: Der Fluch der Verlorenen Seele
Evil Islands: Der Fluch der Verlorenen Seele - Monsterinseln - Leser-Test von Ceilan
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25.03.2002
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