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  • Exit im Gamezone-Test

    Mit diesem außergewöhnlichen Puzzlespiel ist Taito ein kleiner aber feiner Überraschungshit für Sonys PSP gelungen.

    Was auf der Packungsrückseite vielleicht noch wie eine Neuauflage von Taitos Kultklassiker "Elevator Action" anmutet, entpuppt sich in Sachen Gameplay schnell als ein extrem spaßiges Puzzlespiel, bei dem Verstand und Geschicklichkeit gleichermaßen gefordert sind. Wir haben uns für euch auf die ganz und gar nicht einfache Suche nach dem Ausgang begeben.

    Exit Exit In Taitos Überraschungshit "Exit" schlüpft ihr in die Haut von Mr. ESC ("Escape"), einem professionellen Lebensretter, welcher Menschen in Gefahr selbst aus den auswegslosesten Situationen retten kann. Die zehn verschiedenen Einsatzorte führen euch in brennende Gebäude, einstürzende Krankenhäuser, vereiste Kühlhäuser oder überschwemmte U-Bahnstationen, in denen wiederum zahllose Opfer darauf warten, von euch zum lebensrettenden und titelgebenden Ausgang gebracht zu werden. Mehr Hintergrundinformationen zu Hauptdarsteller und Story sind allerdings unnötig, da das Spiel selbst vorrangig auf pures Gameplay setzt und die 100 knackigen Levels nur sehr selten von minimalistischen Zwischensequenzen unterbrochen werden. Für ein Puzzlespiel geht das absolut in Ordnung, die guten Spiele dieses Genres brauchen kein Storygeplänkel, um begeistern zu können. Und "Exit" ist definitiv eines der wirklich guten Puzzlespiele.

    Aktionsmöglichkeiten ohne Ende

    Exit Exit Die Entwickler bezeichnen ihren innovativen Gehirnverknoter selbst als Action-Puzzlespiel. Das trifft es ziemlich gut, denn Mr. ESC ist überraschend agil und hat in der Regel kaum Probleme durch die mit etlichen Fallen und Hindernissen gespickten Levels zu kommen. Die zweidimensionale Darstellung gewährt dabei größtmögliche Übersicht und lässt euren Helden pixelgenau laufen, springen, Kisten schieben, Schalter umlegen und an Kanten hochklettern. Doch trotz seiner großen Beweglichkeit muss Mr. ESC sehr präzise und gefühlvoll dirigiert werden, sonst wird er selbst das Opfer von Flammen oder tiefen Abgründen. Auch diverse Gegenstände wie beispielsweise Feuerlöscher, Spitzhacken, Schlüssel oder Strickleitern finden sich in den anspruchsvoll ausgetüftelten Levels und müssen gezielt an den dazugehörigen Hindernissen eingesetzt werden. Wer jedoch sofort und unüberlegt in Richtung Ausgang vorstürmt, wird schneller feststecken, als ihm lieb ist: Das Leveldesign verzeiht nicht den kleinsten Fehler und wer beispielsweise einen Feuerlöscher an der falschen Stelle einsetzt, verbaut sich damit den Ausweg oder den Zugang zu einer eingeschlossenen Person. Auch sind die einzelnen Stockwerke der Gebäude teilweise nur mit einem Seil untereinander verbunden, was die Rückkehr nach oben unmöglich macht. Wer dort etwas oder jemanden vergessen hat, darf ebenfalls gleich von vorne anfangen.

    Somebody please help me!

    Exit Exit Für Mr. ESC ist es trotz der allgegenwärtigen Gefahren meist kein Problem den rettenden Ausgang zu erreichen. Doch das eigentliche Ziel des Spiels, und damit auch die größte Herausforderung, ist das Retten der eingeschlossenen Personen. Diese unterteilen sich in vier Gruppen, welche alle über spezielle Vor- und Nachteile verfügen: Ein Erwachsener kann beispielsweise Kisten verschieben, allerdings nicht aus eigener Kraft auf größere Hindernisse klettern. Kinder sind wiederum sehr gelenkig und passen durch schmale Gänge, können dafür aber nicht schwimmen und brauchen ebenfalls Hilfe beim Klettern. Die Jugendlichen sind fast genauso geschickt wie ihr Retter und verweigern lediglich den Sprung über größere Abgründe. Schließlich gibt es noch die Patienten, welche Mr. ESC nur sehr langsam und mühselig tragen oder auf Krankenbetten transportieren kann. Alleine aus diesen verschiedenen Eigenschaften lässt sich schon eine enorme Vielzahl kniffliger Levels basteln, doch die Entwickler sind noch einen großen Schritt weiter gegangen: Mittels PSP-Analogstick bewegt ihr einen kleinen Mauszeiger über den Bildschirm und dürft damit den zuvor geretteten Personen gezielte Befehle erteilen. Was das bedeutet, dürfte klar sein: Während ein Begleiter beispielsweise einen Knopf gedrückt hält, holt ein anderer einen Schlüssel aus einem Raum und Mr. ESC aktiviert gleichzeitig an anderer Stelle den lebensrettenden Rauchabzug. Auch gibt es automatische Türen, die sich nach einer bestimmten Zeitspanne von selbst wieder schließen - schnelles und effizientes Vorgehen ist daher Pflicht. Natürlich können die geretteten Opfer auch einfach per Tastendruck zum automatischen Folgen oder Stehenbleiben aufgefordert werden, der Einsatz ihrer speziellen Fähigkeiten ist allerdings in fast jedem Level bitter nötig.

    Exit Exit Obwohl die Idee mit den völlig frei dirigierbaren Begleitern absolut genial ist, wurde bei der Umsetzung leider ein kleines Bisschen geschludert: Nicht immer folgen einem die anderen Personen so automatisch wie man es gerne hätte und stellenweise rennen sie trotz genauer Zielvorgabe in die falsche Richtung los und damit in den sicheren Tod. Aber auch Mr. ESC plagt sich manchmal mit unnötigen Problemen in Sachen Steuerung herum: Große Sprünge, die einen extralangen Anlauf erfordern, benötigen absolut punktgenaues Timing beim Absprung, welcher leider nicht immer gelingt. Auch dann muss der ganze Level von vorne gestartet werden, was aufgrund der sehr riskanten Sprünge mitunter auch etwas frustrierend sein kann. Da sehr viele der insgesamt 100 Levels von "Exit" auf dem genretypischen Trial'n'Error-Prinzip basieren, hat man sich relativ bald an die kleinen Problemchen mit KI und Steuerung gewöhnt und weiß entsprechend damit umzugehen. Außerdem sind viele der Level nahezu unmöglich beim ersten Anlauf zu schaffen, viel zu schnell hat man sich oder seine Begleiter in eine ausweglose Situation manövriert. Bei den teilweise extrem knackigen Aufgabenstellungen ist dies aber nicht sonderlich schlimm, da man mit jedem Anlauf dem richtigen Lösungsweg kleines Stückchen näher kommt.

    Wer nach 100 anspruchsvollen und im Laufe des Spiels immer schwerer und größer werdenden Levels immer noch nicht genug hat, darf sich über den integrierten Onlinezugang (WLAN vorausgesetzt) neue und nicht weniger schwierige Levels herunterladen. Die Aufgabenstellungen variieren dabei sehr angenehm, zudem wird das allgegenwärtige Zeitlimit besonders bei den Bonusmissionen immer schwerer einzuhalten. Hier geht es dann wirklich um jede einzelne Sekunde und wer beim Überqueren eines Hindernisses zu lange braucht, darf die Mission ein weiteres Mal von vorne anfangen.

    Einfache, aber sehr ansprechende Inszenierung

    Exit Exit Der verwendete Grafikstil des Spiels ist zwar recht minimalistisch, aber dennoch sehr detailverliebt ausgefallen. Der Hauptdarsteller ist beispielsweise nur eine schwarze Silhouette, welche einen roten Schal trägt, aber gerade deshalb auch ziemlich cool wirkt. Die Levels selbst sind wiederum knallbunt und unterscheiden sich in jedem der zehn Spielabschnitte grundlegend. Zwar sieht man das Spiel grundsätzlich nur zweidimensional von der Seite, die Figuren selbst sind jedoch vollständig in 3D animiert worden, was besonders flüssige und weiche Bewegungen möglich macht. Der Stil von "Exit" ist zweckmäßig und bietet eine hervorragende Übersicht, doch gleichzeitig ist die Optik aber auch sehr abgedreht und ansprechend - die Spieldesigner der Kultschmiede Taito haben in dieser Hinsicht also alles richtig gemacht. Auch die Hintergrundmusik ist packend komponiert wurden, bietet aber auf Dauer einfach nicht genug Abwechslung. Wer über zehn Levels und zahllose Anläufe hinweg immer dieselbe Melodie zu hören bekommt, sehnt sich einfach früher oder später nach etwas Neuem.

    Exit (PSP)

    Singleplayer
    8,6 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    gelungene Kombination aus Action- und Puzzlespiel
    enorm viele Aktionsmöglichkeiten
    trickreiches Leveldesign
    angenehm ansteigender Schwierigkeitsgrad
    100 verschiedene Levels
    optionale Level-Downloads
    hervorragende Inszenierung
    cooles Charakterdesign
    KI-Probleme
    Steuerung bei großen Sprüngen zu ungenau
    Musik könnte abwechslungsreicher sein
    Trial'n'Error-Prinzip nicht jedermanns Sache
  • Exit
    Exit
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Taito
    Release
    30.03.2006

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990720
Exit
Exit im Gamezone-Test
Mit diesem außergewöhnlichen Puzzlespiel ist Taito ein kleiner aber feiner Überraschungshit für Sonys PSP gelungen.
http://www.gamezone.de/Exit-Spiel-22881/Tests/Exit-im-Gamezone-Test-990720/
03.04.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/04/exit_pr_8.jpg
tests