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  • F1 2011: Generalüberholte Formel 1-Sim - Leser-Test von Burgherr Ganon

    F1 2011 erschien im September des gleichen Jahres für die PlayStation 3, Xbox 360 & PC. Handheld-Version für die Next-Gen System 3DS und PSP Vita wurden ebenfalls umgesetzt. Wie schon beim Vorgänger erschien die Versoftung im Herbst der laufenden Saison. Nachdem 2007 die vorerst letzte F1-Sim erschien (Saison 2006) gab es mit Codemasters 2009 einen neuen Hersteller mit Formel 1-Lizenz nachdem die Teile bis einschließlich 2006 von den Sony Liverpool-Studios hergestellt wurden. Die Kritiken für Codemasters F1 2009 und F1 2010 waren sehr variabel; beim 2010er Ableger wurden vor allem diverse Bugs und unlogische Gameplay-Fehler bemängelt welche auch berechtigt waren. Ob F1 2011 nun eine Verbesserung darstellt erfahrt ihr in diesem Review in welchem ich die PS3-Fassung unter die Lupe nehme.

    F1 2011 erfordert auf der Sony-Plattform eine Zwangsinstallation, vorneweg sei aber gesagt dass wir trotz dieser Tatsache auf keine verträglichen Ladezeiten stoßen werden welche immer noch happig lang sind. In der Realität war die Saison 2011 eine beeindruckende Demonstration von Sebastian Vettel welcher im Dienste von RedBull Renault die Faherweltmeisterschaft einfuhr. Erfreulich auch dass der zweiminütige Trailer zu F1 2011 der bei Spielbeginn kommt und beeindruckende Duelle und Zwischenfälle der Saison 2011 zeigt - sehr nett präsentiert. Auch gibt es uns einen Einblick was man denn nun zu erwarten hat, zwei neue Strecken gibt es in der Software (Nürburgring und Noida, Indien). Dafür musste der Hockenheimring weichen. Neue Teams gibt es diese Saison nicht, aber die Eintauschfahrer wurden nicht berücksichtigt, ihr müsst also auf Senna oder Ricciardo verzichten.

    Kommen wir aber erst zur Uebersicht; das Hauptmenü unterscheidet sich kaum von dem des Vorgängers, ihr kriegt gleich einen Einblick sämtlicher Modis während man im Hintergrund den Paddock-Bereich und deren Geschehnisse beobachten kann. Zu den Modis gehören die Karriere in welcher ihr eine festgelegte Anzahl an Saisons chronologisch absolviert. Der "Grand Prix"-Modus ist eigentlich die Wahl um Schaurennen festzulegen, löblicherweise könnt ihr aber auch gleich vor dem Start des Rennens mehrere Rennen aneinander ketten und die Regeln bestimmen, sehr gut gemacht. Es gibt auch einen Zeitfahrmodus wo ihr gegen eine Zeit der Entwickler antretet und diese überbieten müsst. Es gibt aber auch die so genannte Zeitattacke wo ihr beliebig viele Runden drehen könnt um euere eigene Bestzeit zu schlagen. Diese Modus empfand ich als sehr motivant.

    Des Weiteren gibt es auch einen Online-Modus für bis zu 16 Spieler (Network Pass erforderlich) in welchem ihr Online-Rennen bestreitet. Wenn man den Pass nicht einlöst oder hat kann man nur auswählen dass man ihn später einlöst, ein Trial ist nicht verfügbar, was den Eindruck dieser mittelmässig- bis guten Software anfangs nicht besser macht. Der Online-Modus gestaltet sich ähnlich wie bei F1 2010, als Verbesserung ausmachen kann man die Tatsache dass nun vier Spieler mehr gleichzeitig teilnehmen können. Die restlichen Fahrer übernimmt die CPU-KI. Negativ ist die Online Pass-Notwendigkeit. Auch auf einen lokalen MP müsst ihr keineswegs unterstützen, beim Zeitfahren wechselt ihr den Controller und wettert gegeneinander währenddessen im Grand Prix-Modus die Schaurennen auch für zwei Spieler möglich sind. Prunkstück ist aber devinitif die Coop-Saison in welchem man die Karriere-Saisons im geteilten Bildschirm absolvieren könnt und zusammen die (Team)-Weltmeisterschaft erreichen könnt. Natürlich müsst ihr dabei auf eine Stange von Texturen verzichten, dennoch ist dieser Modus sehr gelungen und der Spielspass durchaus erhaben.

    Zu Beginn der Karriere muss man sich bei einem Mittelfeldteam oder Hinterbänkler einfinden. Neu ist dass die Rennen auch alternativ nur 3 Runden dauern, ihr könnt vor jedem Wochenende festlegen wie lange die Renndistanz ausfällt. Auch lassen sich 2 der 3 freien Trainings abschalten. Bei der Qualifikation gibt es wieder eine kurze und eine längere Fassung in welcher man wie in Wirklichkeit sich durch drei Abschnitte bewegt und bestenfalls in die Top 10 einzieht um im Endeffekt um die Spitzenpositionen kämpfen zu können. Bei kurzen Rennen ist es natürlich umso wichtiger vorne zu landen, aber auch bei langen Rennen steht man besser vorne, vor allem auch wenn man den Schwierigkeitsgrad auf eine höhere Stufe geschaltet hat. Zwischen den Rennen gibt es einige, ziemlich schnöde Interviews in welchem ihr euch über eure Zufriedenheit bei eurem Team und euren Leistungen äußert. Vor jedem Rennwochenende bekommt man eine Erwartung vom Team, übertrifft man diese regelmäßig darf man mit Vertragsangeboten von anderen Teams rechnen. Sollte man solche unterschreiben, nehmen sie zur neuen Saison hin Wirkung. Die Einstellungen selbst lassen sich dabei während den Saisons ändern, andernfalls wäre es auch schnell öde da auch das Drumherum, die schnöden Interviews nicht viel dazu beitragen können.

    Das grundlegende Gameplay hat sich nur wesentlich verändert; die Fahrphysik ist wieder gelungen und versprüht je nach Realitätseinstellungen ein ansprechendes F1 Feeling. Erfreulicherweise verfügt F1 2011 über den Support diverser PS3-Lenkräder Controller was auch wunderbar funktioniert, so kann ich in dem Punkt vor allem die Cockpitansicht empfehlen. Neben dieser Kameraeinstellung gibt es auch eine höher angesetzte Kamera sowie eine Bodenperspektive (Kamera ist am Unterboden befestigt) sowie zwei Aussenkameras. Je nach Einstellungen hat es Einfluss wie aggressiv ihr fahrt; so werden ungeduldige bei strengen Einstellungen (keine Traktionskontrolle oder Bremshilfen) wohl schnell in eklatante Fahrfehler verwickelt, andere wird's beim Aggressiven überfahren der Curbs raushebeln und in einen folgerreichen Dreher zwingen. Anfänger werden aber mit Fahrhilfen wie angesprochener Bremshilfe oder einer virtuellen Ideallinie auch sehr gut eingeleitet. Weniger gut gefallen tut die Tatsache dass die Reifen kaum Verschleiß aufweisen; zwar verliert man kurz Haftung nach einem Ausritt, aber eine dauerhafte Abnutzung im Renntakt ist aber eher gering was weniger realistisch ist.

    Das Reglement in der 2011 ist ein anderes was man auch ins Spiel übernommen hat; Überholen wird dank KERS (Energierückgewinnungssystem) und DRS erleichtert, so aktiviert ihre den Sonderschub auf Knopfdruck und könnt in den sogenannten DRS-Zonen euren Heckflügel tiefer stellen und euch dank des geringeren Luftwiderstands an den Gegner förmlich ransaugen und eine Attacke starten. Vorrausetzung dazu ist dass ihr innerhalb einer Sekunde hinter dem Vordermann seid. Nach einem erfolgreichen Manöver muss man aber damit rechnen dass es der Gegner nun genauso versucht, also muss man schön die Tür zu machen und sich einen Vorsprung von mehr als einer Sekunde raus fahren. KERS und DRS lässt sich mit Knopfdruck aktivieren und funktioniert. Erfreulicherweise hat man Safety Car endlich integriert und wird dem Regelwerk endlich gerecht. Um in den Genuss dieser Rennphase zu kommen, muss man das Spiel allerdings auf die schwierige Stufe umstellen. Bei den Strafen läuft aber immer noch nicht alles rund, manchmal bekommt man ein regelwidriges Blockieren unterstellt obwohl die Entscheidung einem sehr fragwürdig vorkommt. Beim Abkürzen hat man es aber etwas besser gelöst und man wird bestraft oder verwarnt wenn man sich einen Vorteil verschafft. Es gibt auch wieder die Zeitrückblende wo ihr die Zeit zurück drehen könnt um Fehler gut zu machen. Im Timetrial oder der Qualifikation wird die Zeit aber nach Verwendung ungültig und man muss zu einem neuen Versuch blasen.

    Des Weiteren lässt sich festhalten dass es auch wieder ein Schadensmodell gibt, welches sich jedoch wie im Vorjahr als ausbaufähig herausstellt. Zwar wird das ein oder andere Carbonteil zum Geschoss umfungiert und auch sichtbare Schäden gibt es wieder, ein sehr umfangreiches Modell steht noch aus. Hat man beispielsweise einen Reifenschaden empfiehlt es sich natürlich die Boxencrew anzufahren damit man neue, saubere Gummiwalzen montiert bekommt. Die Boxenstopps wirken aber nicht allzu authentisch, wie im Gesamten springt der Funke nicht ganz auf den F1-Fanatiker. Lob hingegen verdient wieder die Garage selbst in welcher ihr euch vor und während der Events wieder findet und euch Resultate und technische Daten ansehen könnt. Euer Fahrzeugmechaniker wird euch beraten und während der Rennevents mit hilfreichen Hinweisen unterstützen, wobei die Stimme genau dieselbe wie im Vorjahr ist, es gab also keinen Anlass diese zu ändern. Abgesehen davon stellt sich die mehrjährige Karriere aber als absolut unabwechslungsreich dar; die Interviews sollen zwar für Abwechslung sorgen, tun dies aber nur auf uninspirierende Art und Weise. Im Endeffekt dürfte sich nur der Hersteller für welchen man fährt verändern - das war's, es gibt kein Szenarienmodus wie noch bei F1 Grand Prix damals, obwohl F1 2011 während der Saison erschienen ist, vielleicht das größte Manko was man in dieser PS3-Software ausmachen kann, bot die Saison doch interessante Sachen die man hätte nachstellen können..

    Technisch läuft das nun alles schön flüssig, auch wurden viele der Bugs und Fehler des direkten Vorgängers ausgemacht und entfernt. Die Optik und Texturen selbst reißen aber keine Bäume aus, im Ganzen sieht's aber solide aus, aber nicht unbedingt besser als bei Vorgänger. Auch das Design des Menüs quasi gleich geblieben. Ein unregelmäßiges Hängenbleiben im Menü gibt es glücklicherweise nicht mehr, die Ladezeiten sind aber immer noch sehr gesalzen und werden uns vor jedem Event aufgetischt. Die Präsentation könnte man also im großen Ganzen als solide einstufen, aber nicht mehr. Die Motorensounds sind aber sehr authentisch dargestellt. Was für F1 2011 spricht ist die Tatsache dass die Fahrphysik verbessert wirkt und Anfänger gleichermaßen wie Profis mit individuellen Einstellungen sehr gut bedient werden. Regenrennen dürften somit für Veteran eine interessante fahrerische Abwechslung darstellen. Auch gefällt dass man die Regeländerungen teilweise übernommen hat (KERS & DRS), die Revolution der Pirellireifen jedoch nicht, in Wirklichkeit ist der Verschleiß genannter Gummiwalzen sehr hoch was bei F1 2011 nicht in dem Ausmaß zur Geltung kommt. Auch der lokale Coop gefällt sehr, wenn auch verständlicherweise die Technik und Auflösung entsprechend runtergesetzt wurde. Den Spielspass trübt das aber nur wesentlich, was unter anderem auch dafür sorgt dass die Wertung dieser Simulation doch recht positiv ausfällt.

    Eine interaktivere Story, ein umfangreiches Schadenmodell, und einige Detailänderungen wären für die nächste Simulation wünschenswert, ansonsten kann man F1 2011 fast bedenklos an Fans empfehlen. Unentschlossene wagen eine Probefahrt.

    Negative Aspekte:
    Schadensmodell ist verbesserungsdürftig, schnöde Story benötigt mehr Abwechslung, dürftige Regelauslegungen (Strafkatalog), kaum Reifenverschleiss, dadurch weniger glaubhafte Rennen

    Positive Aspekte:
    Gute inszenierte Regenrennen, verbesserte Fahrphysik, authentische Motorensounds, gelungene Mehrspieleroption (lokal & online), detailgetreue Fahrzeugmodelle die sich sogar in Form & Länge unterscheiden

    Infos zur Spielzeit:
    Burgherr Ganon hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    F1 2011

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Burgherr Ganon
    8.3
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • F1 2011
    F1 2011
    Publisher
    Codemasters
    Developer
    Codemasters
    Release
    23.09.2011

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F1 2011
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27.11.2011
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