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  • F1 Career Challenge im Gamezone-Test

    "F1 Career Challenge" ist definitiv das beste F1 Spiel das Electronic Arts je auf die Beine stellte.

    Gespannt und kritisch zugleich gingen wir an den Test zu EA's neuem F1 Spiel heran, welches nicht wie die vielen Vorgänger nur ein jährliches Update darstellt sondern uns stattdessen erstmalig die Möglichkeit gibt eine komplette Formel Eins Karriere aufzubauen. Dazu stehen uns sämtliche Saisondaten von 1999 bis 2002 zur Verfügung, was sicher auch daran liegt, dass sich Sony ab 2003 die Formel Eins Rechte exklusiv sicherte. Was man davon halten soll, dass es die nächsten Jahre ausgerechnet nur noch auf der schwächsten aller Next-Gen Konsolen aktuelle Formel Eins Spiele geben wird, soll nicht Gegenstand dieses Reviews sein.
    Die Möglichkeit über mehrere Jahre hinweg eine richtige Karriere aufzubauen verspricht einen besonders langen Spielspaß der nicht schon mit dem Sieg einer Saison beendet ist. Da der Vorgänger "F1 2002" von EA - trotz der Namensgleichheit - auf der PS2 noch eine andere Version als z.B. auf der Xbox darstellte, welche noch dazu technisch nicht ganz sauber umgesetzt war und viele Spieler wegen der heftigen Ruckeleinlagen den Spaß vergälte, beinhaltet der aktuelle Titel die Chance den Videospielern der Welt zu zeigen wie ein gelungener F1 Racer auszusehen hat.

    Wer bereits einen EA-Sports Titel gezockt hat wird sich auf der Stelle heimisch fühlen. Die gesamte Präsentation orientiert sich an dem bereits bekannten Interface und ist intuitiv zu bedienen ohne im Handbuch nachschlagen zu müssen. An Spielmodi existieren exakt zwei Stück, nämlich das schnelle Einzelrennen, in welchem wir die Umweltbedingungen und Fahrzeugeinstellungen genauso frei wählen können wie das Team und den Fahrer, sowie das Herzstück der Simulation, die Karriere. Das Einzelrennen bedarf wohl keiner Erklärung mehr, weswegen wir uns gleich der Karriere zuwenden. Diese beginnt, wir hatten es schon befürchtet, mit mehreren Fahrprüfungen die dem Zweck dienen an die begehrte Lizenz zu kommen. Allerdings sind diese Fahrprüfungen bei weitem nicht so ausufernd wie noch in "F1 2002" und im Normalfall innerhalb weniger Minuten erledigt. Haben wir die Lizenz errungen bekommen wir auch schon die ersten Angebote diverser Rennställe, selbstverständlich nicht gleich von Ferrari als viel eher von den schwächeren Teams wie Minardi oder Arrows. Nach Wahl eines Rennstalls geht die Saison also richtig los mit allem was man von einem F1 Spiel erwarten kann. Nach den damals noch gültigen Regeln wird uns das komplette Rennwochenende präsentiert, also samt freiem Training, Qualify bis hin zum Rennen.

    Was vom ersten Augenblick an auf der Strecke fasziniert, ist die fast ruckelfreie Wiedergabe des Geschehens, welche nicht nur für einen gehörigen Geschwindigkeitseindruck sorgt, sondern auch mit vielen Details glänzt und besonders im Regen zeigt zu was die verwendete Engine in der Lage ist. Selbst mit dem kompletten Startfeld vor sich, bei einem Regen wie er stärker kaum mehr sein kann und kiloweise Gummi in der Luft der uns fast die komplette Sicht raubt, geht die Engine nur leicht in die Knie und liefert eine recht stabile Framerate, auf das es eine wahre Freude ist das Gaspedal durchzutreten und den Kampf aufzunehmen. Die bereits aus der PS2-Version von "F1 2002" bekannte Windschattenfunktion hat man übernommen aber wesentlich besser dargestellt. So kann sie völlig auf den unsinnigen Windschattenmeter verzichten, der zwar ganz praktisch war aber irgendwie nicht zur Simulation passte, stattdessen wird der Windschatten anhand der bekannten Gischtstreifen dargestellt die am Spoiler abreißen und so einen Keil bilden anhand dessen wir die Breite des Windschattens erkennen können. Mehr Anzeige braucht es für dieses Feature auch nicht, da man von ganz alleine merkt, dass man im Windschatten schneller an den Gegner herankommt als daneben. Die Lenkung darf ebenfalls als sehr gelungen bezeichnet werden, hängt allerdings stark von den verwendeten Einstellungen ab und der Beschaffenheit des Untergrundes. Denn die möglichen Einstellungen haben selbst bei minimalen Änderungen starken Einfluss auf das Fahrverhalten, was der Simulation sehr zugute kommt. Im Normalfall allerdings nimmt unser Team nach entsprechenden Testfahrten die Einstellungen für uns vor, was sie recht ordentlich erledigen und man nur als wirklich geübter Profi manuell bessere Ergebnisse erzielen kann. Das regulierte Gasgeben funktioniert ebenso gut wie das dosierte Bremsen und schon nach dem Erwerb der Fahrerlizenz sollte man in der Lage sein punktgenau zu Bremsen oder ohne durchdrehende Reifen zu starten.

    Die Kamera bietet uns vier fahrbare Perspektiven, nämlich die Verfolger- die Heckspoiler- die Inboard- und die Stoßstangenkamera an. Bis auf die sehr tief gelegene Stoßstangenkamera sind sie allesamt geeignet nicht nur ein Rennen durchzustehen. Obwohl die Rückspiegel zwar das Geschehen hinter einem zeigen, sind sie kaum für einen Blick nach hinten geeignet, stattdessen gibt es selbstverständlich die obligatorischen Blick nach hinten Taste, welche augenblicklich umschaltet ohne umherzuschwenken oder gar die Lenkung zu beeinflussen.

    Der Karriere Mode, welcher diesen Titel von den üblichen F1 Simulationen abhebt, wird getragen von der Funktion "Karriere-Info", in welcher praktisch alle unsere Leistungen aufgeführt sind. Es wird festgehalten wann wir unsere ersten WM-Punkte eingefahren haben, wann wir welchen Platz erreichten, wie unser Ansehen bei den Zuschauern gestiegen oder gesunken ist, wie es mit der Konstrukteurswertung steht und beinhaltet auch die bereits bekannten EA-Sports Karten, welche bei bestimmten erreichten Zielen freigeschaltet werden. Neben diesen Karten gibt es aber auch neue Helme und lustigerweise bunte Boxenluder zu gewinnen, die zwar allesamt das gleiche Gesicht besitzen aber verschieden gekleidet sind.
    Zwischen den Rennen gibt es diverse Cutscenes die meist uns und das Team zeigen, wie wir entweder gelobt oder getadelt werden, und die grafisch - im Vergleich mit dem Rest des Games - manchmal etwas abfallen. Dies betrifft vor allem die Animationen der einzelnen Charaktere, die alles andere als echt aussehen. In einem Rennspiel allerdings lässt sich das verschmerzen und fällt nicht so sehr ins Gewicht. Da so eine vierjährige Karriere doch einiges an Spielzeit verlangt, werden die etwas trocken präsentierten Statistiken sehr wichtig und zum Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Aus diesem Grund hätten wir uns hier eine etwas aufwendigere Präsentation gewünscht, so z.B. wie wir sie aus DTM Racedriver kennen.

    Die gebotene Grafik begeistert, wie bereits erwähnt, wegen ihrer recht flüssigen Wiedergabe, egal wie viel sich eben auf dem Schirm tut, der hohen Detailanzahl, der gelungenen Wagenmodelle und des schnellen Geschwindigkeitseindrucks. Damit räumt EA mit der Mähr auf, dass auf modernen Konsolen zwecks der vielen teilnehmenden Fahrzeuge keine flüssige Darstellung erfolgen kann. Einzig der fehlende 60 Herz Mode fällt negativ auf und die etwas einfach anmutenden Cutscenes.

    Die Soundkulisse wartet neben popigen Rhythmen in den Menüs mit einer hervorragend eingefangenen Rennatmosphäre auf die besonders am Start die Lautsprecher dröhnen lässt. Die Motoren selbst klingen sehr echt und man nimmt ihnen die innewohnende Power gerne ab. Doch auch die weiteren Geräusche, wie die Schaltung, die quietschenden Reifen in der engen Kurve oder die Crashsounds hören sich nicht nur faszinierend echt an, sie lassen sich auch hervorragend lokalisieren, was einem bei den Überholvorgängen sehr zugute kommt. Ebenfalls gelungen ist die Stimme des Boxenfunks, welche uns während des Rennens mit vielerlei Informationen versorgt, wie wichtige Überholmanöver oder gelbe Flaggen. Einzig die dahintersitzende Logik scheint nicht immer alles mitzubekommen und manches falsch zu interpretieren, auch wenn es nicht einer gewissen Komik entbehrt wenn wir unseren Teamkollegen gerade von der Piste beförderten und uns aus dem Funkgerät ein "gut gemacht, du hast einen Platz aufgeholt" entgegenschallt.

    Der Multiplayer-Part erlaubt es bis zu vier Spielern gleichzeitig per Splitscreen ein Rennen auszutragen, wobei, was bei den F1 Simulationen einmalig ist, man bis zu zwei Spieler mit dem kompletten Starterfeld ins Rennen ziehen kann. Drei oder vier Spieler können sich nur alleine auf der Strecke vergnügen und benötigen das optional erhältliche Multitap.

    F1 Career Challenge (PS2)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sehr flüssige Wiedergabe
    extreme Langzeitmotivation
    gelungene Grafik und Soundkulisse
    bestes EA F1 Game bisher
    Grafisch etwas schwache Cutscenes
    der Karrieremode wird im Grunde nur von diversen Tabellen repräsentiert
  • F1 Career Challenge
    F1 Career Challenge
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    27.06.2003

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

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F1 Career Challenge
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"F1 Career Challenge" ist definitiv das beste F1 Spiel das Electronic Arts je auf die Beine stellte.
http://www.gamezone.de/F1-Career-Challenge-Spiel-22975/Tests/F1-Career-Challenge-im-Gamezone-Test-989342/
26.06.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/06/TV2003062613484100.jpg
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