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  • F1 Race Stars im Gamezone-Test: Viele Spielvarianten auf viel zu wenig Rennstrecken

    Witzig klingen tut die Idee auf alle Fälle: Man nehme die bekannten Fahrer der Formel 1, verpasse ihnen dicke Bobbleheads, stecke sie in viel zu kleine Autos und lasse sie auf wahnsinnig verunstalteten Rennstrecken voller Hindernisse und Loopings um den ersten Platz kämpfen, während sie sich allerlei Dinge an den Kopf werfen können. Hinter F1 Race Stars könnte sich aber auch eine ganz andere Idee verbergen, nämlich die, aus der sicher nicht günstigen F1-Lizenz noch ein paar Dollar mehr herauszuquetschen, indem man mit einem Mario Kart-Klon die sonst nicht erreichbare Zielgruppe der jüngeren Spieler anspricht. Wie dem auch sei, wir haben uns für euch die Köpfe aufblasen und in die winzigen F1-Karts stecken lassen und selbst getestet, ob der Titel gelungen ist.

    F1 Race Stars (2) F1 Race Stars (2) Quelle: Codemasters Auf den ersten Blick wirkt F1 Race Stars natürlich wie ein Mario Kart-Klon. In kleinen F1-Karts sitzen die bekannten, und auch einige unbekannte, Formel 1-Fahrer und beharken sich mit allerlei PowerUps gegenseitig bei dem Versuch als Erster über die Ziellinie zu rauschen. Allerdings versucht sich der Titel mit einigen spezifischen Gameplay-Elementen von der Masse ähnlich gelagerter Spiele abzusetzen. Als da wäre die Boxengasse, in die man fährt um seinen Flitzer reparieren oder auftanken zu lassen. Denn feindliche PowerUps fügen einem Schaden zu der das Fahrzeug immer langsamer werden lässt, ohne es aber jemals komplett zu zerstören. Dazu gibt es spezielle Rennen in denen man gezwungen ist Sprit nachzutanken, will man nicht auf der Strecke stehenbleiben. Ebenfalls direkt der Formel 1 entnommen ist das Safety Car, welches hier aber nicht zur Sicherheit eingesetzt wird, sondern ein spezielles PowerUp ist, mit dem man die anderen Fahrer ausbremsen kann. Sogar an das KERS hat man gedacht, welches aber ganz anders funktioniert als man meinen könnte. Auf speziellen KERS-Abschnitten nämlich muss man es mit dem Gas-Trigger "aufpumpen", was in drei Stufen vonstatten geht. Sobald man den KERS-Abschnitt dann verlässt, erhält man den zusätzlichen Schub.

    F1 Race Stars (3) F1 Race Stars (3) Quelle: Codemasters Andere Elemente hingegen kennen wir genau so schon aus Mario Kart oder seinen zig Klonen, wie die Beschleunigungsspuren oder viele der PowerUps, welche in F1 Race Stars allerdings alle in irgendwelche Blasen verwandelt wurden. Der Schuss nach vorne, die Lenkrakete, die Banane etc. alles sind nur noch bunte Blasen mit genau denselben Effekten. Trotzdem muss man dem Titel zugute halten, dass es eine ganz schön große Auswahl verschiedener PowerUps gibt. Leider genau das Gegenteil trifft auf die Anzahl der vorhandenen Strecken zu, nur ganze 11 Stück gibt es, was besonders hinsichtlich des recht umfangreichen Karriere-Modus schon recht wenig ist. Das größte Problem an F1 Race Stars allerdings liegt ganz wo anders. Obwohl es wie Mario Kart drei Rennklassen gibt, wird es nie richtig schnell. Obendrauf können die F1-Karts nicht driften, um eine Haarnadel zu nehmen muss man also ganz langweilig einfach langsam durchfahren.

    02:39
    F1 Race Stars: Trailer stellt die Features vor


    F1 Race Stars (6) F1 Race Stars (6) Quelle: Codemasters So toll die Sache mit der Boxengasse und dem KERS auch ist, halte ich genau diese Gameplay-Elemente für problematisch, wenn man mit dem Titel die jüngste Zielgruppe ansprechen will. Mir ist durchaus klar, dass auch die Kleinen ziemlich schnell checken wie ein Spiel funktioniert, aber mit dem KERS und der Boxengasse hat man das in drei Worten zu erklärende Spielprinzip unnötig verkompliziert, was bei einem solchen Game, das man sicher auch gerne mal mit einem unerfahrenen Besucher spielen möchte, eigentlich ungünstig ist. Als ich F1 Race Stars mit meinen Nichten und ihren Freundinnen testete, war das wirklich ein Dilemma, den Kindern während des Spiels zu erklären, wie sie dieses KERS aufpumpen oder warum sie an die Box fahren sollen, wenn das Auto qualmt. Die PowerUps hingegen konnte man einfach alle mal ausprobieren, so lernte jeder automatisch wie sie funktionieren.

    F1 Race Stars (8) F1 Race Stars (8) Quelle: Codemasters Da die Autos in dem Spiel alle gleich sind, nur verschieden aussehen, hat man die Fahrer mit speziellen Eigenschaften versehen. Einige gewinnen im Windschatten mehr Geschwindigkeit, andere nutzen den Boost besser aus und wieder andere bekommen bei jedem Start eine zufällig ausgewählte Eigenschaft zugewiesen. So kommt es, dass man sich nach einigen Versuchen ziemlich schnell auf wenige Fahrer festlegt, die dem eigenen Fahrstil am ehesten entsprechen. Das ist eigentlich auch ganz gut gelöst, allerdings kommt man dank der vielen verschiedenen Spielvarianten durchaus mal in die Verlegenheit, dass einem die Fahrer mit der gewünschten Eigenschaft ausgeben, wenn der entsprechende Modus einfach bestimmte Eigenschaften bevorteilt.

    F1 Race Stars (11) F1 Race Stars (11) Quelle: Codemasters Die gebotene Grafik ist natürlich in erster Linie knuddelig und süß, die Fahrer sind witzig animiert, kloppen sich bei Berührungen auch gerne, und die Strecken leben von den verschiedenen Hindernissen, wie Traktoren oder Tieren. Das Ganze kommt allerdings nicht besonders detailreich rüber und wirkt an manchen Stellen durchaus etwas nackt. Dafür gibt es selbst im Splitscreen für bis zu vier Spieler praktisch keine Framerate-Einbrüche, nicht mal wenn es wie aus Eimern schüttet. Was man hingegen wirklich abstrafen muss, ist die Soundkulisse. Gehen die Motorensounds noch in Ordnung, sind die eingeworfenen Sprüche der Fahrer meist dümmlich und wiederholen sich oft und die Musikuntermalung ist wahrlich schrecklich ausgefallen. Spätestens wenn einem die Jahrmarktsmucke um die Ohren gehauen wird, fragt man sich ernsthaft, ob man nicht vielleicht doch im falschen Spiel gelandet ist.

    Was man hingegen wirklich als gelungen bezeichnen muss, ist der Online-Modus für bis zu 12 Spieler gleichzeitig und die vielen Statistiken, mit denen man sich per Racenet mit seinen Freunden vergleichen kann. Das ist ein Feature wie es Codemasters ja schon in einigen seiner Rennspiele verwendete und was in fast uneingeschränkter Form auch in F1 Race Stars zur Verwendung kommt. Auch online gibt es ein Dutzend verschiedener Spielvarianten und Modifikationen, so dass eigentlich jeder das für sich passende finden sollte. Ebenfalls positiv ist, das F1 Race Stars keinen Online-Pass voraussetzt.


    F1 Race Stars (X360)

    Singleplayer
    6,7 /10
    Multiplayer
    7/10
    Grafik
    7/10
    Sound
    4/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Viele verschiedene Spielvarianten
    Viele verschiedene PowerUps
    Niedliche Optik
    KERS vorhanden
    Safety Car PowerUp
    Online-Mode für bis zu 12 Spieler
    4-Player-Splitscreen
    Racenet-Features
    Nur 11 Rennstrecken
    F1-Karts können nicht driften
    Recht niedriger Geschwindigkeitseindruck
    Unglaublich billige und mitunter gar nicht passende Musikuntermalung
    Dümmliche Fahrersprüche

  • F1 Race Stars

    F1 Race Stars

    Publisher
    Codemasters
    Developer
    Codemasters
    Release
    16.11.2012
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Schmadda
    Als Arcade-Spiel für nen Zehner wärs ok gewesen, aber als Vollpreisspiel ist der Titel einfach nur lächerlich.

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Trackmania Turbo Release: Trackmania Turbo Ubisoft , Nadeo
    Cover Packshot von Need for Speed 2015 Release: Need for Speed 2015 Electronic Arts , Ghost Games
    Cover Packshot von Obliteracers Release: Obliteracers Deck 13
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von Schmadda Erfahrener Benutzer
        Als Arcade-Spiel für nen Zehner wärs ok gewesen, aber als Vollpreisspiel ist der Titel einfach nur lächerlich.
    • Aktuelle F1 Race Stars Forum-Diskussionen

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F1 Race Stars
F1 Race Stars im Gamezone-Test: Viele Spielvarianten auf viel zu wenig Rennstrecken
Witzig klingen tut die Idee auf alle Fälle: Man nehme die bekannten Fahrer der Formel 1, verpasse ihnen dicke Bobbleheads, stecke sie in viel zu kleine Autos und lasse sie auf wahnsinnig verunstalteten Rennstrecken voller Hindernisse und Loopings um den ersten Platz kämpfen, während sie sich allerlei Dinge an den Kopf werfen können. Hinter F1 Race Stars könnte sich aber auch eine ganz andere Idee verbergen, nämlich die, aus der sicher nicht günstigen F1-Lizenz noch ein paar Dollar mehr herauszuquetschen, indem man mit einem Mario Kart-Klon die sonst nicht erreichbare Zielgruppe der jüngeren Spieler anspricht. Wie dem auch sei, wir haben uns für euch die Köpfe aufblasen und in die winzigen F1-Karts stecken lassen und selbst getestet, ob der Titel gelungen ist.
http://www.gamezone.de/F1-Race-Stars-Spiel-23004/Tests/F1-Race-Stars-im-Gamezone-Test-1036010/
16.11.2012
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2012/11/F1_Race_Stars__Trailer_stellt_die_Features_vor_HWC_StartScreen.jpg
rennspiel,codemasters
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