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  • FEAR: Extraction Point im Gamezone-Test

    Das AddOn bietet uns ein Wiedersehen mit der gruseligen Alma und dem eigentlich tot geglaubten Paxton Fettel.

    First Encounter Assault Recon: F.E.A.R. Viele kennen diesen Namen, viele fürchten und lieben diesen Namen. F.E.A.R. war das erste Spiel das es schaffte auf brachiale und packende Weise Ego-Shooter-Action mit spannendem und furchterregendem, japanischem Horror zu vereinen. Und es hat funktioniert! 2005 saßen weltweit unzählige Spieler vor den Bildschirmen und wurden von Alma, Paxton Fettel und den Replikatoren in den Wahnsinn getrieben. Ob die von den Fans heiß erwartete Erweiterung F.E.A.R. Extraction Point an den Erfolg des Hauptsiels anknüpfen kann, oder ob das Spiel einfach nur der Horror für den Konsumenten ist, ist auf den folgenden Zeilen zu lesen...

    Das Ende wird zum Anfang

    FEAR: Extraction Point FEAR: Extraction Point Extraction Point beginnt genau da, wo F.E.A.R. seinerzeit aufhörte. Man fliegt in einem Helikopter über der Stadt, in der Mitte der Stadt eine riesige Rauchwolke. Die Auswirkungen der Explosion der Origin-Anlage. Ein kurzer Dialog zwischen den beiden Kollegen vor einem, ein dumpfer Schlag und im nächsten Moment stürzt das Flugzeug ab. Das alles wurde wie immer brachial und packend inszeniert. Schnitt. In der nächsten Szene wacht man auf, man liegt auf dem Boden. Die Sicht ist verschwommen, um einen herum zwei vertraute Stimmen. Langsam klärt sich das Bild. Man liegt in einem Haus auf dem Boden, vor einem das brennende Hubschrauber-Wrack. Ein Blick nach oben offenbart die beiden Kollegen, die eine Etage höher an der Wand lehnen. Es gilt einen Weg aus dem Haus herauszufinden, per Headset steht man in ständigem Kontakt mit den Kollegen. Viele dunkle Ecken lauern in dem Gebäude. Die Schockmomente warten wie gewohnt auf, es geht durchs dunkle Schlafzimmer und durch einen kleinen Gang ins Treppenhaus. WUMM. Mit einem Krach stürzen Teile des Treppenhauses ein. Es gilt einen anderen Weg zu finden. Während sich die Kollegen aufs Dach Durchschlagen, muss man einen anderen Weg finden. Rein in die nächste Tür, durch die Wohnung hindurch und raus auf die Feuerleiter. Hat man es einmal geschafft, landet man auf den Straßen der Stadt. Dort hinten, hinter dem Zaun stehen auch schon die beiden Kollegen. Um einen herum deaktivierte Soldaten, die Replikatoren, die jedem noch aus F.E.A.R. bekannt sein sollten. Alle sind deaktiviert, doch etwas stimmt hier nicht. Es ist zwar Nacht, doch keine Menschenseele treibt sich herum. Keine Lichter erwecken den Anschein von Leben. Die Explosion muss doch irgendjemanden wachgerüttelt haben? Das geht nicht mit rechten Dingen zu. Es geht weiter. Dort vorne, eine Kirche. Hindurch durch die Doppeltür und hinein in den Saal. Dort, der ominöse Mr. Paxton Fettel?! Einbildung? Spieler erinnern sich, das er im Hauptspiel den Tod gefunden hat. Oder doch nicht? Um Fettel herum mehrere Replikatoren, welche jedoch nicht deaktiviert sind. Das Gewehr im Anschlag und die Slow-Motion aktiviert werden die Soldaten in gewohnter Action-Manier aufs Korn genommen. Als am Ende schließlich nur noch man selbst steht, beginnt der Boden zu vibrieren. Aus dem Kirchenboden reißt es wie von einer unsichtbaren Kraft die Bodenplatten heraus und es tut sich ein Loch auf. Furchtlos wie immer springt man hinein. Es geht weiter. Durch dunkle Gänge werden die Replikatoren ins High-Tech-Jenseits geschickt. Irgendwann ist man wieder in einer Art Kirche. Das statische, packende Knistern erfüllt die Luft. Ist Alma in der Nähe? Paxton Fettel. Er schwebt in den Raum, er sagt etwas vor sich hin. Er lässt uns allein und dann passiert es. Mit einem Ohrenbetäubenden Schlag zerreißt es die Doppeltür der Kirche. Flammen schießen aus dem Boden. Und in der Mitte: Alma. Mit dem Maschinengewehr im Anschlag wird auf das Mädchen geschossen. Keinerlei Wirkung, es gibt nur eins, die Flucht! Ein Schuss auf die Fensterscheiben. Wirkungslos. Die Kirchenbänke fangen an zu Brennen, alles fliegt durch die Luft und das Mädchen kommt immer Näher. Da, die eben noch verschlossene Tür ist offen. Das Wie und Warum interessiert nicht. Es gibt nur ein Ziel: Rennen! Hinein in den Gang durch die Tür in den Garten und über die Mauer. Der Schock ist überstanden. Fürs Erste. Dies ist nur einer von vielen panischen Momenten in F.E.A.R. und mitunter sicher noch der harmloseste. In F.E.A.R. Extraction Point wird man vom Jäger zum Gejagten.

    FEAR: Extraction Point FEAR: Extraction Point Wie schon das Hauptspiel, lebt auch die Erweiterung von den unheimlichen, packenden Nippon-Horrorsequenzen. Hintergrundmusik tritt nach wie vor nur sehr selten auf. Denn F.E.A.R. lebt vor allem von der tollen Atmosphäre und diese hat auch die Erweiterung. Wenn sich das HUD kurzzeitig verzerrt, komische, geisterhafte Gestalten über den Bildschirm huschen und unzählige, unnatürliche Erscheinungen an den Nerven des Spielers zerren, ist eines klar: Alma is Back. All das macht F.E.A.R. zu etwas besonderem. Wenn man zum Beispiel in eine Lagerhalle kommt und der Kollege wird von einer unsichtbaren Kreatur in der Luft zerrissen, ist es nicht nur unheimlich, verstörend und packend, sondern macht auch eines Klar: Dieses Spiel ist nichts für schwache Nerven und erst Recht nichts für Kinder. Wie das ganze ausgeht, wird hier jedoch nicht verraten. Schließlich soll die Spannung des Spiels nicht zerstört werden. Lässt man die dichte Atmosphäre rund um Alma und Fettel weg, offenbart sich jedoch, das F.E.A.R. Extraction Point wie schon das Hauptspiel auch nur ein linearer Standard-Shooter ist. Alternative Lösungswege, mehrere Varianten, um zum Ziel zu kommen gibt es nicht. Es geht immer nur von A nach B, jedoch wird das alles ordentlich durch die Nippon-Horrorsequenzen aufgepeppt, welche sich vor allem auch an Filmen wie The Ring und Ju-On orientiert, die das Spiel deutlich vom Shooter-Einheitsbrei abheben.

    Was gibt's Neues?

    FEAR: Extraction Point FEAR: Extraction Point Eine Erweiterung sollte neben der neuen Story auch materiell, bzw. inhaltlich etwas Neues zu bieten haben. Hier hält sich Extraction Point jedoch eher bedeckt. Zwei neue Waffen gibt's, zum einen die TG-2A-Minikanone, die starke Feuerkraft auf kurze und mittlere Entfernungen bietet und zum anderen den Typ-12-Laserkarabiner, der für kurze Zeit einen Schneidestrahl aufbauen kann. Außerdem gibt es noch das mobile AP-5-Geschütz, welches sich vor allem für Abwehrkämpfe eignet, denn es bietet automatische Zielerfassung und Feuerkontrolle. Platzierbar ist es zudem nicht nur am Boden, sondern auch an den Wänden und den Decken. Ansonsten hält man sich mit den Neuerungen sehr bedeckt. Es gibt nun auch Munitionskisten, in denen sich nützliche Dinge finden lassen und es ist nun möglich, Türen gewaltsam einzutreten.

    Monotones Leveldesign und starke Technik

    FEAR: Extraction Point FEAR: Extraction Point Abgesehen von den eher geringen Neuerungen, die den Spieler in Extraction Point erwarten, nagt noch ein anderes Problem an der Erweiterung zum Horrorspektakel: Das Leveldesign. Wie schon seinerzeit in F.E.A.R. Treibt man sich auch in Extraction Point hauptsächlich in Lagerhallen, Gebäuden und Tunneln herum. Mit diesem Problem musste sich auch das Hauptspiel Auseinandersetzen und auch in der Erweiterung konnte man dem nicht Abhilfe schaffen. Vom Haus in die Kirche, in den Hinterhof, in die Lagerhalle, in den U-Bahn-Komplex und immer weiter. Leider drückt das eintönige und monotone Leveldesign auf den Spielspaß, wird es doch nach einer gewissen Zeit einfach langweilig, immer wieder durch die selben Gänge, an den gleichen Regalen vorbei und die selben Treppen hinunter zu rennen. Da helfen auch die Schockmomente nur bedingt. Denn ein weiteres Problem bei Extraction Point ist der Effekt. Als man das ganze in F.E.A.R. zum ersten mal zu sehen bekam, auch optisch, gab es Wow-Effekte ohne Ende. Die Slow-Motion wurde vergleichsweise nur in Max Payne so gekonnt inszeniert, die auf Hochglanz polierte Optik war eine der besten, die es bis dato gab. Vor allem die KI des Spiels überzeugt vollends. Noch nie gab es in einem Shooter derart intelligente Soldaten wie in F.E.A.R.. Die Gegner suchen stets Deckung, stoßen den Tisch um und werfen sich dahinter, springen, bzw. schießen euch selbst durch Fensterscheiben hindurch ab und sollte man ihnen einmal zu Nah kommen dann hat man schnell die Faust oder den Gewehrkolben im Gesicht. Wie man selbst, sind auch die Widersacher im Nahkampf geübt und haben viele Fausthiebe und Tritte im Repertoire. Das Problem bei Extraction Point ist jedoch, das die Wow-Effekte ausbleiben. Die Schockmomente und optischen Highlights sind ohne Frage vorhanden, können jedoch nicht mehr so vom Hocker reißen wie beim Hauptspiel. Man hat eben alles schon mal gesehen. Die brennende Umgebung wenn die kleine Alma auf einen zukommt, die schemenhaften Erscheinungen, all das hatte man schon bei F.E.A.R.. Auch die Spieldauer mit fünf bis sechs Stunden hält sich zeitlich eher begrenzt, dies relativiert sich jedoch, wenn man bedenkt, dass man das Hauptspiel bereits nach ca. 10 Stunden durch hat.

    FEAR: Extraction Point FEAR: Extraction Point Die Level mögen sich zwar wiederholen, sind jedoch keines Falls trist gestaltet. Die Technik des Spiels ist immer noch eine der besten, die es bis heute gibt. Die Level werden detailliert dargestellt, vor allem auch die stimmige Beleuchtung des Spiels kann sich sehen lassen. Die Soldaten sind wie immer gekonnt ins Szene gesetzt und vor allem die Slow-Motion ist eines der optischen Highlights. Auch die Animationen, wenn etwas zu Bruch geht, oder die Widersacher zu Boden fallen, alles geht äußerst realistisch vonstatten. Das liegt auch daran, das F.E.A.R. Extraction Point die bewährte und beliebte Havok-Physik-Engine mit an Bord hat. Jede Kiste, jedes Regal, das man berührt, bewegt, bzw. fällt realistisch zu Boden. Alles in Allem wirkt die Optik in sich stimmig, wenn sie auch etwas Monoton ausgefallen ist. Akustisch gibt es nichts zu meckern. Die Synchronisation weiß zu überzeugen, wenn es auch besser geht, allerdings zählt die Synchronisation in Extraction Point zu den Besseren, die es gibt.

    FEAR: Extraction Point (PC)

    Singleplayer
    8,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Saubere Technik
    dichte
    spannende Atmosphäre
    gute Synchronisation;
    Eintöniges
    langweiliges Leveldesign
    wenige Neuerungen
    kurzer Einzelspieler-Modus
    verminderter Wow-Effekt;
  • FEAR: Extraction Point
    FEAR: Extraction Point
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    TimeGate Studios
    Release
    03.11.2006
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FEAR: Extraction Point
FEAR: Extraction Point im Gamezone-Test
Das AddOn bietet uns ein Wiedersehen mit der gruseligen Alma und dem eigentlich tot geglaubten Paxton Fettel.
http://www.gamezone.de/FEAR-Extraction-Point-Spiel-23219/Tests/FEAR-Extraction-Point-im-Gamezone-Test-990993/
08.11.2006
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