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Als Andrew Wilson, Chef von EA Sports, bei der Präsentation von FIFA 13 davon spricht, dass für viele Männer die Verbindung zu "ihrem Verein" nach der Familie eine der wichtigsten und beständigsten Beziehungen in ihrem Leben ist, glauben wir ihm das sofort. Der Rummel an Fußball-Wochenenden landauf, landab von Regionalligen bis hin zur Bundesliga beweist das jedes Mal aufs Neue. In diese Kerbe will nun auch EA schlagen und Spieler nicht nur virtuell an den Verein binden, sondern auch an die Marke FIFA. Dafür hat man sich auch für das nächste Jahr wieder eine Handvoll Neuerungen ausgedacht, die jährlich meckernde Zweifler überreden sollen, trotzdem wieder zuzugreifen. Die Vision für FIFA 13: Was im letzten Jahr mit Tactical Defending begonnen wurde, soll dieses Jahr auf den Angriff ausgeweitet werden. Darüber hinaus wird aber auch die Abwehr weiter gestärkt und durch Erweiterungen die Physik und Player Impact Engine verfeinert.
In London hat uns FIFA-Chefproduzent David Rutter und sein Kollege erste Infos zu FIFA 13 gegeben. Die Präsentation fand komplett auf einer Bühne statt, Ingame-Material wurde nur selten gezeigt. Stattdessen sahen wir Aufnahmen aus dem Entwicklungsprozess, in der Beispielsituationen zwar schon gezeigt wurden, wir aber nur wenig Rückschlüsse auf die Grafik ziehen konnten. Einen optischen Ersteindruck liefern wir aber noch diesen Monat nach!
Der Kampf um den Ball
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Im Mittelpunkt aller FIFA-13-Neuerung steht der intensive Kampf um den Ballbesitz. Vom Angriff bis hin zu Verteidigung hat das FIFA-Team verschiedene Aspekte genommen, und diese verbessert. Herausragend und schon lange überfällig fanden wir bei der Präsentation die Fähigkeit, uns nun endlich mit dem vollen Gewicht eines Spielers einem anderen in den Weg zu stellen, um ihn vom Ball abzudrängen. Gerade in der Verteidigung ist dieser Spielzug essentiell, beispielsweise wenn ein Pass zu lang kommt und man den Spieler nun abdrängen kann, anstatt selbst versuchen zu müssen, zuerst am Ball zu sein. Die Ballübernahme soll außerdem auch körperlicher werden, so kann man sein gegenüber auf Knopfdruck etwas schubsen oder ziehen, was im Moment der Schussabgabe die Rettung sein kann. Aber Vorsicht: Wer hier zu ambitioniert die Regeln auslotet, wird auch mit Gelben Karten bedacht. Denn wie in der Realität ist irgendwann der Moment gekommen, an dem es kein leichtes Drücken mehr ist, sondern ein fieser Schubser von hinten. Die Schiedsrichter-KI wird darauf entsprechend besonders geschult.
Diese Funktionen werden aber nicht nur am Ball funktionieren, sondern sind auch sogenannte "Off-the-Ball"-Funktionen. Wer taktisch spielt, kann seine Gegner nun aktiv an der Passannahme stören, indem er sie mit Körpereinsatz und Dazwischenstehen abdrängt oder sie ausbremst. Besonders interessant wird das in Standardsituationen wie Eckbällen oder Freistößen. Um das Spielerlebnis noch realistischer zu machen, hat EA Sports sich typische Grafikfehler aus FIFA 12 angeschaut und die Ursache in fehlerhaften Spieler-Physikdaten gefunden. Wenn Arme und Beine komisch im Zweikampf flattern und ruckeln, dann weil der Körper der Spieler falsch einprogrammiert war. Solche Fehler, darunter der beliebte FIFA-Kiss (der mittlerweile fast 3 Millionen Klicks bei Youtube hat!) sollen dank einer Anpassung nun der Vergangenheit angehören.






