König Fußball regiert die Welt. Seien es nun die im abwechselnden Turnus stattfindenden Welt- bzw. Europameisterschaften, die jährlich ausgetragenen nationalen Meisterschaften nebst Pokalwettbewerben, oder im örtlichen Hinterhof, irgendwo muss das Runde immer ins Eckige. Fußball, eine gemeinsame Faszination, in der man sich im Kollektiv vor Freude oder Trauer in den Armen liegen und ein gemeinsames Erlebnis zelebrieren kann. Wie nah solche Erfahrungen beieinander liegen können, erfuhren Fans des FC Chelsea und des FC Bayern München am 19. Mai des aktuellen Jahres am eigenen Leib. Doch Geschichte ist geschrieben, Titel sind verteilt, auf geht's also in eine neue Saison voller Titelträume. Mitten drin wie jedes Jahr natürlich auch PES und FIFA, die ewigen Rivalen um den Titel der besten Fußball-Simulation. Während PES 2013 bei uns bereits vorlegen durfte, zieht nun FIFA 13 nach. In unzähligen on- sowie offline-Stunden haben wir EAs neuesten Streich einem standesgemäßen Leistungscheck unterworfen.
Präsentation und Zusatzperipherie
Quelle: Electronic Arts
FIFA 13 (1)
Auf technischer Ebene hat sich bei FIFA 13 im Vergleich zum Vorgänger nur wenig verändert. Dennoch sieht das Spiel zu jedem Zeitpunkt wirklich erstklassig aus. Die Spielermodelle sind einmal mehr erschreckend realistisch geraten und sind bis hin zum Laufstil und anderer Eigenheiten in der Körpersprache authentisch nachempfunden. Blickt man jedoch hoch in die Ränge, werden wir einmal mehr von billigen Pappfiguren ohne menschliche Form anstatt waschechter Zuschauer angefeuert. Die Beseitigung dieses letzten wirklichen Mankos im Bezug auf die Präsentation bleibt EA uns auch dieses Jahr schuldig. Die akustische Untermalung in den Menüs ist EA-typisch auch in FIFA 13 wieder ein buntes Potpourri aus allen Musikrichtungen und sorgt für gute Stimmung in der Spielvorbereitung. Ordentlich Stimmung machen ungeachtet ihrer Optik ebenfalls die Zuschauer im Stadion. Keine Spielszene lässt die Masse unkommentiert, feiert mit Originalchören die eigene Mannschaft, und gibt nach Toren erst richtig Gas – So kommt Stimmung auf! Am Mikrofon geben uns einmal mehr die Pott-Legende Manni Breuckmann und Allround-Talent Frank Buschmann die Ehre. Für den Matchday Modus haben die beiden wohl etliche Stunden im Studio verbringen müssen, gehen die beiden doch für jeden Club richtig auf die aktuellen Statistiken der Liga ein. Abseits dieser beeindruckenden Leistung wirken die beiden zwar schon verbessert im Vergleich zum Vorjahr, leider aber noch immer zu repetitiv, um dem englischen Kommentar endlich nahe zu kommen.
Auch die Zusatzperipherien Move und Kinect werden von FIFA 13 nicht vernachlässigt. Leider schafft Move es aufgrund uninspirierter Fuchtelsteuerung und simpler Reizüberflutung während des Spiels nicht, uns vom Konzept zu überzeugen. Simpler, aber auch sinnvoller, wird da Kinect eingesetzt. Über die Sprachsteuerung des Sensors können wir per Spracheingabe unsere Mannschaft im Spiel neu arrangieren und einstellen, ohne die Finger von den wichtigen Knöpfen des Pads nehmen zu müssen. Cool: Regen wir uns über ein Foul zu lautstark auf kann es durchaus einmal vorkommen, dass uns der Schiedsrichter nachträglich die gelbe Karte zeigt.
In naher Zukunft erscheint auch für mobile Geräte eine eigene App, in der wir unser Ultimate Team auch von Unterwegs verwalten können. Zu prüfen was dieses Gadget jedoch drauf hat, war zum Testzeitpunkt aufgrund von Abwesenheit im Online-Store nicht möglich.
