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  • FIFA Football 2004 im Gamezone-Test

    Fifa 2004 im Test: Kann die Serie mit diesem Titel zur Referenz von Konami aufschließen?

    Kaum wird es Herbst in Deutschland schon stehen in den Regalen der diversen Kaufhäuser und Shops die neuesten Ableger aus der EA-Sport-Reihe. Doch während Titel wie NHL und Madden mit ziemlichen Abstand ihre jeweiligen Sparten qualitätsmäßig anführen, hinkt das Sorgenkind "FIFA (Soccer)" aus der Spiele-Familie von Electronic Arts doch arg hinter der Konkurrenz her. Viel wurde branchen-typisch von den Entwicklern im Vorfeld versprochen, so dass der Erfolgsdruck, welcher sowieso schon auf einen Produkt aus diesem Publisher-Haus lastet, noch größer wurde. Nicht einfacher macht die Sache, das das kürzlich erschienene "Pro Evolution Soccer 3" von Konami die Latte, vor allem was realitäts-bezogenes Gameplay betrifft, sehr hoch gelegt hat.

    Das Gameplay

    Besonders angepriesen wurde, schon lange bevor eine erste Testversion des Spieles sichtbar war, die sogenannte neue "Off the ball"-Kontrolle. Versprochen wurde ein Interagieren mit Spielern, welche nicht gerade im Ballbesitz sind; herausgekommen ist dabei eine Tastendruck-Variante, welche es kinderleicht macht (egal welcher Schwierigkeitsgrad gewählt ist), schnelle Pässe auch über größere Entfernungen an den Mann zu bringen. Via Schultertaste werden drei anspielbereite Mannschaftskollegen angezeigt, welche dann über den Druck auf die gewünschte "Pass"-Taste (flach oder hoch) mit einer sehr hoher Erfolgsquote bedient werden. Etwas anders sieht es aus, wenn der User versucht Einfluss auf den gewählten Spieler mit Hilfe des rechten Analog-Sticks zu nehmen - sprich ihn in den freien Raum schicken will. Wenn man nicht gerade ein Finger-Akkrobat der besonderen Art ist, wird man diese Möglichkeit höchstens Mal im Training antesten und es dann wieder sein lassen, besonders da diese Art der Steuerung in einem Match mit aggressiv verteidigenden Spielern ein wenig hektisch, ungenau und vor allem unübersichtlich wird.

    Ebenfalls einer Neugestaltung mussten sich die Ecken-, sowie Freistoss-Ausführung unterziehen. Nicht nur das bei letzterem jetzt auch die Variante "indirekt" möglich ist (auch wenn irgendwie nicht klar wird, bei welchen Vergehen welcher Freistoss gewährt wird), nein auch das aus dem Golf-Spiel "Tiger Woods PGA" bekannte "3 Click"-System wurde übernommen. Dieses gibt den Spieler nun die direkte Möglichkeit auf Stärke und Genauigkeit des Schusses einzuwirken. Ganz anders steuern sich in der aktuellen FIFA-Version die Eckbälle. Hier hat man nun nur noch die Möglichkeit eine Variante (Volleyschuss, ins lange Eck, ins kurze Eck usw.), welche man zuvor im Menü zugeordnet hat, auszuwählen, danach erfolgt die Ausführung mehr oder weniger automatisch, während man selbst einen Spieler übernimmt, der im Strafraum auf den Ball wartet. Ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass EA die Spielgeschwindigkeit ein wenig gedrosselt hat, was aufgrund der teilweise viel zu unrealistischen Abläufe der Vorgänger durchaus vernünftig klingt, jedoch auf den Rasen von "FIFA 2004" selbst eher einen laschen Eindruck hinterlässt. Immer noch krankt der Titel an den zu eingeschränkten Möglichkeiten. Taktisch wird einem zwar mittlerweile auch eine "In-Game"-Änderung angeboten, jedoch hat man immer noch nicht die Auswahl, wo welcher Spieler genau spielen soll und wie sich genau dieser Spieler verhalten soll (wie es eben Pro Evolution schon seit Jahren vormacht). Bei FIFA ist alles globaler, entweder stürmt die ganze Mannschaft oder keiner. Wie schon beim Vorgänger erwischt man sich wieder dabei, Erfolge immer über das eigentlich im "Real-life"-Fussball eher unwahrscheinliche Kurzpass-Spiel zu erzwingen (und so gering ist die Quote dabei nicht). Schüsse aus 30 Meter gehen wie die sprichwörtliche Rakete ab und bringen jeden Torwart zum Schwitzen (was einen mit teilweise tollen Paraden gezeigt wird, mit dem richten Leben aber nicht viel zu tun hat). Dies bringt uns zum nächsten Punkt: Der KI. Hier muss man Electronic Arts durchaus eine gewisse Weiterentwicklung bescheinigen. So verhalten sich die Verteidiger durchaus aggressiv und besonders in den hohen Schwierigkeitsstufen muss man sich schon einiges einfallen lassen um an ihnen und dann den ziemlich gut haltenden Torwart vorbei zu kommen. Leider gibt es immer noch diverse Aussetzer: So kann es vorkommen, dass man im Mittelfeld ohne behelligt zu werden die Minuten absteht, Mitspieler einfach nicht auf ein Anspiel reagieren (auf den Ball zukommen) oder der Torwart beim Abstoß den Ball einfach aus den Händen gleiten lässt.

    Der Umfang

    Natürlich bietet FIFA 2004 wieder eine Unmenge an lizenzierten Vereinen, Spielern und Ligen. Hier ist und bleibt das Produkt aus dem Hause Electronic Arts einfach Klassenbester und dies wird am besten durch "nackte" Zahlen verdeutlicht: Geboten werden 350 Mannschaften mit über 10000 Spielern in 16 Ligen. Mittlerweile hat man sogar schon die Wahl in einer der unteren Klassen (wie in der dritten englischen Division oder zweiten Bundesliga) seinen Lieblingsverein zu wählen. Die Spielmodi beinhalten neben den obligatorischen "Training", "schnellen Spiel" und "Turnier" zwei entscheidende Neuerung. Die erste wäre der sogenannte "Karriere-Modus". Dieser gibt dem User die Möglichkeit sich direkt an der Trainingsplanung und den Transferverhandlungen innerhalb einer Mannschaft zu beteiligen. Ziel hierbei ist es, die bei Vertragsabschluss (zwischen Verein und dem User) getroffenen Vorgaben zu erfüllen und damit die Chance auf eine Vertragsverlängerung bzw. ein Angebot eines anderen Vereines zu erhalten. Jedoch sind die darin enthaltenen Entscheidungsfreiheiten stärker begrenzt als man es bei den entsprechenden "Dynasty"-Modis aus den amerikanischen Sportarten-Umsetzungen von EA (wie NHL und Madden) kennt. Trotzdem haben es die Entwickler dadurch geschafft, die bei den Vorgängern doch ein wenig laue Langzeitmotivation nach oben zu schrauben. Die zweite Neuerung ist das sogenannte "FIFA Fusion" und beinhaltet die Möglichkeit mit dem separat erhältlichen Spiel "FIFA Manager 2004" zu interagieren. In der Praxis ist damit gemeint, dass man mit den im "Manager" erstellten Mannschaften bei FIFA 2004 antreten kann und die erzielten Ergebnisse wiederum in den "FIFA"-Ableger importiert werden.

    Die Optik

    Immer ein Pluspunkt der EA-Sports-Spiele. Doch während Titel wie NHL und Madden sich kontinuierlich verbessern und mittlerweile einen Standard gesetzt haben, welcher auf der Playstation 2 kaum mehr zu überbieten ist, bekommt man bei FIFA nur kleine marginale Verbesserungen geboten. So sehen die Spielermodelle teilweise wirklich atemberaubend aus und es stellt sich ein schneller Wiedererkennungswert von Beckham, Ronaldo und Co. ein. Ebenso werden Animationen, wie das Gerangel beim Eckball oder das Beschweren bei einem nichtgegebenen Freistoss, geboten, die ziemlich nahe der Realität entsprechen. Leider kommt die hier eingesetzte Grafikengine aber auch sehr schnell an ihre Grenzen und zeigt dies dem User durch teilweise heftige Ruckler. Auch sind doch einige stärkere Clippingfehler enthalten, die vor allem bei Nahaufnahmen sehr deutlich zum Vorschein kommen und in dieser Art gar nicht mehr für möglich gehalten wurden. Während eine erneut zunehmende Zahl an aktuellen und originalen Stadien (Münchner Olympiastadion ist interessanterweise nicht mehr enthalten) aufs Genaueste modelliert wurden, zeigt sich das Publikum, welches zwar je nach Leistung der gezeigten Mannschaft zahlenmäßig zu- bzw. abnimmt, immer noch von seiner unschönen zweidimensionalen Seite. Dies ist um so verwunderlich, führt doch das Eishockey-Spiel aus dem selben Publisher-Hause vor, wie man es machen sollte. Die gesamte Präsentation ist natürlich Geschmacksache, hat aber meiner Meinung im Vergleich zur 2003-Version etwas an Pep verloren. So ist das Menü zwar übersichtlicher und optisch schöner in Szene gesetzt, dafür wurden die tollen Zusammenfassungen nach einem Spiel aus dem Vorgänger doch ziemlich abgespeckt.

    Der Sound

    Wirklich gut sind die Reaktionen der Fans, sowie deren Gesänge gelungen, auch wenn man hierbei schnell den "ach das kenn ich doch schon"-Effekt erhält. Auch wurde das Ganze nicht so mitreißend inszeniert, wie bei "NHL 2004", wo der Werbeslogan "Mittendrin statt nur dabei" voll angebracht wäre. Da mittlerweile schon Standard bei EA's Sportgames, wurden natürlich auch bei "FIFA 2004" einige Musik-Gruppen für den Soundtrack verpflichtet. Dieser ist so abwechslungsreich (vom brasilianischen Samba bis zum deutschen Techno), dass wohl jeder für seinen Geschmack etwas finden wird. Besonders erwähnen sollte man hierbei, dass dem User die Möglichkeit gegeben wird, sich via Menü-Option die von ihm gewünschten Titel auszuwählen. Kommentation eines Video-Sportspiels war von jeher ein heikles Thema. Während jedoch Konami in diesem Bereich vollends versagt, bringt es EA zumindest soweit, dass der User nicht gleich zur Auswahlübersicht zappt und dieses Feature auf "off" stellt. Was jetzt allerdings nicht heißen soll, dass die Qualität berauschend ist. Tom Bartels und sein guter Freund Florian König wiederholen sich ziemlich schnell und in einigen Situationen fragt man sich, wie er wohl auf diesen Kommentar kommen konnte. Viel Arbeit um dies vielleicht bei der 2005-Version ein wenig realistischer hinzubekommen.

    Das Online-Gaming der PS2-Version

    Gleich vorweg: Eine genaue Beschreibung dieses neuen Features war mir eigentlich nicht möglich, da es bei meiner Test-Session unheimliche Verbindungsprobleme gab, so beschränke ich mich auf bestimmte Teile, welche ich zu Gesicht bekam (und das war nicht viel). Jedem der die Playstation2-Verpackung von "FIFA 2004" bereits in Händen hielt, wird sofort das spezielle Online-Logo aufgefallen sein und mancher mag sich gefragt habe, was wohl dahintersteckt. Alles was der geneigte User braucht ist das PS2-Modem, einen DSL-Anschluss und viel Geduld. Schon das Einwählen auf den EA-Server kann schnell die Nerven strapazieren. Hat man es nach einigen Versuchen dann endlich geschafft, wartet eine sehr übersichtlich gestaltete Lobby auf einen. Ziemlich schnell hat man einen Gegner gefunden und schon heißt es "Let's play" - eigentlich, denn hier zeigt sich der nächste ziemlich große Stolperstein. So scheint der Server noch nicht so recht auf die Gegebenheiten eingestellt zu sein, denn öfters als einem lieb sein kann, endet das Spiel mit einer nervenden Netzwerkfehlermeldung. Aber auch dies kann man irgendwann überwinden, um dann (zumindest bis zum nächsten Absturz) in den Genuss einer abgespeckten, noch unflüssiger laufenden Grafik zu kommen. Da kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier die Thematik "Online" nur als Werbung missbraucht wurde, denn wirklich ausgereift ist das System noch bei weitem nicht. Viel Arbeit für nächstes Jahr und die nächste Version.

    FIFA Football 2004 (PS2)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    enormer Umfang
    in puncto Lizenzen einsame Spitze
    toller und abwechslungsreicher Soundtrack
    stimmungsvolle Fangesänge bzw. -reaktionen
    teilweise tolle Grafik
    ein Rückschritt im Bereich Gameplay
    kein realistisches Fussball-Feeling
    Online-Modus kann nicht wirklich überzeugen
    teilweise heftige Grafik-Bugs in Form von Rucklern und Clipping-Fehlern
  • FIFA Football 2004
    FIFA Football 2004
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    21.10.2003

    Aktuelles zu FIFA Football 2004

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FIFA Football 2004
FIFA Football 2004 im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/FIFA-Football-2004-Spiel-23300/Tests/FIFA-Football-2004-im-Gamezone-Test-989531/
29.10.2003
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