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  • Fable: Vorgegaukelte Freiheit - Leser-Test von morrowind

    Fable: Vorgegaukelte Freiheit - Leser-Test von morrowind Laut Peter Molineux sollte das Microsoft Action-Rpg das "beste Rollenspiel aller Zeiten" werden. Dass der ewige Dampfplauderer es auch dieses Mal nicht geschafft hat, sein bescheidenes Ziel zu erreichen, hat letztendlich das fertige Produkt bewiesen. Dennoch entpuppte sich "Fable" für mich als ein sehr gutes Spiel, was vor allem der hervorragenden Präsentation zu verdanken ist.
    Doch beginnen wir mit einem der wichtigsten Spielelemente, der Story. Der Held des Spiels, den ihr selbst benennen dürft (in diesem Review nenne ich ihn mal Berthold), durchlebt nicht gerade beneidenswerte Situationen. So muss der anfangs noch kleine Bengel hilflos zusehen, wie sein Heimatdorf Oakvale brutal niedergebrannt und überfallen wird. Das Blutbad, welches von Räubern verursacht wurde, diente aber nur einem Zweck, denn die Übeltäter wollten Bertholds Vater ermorden, was letztendlich auch geschehen ist. Auch Bertholds Schicksal war so gut wie besiegelt, als ihn ein mächtiger Magier rettet und ihn mit zur Heldengilde nimmt. Das Schicksal seiner Schwester und seiner Mutter war ihm aber nicht bekannt. Fortan schwört Berthold Rache und versucht sich in der Heldengilde zu beweisen.
    Die Story ist ganz nett und bittet auch einige Überraschungen, doch letztendlich hat sie nicht mehr als 08/15 Kost zu bieten.
    Das Spiel versucht laut dem Entwickler, dem Spieler alle Freiheiten zu lassen. Doch auch hier kann das Spiel nicht überzeugen. Das fängt schon bei der Grundidee an, dass der Spielcharakter im Laufe des Spiels altern wird. Als ihr das Spiel beginnt, seid ihr noch ein kleiner Rotzbube von etwa 6 Jahren und die Welt ist noch in Ordnung. Dann kommt aber die Sache mit dem Überfall und es gibt einen riesigen Schnitt. Nach den zahlreichen Zwischensequenzen, indem dieses schreckliche Ereignis beschrieben wird, dürft ihr wieder die Kontrolle des Helden übernehmen. Dann ist er aber schon 16 Jahre alt, was bedeutet, dass das Spiel automatisch 10 Jahre übersprungen hat. Im Prinzip gaukelt euch das Spiel nur eine möglichst große Freiheit vor. So dürft ihr euch beispielsweise nur auf fest vorgegebenen Pfaden fortbewegen, ein Abstecher in die Wildnis, wie etwa bei "Gothic" oder "Morrowind" ist nicht drin. Auch die vielen kleinen Features, aus denen sich die Freiheit zusammensetzen soll, sind keinesfalls innovativ. So dürft ihr z.B. angeln (konnte man schon in anderen Spielen), Minispiele in den zahlreichen Pubs zocken (à la Münzengolf: Solche Minispiele gab es auch schon öfters) oder heiraten. Auch letzteres ist nicht von belangen. Schön, ihr könnt zwar heiraten, aber Spaß bringt es eigentlich keinen, da euch die Ehefrau ja nicht viel bringt.
    Das besondere an diesen ist aber das "WIE". Alle Features, die sich in das Spiel eingeschlichen haben, sind perfekt präsentiert und viele lassen sich sogar kombinieren. Beispiel: In "Fable" könnt ihr euch so lange mit Bier volldröhnen, bis ihr schließlich besoffen seid. Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit einem NPC so viel Bier zu geben, bis dieser dann betrunken umkippt. Dies wiederum offenbart noch einmal neue Möglichkeiten. So schenkt ihr einem Ladenbesitzer z.B. die nötige Menge an Bier, bis er umkippt oder davontorkelt und ihr könnt seine Lade ausräumen. Das ist von Lionhead meiner Meinung nach sehr clever gemacht, da es in "Fable" öfters solche Vorgehensweisen gibt.
    Auch das Kampfsystem ist gelungen und spaßig. Ihr kämpft nicht, wie in "Final Fantasy", rundenbasiert, sondern dürft eure Feinde selbst enthaupten. Mit dem X-Button pflügt ihr euch mit dem Schwert durch die Gegnerscharen und mit Y blockt ihr feindliche Attacken. Es besteht aber zudem auch noch die Möglichkeit, eine der zahlreichen Magie-Attacken gegen den Feind zu verwenden. Im Magie-Arsenal befinden sich zahlreiche Klassiker wie "Blitz", "Feuerball" oder "Bullet Time". Ihr könnt euch aber auch in einen Beserker verwandeln, der besonders kräftig zuschlägt. Das Kampfsystem ist meiner Meinung nach sehr gut ausgefallen und toll inszeniert. Leider hat aber auch dieses wieder einen Haken: Durch das actionbetonte Spielgeschehen wird "Fable" vom Schwierigkeitsgrad her ein wenig zu leicht.
    Wie in "Knights of the Old Republic" dürft ihr auch in "Fable" zwischen Gut oder Böse wählen. Das Gut/Böse System ist aber nicht ganz so ausgefeilt und lange nicht so komplex wie beim Genre-Kameraden, funktioniert letztendlich aber recht ähnlich. Dafür verändert sich der Held aber vor allem optisch stärker. Gute Naturen besitzen einen sympathischen, weißen Vollbart und einen Heiligenschein, während das böse Gegenstück Hörner trägt, rote Augen besitzt und bei jedem Schritt roten Dampf hinterlässt.
    Ein großes Lob geht auch an die Spielwelt von Fable, die sehr realistisch in Szene gesetzt ist. So befinden sich in jeder Ortschaft zahlreiche NPC's, die ihren Arbeiten nachgehen und sich abends im Dorf-Pub treffen. Außerdem reagieren die NPC's auf euer Aussehen. So kann es schon einmal kommen, dass sie sich vor euch fürchten oder euch bewundern. Auch die Quest sind abwechslungsreich geraten. So müsst ihr einmal einen Jungen aus den Klauen einer fiesen Fee befreien, während ihr ein anderes Mal aus einem dunklen Gefängnis entkommen müsst.
    Leider ist "Fable" sehr kurz. Zocker, die durch das Abenteuer hetzen haben es locker in 7 Stunden durchgespielt, was für ein Rpg natürlich miserabel ist. Hinzu kommt noch die relativ kleine Spielwelt, über die "Morrowind" Fans nur lächeln können. Wer sich aber stärker auf die Spielwelt einlässt und sich länger mit ihr beschäftigt, der dürfte viel länger vor der Glotze hocken.

  • Fable
    Fable
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Big Blue Box Studios
    Release
    14.09.2004
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Fable
Fable: Vorgegaukelte Freiheit - Leser-Test von morrowind
http://www.gamezone.de/Fable-Spiel-23036/Lesertests/Fable-Vorgegaukelte-Freiheit-Leser-Test-von-morrowind-1002835/
08.09.2005
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