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  • Faces of War im Gamezone-Test

    Eine bombastische Grafik und herausfordernde Missionen, aber auch eine komplizierte Steuerung zeichnen diesen Titel aus.

    Die Entwickler von Soldiers: Heroes of World War 2 wagen sich ein weiters mal mit einem Echtzeit-Strategiespiel in das hart umkämpfte Genre. Ob sich Faces of War gegen die derzeit sehr starke Konkurrenz durchsetzen kann, lest ihr in unserem Test.

    Abwechslungsreiche Missionen

    Faces of War Faces of War Bevor ihr in die ersten Missionen einsteigen könnt, müsst ihr euch zuerst für eine Kampagne entscheiden. Zur Auswahl stehen die Deutschen, die Alliierten und die Russen. Die Missionen finden alle in den letzen zwei Jahren des Zweiten Weltkrieges an bekannten Ortschaften wie der Normandie statt. Schade eigentlich, dass die Entwickler von Best Way nicht etwas unverbrauchtere Landstriche für ihr Spiel verwendet haben. Aber eigentlich müsste ja jeder Käufer eines WWII Strategiespiels wissen, dass das Szenario langsam aber sicher ausgelutscht wirkt.

    Faces of War Faces of War Nichtsdestotrotz werdet ihr nach Auswahl der Kampagne in ein Tutorial geschmissen, das euch mit den nötigsten Befehlen des Spiels vertraut macht. Bedauerlich ist allerdings, dass die Tutorials der Deutschen, der Russen und der Alliierten so gut wie identisch sind. Da hätte man etwas mehr Kreativität zeigen dürfen. Ist man aber erst in den richtigen Missionen angelangt, vergisst man dieses Manko sehr schnell. Das Missionsdesign ist vorbildlich, denn obwohl ihr zu Beginn in der Einsatzbesprechung mit allen Missionszielen konfrontiert werdet, finden in der Praxis immer wieder unvorhergesehen Ereignisse statt. Immer wenn ihr glaubt der Einsatz sei abgeschlossen, geht es dann doch weiter und noch mehr Aufgaben tun sich auf. Die meisten Aufträge sind deutlich länger als eine Stunde und wirken teilweise fast schon zu zeitintensiv, trotz der Abwechslung in der Missionstruktur.

    Faces of War Faces of War Anders als bei vielen anderen Echtzeit-Strategiespielen steuert ihr meist nur eine handvoll Soldaten und mit denen müsst so gut wie immer bis zum bitteren Ende der Mission zurecht kommen. Da ist es zwingend notwendig äußerst bedacht vorzugehen. Stupide Frontalangriffe sind von der ersten Minute an zum Scheitern verurteilt. Viel mehr müsst ihr euch von Deckung zu Deckung bewegen, Flankenangriffe durchführen und auch mal einen Panzer kapern. Dadurch, dass ihr nur sehr wenige Soldaten unter eurer Kontrolle habt, entsteht aber ein unglaublich dichtes Mittendrin-Gefühl. Um euch tobt die Schlacht, befreundete Einheiten bekriegen sich mit dem Feind, überall kracht es und so entsteht der Eindruck, dass man nur ein sehr kleiner der Teil der Kriegsmaschinerie ist. Leider ist es nicht von Bedeutung, wie viele Männer am Ende der Mission noch leben. Eine Bindung zur Truppe entsteht dadurch nicht. Deshalb habt ihr eigentlich keinen großen Ansporn alle Soldaten lebend zum Ziel zu bringen, da im nächsten Einsatz wieder die entsprechende Truppenstärke zur Verfügung gestellt wird.

    Fummelige Steuerung

    Faces of War Faces of War Ein weiteres interessantes Feature, das eindeutig von Rollenspielen übernommen wurde, ist das Inventar-System. Jeder eurer Soldaten hat einen Rucksack, in dem er seine Ausrüstung verstauen kann. So könnt ihr tote Feinde und Kisten nach neuen Waffen und Munition durchsuchen. In der Praxis ist dieses Feature aber eines der größten Kritikpunkte von Faces of War, da die ganze Steuerung einfach zu überladen und undurchdacht wirkt. In der Hektik der Schlacht müsst ihr umständlich durch das Kommando-Menü navigieren oder die vielen Tastatur-Befehle auswendig lernen. Während des Kampfes müssen die Waffen gewechselt, schnellst möglich neue Munition in das Inventar verschoben und Befehle wie "In Deckung gehen" oder "Streufeuer" an die Soldaten weitergeleitet werden. Das Ganze passiert auf die umständlichste Art und Weise, die man sich vorstellen kann. Ein kleines Beispiel: Euer Panzer wurde beschädigt und um ihn zu reparieren muss ein Soldat aus dem Fahrzeug aussteigen, was entweder über den entsprechenden Button in der Kommando-Leiste oder über einen Hotkey geschieht. Danach muss der Soldat angeklickt werden, anschließend fahrt ihr mit den Befehls-Cursor über den Panzer, der Inventarbildschirm öffnet sich und ihr könnt ein Reparatur-Pack in euer Gepäck schieben, zuletzt kann anhand des Reparatur-Icons endlich der Stahlkoloss repariert werden. Das dauert auch eine Weile und habt ihr Feinde oder gar ein Zeitlimit im Nacken, entsteht eine unglaubliche Hektik, die man mit einer komfortableren Bedienung hätte vermeiden können.

    Faces of War Faces of War Neben dieser klassischen, wenn auch unglaublich umständlichen Steuerung, könnt ihr jederzeit in den Direkt-Modus wechseln. Hier könnt ihr eine Einheit mit den Pfeiltasten steuern, was den Eindruck eines waschechten Action-Titels vermittelt. Leider ist diese Steuerungs-Art manchmal bitter nötig, da die Wegfindungs-Routinen des Öfteren gänzlich versagen. Während des Tests ist es das eine oder andere mal vorgekommen, dass Soldaten an Bäumen, Sträuchern und anderen Gegenständen hängen blieben und einfach nicht mehr von der Stelle kamen. Unverständlich ist auch, dass unsere Soldaten teilweise sogar nicht mal auf unsere Befehle hören wollten und einfach tatenlos an ihrer Position verhaarten. In Verbindung mit der nervigen Steuerung eigentlich der Todesstoß für ein Echtzeit-Strategiespiel. Arbeitet man sich allerdings in die mühselige Bedienung ein und drückt bei der KI ein Auge zu, tut sich ein durchaus brauchbarer Vertreter des Genres auf, was vor allem den spannenden Einsätzen zu verdanken ist. Glücklicherweise haben die Entwickler auch zwei Schwierigkeitsgrade in das Spiel eingebaut. Im Arcade-Modus haben eure Recken verhältnismäßig viel Lebensenergie, was dazu führt, dass Anfänger wenigstens in den ersten Missionen gut zurecht kommen sollten. Der Simulations-Modus hingegen ist bockschwer und dürfte sogar erfahrene Strategen extrem fordern. Alle anderen sollten also bei der Arcade-Einstellung bleiben, die im späteren Verlauf ebenfalls nicht ohne Frust vonstatten geht.

    Habt ihr keine Lust auf die teilweise langwierigen Missionen, könnt ihr euch in Multiplayer-Schlachten stürzen. In acht verschiedenen Modi können sich bis zu 16 Spieler im LAN und Internet die Kugeln um die Ohren pfeifen lassen. Ein kooperativer Modus, in dem ihr gemeinsam mit einem Freund gegen den Computer antretet, ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

    Bombastische Grafik

    Faces of War Faces of War Die Inszenierung der Schlachten ist den Entwicklern hervorragend gelungen. Die Städte und Landschaften kommen sehr glaubwürdig und detailliert daher und auch Fahrzeuge wie Panzer oder Artillerie sind herrlich animiert. Da lohnt es sich mal näher an die Einheiten zu zoomen. Während der Einsätze kracht es ein jeder Ecke. Fahrzeuge und Brücken werden auf effektvolle Weise in die Luft gesprengt, während Gebäude in einer Staubwolke realistisch zerbröseln. Da die Umgebung voll zerstörbar ist, sieht eine Map nach einer Schlacht oft völlig anders aus als zu Beginn des Einsatzes, was sich auch taktische nutzen lässt. Trotz gestochen scharfer Texturen gibt sich Faces of War dennoch recht Hardware freundlich, denn bereits mit 3 Ghz und einer halbwegs aktuellen Grafikkarte lässt sich das Spiel mit allen Details recht flüssig spielen. So muss eine sauber programmierte Engine aussehen: Hübsche Optik, die nicht unbedingt das neueste High-End System voraussetzt.

    Faces of War Faces of War Was den Sound angeht, zeigt sich das Spiel eher von der unauffälligen Seite. Das Kriegsgetümmel wurde zwar grundsätzlich recht gut eingefangen aber die Soundeffekte der Waffen hören sich größtenteils zu blechern an. Auf eine deutsche Sprachausgabe muss ebenfalls verzichtet werden. Lediglich deutsche Untertitel sind verfügbar. Es kostet schon etwas Atmosphäre, wenn deutsche Soldaten perfektes Englisch sprechen. Hinzu kommt noch, dass sich die eingesetzte Musik zu allem Überfluss auch noch recht billig anhört.

    Faces of War (PC)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Spannendes und unvorhersehbares Missionsdesign
    sehr hübsche und detaillierte Grafik
    zerstörbare Umgebung
    viele taktische Möglichkeiten
    Abgenutztes Weltkriegs-Szenario
    sehr umständliche Bedienung
    Probleme mit der Wegfindung
    Einheiten reagieren teilweise nicht auf Befehle
    viele sehr schwere Einsätze und damit nichts für Anfänger
    Sound hätte etwas satter klingen können
  • Faces of War
    Faces of War
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Best Way
    Release
    14.09.2006

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990932
Faces of War
Faces of War im Gamezone-Test
Eine bombastische Grafik und herausfordernde Missionen, aber auch eine komplizierte Steuerung zeichnen diesen Titel aus.
http://www.gamezone.de/Faces-of-War-Spiel-23051/Tests/Faces-of-War-im-Gamezone-Test-990932/
11.10.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/10/40709-FOW_ESCORT.jpg
tests