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  • Fahrenheit: Mit "Fahrenheit" stellte Atari letzten September ein revolutionäres Meisterwerk in die Regale, auch wenn das Gameplay Mängel aufweist. Wieso und weshalb das Spiel nicht jedermanns Sache ist, lesen sie hier: - Leser-Test von morrowind

    Fahrenheit: Mit "Fahrenheit" stellte Atari letzten September ein revolutionäres Meisterwerk in die Regale, auch wenn das Gameplay Mängel aufweist. Wieso und weshalb das Spiel nicht jedermanns Sache ist, lesen sie hier: - Leser-Test von morrowind Quelle: PC Games Einfach nur Kult!
    Anfang September diesen Jahres herrschte eine unglaubliche Vorfreude unter der gepflegten Zocker-Gemeinschaft, denn bis zum Release von "Fahrenheit" würde es ja nicht mehr lange dauern. Es ist schon seltsam, wie ein so unscheinbares, und doch sehr eigenwilliges Stück Software Geschichte eine solche Begeisterung auslösen konnte, schließlich ist "Fahrenheit" ja ein Adventure. Und dieses Genre wurde ja für lange Zeit totgehalten.
    Jetzt sind seit dem Release von "Fahrenheit" einige Monate vergangen. Und was ist vom Hype geblieben? Eigentlich mehr, als man zuerst gedacht hatte. Wieso, lest ihr in meinem folgenden Review:
    Ein kinoreifer Psycho-Thriller!
    Beginnen wir mit einem sehr wichtigen Spielelement von "Fahrenheit", der Story. Diese ist sehr einfallsreich geworden und weiß (zumindest anfangs) an den Bildschirm zu fesseln.
    Wer einen gemächlichen Start erwartet, der dürfte überrascht werden, denn "Fahrenheit" wirft euch schnell in den Großstadtdschungel, indem es das Schicksal eines jungen Mannes namens Lucas Kane zu klären gilt.
    Dieser hat ein waschechtes Problem: Auf einer Toilette in einem kleinen Restaurant hat er nämlich einen wildfremden Mann niedergestochen. Natürlich ist Kane nicht wirklich an diesem Mord beteiligt gewesen, sprich, er war zur Tatzeit in einer Art Trance. Deshalb flüchtet ihr als Kane auch so schnell es geht vom Tatort und versucht nach Hause zu finden. Später versucht ihr, den "wahren" Mörder zu finden und ihn zu stellen. Der Clou: Wenige Minuten später dürft ihr wahlweise in die Haut von Carla Valenti oder in die von Tyler schlüpfen, und das als Detektiv. Manchmal steuert ihr sogar Lucas' Bruder, Marcus. Eine wirklich große Rolle spielt dieser aber nicht.
    Wo bin ich?
    Ok, das war jetzt zwar etwas verwirrend, doch ich kann euch nur sagen, das Täter/Komissar-Wechsel-System funktioniert, trotz einiger Logiklücken, prächtig. Leider lässt die Story später im Spiel in Sachen Spannung und Einfallsreichtum gewaltig Federn. Vor allem das Ende wirkt etwas chaotisch und kitschig. Da wäre schon einmal viel mehr deutlich gewesen.
    Doch wie spielt sich "Fahrenheit" eigentlich? Nun das ist eine schwierigere Frage, schließlich gehört das Gameplay von jenem Thriller zum Innovativsten, was die Videospielwelt in den letzten fünf Jahren gesehen hat. Im Grunde genommen ist "Fahrenheit" ein normales Adventure, das völlige neuartige Reaktionstests, in Form von Action-Einlagen, beinhaltet. So dürft ihr genretypisch Gegenstände kombinieren und unter Zeitdruck Gespräche führen. Auch die Steuerung ist neuartig. Ihr steuert das ganze Spiel nur mit dem Nummern-Block, den Pfeiltasten und natürlich mit der Maus. Letztere ist besonders wichtig, da sie völlig neuartig verwendet wird. So öffnen sich z.B. Türen nicht mehr einfach per Knopfdruck, nein, wenn ihr euch einer Tür näherte erscheint am oberen Bildschirmrand eine Gerade, die ihr nachfahren müsst. Das gleich gilt, wen ihr im Spiel einem Gast etwas zum Trinken geben wollt. Erst hebt ihr, mit dem bereits genannten Maus-Verfahren, eine Wein-Flasche auf, öffnet sie und kippt den Alkohol ins Glas. Wie bereits erwähnt, müsst ihr auch des Öfteren Reaktionstest bewältigen, die leider übertrieben oft und lange vorkommen. Diese sind ähnlich Simpel wie die vorige Maus-Steuerung, ihr müsst nämlich nur unter Zeitdruck vorgegebene Tasten drücken, das restliche Spielgeschehen spielt sich dann je nach Eingabe selbst ab. Gebt ihr dann rechtzeitig die richtigen Tasten ein, erreicht ihr auch sich das Levelende. A propos Levelende, das Spiel ist nämlich in gewisse Abschnitte unterteilt. Nach dem ihr einen solchen Abschnitt hinter euch gebracht habt.
    Ansonsten gibt es zur herrlich innovativen Steuerung nichts Weiteres zu sagen, außer, dass sie abgesehen von der Grundidee eigentlich nur sehr holprig funktioniert. Klar, am Anfang macht das Spielprinzip, dass durch Minispiel-ähnliche Actionsequenzen aufgelockert wird, eine Menge Laune. Doch später, gerade wenn sich diese Spielchen immer wiederholen, ist viel Geduld gefragt. Außerdem ist die Bedienung viel zu hakelig und leider brutal hektisch, eine griffige Steuerung sucht man vergeblich. Auch die Kamera zickt öfters mal rum, was dem Spiel nicht gerade die Übersichtlichkeit verleiht. Somit geht der innovative Grundsatz etwas verloren, was wirklich schade ist.
    Und da wäre noch die bombastische Atmosphäre...
    Von den gravierenden Steuerungsmängeln und den eintönigen Reaktionstests mal abgesehen, macht das Spiel aber viel Laune. Durch den ständigen Charakterwechsel gestaltet sich das Spielgeschehen stets abwechslungsreich und motivierend. Auch die Szenarien sind teilweise sehr unterschiedlich: So besucht ihr neben einer Psychatrie, einem alten Rummelplatz und zahlreichen Tatorten ab und zu sogar eine mysteriöse Zwischenwelt auf. Manchmal durchlebt der Spieler die Kindheit von Lucas Kane, was zusätzliche Abwechslung mit sich bringt.
    Ein weiterer Pluspunkt ist unglaublich geniale, pervers fesselnde Atmosphäre, was an zwei Faktoren liegt. Erstens sind eure Spielfiguren nicht irgendwelche "Ich rette die Welt jeden Tag vor 10 Uhr" Helden, wie in den meisten Videospielen, nein, die Helden von "Fahrenheit" sind viel anders. Sie besitzen nämlich einen ganz eigenen Charakter und zudem noch eigene Stärken und Schwächen. So müsst ihr euch z.B. immer um eure Psyche kümmern. Am unteren, rechten Bildschirmrand befindet sich eine kleine Anzeige, die euch über den aktuellen Gemütszustand Auskunft gibt. Sobald die Anzeige aufgrund von Stresssituationen bei 0 (völlig fertig) ist, müsst ihr den Spielabschnitt von neuem beginnen. Ihr könnt den Stresslevel aber auf einem moderaten Level halten, indem ihr euch mit, für die Spielfigur, spaßigen Sachen beschäftigt. Tyler Miles, der spielbare Cop, spielt z.B. für sein Leben gerne Basketball. Wenn ihr dann mit dem Ball ein wenig im Büro rumlauft, und ihn in einen Korb werft, dann verbessert sich Tylers Laune erheblich. Doch auch Sex mit der Freundin oder andere private Aktionen sorgen für Stimmung. Ein solches Spielgefühl, dass man in die Privatwelt des Helden so intensiv eintaucht, gab es eigentlich noch nie, was nach dem Durchspielen fast unverständlich erscheint. Zudem macht es einen Großteil des Reizes aus, den "Fahrenheit" versprüht. Und ehrlich gesagt, kann man die Entwickler einfach nur loben, dass sie dieses wichtige Spielelement mit eingebaut haben. Außerdem wirkt die Privatsphäre des Helden nicht kitschig oder klischeehaft, sie ist einfach nur stimmungsvoll und innovativ.
    Die fantastische Atmosphäre lebt aber auch von der tollen Tatsache, dass "Fahrenheit" wie ein Kinofilm präsentiert ist. So erlebt ihr fette Verfolgungsjagden, rasante Kung-Fu Kämpfe, extrem stimmungsvolle Zwischensequenzen und eine innovative Bild-in-Bild-Funktion.
    Letztere versetzt euch des Öfteren in eine unglaubliche Spannung und mächtig unter Druck.
    Einmal sitzt Lucas Kane z.B. in seinem Büro. Als ihm dann eine Vision vorhersagt, dass die Polizistin Carla auf dem Weg zu seinem Büro ist, beschließt du schnell alle Beweismaterialien zu verstecken. Während ihr das tut, seht ihr ein zweites Bild auf eurem Bildschirm, indem Carla Valenti unaufhaltsam euer Büro sucht.
    Somit ist die Atmosphäre einfach nur einzigartig gut. Auch die Umgebungen entzücken euch mit viel Stimmung.
    In Sachen Spieldauer gibt es relativ wenig zu sagen. Der Umfang ist eigentlich recht ordentlich, da man das Spiel aber wie ein Wahnsinniger durchzockt, vergeht die Zeit wie im Flug. Hinzu kommen noch unzählige Boni, die der Spieler kaufen darf.

  • Fahrenheit
    Fahrenheit
    Publisher
    Atari
    Developer
    Quantic Dream
    Release
    15.09.2005
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Fahrenheit
Fahrenheit: Mit "Fahrenheit" stellte Atari letzten September ein revolutionäres Meisterwerk in die Regale, auch wenn das Gameplay Mängel aufweist. Wieso und weshalb das Spiel nicht jedermanns Sache ist, lesen sie hier: - Leser-Test von morrowind
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22.11.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/04/2242.jpg
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