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  • Fahrenheit im Gamezone-Test

    Erfrischend anders: Fahrenheit stellt eine innovative Mischung aus Videospiel und Film dar. Doch wie spielt sich das Ganze?

    Heutzutage ist es meist der bequemste Weg ein erfolgreiches Konzept einer etablierten Spieleserie weiterzuführen, um damit die bereits vorhandenen Fans anzusprechen und mit großer Sicherheit einen Erfolg zu landen. Teil 4 hiervon, Teil 5 davon - Fortsetzungen mit wenig Innovation und kaum Änderungen sind leider keine Seltenheit. Experimentierfreudig zeigen sich nicht viele, da das Risiko auf einen Flop sonst sehr viel höher ist, als bei einem Nachfolger einer beliebten Reihe. Atari hat sich nun aber ein Herz gefasst und eine sehr interessante und neuartige Idee in einem Spiel untergebracht. Fahrenheit heißt das gute Stück und stellt eine Mischung aus Videospiel und Film dar. Genial, oder etwa doch nicht?

    Von Mördern und Cops...

    Fahrenheit Fahrenheit Gleich zu Beginn des Spiels begeht Lucas Kaine, einer der Hauptakteure, einen grausamen Mord. Er scheint wie in Trance zu sein, als er auf das Opfer einsticht und kann sich das alles selbst nicht erklären. Nun steht er da mit einem Messer in der Hand und einem verblutenden Mann, den er soeben umgebracht haben soll. Die erste Reaktion: Flucht! Später bekommt die Polizei Wind von der Sache und schickt Clara und Tyler, die beiden anderen Protagonisten, an den Tatort. Die Aufgabe des Spielers ist es nun, mit Lucas herauszufinden, warum er einen Menschen getötet hat und wieso er plötzlich all diese merkwürdigen Dinge sieht und schreckliche Visionen hat. Als Clara und Tyler gilt es hingegen Beweise zu sammeln und den Mörder dingfest zu machen. Man hat somit die Aufgabe seine Spuren einerseits zu verwischen, um daraufhin in der Rolle der Polizei nach genau diesen zu suchen. Die Balance zwischen Täterrolle und Ermittler ist dabei gut ausgewogen, da man immer wieder selbst entscheiden kann, an welchem Strang der Geschichte man als nächstes weiterspielen möchte. Hin und wieder fehlt es jedoch ein wenig an der Logik: Warum kann Clara einen Mülleimer nicht untersuchen, in dem sich die Tatwaffe befindet, während Tyler dazu in der Lage ist? Dadurch wird auf künstliche Weise zum Charakterwechsel aufgefordert. Die meiste Zeit macht dieses Partnersystem jedoch Sinn, da Tyler beispielsweise auf der Polizeiwache etwas untersuchen muss, während Clara im Leichenschauhaus Nachforschungen anstellt.

    Ein spielbarer Film?

    Fahrenheit Fahrenheit Videospiele werden heutzutage immer aufwändiger in Szene gesetzt. Besonders von Final Fantasy, Metal Gear und anderen Blockbustern sind wir komplexe Geschichten und filmreife Zwischensequenzen gewöhnt. Diese sorgen dafür, dass man tiefer ins Geschehen gesogen wird und gespannt mitverfolgt wie es weitergehen wird. Dennoch hat man stets das Gefühl ein Videospiel zu spielen, weil die Zeit überwiegt, in der man selbst handeln muss. Bei Fahrenheit ist das ein wenig anders: Natürlich muss man auch hier einen Charakter steuern, aber insgesamt fühlt man sich eher wie in einem Film, in den immer wieder eingegriffen werden kann.

    Fahrenheit Fahrenheit Quelle: youtube.com In gefährlichen Situationen erscheint kurz bevor es brenzlig wird immer der Hinweis, dass man aufpassen solle. In diesem Moment werden zwei Kreisringe eingeblendet, die jeweils aus vier farbigen Teilen bestehen. Sie entsprechen den vier Himmelsrichtungen der beiden Analog-Sticks und sobald eines dieser bunten Kreisstücke aufblinkt, muss man mit den Sticks in die vorgeschrieben Richtung drücken. Klingt nicht gerade schwer, aber die dadurch entstehenden Kombinationen können sehr schnell aufeinander folgen und es ist nicht selten der Fall, dass man gleichzeitig auf dem linken und rechten Analog-Stick in eine Richtung lenken muss (beispielsweise den linken Stick nach oben, den rechten nach unten). Während man sich auf diesen Reaktionstest konzentriert, geht im Hintergrund die Action ab. Sofern alles richtig gemacht wurde, weicht der Charakter Geschossen aus, rettet sich vor angreifendem Ungeziefer, verprügelt nervige Polizisten oder stellt andere Dinge an. Auf diese Weise wird sogar getanzt, geboxt oder ein Basketball-Match bestritten. Man hat also Einfluss auf das Geschehen, indem die vorgegebenen Kombinationen richtig wiedergegeben werden, die Charaktere selbst kann man in solchen Momenten jedoch nicht kontrollieren sondern nur zusehen, wie sie agieren. Das ist allerdings nicht gerade leicht, da man sich um die Kreise kümmern muss, aber auch nichts von der Handlung verpassen will. Zu diesem Zweck werden die Kreisringe nur leicht durchsichtig dargestellt. Je nach Farbe des Hintergrundes muss man ab und zu allerdings ziemlich genau hinschauen, damit man keinen dieser aufblinkenden Kreisstücke verpasst, denn die Toleranzgrenze ist hier nicht gerade hoch angesetzt. Wer zögert, verliert, und dann muss die Szene wiederholt und eines der kostbaren Leben abgegeben werden. Sobald diese komplett aufgebraucht sind, darf nach dem kleinsten Fehler immer wieder die ganze Episode neu begonnen werden.

    Point & Click Adventure?

    Fahrenheit Fahrenheit Es kann allerdings nicht nur nach dem eben genannten Schema ins Geschehen eingegriffen werden, sondern auch auf eine konventionellere Art und Weise. Häufig muss der Charakter direkt gesteuert werden. Mit dem linken Analog-Stick wird die Figur bewegt und sobald diese sich einem Objekt nähert, mit welchem sie interagieren kann, wird es als Icon oben am Bildschirm angezeigt und ein kleiner Punkt bewegt sich beispielsweise von oben nach unten. Will man also eine Aktion mit dem Gegenstand ausführen, so muss man den rechten Stick ebenfalls nach unten drücken. Dieses System erinnert ein wenig an das eines Point & Click Adventures, allerdings wird fast komplett auf den Einsatz der Joypad-Buttons verzichtet. Ein Inventar aus eingesammelten Objekten gibt es ebenfalls nicht, da man nie auf komplexere Rätsel stößt oder Dinge miteinander verbinden muss. Die Aufgabe des Spielers beschränkt sich eigentlich darauf, sehr banale Dinge zu tun. In der Rolle von Lucas beispielsweise seine verletzten Arme zu verbinden, alles Verdächtige aus seiner Wohnung zu entfernen und Nachforschungen anzustellen, was ihn zu dieser schrecklichen Tat getrieben haben könnte. Bei ihm trifft man auch öfters auf ein Zeitlimit. Dieses ergibt sich etwa dadurch, dass von den Nachbarn die Polizei gerufen wurde, weil Lucas aufgrund seiner Visionen geschrieen hat. Ein Polizist will nach dem Rechten sehen, aber in der Wohnung liegt noch ein blutverschmierter Pullover und das Bett ist ebenfalls mit Blut besudelt. In einer vorgegebenen Zeit muss all das erst beseitigt werden, damit man dem Cop anschließend bedenkenlos die Türe aufmachen kann. Wer sich nun denkt, man müsse die Türe ja eigentlich gar nicht öffnen, der hat sich geschnitten - nach Ablauf des Zeitlimits würde der Gesetzeshüter diese ohnehin eintreten. Mit Clara und Tyler müsst ihr Hinweise zum Mord finden, Zeugen befragen und Spuren verfolgen. Hin und wieder weiß man nicht genau, was man nun eigentlich tun soll, aber da man schnell erkennt mit welchen Objekten man interagieren kann, ist dies meist kein Problem.

  • Fahrenheit
    Fahrenheit
    Developer
    Quantic Dream
    Release
    08.09.2005

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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990405
Fahrenheit
Fahrenheit im Gamezone-Test
Erfrischend anders: Fahrenheit stellt eine innovative Mischung aus Videospiel und Film dar. Doch wie spielt sich das Ganze?
http://www.gamezone.de/Fahrenheit-Spiel-23060/Tests/Fahrenheit-im-Gamezone-Test-990405/
26.09.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/09/fahrenheit_06_120531121859.jpg
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