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  • Fallen Lords: Condemnation im Gamezone-Test

    Ein Game welches wirklich niemand braucht, nicht mal für günstige 15 Euro.

    Still und leise brachte Frogster Interactive vor kurzem diesen Genre-Mix aus Hack & Slay und Strategie auf den PC-Markt. Die Vorbilder sind unter anderem die Kingdom under Fire-Spiele oder das brandneue Ninety-Nine Nights. Kann Fallen Lords: Condemnation überzeugen oder handelt es sich hierbei lediglich um einen Budget-Titel, bei dem nur der Preis stimmt?

    Im Fantasyreich ist die Hölle los

    Fallen Lords: Condemnation Fallen Lords: Condemnation Es ist mal wieder soweit: Die Guten kämpfen gegen die Bösen, im Falle von Fallen Lords die Armeen der Engel gegen fiese Dämonen, die natürlich wie immer die Welt ins Chaos stürzen wollen. Aber halt, da gibt es noch eine dritte Partei, nämlich die Untoten Seelen, die eigentlich nur ihre Ruhe haben wollen, gleichzeitig aber auch nicht besonders gut auf die beiden anderen Gruppierungen zu sprechen sind. Alle drei Streithähne sind in Form einer Story-Kampagne spielbar. Möge die Schlacht beginnen.

    Fallen Lords: Condemnation hat neben der 08/15 Story fünf riesige Probleme: Da wäre das dröge Gameplay, die unglaublich träge Steuerung, die hoffnungslos veraltete Grafik, die dümmliche KI und ein Sound, der eigentlich gar nicht präsent ist. Der Test verkommt dadurch leider zu einer Aufzählung von Dingen, die man in einem Computerspiel in dieser Form nicht umsetzen sollte.

    Wo geht es denn hier zur Schlacht?

    Fallen Lords: Condemnation Fallen Lords: Condemnation Wie schon kurz angerissen, ist Fallen Lords: Condemnation ein Mix aus einem Hack & Slay- und Strategie-Spiel. Während ihr euren Charakter aus der Third Person Perspektive steuert, könnt ihr gleichzeitig in den meisten Missionen eine kleine Armee anhand weniger simpler Kommandos befehligen. Die einzelnen Einsatzziele variieren häufig: So müsst ihre einige Kinder vor Dämonen retten, Konvois begleiten, euch durch mit Fallen gespickte Labyrinthe kämpfen oder belagerte Städte befreien. So weit so gut, aber nach wenigen Minuten merkt ihr bereits wie langweilig das Ganze in Szene gesetzt wurde. Ihr lauft lediglich in die ausgewiesene Richtung, metzelt mit eurer Truppe uninspiriert die immer gleichen Feinde nieder und begebt euch zum nächsten Wegpunkt. Ein undynamischeres Gameplay hat man nur selten zu Gesicht bekommen. Nicht gerade förderlich für den Spielspaß ist dann auch noch die katastrophale KI. Während der Massenschlachten, die Entwickler versprechen dabei bis zu 200 Einheiten, die sich gleichzeitig auf dem Bildschirm tummeln, entsteht häufig ein kurioses Bild: Ein Teil der Truppen hängt wie so oft an Haus, Zaun oder Busch fest, ein anderer Teil ignoriert den Feind, während der Rest tatsächlich die Klingen sprechen lässt. Aber es ist schon vorteilhaft, wenn ihr mit eurem Helden einen Meter vom Gegner entfernt steht und er keine Anstalten macht gegen euch vorzugehen. Das spart immerhin Lebenssaft. Andererseits kommt ihr an andere Stellen, in denen euch der Feind hoffnungslos überlegen ist und ihr nur wenige Sekunden überlebt. Die Entwickler mögen es als episches Schlachtengetümmel bezeichnen, doch was sich in Realität auf dem Bildschirm abspielt, sieht eher wie die Aufführung einer Laien-Theatergruppe aus.

    Die Macken der Steuerung

    Fallen Lords: Condemnation Fallen Lords: Condemnation Angeblich soll euer Held eine Unmenge an unterschiedlichen Angriffsmöglichkeiten besitzen, wobei jede Waffe, die in der Schlacht aufgenommen werden kann, neue Kombos bereithalten soll. In Wahrheit ist das Repertoire sehr begrenzt und das bloße Draufhämmern auf die beiden Angriffstasten reicht völlig aus. Von Taktik keine Spur. Mal abgesehen davon, dass euere Armee teilweise schon fast ohne euer Zutun einen Kampf gewinnen kann, wenn sie denn nicht gerade irgendwo in der Landschaft feststecken.

    Fallen Lords: Condemnation Fallen Lords: Condemnation Das Kampf- und Befehlssystem ist also denkbar einfach gehalten: Per Tastendruck die Truppe in den Kampf geschickt und danach selbst hinein in den Knäuel aus Freund und Feind. Damit ihr den Opponenten besser treffen könnt, kann sich eure Spielfigur auf den Widersacher aufschalten. So könnt ihr in der Theorie um den Feind herumtänzeln und ihn mit euren Waffen bearbeiten. In der Praxis verliert ihr aber aufgrund der vielen Andersdenker schnell die Übersicht. Hinzu kommt noch, dass der aufgeschaltete Gegner nur unzureichend markiert ist und euere Figur nicht automatisch in seine Richtung blickt. Schaltet man zwischen den einzelnen Feinden hin und her, zuckt die Kamera zudem nervös hin und her. Dem einen oder anderen unter euch könnte dabei schon schlecht werden, mal abgesehen davon, dass ihr nicht mehr wisst, wo oben und unten ist.

    Fallen Lords: Condemnation Fallen Lords: Condemnation Doch leider sind wir noch nicht am Ende der Unzulänglichkeiten angekommen. Fallen Lords: Condemnation nutzt eigentlich die typische Steuerung eines Actionspiels auf dem PC. Während ihr euch mit der Maus umseht und die Angriffe durchführt, bewegt ihr euren Helden mit den WASD-Tasten durch die Landschaft. Im Prinzip kann da nichts schief gehen, oder doch? Das fängt schon damit an, dass ihr die vertikale Kamerasteurung nicht invertieren könnt, was mindestens der Hälfte aller PCler nicht besonders gut gefallen dürfte. Weiterhin unverständlich ist, dass die Empfindlichkeit der Maus nicht reguliert werden kann. Dies bedeutet, dass ihr während des Spiels die Maus ständig neu ansetzen müsst, um euch beispielsweise um 180 Grad zu drehen. Das eine oder andere mal werdet ihr auch auf Reittieren unterwegs sein und hier schießen die Entwickler eindeutig den Vogel ab. Bei einem Wendekreis, der größer ist als der eines Lastzuges, kann kein Feind präzise bekämpft werden. Eine weitere Unverständlichkeit, die im Vergleich mit den anderen Defiziten kaum noch auffällt, ist die Tatsache, dass man sich aus dem Spiel heraus nicht direkt die Tastaturbefehle anschauen kann. Steht zum Beispiel während einer Mission, dass ihr für den Charakterwechsel die Charakterwechseln-Taste drücken sollt und ihr nicht wisst, welche dies denn nun ist, müsst ihr das laufende Spiel zuerst beenden, um dann über das Hauptmenü in die entsprechenden Steuerungs-Einstellungen zu kommen. Glück dem, der gerade das Handbuch parat hat und noch die Lust besitzt selbiges nach der nötigen Information durchzublättern.

    Grafik und Sound von vor, vor, vor...vorgestern

    Fallen Lords: Condemnation Fallen Lords: Condemnation Matschige Texturen, karge und lieblose Landschaften, abgehackte Animationen, lächerliche Kugelschatten, polygonarme Figuren - So könnte man die Grafik von Fallen Lords: Condemnation in wenigen Worten beschreiben. Und seien wir mal ehrlich, nicht mal in den späten 90er Jahren hätte diese Optik jemanden hinter dem Ofen hervorgelockt. Anno 1999 würde man vielleicht noch von Mittelmaß sprechen aber für ein Spiel aus dem Jahre 2006 ist die Grafik hoffnungslos veraltet. Immerhin ist die Sichtweite recht hoch und auch große Anzahlen von Figuren werden flüssig dargestellt. Mehr positive Punkte lassen sich beim besten Willen nicht finden. Laut dem Packungstext wird ein 2 Ghz Prozessor, 1 GB Ram und eine Grafikkarte vom Schlage eine Geforce 6 empfohlen. Wofür denn? Eine Geforce-Karte der ersten Generation und ein 1 Ghz CPU wären im Hinblick auf diese Optik auch nicht überfordert gewesen, vorausgesetzt die Programmierer hätten etwas Optimierungsarbeiten in die Engine gesteckt.

    Fallen Lords: Condemnation Fallen Lords: Condemnation Der Sound macht dort weiter, wo der Rest des Spiels aufgehört hat: Prädikat mangelhaft. Ein paar Vögel zwitschern, während in den Schlachten einige Kampfschreie und vereinzelte Geräusche von sich kreuzenden Schwertern eingespielt werden. Hunderte von kämpfenden Soldaten hören sich eigentlich anders an. Die Hintergrund-Musik, die nur während der Kämpfe einsetzt, ist an Einfachheit nicht zu überbieten. Die Englische Sprachausgabe, die lediglich deutsch untertitelt ist, hört sich im Prinzip ganz respektabel an. Da hat man schon schlimmeres gehört. Wenn der Sprecher aber vor jeder Mission versucht der abstrusen Handlung mit energischer und tiefer Stimmer einen epischen Touch zu verleihen, wirkt das ganze schon unfreiwillig komisch, zumal ihr wisst, wie der eigentliche Spielverlauf aussieht. Die äußerst nervige Glockengeräusche, die jedes mal erklingen, wenn ihr euch durch das Hauptmenü klickt, bilden den perfekten Abschluss einer Spielerfahrung, die man am liebsten schnell wieder vergessen will.

    Fallen Lords: Condemnation Fallen Lords: Condemnation Wer nach all dem noch nicht die Lust verloren hat, kann sich noch in den Multiplayer-Modus stürzen. Online oder über LAN könnt ihr mit anderen ahnungslosen Käufern in drei verschiedenen Spielarten den Frust sprechen lassen. Beim Online-Spiel gilt aber, dass erstmal ein Gegner gefunden werden will. Außerdem ist es sehr unwahrscheinlich, dass gleich zwei Leute aus dem gleichen Freundeskreis auf dieses Produkt hereinfallen, weswegen das
    LAN-Spiel im Prinzip ebenfalls ausfallen dürfte.

    Fallen Lords: Condemnation (PC)

    Singleplayer
    4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    4/10
    Sound
    4/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    4/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    die Deinstallation
    langweiliges und abwechslungsarmes Gameplay
    teils sehr unfaires Missionsdesign
    hoffnungslos veraltetet Grafik
    nicht existierende KI
    träge Steuerung
    magere Soundkulisse
    08/15 Story
    aufgrund der Mängel teils unfreiwillig komisch
  • Fallen Lords: Condemnation
    Fallen Lords: Condemnation
    Publisher
    Frogster Interactive
    Developer
    Frogster Interactive
    Release
    09.2006

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
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990946
Fallen Lords: Condemnation
Fallen Lords: Condemnation im Gamezone-Test
Ein Game welches wirklich niemand braucht, nicht mal für günstige 15 Euro.
http://www.gamezone.de/Fallen-Lords-Condemnation-Spiel-23080/Tests/Fallen-Lords-Condemnation-im-Gamezone-Test-990946/
16.10.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/10/fallenlords001.jpg
tests