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  • Fallout 3: Spaß im Ödland - Leser-Test von ilo

    Wie ist es wohl auf der Erde, nachdem ein zerstörerischer Atomkrieg gewütet hat? Wer sich diese Frage schonmal gestellt hat ( und wer hat nicht schonmal einen Gedanken dran verschwendet?) bekommt sie ohne rosarote Brille bei Fallout beantwortet.

    200 Jahre nachdem so gut wie alles zerstört und verstrahlt wurde beginnt unsere Geschichte im Fallout Universum. Alles beginnt in Vault 101. Vaults sind Schutzbunker in die die Menschen vor 200 Jahren geflüchtet sind. Doch Vault 101 ist etwas ganz besonderes. Niemand kann in sie eindringen, aber auch niemand kommt raus! Ist man dort geboren, wie wir, wird man dort auch sterben, so wird es einem Tag für Tag von unserem Vater und dem Aufseher eingebläut. Wir leben also in diesem schützenden Bunker friedlich vor uns hin, ärgern uns mit einigen nervenden Mitschülern rum und erkunden unser Zuhause. Doch eines Tages ist alles anders. Eine Freundin weckt uns und erzählt, dass unser Vater ausgebrochen sei und nun alles nach einem sucht, da sie glauben man wusste vom Ausbruchsplan des Vaters. Doch wir haben natürlich abslout keine Ahnung, was eigentlich vor sich geht. Das beste, was einem in dem Moment natürlich einfallt ist weglaufen und einen Weg aus der Vault finden. Doch was dann? Man war ja noch nie an der frischen Luft und warum ist Vater nur ausgebrochen?

    Diese und viele mehr Fragen erwarten einen natürlich an der "Oberfläche", im Ödland von Washington DC. Soviel sei erstmal zur Story gesagt, aber Fallout bietet soviel mehr, als nur die Storyline zu verfolgen.
    Erstmal sei erwähnt, Fallout ist ein Open World Spiel, von den Machern von Oblivion (Wer es kennt wird sich schnell zurechtfinden). Sobald man einen Fuß aus der Vault gesetzt hat, ist man völlig auf sich allein gestellt. Man kann tun und lassen, was man will. Wenn man das Ödland durchstreift trifft man z.B. auf neue Städte, die man erkunden kann oder man trifft Menschen die mal freundlich gesinnt sind und mal weniger. Wenn zweites der Fall sein sollte, empfiehlt es sich eine Waffe dabei zu haben, und zwar eine mit ordentlich Wumms, denn die mutierten Viecher oder Raiders vertragen schon die ein oder andere Portion Blei. Doch bei der Waffenwahl sollte man aufpassen, denn wer einfach immer die erstbeste Waffe greift kommt nicht weit. Fallout 3 ist ein Mix aus Rollenspiel und Shooter und zu Beginn kann man seine Fähigkeiten bestimmen, wie Stärke oder Ausdauer und wenn man ein Level aufsteigt kann man wiederum Punkte auf bestimmte Skills verteilen. Skillt man also z.B. kleine Waffen sollte man nicht auf die Idee kommen ausschließlich mit einem Raketenwerfer und einer Minigun auf Erkundungstour zu gehen. Außerdem kann man sich nach jedem Levelaufstieg eine Extra-Fähigleit auswählen, die ganz besondere Vorzüge mit sich bringt. Die Möglichkeiten hier sind vielfältig. Man kann z.B. ganz simpel seine Waffenfähigkeiten verbessern oder aber ein Extra erhöhrt die Menge an Munition, die man in Kisten findet oder Heilungspacks regenereiren mehr Gesundheit. Ein anderes Extra macht euch wortgewandter und wieder ein anderes macht euch resistenter gegen Strahlung.
    So, nach diesem kleinen Abstecher in Richtung Skills geht's zurück zum Kämpfen, denn zum Kampfsystem gibt's einiges zu sagen. Auf der einen Seite ist Fallout ein typischer Shooter. Aus der Egoperspektive oder aus Third-Person Sicht können die Widersacher mithilfe des Fadenkreuzes aufs Korn genommen werden. Eine andere Möglichkeit ist der V.A.T.S. Modus. Mittels Tastendruck wird quasi die Zeit gestoppt und man kann durch den Einsatz von Aktionspunkten in Ruhe auswählen, welches Körperteil man anvisieren, und wieviel Schuss abgeben werden. Dieser Modus ist an sich eine tolle Sache, allerdings hat man generell immer zu wenig Aktionspunkte, sodass man oft manuell zielen muss und die Präzision ist meist nicht das Gelbe vom Ei, es gehen also einfach zu viele Schüsse daneben und somit zuviel Munition flöten und gerade zu Beginn kann das schonmal sehr ärgerlich sein, denn das Geld, welches hier nebenbei gesagt, "Kronkorken" sind, wächst auch nicht gerade auf Bäumen. Außerdem bekommt man es auch nicht selten mit einer Horde von Feinden zu tun. Hat man es dann geschafft alle niederzustrecken und man will sie ausrauben ist das Inventar schneller voll als man gucken kann und man muss viel zurücklassen.
    Im allgemeinen ist das einsammeln und zusammenklauen von Gegenständen ein wesentlicher Bestandteil des Spiels. Ist man unterwegs und muss z.B. in einer alten Fabrik etwas suchen ist man gut beraten, wenn man alle Kisten, Regale, Schränke Koffer, etc aufmacht und reinsieht. Wem das keinen Spaß macht, der wird im Ödland wohl nicht viel Zeit verbringen. Mit den vollgepackten Taschen geht's dann in die nächstbeste Stadt zu einem Händler.

    Doch in den Städten kann man nicht nur kaufen und verkaufen, meist findet sich dort auch der Ein oder Andere, der ein Problem hat, welches gelöst werden will und hier kommen wir ins Spiel. Die Aufträge sind mal schwierig , mal weniger schwierig zu erledigen, aber einfallsreich sind sie in jedem Fall. Fast jeder Einwohner des Ödlands hat seine eigene Geschichte, die unglaublich authentisch rübergebracht wird. Sei es durch die Handlungsweise der Charaktere, die sehr realistisch ist aber auch die Dialogoptionen, die einem sehr viele Möglichkeiten bieten und mit viel Witz und (manchmal auch) Charme daherkommen wird der so öden und tristen Welt Leben eingehaucht.
    Oft gibt es mehrere Möglichkeiten eine Aufgabe zu erledigen. So kann man sich z.B. auf die Seite von dem Einen oder dem Anderen schlagen und alles Mögliche mit Gewalt lösen. Eine andere Möglichkeit wäre aber auch zu Versuchen die Dinge diplomatisch zu regeln und evtl. als Schlichter zu agieren. Das bleibt alles dem Spieler überlassen. Meist ist es auch nicht leicht zu durchschauen, wer jetzt "Der Gute" und wer "Der Böse" ist, denn die Grenzen sind, wie im echten Leben, fließend.
    Doch nicht nur die Charaktere sind außerordentlich gut gelungen, sondern auch das Ödland und seine zahllosen und manchmal unglaublich groß erscheinenden "Dungeons" in Form von Fabriken, Lagern, Vaults, Tunneln, verlassenen Städten und Häusern, U-Bahnen und und und. Es kommt einem vor, als würde man eine halbe Ewigkeit brauchen um alles zu erkunden und das braucht man auch, wenn man bedenkt, dass ich z.B. ohne das Hauptquest richtig angefangen zu haben schon fast 40 Stunden mit Nebenquests und Erkunden auf eigene Faust zugebracht habe. Viele Areale kann man auch später nochmal besuchen oder sind beim ersten mal noch nicht erreichbar, da sie durch schwer verschlossene Türen oder Computerterminals gesichert sind, für die man eine höhere Fähigkeit braucht. Erscheint einem die Umwelt zunächst sehr öde und langweilig hat sie aber im Laufe des Spiels auch ihren Sinn, denn wie sollte eine bedrückende Atmösphäre aufkommen über einen vergangenen Atomkrige und einen Überlebenskampf in der zerstörten Welt, wenn man über eine Blumenwiese hüpft? Das geht einfach nicht. Ich denke aus dem Szenario wurde schon das Beste herausgeholt indem man an vielen Stellen etwas zum erkunden findet, wie z.B. einen verlassenen Campingplatz, ein Autokino oder ein altes Stromwerk. Wenn man aber doch mal einen längeren Fußmarsch vor sich hat, da man die schnellreisefunktion noch nicht nutzen kann, hat man die Möglichkeit das Radio einzuschalten und Musik aus Vorkriegszeiten zu lauschen.
    Generell bietet Fallout 3 eher eine atmosphärische Geräuschkulisse, als Musikuntermalung (wenn man nicht gerade das Radio laufen hat). Läuft man Nachts durch das Ödland hört man die Grillen zirpen und hier und da mal etwas vorbeitapsen (oder auch nicht?!), wodurch man immer wachsam ist. Ebenso ist es in alten Fabriken oder Hallen, Umgebungsgeräusche werden bei Fallout groß geschrieben. Der Soundtrack im Hauptmenü ist außerdem auch sehr gut gelungen, bedrückend und episch stimmt er einen auf das Endzeitabenteuer ein. Besonders gelungen fand ich persönlich das Intro. Es ist sehr atmosphärisch und zieht einen sofort in seinen Bann, aber ich möchte hier nichts verraten. Die Synchrinisation der Bewohner des Fallout-Universums ist durchweg sehr gut geworden, da kann man wirklich nichts sagen. Gefühle werden authentisch vermittelt und auch der Sprecher passt zum Charakter des jeweiligen Ödland-Bewohners. Besser hätte es nicht werden können. Dazu kommt noch, dass man mit enorm vielen NPC's ein richtiges Gespräch mit Antwortmöglichkeiten führen kann. Außerdem antwortet ansonsten, wenn man jemanden anklickt, jeder, wenn auch nur mit einem kurzen Satz. Das einzige, was zu bemängeln ist, ist dass einige Holobänder, die man abspielen kann etwas leise besprochen sind.

    Grafisch liegt Fallout im guten Bereich. Man merkt, es ist nicht das allerneuste vom neusten mit zig Tausend Special-Effekten, aber immernoch besser, als manches was heutzutage erscheint. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die angesprochene Person so ins Bild kommt, als würde sie wirklich persönlich mit einem Reden.

    Fazit:
    Hat man einmal angefangen zu spielen kann man den Controller erstmal nicht aus den Händen legen. Die ungeheure Freiheit, die einem Fallout bietet ist genial und man beschäftigt sich eine Ewigkeit mit erkunden der Landschaft und Nebenquests, sodass man glatt die eigentliche Hauptaufgabe vergisst. Es macht einfach Spaß die veielen Orte im Ödland, die man meist durch Zufall entdeckt auf eigene Faust zu erkunden. Durch den V.A.T.S Modus bekommt man neben der normalen "Shooter-Variante" noch etwas frischen Wind im Kampfsystem geboten, was aber nicht heißt, dass Fallout dadurch einfacher wird. Gerade zu Beginn kann man schonmal schnell Pleite gehen und Munition findet man im Ödland auch nicht wie Sand am Meer, was zum Problem werden kann, da die mutierten Tiere oft ganz schön harte Brocken sind. Es lohnt sich aber durchzuhalten, denn Fallout bietet eine ungeahnte Spieltiefe. Eine schöne Story, eine super Atmosphäre und eine authentische Welt machen Fallout zu einem Rundum sehr sehr gelungenen Spiel, von mir eine ganz klare Empfehlung, man muss es mal erlebt haben!

    Negative Aspekte:
    Teilweise lange Fußwege, Karte ist manchmal etwas unübersichtlich und muss immer extra aufgerufen werden

    Positive Aspekte:
    Atmosphäre, Soundtrack, Dialogoptionen, Humor^^, Viele ansprechbare Leute, Nebenquests, Viele Fähigkeiten, einfach fast alles!

    Infos zur Spielzeit:
    ilo hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Fallout 3

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: ilo
    9.8
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.3/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Fallout 3
    Fallout 3
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Bethesda Softworks
    Release
    30.10.2008

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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Fallout 3
Fallout 3: Spaß im Ödland - Leser-Test von ilo
http://www.gamezone.de/Fallout-3-Spiel-23088/Lesertests/Fallout-3-Spass-im-Oedland-Leser-Test-von-ilo-1010810/
06.08.2011
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