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  • Fallout: Brotherhood of Steel im Gamezone-Test

    Und wieder mal ein klassisches Action-RPG. Nur diesmal in Interplays legendären Fallout-Universum.

    Die Rückkehr in den Bunker?

    Fallout ist für viele Zockerveteranen fast schon ein Heiligtum. Die beiden ersten Spiele waren überaus große Erfolge und überraschten die Spieler mit einer innovativen Mischung aus Strategie und Rollenspiel in einer hervorragenden, postapokalyptischen Endzeitstimmung. Interplay schockte die Fangemeinde als vor kurzem bekannt wurde, dass der sehnlichst erwartete, dritte Teil der Serie dem Rotstift zum Opfer gefallen war. Da überrascht es umso mehr, dass nun für die Konsoleros ein Action-RPG im Stil von "Baldurs Gate: Dark Alliance" auftaucht, das den Namen dieser unvergesslichen Serie trägt. Kann "Fallout: Brotherhood of Steel" den enttäuschten Fans zumindest etwas Trost geben?

    Nach dem großen, letzten Krieg ist nichts mehr so, wie es einmal war. Die Erde ist durch und durch vom atomaren Vernichtungskrieg vergiftet und die wenigen Überlebenden haben sich in zahlreiche Bunker zurückgezogen. An der Oberfläche entwickelten sich allerlei skurrile Lebensformen, darunter auch Mutanten, zweiköpfige Kühe und tödliche Riesenskorpione. Als ein Aspirant der legendären Bruderschaft, macht ihr euch mit einem von drei wählbaren Einzelkämpfern auf den langen Weg um eine Gruppe vermisster Paladine im trostlosen Ödland zu finden.

    Man kann nicht gerade behaupten, dass es für Fans von Action-RPG's dieses Jahr zu wenig Spiele auf dem Markt geben würde, ja er ist gerade zu übersättigt mit den suchtfördernden Monstermetzelspielchen. Wer zum Beispiel "Baldurs Gate: Dark Alliance 2" vor kurzem gespielt hat, weiß ziemlich genau was ihn bei Fallout: Brotherhood of Steel erwartet: Ein klassisches Action-RPG, bei dem man, ständig auf der Jagd nach Erfahrungspunkten, abertausende von Monstern ins Grab metzelt und zwischendurch bessere Waffen- und Rüstungsgegenstände einkauft. Nur mit dem Unterschied, dass man sich hier in einem atomaren Endzeitszenario befindet, bei dem es eben mal nicht mit Zwerg, Zauberer und Barbar auf die Monsterhatz geht, sondern mit diversen Überlebenden des großen Atomkriegs. Da dieses Spiel auch die Engine von Dark Alliance benutzt, sieht es nicht nur sehr ähnlich aus, sondern "fühlt" sich auch sehr ähnlich an: Schon kurz nach dem ersten erledigten Quest, bei dem ihr eine Bande Rocker in einer Bar verprügeln müsst, geht es mal wieder auf die allseits beliebte Rattenjagd. Die Biester stürmen scharenweise auf euren Helden ein und durch wiederholtes Drücken des Schlagknopfes wird aus den Viechern kurzerhand Kleinholz gemacht. So häufig wie die Ratten, gilt es auch Skorpione und Banditen zu erledigen, welche so ziemlich die einzigen Gegner im ersten Drittel des Spiels darstellen.

    Da die Handlung in der Zukunft spielt, haben natürlich auch einige futuristische Waffen ihren Weg in das Spiel gefunden. So kann sich euer Einzelkämpfer nicht nur mit besonders schlagkräftigen Handschuhen und Messern im Nahkampf verteidigen, sondern auch diverse Schießprügel für den Fernkampf benutzen. Darunter finden sich nebst der klassischen Desert Eagle auch Schrotflinten, Uzi's, Flammenwerfer und Granatwerfer. Es ist also in Sachen Waffen für ein zünftiges Gemetzel gesorgt, nur leider hat die Sache einen Hacken: Die per Schultertaste anvisierten Gegner rutschen nur allzu gerne wieder aus dem Visier, wodurch ihr sehr oft nicht den Feind aufs Korn nehmt, den ihr eigentlich gerade bearbeiten wollt. Da manche Gegner nur aus der Ferne effektiv getötet werden können, nervt es mit der Zeit ziemlich, wenn mal wieder das Zielsystem für die Fernwaffen nicht das macht, was es eigentlich soll. Doch bald stellt man ohnehin fest, dass die Nahkampfwaffen wesentlich mehr Schaden verursachen, was wiederum dazu führt, dass man sich seiner Feinde grundsätzlich aus der Nähe annimmt - auch wenn dies ein paar Heiltränke (hier Stimpacks genannt) mehr kostet. Einzige sinnvolle Innovation: Euer Held kann per Tastendruck geschickte Ausweichmanöver machen und sich somit sehr schnell vom Gegner entfernen oder ihn blitzschnell umkreisen, was für die verbrauchte Lebensenergie sehr vorteilhaft ist. Außerdem wird in manchen Arealen von der Sprungfunktion reger Gebrauch gemacht, es gibt sogar klassische Abgründe, die man nur mit sehr gezielten Sprungeinlagen überqueren kann.

    Selbstverständlich gibt es in den NPC-Gebieten auch den einen oder anderen Nebenquest zu erledigen und bei einem obligatorischen Händler diverse Waffen und Rüstungen zu kaufen. Hierbei fällt auf, dass die gebotene Auswahl zwar ganz ordentlich ist, es aber nur selten Waffen zu kaufen gibt, die wirklich etwas bringen, denn die meisten und effektivsten Waffen findet man ohnehin auf seiner Reise durch die gegnerüberströmten Levels. Für das Töten der Feinde und Lösen der Quests bekommt man natürlich jede Menge Erfahrungspunkte, welche beim Levelaufstieg diverse Fähigkeitspunkte verfügbar machen. In der Liste der möglichen Upgrades finden sich dann übliche Fähigkeiten wie besserer Nahkampf- oder Fernkampfschaden, schnellere Regeneration der Lebensenergie und so weiter. Nichts Überraschendes also, eben alles was man bei anderen Spielen dieses Genres auch finden kann. Dafür überrascht es umso mehr, dass man auf jegliche Attributspunkte verzichtet hat, die Helden kennen also keine klassischen Werte wie Stärke, Gewandtheit oder Abwehr.

    Was im Vergleich mit anderen Spielen dieses Genres auffällt, ist die ziemlich öde Gestaltung der einzelnen Quests, denn es wird eigentlich immer genau das Gleiche von euch verlangt: Geht in ein Gebiet und erledigt alle dort vorhandenen Feinde. Fertig. Mehr nicht. Spannende Schalterrätsel oder großartige Überraschungen und Wendungen bei der Questgestaltung? Fehlanzeige. Bei Brotherhood of Steel wird gemetzelt - und das von Anfang bis Ende nach ein und demselben Muster. Natürlich gibt es hier und da mal einen saftigen Endgegner zu erledigen, welcher aber meist genauso dümmlich auf uns zu rennt wie all die anderen, kleineren Gegner auch. Also immer draufhauen, bis wir am Ende als Einziger noch stehen. Die KI der Feinde ist sogar so "schlau" das sich die Gegner nicht selten selbst erledigen, weil sie in der Schusslinie eines Kollegen stehen. Zumindest ist dieses Feature realistisch und spart uns wiederum Munition und Daumenkraft.

    Wie gesagt, erinnert die Grafik stark an "Dark Alliance", da das Spiel ja auch dieselbe Engine verwendet. Natürlich wurden die Texturen und Gegner an die Endzeitatmosphäre von Fallout angepasst und schaffen es auch die richtige Stimmung zu verbreiten. Dennoch hätten die Personen, auf die man trifft, etwas mehr Details vertragen können. Im normalen Spielverlauf sieht man von den Figuren aber ohnehin nur sehr wenig, da das praktische Zoom-Feature zugunsten der zahlreichen Fernwaffen wegrationalisiert wurde. Die Stimmung passt aber trotzdem, da man den NPC's ziemlich heftige Texte in den Mund gelegt hat und so ziemlich jedes üble Schimpfwort seinen Weg in dieses Spiel gefunden hat. Auch kleinere Gags haben sich in den Textpassagen versteckt: Als wir eine Gruppe trauernder Dorfbewohner dabei ertappten, ständig "Sein Name ist Robert Paulson" zu wiederholen, konnten wir uns das Lachen nicht mehr verkneifen. Echte Filmkenner wissen wovon ich spreche. Auch die musikalische Untermalung ist stimmig, die fetzigen Rockklänge passen, neben den teilweise sehr deftigen Texten, sehr gut zur Mad Max-Atmosphäre.

    Fallout: Brotherhood of Steel (XB)

    Singleplayer
    7,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    gelungene Endzeit-Atmosphäre
    sehr derbe Sprüche
    klassisches Hack'n'Slay Gameplay
    sehr eintönige und langatmige Quests
    vermurkstes Fernkampf-Feature
    hätte grafisch besser sein können
    keine nennenswerten Innovationen
  • Fallout: Brotherhood of Steel
    Fallout: Brotherhood of Steel
    Publisher
    Avalon
    Release
    13.04.2004

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989836
Fallout: Brotherhood of Steel
Fallout: Brotherhood of Steel im Gamezone-Test
Und wieder mal ein klassisches Action-RPG. Nur diesmal in Interplays legendären Fallout-Universum.
http://www.gamezone.de/Fallout-Brotherhood-of-Steel-Spiel-23096/Tests/Fallout-Brotherhood-of-Steel-im-Gamezone-Test-989836/
14.04.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/04/bild_4__120531121901.jpg
tests