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  • Fallout: New Vegas - Fallout: New Vegas - Leser-Test von Duckles

    Was sind die ersten Sachen die durch den Kopf gehen, wenn man an den Bundesstaat Nevada in den Vereinigten Staaten denkt. Wahrscheinlich wären es Las Vegas, Sand und noch mehr Sand. Doch wie soll der Staat nach einem Atomkrieg aussehen? Mit großer Wahrscheinlichkeit müsste man Las Vegas streichen und wo vorher Sand war, ist nun noch mehr Sand. Doch falsch gedacht. In dem neusten Fallout Teil, mit dem Untertitel "New Vegas" lebt die Stadt und die Umgebung ist voller leben. Die Wüste lebt!

    In New Vegas spielt ihr einen Kurier, der gerade ein Grab schaufelt und zwar sein eigenes. Ihr werdet kurz darauf von einem Anzugträger erschossen, der euch aber vorher von eurem Paket erleichtert hat und zwar einen Platinchip, aber das ist nicht das Ende des Spiels. Ihr überlebt schwerverletzt und werdet von einem Roboter geborgen und dieser bringt euch zum Doktor in der Nähe, der euch wieder zusammenflickt. Hier kommt dann der Moment, wo ihr euren Charakter individualisieren könnt. Zuerst könnt ihr euer Geschlecht wählen und danach in einem ausführlichen Menü das Gesicht eures Charakter erstellen. Skillpunkte könnt ihr entweder von selbst verteilen oder durch verschiedenen Antworten zu Rorschach Bildern, die euch der Doktor zeigt, werden dann die Punkte automatisch verteilt. Habt ihr euren Charakter fertig gestellt, gibt euch der Doktor noch einen Pipboy mit. Ein modernes Iphone, womit ihr euren Charakter verwalten und eure Missionen abrufen könnt. Verlasst ihr nun das Haus, könnt ihr die Welt von Fallout frei erkunden oder ihr folgt dem Pfeil auf der Karte zur Hauptquest, wo ihr auf der Suche nach dem Anzugträger seid, der euch erschossen hat.

    In der Welt von New Vegas ist gibt es mehrere verschiedene Parteien, die um die Vorherrschafft von New Vegas kämpfen. Ihr könnt euch denen anschließen oder auf eigene Faust euch durch die Welt kämpfen. Neben den Parteien gibt es dann noch kleinere Gruppen, denen ihr euch nicht anschließen könnt, aber ihr könnt immerhin mit ihnen zusammenarbeiten und Quests erfüllen, womit ihr dann Erfahrungspunkte bekommt. Im Gegensatz zu Fallout 3, wo die Levelgrenze noch bei 20 war, wurde diese auf Level 30 erhöht.

    Wer Fallout 3 zu einfach fand, kann bevor er das Haus verlässt den Hardcore Modus wählen. In dem Modus müsst ihr hin und wieder Wasser trinken oder schlafen. Denn Schlaf- und Wassermangel wirken sich auf die Sicht und das Verhalten des Charakters aus. Desweiteren könnt ihr nicht mehr unendlich viel Munition tragen, da die Munition nun auch ein Gewicht hat, aber wem das nach einer Zeit zu stressig ist, kann den Modus im Menü ausschalten.

    Die Quests von Fallout sind immer motivierend, abwechslungsreich und lassen sich auf viele verschiedene Wege erfüllen. Viele Missionen könnt ihr sogar ohne Waffengewalt und nur durch eure Sprache erfüllen. Zum Beispiel gibt es eine Mission, wo ihr für die Stadt einen neuen Sherif suchen müsst. Entweder befreit ihr einen Typen aus dem Gefängnis, der in einer verfeindeten Partei gefangen wurde, jedoch müsstet ihr euch den Weg durchschießen oder ihr geht zum Stadtroboter und versucht ihn umzubauen, was Einzelteile benötigt, die ihr in der ganzen Welt finden könnt oder ihr versucht ihn durch eure Wissenschaft Skills umzuprogrammieren. Wahrscheinlich gibt es sogar noch mehr Optionen, aber letztendlich habe ich den Roboter umprogrammiert. Leider hatte ich beim Spielen Missionen nicht erfüllen können, weil eine Person vom Erdboden verschwunden ist oder bestimmt Skripte nicht aktiviert wurden sind. Ein Neustart hat hin und wieder funktioniert, aber manchmal hätte ich das komplette Spiel von vorne anfangen müssen, was ich mir aber erspart habe. Zum Glück haben die Hauptmissionen immer funktioniert.

    Das Kampfsystem hat sich seit Fallout 3 auch nicht verändert, ihr habt die Wahl entweder in der Egoperspektive mit Kimme und Korn oder aus der "Third- Person" Sicht durch das Spiel zu laufen. Das Waffenwechseln oder benutzen von Heilspritzen ist genauso so umständlich wie in Fallout 3. Ihr müsst euren Pipboy öffnen und dort das gewünschte Item auswählen. Die dritte Alternative im Kampfsystem ist das Markenzeichen der Fallout Serie, das V.A.T.S. System. Auf Knopfdruck friert das Spiel kurz an, die Kamera zoomt auf den Gegner und zeigt mehrere Körperregionen an und wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer ist. Habt ihr dann die Punkte ausgewählt, die angegriffen werden sollen, könnt mit einem weiteren Knopfdruck eine kurze Sequenz ausführen, wo dann euer Charakter aus verschiedenen Perspektiven gezeigt wird, wie er das gewählte Ziel bearbeitet. Den V.A.T.S. könnt ihr nicht immer benutzen. Nach einer Benutzung dauert es eine Weile, bis ihr wieder in den Modus wechseln könnt.

    Zu den Neuerungen gehört auch das erstellen von Gegenständen an einer Werkbank, wie Heilpulver oder ähnliches. Waffen können nun auch noch verbessert werden, indem ihr ein größeres Magazin einsetzt oder ein neues Zielvisier anmontiert. Leider wurde das erstellen von Waffen aus Fallout 3 an Werkbänken entfernt. Was auch neu ist sind die Begleiter, die euch auf eurem Abenteuer durch die Wüste unterstützen. Ihr könnt denen keine direkten Befehle wie in Rainbow Six geben, aber ihr könnt sagen, ob sie sich passiv oder aggressiv verhalten können. Die Gefährten verhalten sich im Kampf alle vernünftig und nützlich, aber hin und wieder sind sie zu gut. Sie besiegen Gegner, die ihr noch nicht gesehen habt, aber das gleicht sich auch wieder aus, in dem sie hin und wieder an Objekten hängen bleiben. Jedoch vergrößern eure Begleiter nicht nur eure Feuerkraft sondern bringen auch nützliche Fähigkeiten dazu. Zum Beispiel könnt ihr mit einem Begleiter eure Waffe jederzeit reparieren oder ihr mit einem anderen könnt ihr jederzeit Gegenstände herstellen und müsst keine Werkbank aufsuchen. Desweiteren erhaltet ihr von euren Begleitern irgendwann dann auch individuelle Missionen, die alle recht spannend sind.

    Was die Entwickler nicht erneuert haben ist die Grafik. Fallout 3 war schon mit der Grafik im Jahr 2008 recht angestaubt. Das Niveau der Grafik von New Vegas schwankt zwischen "in Ordnung" bis "unzumutbar". Die Animationen sind sehr steif und alles andere als natürlich, aber aufgrund des Gameplays kann man diese Grafik auch verzeihen. Der Sound dagegen ist recht vernünftig. Viele Soundeffekte wurden einfach aus Fallout 3 übernommen, was nicht schlimm ist. Die Sprecher sind größtenteils gut, aber nicht hervorragend wie in einem Bioshock. Die Radiosender sind hervorragend und spielen Musik aus den 50ern, die aber nach sehr kurzer Zeit schon auf die Nerven gehen würden, wenn es nicht die guten Radiosprecher gibt, da es vermutlich nur 8 Songs in das Spiel geschafft haben, also nicht viel mehr als Fallout 3.
    Die deutsche Version ist geschnitten. Menschliche Gegner fliegen nicht in kleine Einzelteile, wenn sie von einer Granate erwischt werden oder zerfallen zu Plasma oder Staub, wenn sie bestimmte Waffen getroffen haben. Blut spritzt überhaupt nicht in der deutschen Version. Dafür kann man in der deutschen Version wie in der englischen Version die Tiere in kleine Stücke zerschießen, was in Fallout 3 dt. nicht funktioniert hat.

    Fazit:
    New Vegas baut die Stärken von Fallout 3 aus und macht dem Namen der Serie alle Ehre. Die Welt und die Missionen sind viel ausgereifter als die in Fallout 3. Das Ödland in New Vegas ist viel größer und es gibt auch viel mehr Missionen. Die Neuerungen im Spiel, wie das Crafting oder die Begleiter sind alle sinnvoll und wirken nicht lieblos rein programmiert. Der schwarze Humor aus dem Vorgänger wurde hervorragend in das neue Spiel implementiert. Vermutlich haben die Entwickler viel Zeit in die Welt und Quests reingesteckt, weshalb die Grafik sich seit 2008 nicht verändert hat, aber dadurch fühlen sie Veteranen des Vorgängers nie Fremd in der Welt, was natürlich super ist. Man merkt kaum, dass es sich bei Fallout New Vegas um andere Entwickler handelt, aber es war irgendwie klar, dass das Studio Obsidian es nicht vergeigt, da sie schon viel Rollenspielerfahrung durch Alpha Protocoll oder Knights of the old Republic gesammelt haben. Bethesda, die Entwickler von Fallout 3 arbeiten zurzeit am neuen "Elders Scrolls".
    Fallout New Vegas ist ein hervorragendes Spiel und eines er besten Rollenspiele 2010. Wer nur etwas mit dem Genre was anfangen kann und sich von der satirischen post apokalyptischen Welt nicht abschrecken lässt soll sofort zugreifen. Alle anderen spielen was anderes oder warten auf "The Elders Scrolls 5", was im 4. Quartal 2011 erscheinen soll.

    Negative Aspekte:
    sehr alte Grafik, schwerwiegende Bugs, dumme Begleiter K.I.,wenig Musikstücke, Charakter läuft sehr langsam, einige Sprecher sind unmotiviert, umständlicher Waffenwechsel

    Positive Aspekte:
    große lebendige Welt, viele spannende Quests, V.A.T.S System, mehre Endsequenzen, Musik, Quests können auf mehrere Arten gelöst werden, motiviert zum öfteren durchspielen

    Infos zur Spielzeit:
    Duckles hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Fallout: New Vegas

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Duckles
    8.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.1/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Fallout: New Vegas
    Fallout: New Vegas
    Publisher
    Bethesda Softworks
    Developer
    Obsidian Entertainment (US)
    Release
    22.10.2010

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Fallout: New Vegas
Fallout: New Vegas - Fallout: New Vegas - Leser-Test von Duckles
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09.01.2011
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