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  • Fallout: New Vegas - Viva New Vegas - Leser-Test von Roland1234

    2 Jahre nach dem erscheinen von Fallout 3 ermöglicht uns Bethesda durch die Arbeit von Obsidian Entertainment erneut einen Reise durch die radioaktiv verstrahlten Überreste der USA nach dem nuklearen Fallout. Diesesmal wird die Mojave Wüste Rund um die Stadt New Vegas, welches die neue Version von Las Vegas ist unsicher gemacht. Zwar wurde die Mojave im Gegensatz zu Washington D.C. nicht in Schutt und Asche gebombt, jedoch blieb auch sie nicht unberührt von der Strahlung. Viel wurde nicht verändert im Gegensatz zu Fallout 3 doch was hat Obsidian eigentlich Neues gemacht? Wird einem hier nur ein warmer Fallout 3-Aufguß vorgesetzt? Und schafft es Fallout New Vegas die großen Fußstapfen, welche Fallout 3 2008 hinterließ auszufüllen? Fragen über Fragen von denen ich möglichst viele in der folgenden Review beantworten möchte.

    Auferstanden von den Toten:

    Die Story von Fallout New Vegas beginnt nicht wie die von Fallout 1,2&3 in einem Vault, sondern mitten in der Wüste. Um genauer zu (Achtung Spoiler!) sein liegt euer Character gefesselt am Boden whärend im Hintergrund jemand ein Loch in der größe einens Grabes gräbt. Sofort wird natürlich klar für wenn das Loch gedacht ist, nämlich euch. So kommt es auch, denn ein schick gekleideter Mann kommt, zeigt euch einen Pokerchip und befördert euch kurzerhand per Kopfschuss ins Jenseits bevor ihr auch nur die Chance hattet zu spielen. Spielende? Weit gefehlt! Denn ihr ersteht wieder auf. Bevor jetzt hier jemand frägt: Nein, ihr seid natürlich nicht der neue Jesus, sondern werdet von einem seltsamen Roboter namens Victor aus eurem Grab ausgebuddelt und vom Dorfarzt von Goodsprings wieder zusammengenäht.
    Nachdem ihr wieder unter den Lebenden seid kommt euch natürlich nur ein Gedanke in den Kopf: Rache! und so macht ihr euch auf eine Reise quer durch die Mojave um den Kerl zu finden der euch eine Kugel verpasste und auch herauszufinden, warum er das gemacht hat. Und mal so viel gesagt: Wie auch in Fallout 3 trefft ihr wieder auf zwei Fraktionen (natürlich eine Gute und eine Böse) welche letztendlich wieder um die Kontrolle des Ödlands kämpfen und ihr könnt auch wieder kräftig mitmischen.
    Die Geschichte ist ähnlich fesselnd wie die von Fallout 3, und wie auch in der Mojave gibt es Haufenweiße Nebenquests. Leider hat es Obsidian etwas übertrieben, so das viele der unzähligen Quests nach dem Schema, Laufe von A nach B, Töte C,D und E oder rede mit Person F und G ablaufen. Aber natürlich gibt es auch wieder viele lange und wirklich gelungene Quests welche einem Stundenlang beschäftigen können.

    Das gar nicht so öde Ödland:

    Die Welt von Fallout New Vegas ist zwar auch groß und detailverliebt, kommt aber nicht an die von Fallout 3 heran. Zwar gibt es mehr Locations, welche aber meist auf ein paar Gegenstände und ein nicht begebahres Haus beschränken. Locations mit größeren Dungeons wie bei Fallout 3 sind aber leider nur selten anzutreffen. Insgesamt hat die Mojave ein komplett anderes Flaire als das Capital Wasteland (kenn leider nur den englischen Namen), da alles viel lebendiger wirkt. Man merkt eben dass die Menschen in der Mojave die Umgebung (oder zumindest den größten Teil davon) schon gezähmt haben und schon wieder versuchen eine Zivilisation zu errichten, in der es Firmen, Verträge und auch Armeen gibt. Zudem hat das ganze Setting ein gewisses "Wilder Westen"-Felling, welches sich in mehreren Aspekten wie Western-Waffen, Country-Songs im Radio, dutzenden an Cowboy-Hüten und anderen Punkten bemerkbar macht. Ob einem jetzt die einigermaßen zivilisierte Mojave besser als das zerbombte Ödland rund um Washington D.C. gefällt ist somit vollkommen vom persönlichen Geschmack abhängig, da beide Settings sowohl pro als auch contra-Punkte besitzen, mich persönlich hat das Capital Wasteland jedoch auf Grund des dort herrschenden 50er-Jahre Charme mehr überzeugt.

    Ein technisches Desaster:

    Bei aller Liebe zum Spiel muss man leider sagen dass die Technik hinter Fallout: New Vegas eine blanke Katastrophe ist. Obsidian verwendete dieselbe Engine welche schon im 2007(!) erschienenen TES IV: Oblivion eingesetzt wurde, weshalb die Technik auch wie aus dem Jahre 2007 wirkt. Texturen wirken extrem kantig, vor allem die Bewegungsanimation wirken steif, Bugs, Glitches und starke Ruckler welche bis zum kompletten einfrieren der Konsole gehen trifft man leider häufiger an als einem lieb ist. Vor allem Bugs und Glitches sind extrem oft anzutreffen, was einem schon mal komplett aus der Atmosphäre (und der Fassung) bringen kann. Zum Glück lassen sich die meisten dieser Punkt auf die komplett veraltete Gamebryo-Engine zurückführen, welche für TES V: Skyrim endlich durch die neue Creation-Engine ersetzt wurde. Beim Sound sieht es leider nicht besser aus. Die Punkte welche man bei Fallout 3 noch gelobt hat sind heutzutage Standart und das was man schon bei Fallout 3 als Standart abgeschrieben hatte ist heutzutage ganz einfach veraltet. Doch bevor man Obsidian nun der Schlamperei beschuldigt muss man schützend sagen das die Jungs und Mädels wirklich alles was noch ging aus der Engine rausgeholt haben, was sich u.a. an dem unglaublichen Weitblick über die Landschaft welcher selbst nach mehreren Spielstunden noch verblüfft und der Tatsache dass man quer durch das Ödland laufen kann ohne auf Ladebildschirme zu stoßen erkennen lässt. Lediglich beim Betreten von Gebäuden muss neu geladen werden, was aber leider auch einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Zusammengefasst kann man sagen: Die Technik ist für die Engine die die Entwickler bei Obsidian für das Projekt zur Verfügung hatten Top, leider für heutige Standards eher ein Flop.

    Töte es ... mit einem Schlagring aus Hundemarken ... und dann mach aus seinem Fleisch lecker Frikassee:

    Viele werden jetzt wahrscheinlich denken was dies für eine dämliche Überschrift ist, doch dieses Szenario kann tatsächlich im Ödland vorkommen. Zu verdanken ist dies dem neuen Craftingsystem, welches es euch erlaubt selbst Lebensmittel, Gifte, Waffen, Munition, Medikamente/Drogen, usw. herzustellen. Voraussetzung dafür sind natürlich die richtigen Bauteile/Zutaten und ausreichende Kenntnisse im passenden Skill. Somit könnt ihr tatsächlich mit einem Schlagring, welcher aus NRK-Hundmarken zusammengebaut ist eine Feuer-Ameise töten und mit ein paar anderen Zutaten aus ihrem Fleisch am Lagerfeuer ein Frikassee kochen ;-).Das Craftingsystem passt hervorragend ins Fallout-Universum in dem eh alles "recycelt" wird und verleit auch einigen Gegenständen endlich Sinn welche sonst nur als wertloser Müll auf der Straße rumliegen würden. Somit ist es eine Bereicherung für das Spiel, welches meiner Meinung nach auch in zukünftigen Fallout/TES Spielen willkommen ist.
    Allgemein lässt sich in New Vegas wie auch schon in Fallout 3 so ziemlich alles aufheben, von der eingedellten Dose bis hin zum Flammenwerfer. Dies ist vor allem für Sammler ein nettes Feature, obwohl viele Gegenstände wie z.B. leere Flaschen oder Dosen leider nur wertloser und nutzloser Müll sind. Doch neben diesem Müll gibt es auch wieder eine Vielzahl an Waffen, welche nun endlich auch z.B. mit Schaldämpfern, vergrößerten Magazinen oder Zielfernrohren modifiziert werden können. Und zu guter letzt kann man auch seinen Kleiderschrank ordentlich fühlen, da es erneut sehr viele Kleidungsstücke und Rüstungen gibt.

    V.A.T.S., zu ihren Diensten:

    Die Steuerung von Fallout: New Vegas unterscheidet sich nicht großartig von der anderer Shooter. Ihr zielt mit Kimme und Korn oder dem Fadenkreuz auf euren Gegner und macht ihm somit den Gar aus. Auch nett: Nahkampfwaffen lassen sich auch aus der First-Person-Perspektive steuern, was man so ja nicht oft erlebt. Zudem lässt sich das Spiel auch aus der Third-Person- Perspektive steuern, welche sich aber etwas schwammig steuern lässt, weshalb wohl die meisten schnell wieder zurück in die First-Person-perspektive wechseln werden. Doch nun zur großen Besonderheit von Fallout, dem V.A.T.S. . Das V.A.T.S. ist ein spezieller Modus welcher sich auf Knopfdruck aktivieren lässt. Erstmal aktiviert hält die Zeit an und ihr könnt die Gliedmaßen des Gegners einzeln unter Beschuss nehmen. Begrenzt wird die Anzahl der Schüsse durch so genannte Actionpunkte, welche für jeden im V.A.T.S. platzierten Schuss benötigt werden. Da jede Waffe unterschiedlich stark ist verbraucht natürlich auch jeder Schuss unterschiedlich viele Actionpunkte. Eure Trefferwahrscheinlichkeit für den Schuss wird in Prozent für jedes einzelne Körperteil angegeben, welche abhängig von Entfernung, eurer Verfassung und noch anderen Faktoren ist. Wird ein Körperteil oft genug getroffen, "verkrüppelt" es. So ergeben sich taktisch neue Möglichkeiten, da ihr durch "verkrüppeln" der Füße den Gegner langsamere macht, was bei Nahkampf-Gegnern hilft oder durch "verkrüppeln" der Arme die Genauigkeit des Gegners mit Schusswaffen senkt. Zusammengefasst lässt sich das V.A.T.S. als spaßige und sinnvolle Unterscheidung gegenüber anderer Shooter beschreiben, welche man nach dem durchspielen in keinem anderen Spiel missen will.

    Das Ende ist erst der Anfang!:

    Auch erwähnenswert ist die Tatsache das New Vegas vor allem wegen den vielen entdeckbaren, einzigartigen Gegenständen, Locations und den tonnenweise Nebenquests, welche je nach eurem Verhalten anders enden einen extrem hohen Wieder- & "Nach dem Ende weiter"-Spielwert hat. Zudem wird New Vegas wie Fallout 3 mit mindestens 4 DLC versorgt, von denen eines namens "Dead Money" bereits erschienen ist. Da ich mit meiner deutschen Kreditkarte im UK-Store nicht einkaufen kann kann ich das Addon erst selbst beurteilen wenn die GOTY-Edition erscheint, jedoch habe ich schon von vielen Fallout-Fans gehört dass es sehr gelungen sein und besonders viel Wert auf Stealth-Missionen legen soll da manche Gegner nur auf spezielle Weise tötbar sind. Wer also noch mehr Fallout will kann beherzt zuschlangen.

    Fazit:

    Obsidian und Bethesda haben mit Fallout New Vegas ein grandioses Spiel erschaffen, welches lediglich einen Kritikpunkt hat: Die miserable Engine. Aber wisst ihr was? Das ist vollkommen egal. Fallout New Vegas spielt man nämlich aus demselben Grund warum man auch gerne die alten Klassiker auf dem Dreamcast oder SNES spielt. Nämlich weil sie eine so unglaublich detailverliebte, durchdachte und atmosphärische Welt erschaffen, in die man einfach eintaucht, vollkommen egal wie schlecht oder primitiv die Grafik ist. Das einzige wirklich nervige hierbei sind die Bugs die einen sozusagen aus der Welt, in die man eingetaucht ist hochkant hinauskicken und einem vor Augen führen, dass man eben nicht mit seinem Jagdgewehr durch die Mojave pirscht, sondern nur ein Videospiel spielt. Ansonsten hat Obsidian ein atmosphärisch nahezu perfektes Spiel erschaffen, welches lediglich wegen seiner miserablen Engine Punkte abgezogen bekommen kann. Denn in allen anderen Punkten ist Fallout: New Vegas seinen Konkurrenten im Open-World-RPG-Genre weit voraus und kann sich als würdiger Nachfolger von Fallout 3 bezeichnen.

    Negative Aspekte:
    Die miserable Technik, Locations haben weniger "Inhalt" als in Fallout 3, Fehlen des 50er-jahre Charmes

    Positive Aspekte:
    Extrem schwarzer Humor, rießige Spielwelt, Alles ist aufhebbar, Tonnenweise Waffen und Kleidung, Glücksspiel, Der Pipboy 3000

    Infos zur Spielzeit:
    Roland1234 hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Fallout: New Vegas

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Roland1234
    9.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    8/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.1/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Fallout: New Vegas
    Fallout: New Vegas
    Publisher
    Bethesda Softworks
    Developer
    Obsidian Entertainment (US)
    Release
    22.10.2010

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Fallout: New Vegas
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