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  • Fallout: New Vegas im Gamezone-Test

    Die spannenden Abenteuer eines postnuklearen Postboten - ein tolles Spin-Off der altehrwürdigen RPG-Serie!

    Fallout: New Vegas Fallout: New Vegas Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, die Quests zu lösen. Je nachdem, wie genau wir eine Aufgabe beenden, kann das Auswirkungen auf unser Karma (das beschreibt, ob wir zu guten oder bösen Handlungen tendieren) und auf unser Verhältnis zu den neuen Fraktionen haben. Von denen gibt es etliche in Fallout: Vegas, zum Beispiel die paramilitärische Neue Kalifornische Republik NKR (am Ende von Fallout 1 gegründet, wenn sich noch jemand erinnert) oder die Sklaventreiber der Caesar's Legion, die sich beide um das Kraftwerk und die Wasserversorgung am nahe gelegenen Hoover Damm prügeln. Mit allen Fraktionen gleichzeitig kann man sich nicht gut stellen, egal wie kompromissbereit man seine Figur spielt - zwangsweise wird man es sich mit einigen Gruppen verscherzen, die dann auch nicht gut auf einen zu sprechen sind und bei entsprechendem Ärger auch schon mal "on sight" das Feuer eröffnen, um ihren Unmut gegenüber dem Spieler kundzutun. Erfreulicherweise wird der Ruf schon auf der im Spiel eingebauten Landkarte angezeigt, womit man weiß, welche von Fraktionen besetzte Orte man besser umgeht, anstatt direkt mit einem lautem "Howdie Partner!" direkt in den örtlichen Salon zu stürmen, und Backpfeifen zu kassieren. Besonders gut hat uns übrigens die Gang der "Kings" gefallen, eine Truppe Elvis-Imitatoren, die einen Vorort von New Vegas beherrschen - von solchen skurrilen Ideen lebt das Spiel. Was im Spielerparadies natürlich nicht fehlen darf: Die Möglichkeit, ausgiebig zu Gamblen und seine hart verdienten Kronkorken (eine der Währungen in Fallout: Vegas) beim Roulette, Blick Jack oder am Spielautomaten zu verzocken - allesamt sehr gut gemachte Minispiele, die man in den Kasinos versuchen kann. Die Anzahl der NPC (computergesteuerte Personen im Spiel) ist im Vergleich zu Fallout 3 stark gestiegen, allerdings gibt es diesmal viele Füll-Klone, die über keinen eigenen Gesprächsdialog verfügen - die alten Fallout-Teile lassen grüßen.

    Fallout: New Vegas Fallout: New Vegas Das VATS-Kampfsystem erlaubt immer noch eine kurzes pausieren des Spiels zu Beginn eines Angriffs, wo ein paar gezielte Schüsse auf den Gegner abgegeben werden können, bevor der Kampf wie in einem Egoshooter in direkte Action übergeht. Waffennarren werden sich darüber freuen, dass Obsidian Unmengen neuer Wummen eingebaut und die Anzahl der Waffenklassen dabei auf drei gesenkt hat, so dass man die unzähligen Waffen schneller sehr gut beherrschen lernt. Die Gewaltdarstellung ist wieder explizit, die in Deutschland vertriebene Version entsprechend geschnitten (die im deutschsprachigen Ausland verkaufte Auflage ist ungeschnitten). An Werkbänken darf man Waffen modifizieren, ganz nach eigenem Geschmack. Auch zur Herstellung von Hilfsmitteln wie Medikamenten und auch Munition wurde ein kleines Crafting-System eingeführt, dass vielen aufzusammelnden Gegenständen nun einen Sinn gibt und den Geldbeutel im "do it yourself-Verfahren" schonen hilft.

    Fallout: New Vegas Fallout: New Vegas Auch in Fallout: Vegas kann man sich Begleiter anlachen, die die eigene Feuerkraft verstärken und die eigenen Fähigkeiten wie Computer hacken oder Schlösser knacken verstärken. Hierzu haben die Entwickler ein komfortables Interface eingebaut, mit dem man seinen Mitstreitern bequem Anweisungen geben und ihr Inventar einsehen kann. Ein deutlicher Fortschritt gegenüber Fallout 3. Für Profi-Rollenspieler interessant: Der sogenannte Hardcore-Modus. Als "hardcore" werden in Rollenspielen Regeländerungen bezeichnet, die das RPG besonders realistisch machen sollen. Im Falle von Fallout: Vegas muss die Spielfigur bei angeschaltetem HC-Mode regelmäßig essen, trinken und schlafen. Auch Stimpacks funktionieren nicht auf Knopfdruck, sondern wirken nur langsam auf die Gesundheit. Der Hardcore-Modus bietet ein neues, intensives Spielgefühl, man geht noch mehr in der Spielwelt auf - allerdings zieht der Schwierigkeitsgrad massiv an, schließlich ist sauberes, unverstrahltes Wasser in der postapokalyptischen Welt von Fallout Mangelware und damit ausgesprochen teuer.

    Fallout: New Vegas (PC)

    Singleplayer
    9,1 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    riesige, handgemachte Spielwelt
    prall gefüllt mit tollen Quests und einer spannenden Hauptgeschichte
    verbessertes Interface
    traut sich Eigenständigkeit: Geht wieder mehr Richtung Fallout-Serienanfänge
    Hardcoremodus, Waffenmodding, Crafting
    dezent veraltete Grafikengine
    Unmengen Ladeschirme (Spiel profitiert auf Konsolen von Platteninstallation)
    Grafik-Glitches stören Atmosphäre
  • Fallout: New Vegas

    Fallout: New Vegas

    Publisher
    Bethesda Softworks
    Developer
    Obsidian Entertainment (US)
    Release
    22.10.2010
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
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992972
Fallout: New Vegas
Fallout: New Vegas im Gamezone-Test
Die spannenden Abenteuer eines postnuklearen Postboten - ein tolles Spin-Off der altehrwürdigen RPG-Serie!
http://www.gamezone.de/Fallout-New-Vegas-Spiel-23097/Tests/Fallout-New-Vegas-im-Gamezone-Test-992972/
27.10.2010
http://www.gamezone.de/screenshots/thumb/2010/10/1066AwesomeDeathRay_Mueller.JPG
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