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  • Family Guy im Gamezone-Test

    Im abgesaugten Fett schwimmen, Männerduschen besuchen und schwangere Frauen malträtieren. Klingt lustig, oder?

    Mit Videospielen zu Cartoon-Serien hat wahrscheinlich schon jeder Spieler Erfahrungen gesammelt, mehr oder minder gute. Ob es sich dabei um die Simpsons handelte, irgendwelche Disney-Ablegern oder Pixar-Spielchen, meist waren es mehr oder minder gelungene Action-Adventures die hauptsächlich von der Popularität ihrer bekannten Charaktere lebten, aber weniger mit ihrem Gameplay begeistern konnten. Entsprechend skeptisch gingen wir an den Test zu Family Guy heran, einer Videospielumsetzung zu der mitunter durchaus etwas geschmacklosen TV-Serie rund um die Familie Griffin, in der sich jeder selbst am nächsten ist.

    Peter, Stewie und Brian

    Family Guy Family Guy Während des Spielverlaufs von Family Guy schlüpfen wir abwechselnd in Peter, Stewie und Brian. Wer es noch nicht wissen sollte, dabei handelt es sich um den einfältigen Vater der Griffins, dem größenwahnsinnigem Babynachwuchs und dem sarkastischem Haushund. Alle drei bieten uns verschiedene Gameplay-Mechaniken, die wir entsprechend der Charaktere anwenden müssen. In Person von Stewie dem Baby bekommen wir astreines Action-Adventure Gameplay geboten. Stewie kann laufen, hüpfen, beherrscht auch den Doppelsprung und ähnlich Rayman kann er auch eine kurze Zeit lang schweben, wozu er drei Luftballons benutzt die Sekunde für Sekunde platzen, so dass wir nicht zu große Entfernungen im Schwebezustand zurücklegen können. Zudem verfügt Stewie über eine Strahlenkanone mit der er Leute hypnotisieren und die Kontrolle über sie erlangen kann. So manche Aufgabenstellung verlangt zwingend, dass wir in die Haut eines anderen Charakters schlüpfen, anfangs noch in die eigene Mutter, später auch mal direkt in die des Todes, der sich öfter mal im Spiel blicken lässt. Später bekommt der Kleine auch noch etwas schlagkräftigere Waffen in die Hand, womit er auch entsprechenden Unfug anstellt.

    Family Guy Family Guy Peter der Vater hingegen ist weder schlau noch beherrscht er irgendwelche besonderen Fähigkeiten. Er löst Probleme mit seinen Händen und Füssen, soll heißen, er prügelt sich hauptsächlich durch die Level. Genügt es anfangs noch einfach die richtige Schlagtaste für den Faustschlag oder den Fußtritt zu drücken, muss man im späteren Verlauf des Spiels schon geschickter vorgehen, denn die diversen Gegner lassen sich nur mit bestimmten Combo-Attacken niederstrecken. Tunlichst die Finger sollte man aber vom lieben Gott lassen, welcher schon mal dabei erwischt wird wie er eine Bordsteinschwalbe anspricht und dabei nicht gestört werden mag. Die von den Niedergestreckten hinterlassenen Futtervorräte muss sich Peter schnell einverleiben, bevor sie verschwinden, denn schafft er es seine Snack-Anzeige zu füllen, ist er zu einer Reihe sogenannter Snack-Angriffe in der Lage. Davon abgesehen kann er auch Gegenstände, wie Mülleimer oder Kartons, durch die Gegend schmeißen um sich in seinem Wahn der Menschenmassen zu erwehren.

    Komplett anders spielt sich Brian der Hund, er kann im Grunde gar nichts, außer schleichen. Und genau so sind auch seine Auftritte aufgebaut, er muss von Versteck zu Versteck schleichen und darf sich nicht dabei erwischen lassen wie er irgendwelche Dinge einsammelt. Doch keine Angst, diese Schleicheinlagen erreichen kaum die Komplexität eines Thief oder Splinter Cells, stattdessen geht es meist nur darum im rechten Moment von einer Deckung zur nächsten zu laufen. Da finden wir uns, äh, Brian schon mal in der Gefängnisdusche wieder oder auf der Polizeiwache, sowie noch seltsameren Orten die laut Aussage der Entwickler so abartig sind, dass sie nicht mal im Fernsehen gezeigt werden dürfen. Ob sie damit die Männerdusche im Gefängnis meinen?

    Abartiger Humor

    Family Guy Family Guy Denn abartig ist das Spiel mitunter schon, und das ihn mehrerlei Hinsicht. Denn es ist sicher nicht Jedermanns Geschmack im Hospital den Schwangeren so lange auf den Bauch zu hüpfen bis Babys, siamesische Zwillinge und Aliens aus den malträtierten Frauen herausgeschossen kommen, mit dem Ziel die Krankenschwester herzulocken welche den Ausgang blockiert. Ebenfalls schon hart an der guten Geschmacksgrenze bewegt sich die Szene in welcher die Fettabsaugmaschinen explodieren und der komplette Level von dem Fett überschwemmt wird in dem wir uns sodann schwimmend fortbewegen. Doch will ich euch nicht zuviel erzählen, denn mit etwas schwarzem Humor erkennt man durchaus auch den Witz dieser und ähnlicher Szenen, und davon gibt es am laufenden Band.

    Als Fan der TV-Serie kann man den schrägen und mitunter schon harten Humor sicher locker wegstecken, ja erwartet ihn sogar. Was man aber nicht so leicht verträgt ist die Steuerung von Stewie, welcher oft und viele Hüpfeinlagen hinter sich bringen muss, seltsamer Weise aber auf der PSP etwas besser von der Hand geht als auf der PS2. Dafür fehlt der Handheld-Version die Möglichkeit die Kamera etwas zu bewegen, schlicht weil es der PSP an dem zweiten Analogstick mangelt. Ebenso darf man die Idee, dass man im Fett schwimmend kaum mehr Kontrolle über Stewie hat als schlecht bezeichnen. Es braucht ein Dutzend Anläufe um den einen Kanal durch die Fettberge zu finden, und das auch noch unter Zeitdruck, bis man endlich wieder normal weiterspielen kann. Ebenso darf man manche Levelaufgaben als misslungen bezeichnen, wie die Leichenhalle, welche aus drei Zimmern besteht deren Wände gespickt sind mit den Türen hinter denen sich Leichen, schmusende Teenager oder auch der bekannte Tod verstecken, der sich mal eben aufs Ohr gehauen hat. Alle Türen müssen geöffnet werden um herauszufinden wohin sie einen bringen, entweder ein Zimmer weiter, oder wieder zurück. Nach x missglückten Versuchen erschließt sich einem der Witz einfach nicht was das Tolle daran sein soll in fünfzig Kühlzellen zu steigen um endlich die Leichenhalle verlassen zu können.

    Für Fans ein "must have"

    Family Guy Family Guy Trotzdem, das Spiel hat auch positive Seiten, und das ist der schon erwähnte schwarze Humor. Immer wieder muss man schmunzeln oder lachen, denn die erzählte Geschichte könnte schräger nicht mehr sein und macht der zugrundeliegenden TV-Serie alle Ehre. Darum ist es kein leerer Spruch wenn man sagt, dass es sich bei Family Guy um ein Spiel für die Fans der Serie handelt. Wer diese Art Humor mag und sich nicht an so mancher Kante im Spiel stößt, der hat durchaus seinen Spaß an den Abenteuern von Peter, Stewie und Brian.

    Bleibt noch zu sagen, dass das Spiel nicht lokalisiert wurde, dafür gibt es im Gegenzug die originalen US-Sprecher zu hören und sogar das Skript zum Spiel entsprang den Storywritern der Serie, was man deutlich merkt. Schade, dass die deutschen Untertitel so hässlich und groß auf einem halbdurchsichtigen Balken ins Spiel eingeblendet werden. Ebenfalls nicht optimal ist es, dass sämtliche Cutscenes im 4:3 Format gehalten sind, was für ein PSP-Spiel schon etwas ungewöhnlich ist.

    Family Guy (PSP)

    Singleplayer
    6,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Tiefschwarzer Humor
    wird der TV-Serie gerecht
    Originalstimmen (in englischer Sprache)
    taugt als Omaschreck um das Wohnzimmer frei zu bekommen
    durchaus auch witzig realisierte Level
    für Fans ein "must have"
    keine deutsche Sprachausgabe
    mitunter misslungenes bzw. nerviges Leveldesign
    teilweise schon geschmackloser Humor
    Cutscenes nur im 4:3 Format
  • Family Guy
    Family Guy
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    High Voltage
    Release
    29.01.2007

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Family Guy
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http://www.gamezone.de/Family-Guy-Spiel-23111/Tests/Family-Guy-im-Gamezone-Test-991156/
08.02.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/02/fg_screen_02.jpg
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