In örtlichen Hubs kann man Handel treiben oder Minispiele machen, um sich ein paar Kröten dazu zu verdienen. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Unser letzter Besuch bei Ubisoft Montreal ist schon einige Monate her, die Erwartung also groß, als wir auf der Gamescom bei Ubisoft am Stand stehen. Far Cry 3 sollen wir heute spielen, wir haben etwa eine halbe Stunde lang Zeit, die offene Welt zu erkunden. Der Demobereich ist dabei auf zwei Areale - etwa 10% der gesamten Karte - beschränkt. Von dieser Größe hochgerechnet ist die Spielwelt zwar nicht mehr ganz so enorm riesig wie im Vorgänger, aber immer noch groß.
Wer auf die Jagd geht, wird mit Crafting und Items belohnt, die entweder heilen oder kräftig Kohle bringen. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Grundsätzlich ist die Karte von Far Cry 3 wie in Assassin's Creed in Kontrollzonen unterteilt. In jeder Zone befindet sich ein Camp, sozusagen die Einsatzbasis. Zu Beginn des Spiels gehören alle Camps auf der Insel den Piraten und somit Vaas Truppen. Wenn man jedoch alle Gegner in einem Camp ausschaltet, wechselt es dauerhaft den Besitzer und fällt unter unsere Kontrolle. Das heißt: Keine Feindpatrouillen mehr, man kann in Ruhe Aufträge annehmen und abarbeiten und das Camp als Schnellreisepunkt benutzen. Das elende Backtracking um von Ort zu Ort zu gelangen und immer wieder spawnende Gegner gehören damit der Vergangenheit an. Ob sie einmal eingenommene Camps ggf. wieder zurücknehmen können, ist uns leider nicht bekannt.
Das Einnehmen dieser Camps ist für das Spiel essentiell. Denn wie in Assassin's Creed sieht man auf der Karte anfangs nur grobe Umrisse der Areale, Missionsziele, Aufträge und Co. sind nicht auszulesen. Oberpirat Vaas hat nämlich auf der ganzen Insel Störsender an Funktürmen angebracht, die wir zerstören müssen, um die Map aufzudecken. Als wir das erledigen, schleichen wir uns an das dazugehörige Camp ran. Schleichen ist immer klüger als frontal anzugreifen, denn falls man entdeckt wird, schlagen Feinde Alarm. Falls der losgeht, rufen Vaas Truppen Verstärkung, die dann mit Jeeps anrauscht. Dann wird es heftig: Wir müssen noch mehr Gegner ausschalten, die plötzlich viel taktischer agieren und sich in Deckung begeben. Als wir mal in so eine Alarm-Falle tappen, schaffen wir es zwar das Camp einzunehmen, aber auch nur mit Hängen und Würgen.
Wenn man in Far Cry 3 den Alarm auslöst, rauscht Unterstützung auf Jeeps an. Dann wirds heikel! [Quelle: Siehe Bildergalerie]
An Hubs können wir dann Handel treiben, Aufträge einsammeln oder Minispiele machen, um uns ein paar Kröten dazu zu verdienen. In einer abgefuckten kneipe spielen wir Messerwerfen auf eine Dartscheibe, das ist ganz nett. Für Aufträge und Nebenmissionen gibt es eine Art schwarzes Brett. Wir finden dort Jagdaufgaben, Nachschubanforderungen oder Mordaufträge vor, ob es andere Missionstypen gibt, wissen wir aus unserer beschränkten Demo noch nicht. Jagen wird insgesamt eh wichtiger: Freilaufende Tiere kann man erlegen und dann häuten. Daraus craftet man sich Ausrüstung oder Items, die man selbst nutzen kann oder weitervertickt. Tiere greifen übrigens nicht nur uns an, wenn sie sich bedroht fühlen, sondern auch Gegner. So kann man Feinde auch mal in Fallen locken.
Das Crafting wird vor allem dann wichtig, wenn man mal verwundet ist. Denn eine Selbstheilung gibt es (Gott sei Dank!) nicht. Stattdessen muss man Wunden bandagieren, was aber einige Sekunden dauert und deshalb nicht mittem im Kampf gemacht werden sollte. Richtige Medipacks erhält man nur durch Crafting oder Handel, wobei ersteres sehr viel ressourcenschonender ist. Auf der Insel sind übrigens verschiedene Sorten von Sammelobjekten verteilt und dank Missionen, Sidequests und den vielen Camps gibt es ingesamt ziemlich viel zu tun. Das gefällt uns!
Wie in Crysis 3 können wir in Far Cry 3 einen Bogen mit Spezialpfeilen (Brand- und Sprengpfeile sind bislang bekannt) benutzen. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Ziemlich geil ist auch auch eine neue Waffe: Wie in Crysis 3 können wir einen Bogen benutzen, der verschiedene Spezialpfeile abschießt. In unserer Demo haben wir Brandmunition und Sprengpfeile dabei, die ordentlich Radau machen. Feuer breitet sich in Far Cry 3 natürlich erneut realistisch und dynamisch aus. Wer Pech hat, kann schon mal Teile des Waldes abfackeln oder sich den Weg in einer Hüttensiedlung versperren, weil die selbst gelegten Brandbomben mal zu viel Schaden anrichten. Feinde reagieren in Kämpfen übrigens bislang brillant agil: Als wir Granaten werfen, versuchen sie auszuweichen, wenn sie uns entdecken, gehen sie in Deckung und rufen Verstärkung. Selbst wenn man mal unbedacht eine Leiche liegen lässt, werden sie misstrauisch. Das gefällt uns und fordert auch ordentlich, vor allem wenn dank Alarm Heerscharen weiterer Gegner folgen!
Grafisch ist die PC-Version wahnsinnig schick. Besonders die dichte Vegetation und unfassbare Weitsicht gefällt uns. Als wir einen Funkturm erklimmen, haben wir mehrere kleine Inseln und das spiegelnde Wasser vor Augen, wunderschön! Einzig die Steuerung der PC-Version sagt uns bislang noch nicht zu. Wie schon vor zwei Monaten beim Studiobesuch ist die PC-Steuerung noch wahnsinnig schwammig, Ubisoft Montreal wird sie wohl erst kurz vor Veröffentlichung anpassen.






