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  • Fatal Fury Special im Gamezone-Test

    Wer damals kein Geld für das NeoGeo Original hatte, kann einfach zur XBLA Fassung dieses Old School Prüglers greifen.

    In reinen Zahlen ausgedrückt hat sich der Preis für SNK's dritten Teil der Fatal Fury Reihe mit Namen Fatal Fury Special in den letzten 15 Jahren eigentlich nicht groß geändert, es kostete 1992 400 und es kostet heute 400. Na gut, damals waren es 400 DM für das Neo Geo - Modul und heute sind es 400 Microsoft-Points, was gerade mal ca. 2-3 % des originalen Preises ausmacht. Für diesen Kurs stellt sich ja eigentlich nur noch einen Frage: War das Original denn so gut, dass es auch heute noch einen Blick wert ist, zumal der große Rivale Street Fighter 2 ja auch für Xbox-Arcade zu haben ist?

    Zunächst aber einmal heißt es den Titel historisch zu platzieren und da der erste Teil von Fatal Fury 1991 erschien, war eine lebenslange Rivalität mit Capcoms Vorzeigeprügler vorprogrammiert. Ganz aus dem Schatten von Street Fighter konnte Fatal Fury zwar nie treten, was auch an der wenig verbreiten Primärplattform, dem Neo-Geo, und den eher halbherzigen Umsetzungen der 16-Bit-Tage lag, trotzdem ist die Geschichte um Terry Bogart und seine Compadres nie ganz verschwunden. Der letzten offizielle Teil, Garou - Mark of the Wolf, erschien 2000 und damit auch schon vor einer ganzen Weile, aber eine Reihe von Compilations, vor allem als Import für die Playstation 2, hat die Serie nie ganz von der Bildfläche verschwinden lassen.

    Zwei Brüder gegen Krauser

    Fatal Fury Special Fatal Fury Special Was für den Street Fighter - Freund Ryu und Ken sind, sind für den Fatal Fury Anhänger die Bogard - Brüder Terry und Andy, sowie ihr Sidekick Joe Higashi und die Quotenfrau Mai Shiranui. Die Story, die sich hier um den Cast von insgesamt bis zu 16 Charakteren spannt, ist so simpel, wie es eigentlich nur geht und hat, meiner Ansicht nach zum Glück, nichts von der pseudo-esoterischen Tiefe, wie SNK sie dann später in King of Fighters pflegen sollte. Hier gibt es das Turnier, wo alle mitmachen und der böse Wolfgang Krauser, genannt Dark Kaiser, wartet auf den Gewinner, der in jedem Fall irgendeinen Grund hat, Krausers Blut zu fordern. Die Storyelemente, wenn man sich denn überhaupt traut, diese so zu nennen, werden in kleinen Einzeilern zwischendurch und einem minimal längeren Abspann für jeden Charakter geboten. Die sprachliche Qualität erreicht dabei durchaus Tiefen, die man einfach nur als den Trash genießen kann, der es ist. "I stand above you, invincible and strong. You are Nothing" ist dabei noch so harmlos wie es wird, "Krauser! I'm not a cream puff. Got it!" lässt einen erstaunt die Augenbraue hochziehen" und "Who comes next to be my goat?" lässt einen etwas ratlos zurück. Es gibt im Bereich der Japanenglischen Sprachschöpfungen natürlich noch weit surrealeres, aber das hier ist schon sehr schön.

    To let men in the world know Tai Kwando... glorious!

    Fatal Fury Special Fatal Fury Special Wichtiger als die Story ist natürlich die Aufstellung selber, und bei den 16 Charakteren, von denen einige erst freigeschaltet werden müssen, findet sich für jeden Prügelstil etwas. Die Bewegungen aller Kämpfer wurden mehr oder weniger nach realen Stilvorbildern empfunden und vom Kneipenschläger über Wrestling zu Taekwondo, Tai Chi und Koppo findet sich hier so ziemlich alles Wünschenswerte ein. Einige Charaktere wie der legendäre Duck King bringen auch ein wenig frischen Wind in die Kampfschulen und haben ihre ganz eigene Variation, dem Gegner Schmerzen zuzufügen. Was aber alle Stile verbindet ist die grundsätzlichen Steuerungsvariante. Schlag und Tritt werden jeweils als leicht und schwer angeboten und aus der Nähe kann der Kontrahent gegriffen und geschleudert werden. Dies entspricht wohl dem gängigen Standards, wo sich Fatal Fury dann aber absetzt, ist die Möglichkeit bei einer Reihe von Stages in zwei Ebenen zu kämpfen. Mit einem Druck auf die Schultertaste springt der Kämpfer in den Hintergrund und erwartet dort seinen Feind, der ihm folgen muss. Dies ist meist ein spannender Moment, denn es kann mit einem Angriff in die andere Eben gewechselt werden, sollte dieser jedoch schiefgehen, ist man für den Wartenden meist für einige Sekundenbruchteile leichte Beute. Die taktische Tiefe, die das bringt, sollte nicht überbewertet werden, es gestaltet die Kämpfe jedoch spannender und dynamischer. Dabei ist dies ist nicht einmal unbedingt nötig, denn der Computergegner hält den Spieler auch so schon gut in Atem. Auf Mittel kommt hier der normale Spieler schon gut ins Schwitzen, auf den folgen Stufen werden selbst Prügelexperten vielen Phasen der Selbstzweifel durchleben, bevor sie irgendwann Krauser auf die Matte schicken. Wenn sie es denn schaffen, denn die SNK-Unsitte, den letzten Gegner unfair und pervers schwer zu gestalten, hatte hier ihre zarten Anfänge.

    Ein Pad ist halt kein Stick

    Im Bereich der Specialmoves wurde solide Arbeit von SNK abgeliefert, denn nach meiner persönlichen Erfahrung sind die gebotenen fünf bis sechs Moves pro Charakter gerade soviel, wie ich mir noch merken und benutzen kann. Da die Moves auch fast alle sinnvoll und gut aufeinander abgestimmt sind, ist hier weniger definitiv mehr, zumal sich diese jetzt auch bequem anzeigen lassen ohne dass man eine Liste aus dem Internet ausdrucken müsste. Angesichts der Tatsache, dass einem Arcade-Titel die gedruckte Anleitung fehlt, hat hier offensichtlich der Entwickler mitgedacht. Auch die Ausführung der Moves an sich sollte halbwegs prügelversierte Spieler nicht vor unlösbare Aufgaben stellen. Das meiste passiert über die obligatorischen Viertel- und Halbkreispaddrehungen, lediglich ein paar Aktionen ließen mich ohne mein geliebtes SNK-Board in das 360-Pad beißen. Hier liegt auch der einzige Kritikpunkt des Spiels in der 360-Ausführung, denn auch wenn das Microsoftpad seine Aufgabe ganz anständig erfüllt ist es halt doch kein Joyboard. Mit einem solchen würden die Moves allerdings wesentlich leichter von der Hand gehen und das Spiel einfacher machen, aber nun denn, vielleicht veröffentlich ja ein Anbieter irgendwann einen brauchbaren Stick für die 360.

    Von damals nach heute: Live & L(ow)D

    Fatal Fury Special Fatal Fury Special Der Rest der Umsetzung kann, wie wir es inzwischen bei Retroveröffentlichungen auf der XBL Arcade-Plattform gewöhnt sind, in allen Bereichen überzeugen, auch wenn hier nur sehr wenig poliert wurde. Für HD-Widescreens wurde natürlich dass Bild angepasst und zwei Balken links und rechts sind obligatorisch, große Filteraktionen oder gar eine komplette Überarbeitung der Optik auf HD sucht man hier aber vergeblich. Das ist nicht schlimm, denn das Neo-Geo Original verblasst im 2D-Rahmen eigentlich nur gegen seine späteren Nachfolger wie Garou, ansonsten wird im Vergleich zum Konkurrenten Street Fighter gezeigt, wer damals die beste Hardware für 2D-Prügler hatte. Die zahlreichen Backgrounds sind gut gezeichnet, farbenfroh und liebevoll animiert, was auch auf die Kämpferriege selbst zutrifft. An den zahlreichen und für die Zeit ausgesprochen hochwertigen Soundsamples und Musikstücken, welche natürlich trotz allem sehr japanopop-synthielastig daherkommen, zeigt sich, dass damals ein 150 Mbit - Rom richtig viel Platz für den 2D-Entwckler boten.

    Am schönsten an dieser Umsetzung ist allerdings, dass das größte Problem aus vergangenen Tagen dank Xbox-Live endlich gelöst werden konnte. Gab es mit einem Neo-Geo gelegentlich das Problem, dass kein Mitspieler zur Verfügung stand, wenn es mal etwas anderes als die KI sein sollte, kann hier jederzeit und völlig problemlos über Live ein menschlicher Gegner gefunden werden. Lags sind praktisch nicht existent und auch die Achievements zielen auf lebhaftes Onlinespielen ab. Fünf von Zwölf werden für Onlinesiege vergeben, am meisten werdet ihr wohl daran zu knabbern haben, die 100-Siege Marke zu passieren und diese 35 Punkte einzuheimsen. Einzelspieler bekommen aber auch nicht viel geschenkt, denn Fatal Fury Special ohne zu verlieren und ohne Continues durchzuspielen wird die meisten wohl mehr als einen Abend kosten.

    Fatal Fury Special (X360)

    Singleplayer
    8,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    5/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Perfekte Umsetzung
    gute und detailfreudige Grafik
    trotz Pad eine gelungene Steuerung
    große Kämpferzahl
    Zwei Ebenen zum Kämpfen
    Problemloser Multiplayer über Live
    Fordernde Verteilung der Achievements
    Specialmoves lassen sich jederzeit anzeigen
    Pad-Steuerung ist gegenüber dem Neo-Geo-Board minderwertig
    teilweise abartig schwer
    Keine Grafikfilter als Option
  • Fatal Fury Special
    Fatal Fury Special
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    MineLoader Software Co., Ltd.
    Release
    05.09.2007
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991420
Fatal Fury Special
Fatal Fury Special im Gamezone-Test
Wer damals kein Geld für das NeoGeo Original hatte, kann einfach zur XBLA Fassung dieses Old School Prüglers greifen.
http://www.gamezone.de/Fatal-Fury-Special-Spiel-23190/Tests/Fatal-Fury-Special-im-Gamezone-Test-991420/
10.09.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/09/fatal-fury-special-xbla05.jpg
tests