Fe im Test: Ein hübsches Adventure mit überraschender Wendung

Test Paula Sprödefeld
Fe im Test: Ein hübsches Adventure mit überraschender Wendung
Quelle: PC Games

Das hübsche Indie-Adventure Fe von Zoink Games ist am 16. Februar 2018 erschienen und fesselt Spieler weltweit. Das Abenteuer des kleinen, gleichnamigen Fuchses Fe führt euch in einen magischen Wald, in dem ihr nur mithilfe eurer Stimme mit den Bewohnern kommunizieren könnt. Die Lieder, die ihr lernt, führen euch immer tiefer in den Wald auf den Spuren der Geräuschlosen, die diesen bedrohen. Wie gut Fe tatsächlich ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr in eine Welt geworfen werdet, ohne zu wissen, wer ihr seid, wo ihr seid und was zum Geier eigentlich los ist? Das könnt ihr jetzt in Fe (jetzt kaufen 8,99 € ) erleben. In dem hübschen Adventure, das am 16. Februar 2018 für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch von Entwickler Zoink Games erschienen ist, spielt ihr den kleinen Fuchs Fe, der plötzlich auf einer Waldlichtung landet. Von da an ist eure Aufgabe, euch mit dem kleinen Kerl durch die Waldgebiete zu arbeiten, mit Tieren und Pflanzen zu kommunizieren und herauszufinden, warum Roboterwesen den Wald zu zerstören versuchen.

Fe im Test: Traumhafte Natur

Die sechs verschiedenen Gebiete in Fe sind sehr unterschiedlich und liebevoll gestaltet. Quelle: PC Games Die sechs verschiedenen Gebiete in Fe sind sehr unterschiedlich und liebevoll gestaltet. Das erste, was euch in Fe auffällt, ist die wunderschön gestaltete Welt, in der euer Charakter landet. Dominiert wird sie am Anfang noch von Violett- und Blautönen, aber später sind die sechs verschiedenen Gebiete ganz unterschiedlich eingefärbt und jedes hat seine eigene Atmosphäre. In dieser Welt findet ihr euren Weg einerseits mithilfe der Karte, auf der Ziele markiert werden können. Für Erkunder empfiehlt es sich aber, diese auszuschalten. Wenn ihr doch einmal verloren geht, könnt ihr ein wenig später einen Vogel herbeirufen, der euch den Weg weist.

Fe im Test: Liebliche Klänge

Das geht durchs Singen! Die Stimme ist nämlich das Werkzeug des Fuchses Fe. Zu Anfang könnt ihr nur euer eigenes Lied singen, um eure Stimme mit Tieren und Pflanzen zu synchronisieren. So helfen sie euch und weisen den Weg durch den verwirrenden Wald. Später lernt ihr weitere Lieder und Synchronisiert eure liebliche Stimme mit der von anderen Tieren und Pflanzen, um neue Lieder zu lernen oder sie um Hilfe zu bitten. Quelle: PC Games Synchronisiert eure liebliche Stimme mit der von anderen Tieren und Pflanzen, um neue Lieder zu lernen oder sie um Hilfe zu bitten. könnt insgesamt sechs Stück singen, wobei jeder Song etwas anderes auslöst. So könnt ihr mit einem beispielsweise Blumen aktivieren, die euch in die Höhe schießen. So erreicht ihr höhere Ebenen oder Bäume.

Die Lieder erlernt ihr, indem ihr ausgewachsenen Tieren helft, denn diese sind in Gefahr. Eine geheimnisvolle Fraktion hat sich in den Wald geschlichen. Diese Wesen werden die Geräuschlosen genannt und es handelt sich um eine Art Roboter. Vor diesen solltet ihr euch in Acht nehmen. Wenn sie euch mit ihrem leuchtenden Auge ins Visier nehmen, folgt meist der Bildschirmtod, wenn ihr euch nicht schnell genug in einen der gut platzierten Büsche retten könnt, die als Verstecke dienen. Aber keine Sorge, die automatischen Speicherpunkte sind sehr fair gesetzt, und so müsst ihr meist nur wenige Meter erneut zurücklegen.

Fe im Test: Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht!

Die Rückblenden werfen euch in den Körper eines Geräuschlosen. Was hat das zu bedeuten? Quelle: PC Games Die Rückblenden werfen euch in den Körper eines Geräuschlosen. Was hat das zu bedeuten? Was genau die Geräuschlosen im Wald wollen, ist zunächst nicht klar, denn Fe erzählt seine Geschichte nicht mit Worten oder Texteinblendungen, sondern lediglich mit Musik, Rückblenden und Steintafeln, auf denen wie auf alten Höhlenmalereien nur Fragmente der Story zu sehen sind. Ihr müsst euch also alles selbst ein wenig zusammenspinnen, aber genau das macht Fe auch so interessant. Der kleine Fuchs ist sozusagen auf der Suche nach seiner eigenen Identität. Warum muss gerade er den Wald und die Tiere retten? Wie kam er zu dieser Aufgabe? Insgesamt ist die Story - wenn man sie denn mal ergründet hat - ziemlich spannend und hat am Ende noch überraschende Wendungen im petto. Jedoch verschießt Fe sein Pulver was bemerkenswerte Momente angeht schon im ersten Drittel des Spiels und hat später davon nicht mehr so viel zu bieten. Schade.

Fe im Test: Einfach heißt nicht langweilig

Mit kleinen Bomben könnt ihr eingesperrte Tiere und Pflanzen befreien. Quelle: PC Games Mit kleinen Bomben könnt ihr eingesperrte Tiere und Pflanzen befreien. Doch zurück zum eigentlich Gameplay. Ihr werdet meist von Tieren - je nach Gebiet sind es Hirsche, Vögel oder zum Beispiel auch Wolfs-ähnliche Wesen - geleitet und müsst dann ein erwachsenes Tier vor den Geräuschlosen retten. Diese sperren die Tiere und Pflanzen des Waldes in große, blasenähnliche Käfige. So sucht ihr euch dann einen Weg durch das Gebiet, um das Tier zu befreien. Wenn das passiert ist, erlernt ihr ein neues Lied und könnt fortan neue Pflanzen besingen, die euch wiederum wieder in andere Gebiete bringen. Aber nicht nur die Lieder könnt ihr lernen. Im Zentrum der Map befindet sich eine Art Schrein. Wenn ihr genug rosafarbene Kristalle gesammelt habt, könnt ihr eine neue Fähigkeit freischalten, und dadurch zum Beispiel auf Bäume klettern oder gleiten. Das eröffnet euch ebenfalls neue Möglichkeiten, und die Map wächst außerdem auch ins Vertikale.

Obwohl die Rätsel und die Wegfindung etwa in der ersten Hälfte des knapp sechs bis acht Stunden langen Adventures sehr abwechslungsreich und logisch sind, wird das Ganze im letzten Drittel doch sehr eintönig. Ihr lauft drei bis vier wichtige Punkte ab, wonach ihr dann das erwachsene Tier befreien könnt, ein Lied erlernt und ins nächste Gebiet kommt. Dort hätte man sich ein wenig mehr Abwechslung gewünscht.

Insgesamt ist Fe aber ein sehr rundes Spiel, das auf allen Plattformen technisch einwandfrei funktioniert und den Spieler für die zugegeben kurze Spieldauer fesselt. Der Preis von etwa 20 Euro auf allen Plattformen hält sich das für ein Indie-Adventure aber noch im Rahmen. Wer Spiele wie Rime und Unravel mochte, wird sich in der Welt des kleinen Fuchses durchaus wohl fühlen.

Fe im Test: Fazit und Wertung

Meinung

Wertung zu Fe (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Fe (PS4)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Fe (XBO)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Fe (NSW)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
wunderschönes Design und ausdrucksvolle Farbengroße Welt, die sich durch neu erlernte Fähigkeiten noch weiter öffnetkluges, vertikales Weltdesignmysteriöse und interessante StoryUmgebungsrätsel sind logischZielmarkierung auf der Map kann ausgeschaltet werden (für Erkunder)keine technischen Probleme (PS4-Version)
Gameplay wird im letzten Drittel ziemlich eintönigStory-Pulver schon zu früh verschossenSpieler sollte ein kleines bisschen mehr an die Hand genommen werden
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