Fear 3 im Gamezone-Test

Test Michael Sosinka

Mit dem Koop-Modus im Gepäck macht der dritte Anlauf von F.E.A.R. richtig Spaß. Langsam gewöhnt man sich aber an die Schocker.

Mit F.E.A.R. aus dem Jahre 2005 bekamen die Spieler einen wahren Horror-Shooter vorgesetzt. Teil 2 war da schon etwas seichter, doch mit F.E.A.R. 3 will man, unter anderem mit der Unterstützung von John Carpenter, nun wieder richtige Gruselstimmung aufkommen lasen. Für die Entwicklung sind dieses Mal jedoch nicht mehr Monolith sondern die Day One Studios verantwortlich.

Horror-Baby

Fear 3 Fear 3 In F.E.A.R. 3 geht es drunter und drüber, denn die unheimliche Alma gebärt gerade ein neues Kind, was zu paranormalen Ereignissen allererster Güte führt. Als Pointman muss man sich deswegen durch allerlei Monstrositäten und die Soldaten von Armacham kämpfen. Ob Gefängnis, Dorf, Vorstadt, eine Shopping-Mall oder die Straßen einer Großstadt, man ballert sich durch wirklich viele verschiedene Areale. Der Setting-Wechsel ist manchmal derart sprunghaft, dass man ein wenig den Zusammenhang vermisst. Das Storytelling ist recht primitiv ausgefallen. OK, zum Finale zieht die Geschichte mächtig an und es wird viel aufgeklärt, doch bis dahin ist sie nur Mittel zum Zweck und ziemlich langweilig. Aber da bleibt noch der Gruselspaß, oder? Während man im ersten Teil noch regelmäßig zusammen gezuckt ist, nutzen sich die bewährten Stilmittel mit den Jahren immer weiter ab. Es passiert nicht viel, was man schon nicht irgendwo anders gesehen. Zudem wirkt der Einsatz der Schock-Momente oft zu wahllos.

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Fear 3 Fear 3 Vielmehr geht es darum, sich heiße Gefechte zu liefern. Wenn dann Alma plötzlich für wenige Sekunde in einer Reflektion auftaucht, zuckt man eigentlich nur noch mit den Schultern und ballert fröhlich weiter. Abgesehen vom gelungenen Finale kommt lediglich an zwei Stellen ein wenig Horror-Stimmung auf. So wandert man durch einen scheinbar verlassenen und dunklen Supermarkt, während man immer wieder bedrohliche Schatten und Bewegungen wahrnimmt, inklusive unheilvoller Geräusche. An anderer Stelle kämpft man sich durch eine düster ausgeleuchtete Vorstadtsiedlung. Auch hier wird nicht die ganze Zeit auf Action gesetzt, sondern auf eine dunkle Endzeit-Stimmung. Zwar wird man hier ebenfalls nicht richtig geschockt, doch immerhin wird ein wenig Spannung aufgebaut. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, das ich mich an irgendeiner Stelle erschrocken oder eine Gänsehaut bekommen hätte.

In Deckung!

Fear 3 Fear 3 Die F.E.A.R.-Serie hat sich stets durch die schlaue KI ausgezeichnet, die spannende und intensive Feuergefechte lieferte. Daran hat sich auch im dritten Ableger nicht viel geändert. Feinde gehen unter anderem in Deckung und versuchen uns zu umgehen. Natürlich kann man sich an diversen Aussetzern aufhängen, nichts ist perfekt, aber insgesamt kommt ein recht glaubwürdiges Verhalten rüber. Neu ist, dass man ähnliche wie in Killzone 3 in Deckung gehen kann, wovon auch die KI intensiv Gebrauch macht. Deswegen sind einige der Schusswechsel etwas weniger hektisch und schnell ausgefallen. Da man sich jedoch durch sehr lineare und eng begrenzte Level bewegt, kann die KI nicht immer ihre Stärken ausspielen, was sehr schaden ist. Im Gegensatz zu den gut ausgebildeten Soldaten sind Mutanten und Co. eher dumpfes Kanonenfutter. Die Ballereien sind durchaus ansprechend inszeniert. Zwei Mal darf man sich auch in einen Mech setzen und dicke MGs und Raketen sprechen lassen. Aber irgendwie wirken diese Sequenzen auch nicht mehr ganz so taufrisch und bringen nicht die erhoffte Abwechslung mit sich, der es manchmal dann doch stark mangelt.

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