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  • Fear Effect: Angstfaktor - Leser-Test von MaikiTaiki

    Fear Effect: Angstfaktor - Leser-Test von MaikiTaiki Ein sehr interessantes Actionadventure für die Sony Playstation stellt meiner Ansicht nach Fear Effect dar, welches zwar auch einige Schwächen aber auch herausragende Stärken aufweisen kann. Wer viel Wert auf eine filmreife Geschichte und eine insgesamt über alle Maßen beeindruckende Präsentation legt, der ist hier höchstwahrscheinlich genau richtig. Fear Effect ist zudem ungemein spannend und konnte mich zumindest für knapp zwei Wochen vor den Bildschirm fesseln, wobei ich sagen muss, dass ich in jenem Zeitraum fast jede freie Minute vor dem Fernseher verbrachten, was meine Freundin damals allerdings weniger toll fand, daher kann ich mich eigentlich noch ziemlich gut an dieses Playstationspiel erinnern. Wer sich am Ende meines Berichts ernsthaft überlegt, ob er dieses spannende Abenteuerspiel eventuell in seine Playstationsammlung aufnehmen soll, dem sage ich jetzt schon, dass er aber zwingend über strapazierfähige Nerven verfügen muss, denn der Schwierigkeitsgrad ist hier gewaltig hoch. Nun aber erst einmal zum Inhalt dieses Thrillers.

    Handlung

    In Fear Effect sind wir zwar grundsätzlich allein unterwegs, schlüpfen aber im Laufe des Spieles mehrfach in unterschiedliche Rollen, insgesamt sind es drei Hauptfiguren, deren Kontrolle wir in diesem brisanten Abenteuer übernehmen dürfen. Alle drei Charaktere gehören einem Spezialistenteam an, wobei in erster Linie die nicht gerade unattraktive Hana Tsu-Vachel genannt werden muss. Des Weiteren sind der ehemalige Elite-Soldat Royce Glas und der Sprengstoffspezialist Jakob Deco mit von der Partie. Worum es geht? Das sage ich Euch doch glatt. Die 16 Jahre alte Wee Ming Lam, Tochter eines sehr einflussreichen und entsprechend wohlhabenden Geschäftsmanns chinesischer Abstammung, ist spurlos verschwunden, vieles deutet auf eine Entführung hin. Unsere drei Hauptdarsteller haben im Übrigen alles andere als eine heldenhafte Vergangenheit hinter sich, was diese nicht unbedingt unsympathischer machen muss, verfügen sie doch über eine nicht uninteressante düstere Aura.
    Die Identifikation mit den Spielfiguren steigt übrigens im weiteren Verlauf des Spiels immer mehr an, wobei die Handlung nach und nach Licht ins Dunkel bringt, so unter anderem auch Dinge, welche die wenig ruhmreiche Vergangenheit der Hauptakteure betreffen. Mit unserem Auftraggeber scheint aber etwas nicht zu stimmen, Wee Mings Vater erweist sich schon nach sehr kurzer Zeit als extrem unsympathisch. Seine Gefolgsleute scheinen übrigens wenig Skrupel zu verspüren, notfalls sogar uns auszulöschen, ob wir tatsächlich in den Besitz der versprochenen Extrageldprämie kommen, erscheint zumindest äußerst fragwürdig. Als knallharte Kämpfer mit dunkler Vergangenheit macht uns dies aber wenig Angst, zur Not legen wir eben auch diese finsteren Gefolgsleute unseres Auftraggebers um, so einfach ist das.

    Ablauf des Spiels

    Wie ich vorhin bereits erwähnte, wechseln wir im Laufe dieses Abenteuers zwischen den drei Hauptakteuren hin und her. Die gesamte Spielumgebung wirkt extrem düster, die ganze Zeit über dominieren sehr dunkle Farben, sowohl in den Gebäuden als auch im Freien, lediglich die Neonlichter sorgen ab und zu für ein etwas anderes Bild, vieles erinnert jedenfalls an Blade Runner, fand ich jedenfalls. Abgesehen von den Neonlichtern wird die Dunkelheit nur durch große Videoleinwände und Scheinwerfer unterbrochen, ich hoffe, dass Ihr Euch so halbwegs ein Bild von der Atmosphäre machen könnt. Nachdem wir zu Beginn unseres Abenteuers per Hubschrauber auf dem Dach des Firmengeländes unseres Auftraggebers gelandet sind, kann es losgehen. Als attraktive Hana schalten wir ruckzuck die ersten beiden Wachen aus, eiskalt legen wir diese mit unserer Pistole um. Gleich an dieser Stelle kann ich Euch sagen, dass hier zwar keine Gewaltverherrlichung betrieben wird, es aber doch vom gesamten Inhalt und dem Ambiente her sicher nicht ganz unbedenklich im Hinblick auf den Jugendschutz sein dürfte. Sehr praktisch ist dabei das Fadenkreuz, welches uns das Anvisieren unserer Opfer erheblich erleichtert. Natürlich sehen diese uns nicht tatenlos zu, sollten wir unsere Gegner nicht überraschen können, eröffnen diese umgehend das Feuer, blitzschnell müssen wir dann den feindlichen Geschossen ausweichen, sprinten in Windeseile um die Ecke oder springen am Besten mit einer spektakulären Hechtrolle in einen uns vorläufig schützenden Bereich.
    Sehr schön fand ich jedenfalls, dass wir kurz darauf eine zweite Pistole finden, die wir dann gleichzeitig mit der anderen benutzen können, dies ist nicht nur besonders actionreich sondern auch noch äußerst effektiv. Abgesehen davon, dass die Gegner sich generell intelligent verhalten und zudem auch noch sehr zahlreich vorkommen, stellt sich uns ab und zu auch noch ein besonders schwer zu knackender Brocken in den Weg, dann wird es richtig heikel. Ich erwähnte ja bereits, dass wir es hier mit einem besonders hohen Schwierigkeitsgrad zu tun haben, selbst Profis müssen sich hier warm anziehen. Ich selber weiß nicht, wie viele Male ich den Game-Over-Bildschirm sah und das Spiel neu starten musste, es kam mir jedenfalls unendlich oft vor. Und das, obwohl ich mich selber zumindest als fortgeschrittenen Spieler in diesem Genre betrachten würde, Einsteiger oder Gelegenheitsspieler haben hier überhaupt keine Chance, definitiv nicht. Nicht nur die Endgegner sind ultraschwer zu bezwingen, auch schon die Zwischengegner machen uns das Leben enorm schwer, schon bei diesen reicht die übliche Anschleichtaktik mit anschließendem Überraschungsangriff oft nicht mehr aus, da diese reaktionsschnell sind und oft auch fast schon unverschämt viel einstecken können.
    Überhaupt sind wir in waffentechnischer Hinsicht andauernd eindeutig unterlegen, was die Feinde an Waffengattungen und Munitionsvorräten zur Verfügung zu haben scheinen, wäre für uns das reine Paradies, wir aber müssen nicht nur brav mit unseren Vorräten haushalten, sondern haben zumeist auch deutlich uneffektivere Waffen zur Verfügung, so dass wir gezwungen sind, die Feinde viel öfter zu treffen als diese uns. Eine ganz wichtige Sache muss ich unbedingt noch erwähnen: speichert unbedingt mehrfach ab! Damit meine ich das Kreieren unterschiedlicher Spielstände. Manchmal kommt es nämlich vor, dass Ihr an eine Stelle gelangt, wo Ihr wieder und immer wieder hoffnungslos dem feind unterlegen seid. Schließlich seid Ihr sehr frustriert und müsst Euch eingestehen, dass Eure Waffen zu schwach, Eure Lebensenergie zu gering oder Euer Munitionsvorrat einfach zu bescheiden ist, um die Auseinandersetzung erfolgreich abschließen zu können. Daher bietet es sich nicht nur an, sondern ist fast schon Pflicht, zu verschiedenen Zeitpunkten im Spiel abzuspeichern, damit Ihr Notfall einen weiten Schritt zurückmachen könnt um einen erneuten vielversprechenderen Anlauf unternehmen zu können. Ich schuf mir beispielsweise vier verschiedene Spielstände, alle ungefähr in einem Abstand von jeweils 20 bis 30 Minuten, einfach nur so zur Sicherheit, glaubt mir bitte, das lohnt sich wirklich. Tut Ihr dies nicht, werden fast alle von Euch irgendwann an eine Stelle kommen, an der Ihr chancenlos seid. Dann habt Ihr schon abgespeichert und Ihr könnt nicht mehr weit zurück in der Handlung, so dass Ihr unentwegt immer an derselben Stelle scheitern werdet und schließlich aller Voraussicht nach endgültig aufgeben werdet.
    Habt Ihr jedenfalls mit Hana den ersten Zwischengegner besiegt, ist es soweit, zum ersten Mal wird die Spielfigur gewechselt. Wir übernehmen die Führung von Royce, der sogleich unter Beschuss genommen wird, Zeit zum Ausruhen gibt es einfach nicht. Von da an geben sich die drei Hauptcharaktere praktisch alle paar Minuten die Klinke in die Hand, vorausgesetzt, Ihr kommt in diesem schweren Spiel überhaupt einigermaßen vorwärts. Damit es nicht zu monoton wird, gibt es sogar ab und zu kleine Denksportaufgaben, wobei sich diese Rätsel aber nicht als besonders anspruchsvoll erweisen, sie sollen Euch wohl in erster Linie zwischendurch einfach nur einmal auf etwas andere Gedanken bringen. Entweder Ihr müsst wichtige Schlüssel finden oder rechtzeitig eine Bombe entschärfen, wobei Letzteres schon etwas anstrengender ist, mit logischem Denken oder einfach auch Glück aber relativ problemlos zu lösen ist.
    Interessant ist schließlich noch der in Fear Effect enthaltene Angstfaktor. Unsere drei Hauptfiguren machen in diesem nervenaufreibenden Abenteuer eine Menge mit und müssen in emotionaler Hinsicht extrem belastbar sein. Statt einer Lebensenergieleiste wird eben dieser Angstfaktor in einer entsprechenden Leiste angezeigt, die sich mit jedem erlittenen Schaden füllt. Erst wenn die Gefahr beseitigt, das Rätsel gelöst oder besser noch der Feind eliminiert ist, beruhigt sich Euer Puls so langsam aber sicher wieder. Schließlich bleibt noch zu erwähnen, dass zwei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade vorhanden sind, wobei aber auch schon der angeblich leichtere richtig schwer ist, vom anderen einmal ganz zu schweigen. Solltet Ihr es tatsächlich schaffen, auf dem ultraschweren Level dieses Spiel durchzuspielen, erwartet Euch ein Happy End als Abspann, welches Ihr nämlich nur dann Euch in einem entsprechenden Abspann anschauen dürft, die anderen beiden Abspänne, die auch noch existieren, sind weniger schön.

  • Fear Effect
    Fear Effect
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Kronos

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Fear Effect
Fear Effect: Angstfaktor - Leser-Test von MaikiTaiki
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29.03.2005
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