Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli im Gamezone-Test

    Ein gelungenes Rennspiel für Ferrari-Freunde und solche die es werden wollen.

    Ein Ferrari ist nicht einfach nur ein Rennauto, ein Ferrari ist ein technisches Kunstwerk, eine Ausgeburt männlichen Geschwindigkeitswahns gepaart mit der Schönheit und Ästhetik einer Göttin. Schon die Form eines Ferraris symbolisiert die innewohnende Kraft, gebändigt nur vom Können des Piloten, der solch ein Auto nicht einfach nur fährt, sondern eine Beziehung dazu eingeht. Im Gegensatz zu den brutalen Kraftprotzen aus den USA die ans Limit getreten und geschlagen werden wollen, wird einem die italienische Göttin nur mit dem Geschwindigkeitsrausch belohnen wenn man sie auch wie eine behandelt. Fehler bestraft sie sofort und hart, nur Halbgötter lässt sie ein in den Rennfahrer-Olymp. Ist man dazu in der Lage, bekommt man ein technisches Orchester geboten wie es kein Zweites auf diesem Planeten gibt. Die Pneus atmen, das Getriebe singt im Takt der Schaltung und die Umwelt wird zum Zuschauer einer Niederkunft degradiert, während sich der Herzschlag des Piloten mit dem Aggregat synchronisiert. All das kann man in einem einzigen Wort zusammenfassen: Ferrari, und all das erwarten wir von einer Rennsimulation die sich alleinig der roten Göttin widmet. Lest im folgenden Review ob System 3 diesem hohen Anspruch gerecht werden konnte.

    Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Schon beim ersten Einlegen der Blu-ray Disc, noch bevor wir das erste Rennen absolviert haben, kommt Freude auf. Die Playstation 3 gibt ein herrlich hoch aufgelöstes Bild in 1080p aus und das Spiel muss kein Bit installieren, es geht auf der Stelle los. Im Hauptmenü empfängt uns die rote Göttin, begleitet von einem klassischen Chor, während sie sich vor uns räkelt und uns ihre Schokoladenseiten anhand eines F430 präsentiert. Das Hauptmenü kredenzt uns was man erwarten darf, einen Einzel- und einen Mehrspieler-Mode, eine Garage in der wir viel Einstellen und unsere Ferraris auch optisch aufmöbeln dürfen, einen eigenen Unterpunkt für die Teamfeatures, einen für die Errungenschaften und nicht zuletzt das bekannte Ferrari-Quartett Kartenspiel, welche wir in recht ähnlicher Form schon aus einem früheren Ferrari-Rennspiel kennen.

    Der Singleplayer

    Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Für den Einzelspieler gibt es auf den ersten Blick eine recht große Anzahl an Veranstaltungen aus denen man wählen kann, als da wären der Arcade-Mode, das individuelle Schnelle Rennen, das obligatorische Zeitfahren alleine auf einer beliebigen Piste, sowie die beiden Herzstücke Trophäenrennen und Herausforderungen. Bei den Herausforderungen werden uns jeweils sieben Rennen entweder in Italien, Europa und den USA geboten, wobei es bei den ersten Zwei genannten zu Überschneidungen kommt, beispielsweise gibt es in Beiden die Rennen in Monza. Allerdings sind alle Drei von Beginn an anwählbar, und es ist ebenfalls möglich zwischen den Veranstaltungen zu wechseln ohne seine Fortschritte zu verlieren. Man ist also nicht gezwungen sie linear abzuarbeiten. Doch begeben wir uns endlich auf die Strasse und betrachten was System 3 da auf die Beine bzw. Reifen gestellt hat.

    Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Der erste Eindruck ist sehr gut. Die Rennen beginnen mit einem fliegenden Start, wobei wir die Chance haben vorher noch einige Qualifikationsrunden zu fahren um nicht an 16ter Stelle einsteigen zu müssen. Schnell bemerken wir das Windschatten-Feature, welches uns erlaubt uns an die Mitfahrer heran zu saugen, um sodann im richtigen Moment den Überholvorgang zu starten. Sehr schön dabei auch zu sehen, dass die KI der CPU-Fahrer auf unsere Anwesenheit reagiert, und sie nicht stur ihre Bahnen ziehen. Ebenfalls gefallen die Flammen die aus dem Auspuff schlagen wenn wir bei hohen Drehzahlen herunterschalten, sowie die glühenden Bremsscheiben. Generell muss man Ferrari Challenge eine recht gelungene Optik bescheinigen, nicht nur die Fahrzeuge selbst sehen hervorragend aus, auch die Umwelt ist herrlich gestaltet und bietet uns viele Details und Eyecatcher. Das bekannte PS3-Kantenflimmern tritt nur ganz schwach zu Tage, so dass es im Spiel eigentlich nicht mehr wahrgenommen wird. Zwar wirkt das ganze Geschehen durchaus sehr bunt, um nicht zu sagen Quietschbunt, das passt aber gut zum Gesamteindruck und wirkt keinesfalls störend, im Gegenteil fürs Auge wegen der starken Kontraste sogar recht angenehm. Wirklich schade allerdings ist, dass das Spiel keine konstante Framerate aufweist, immer wieder kommt es zu Einbrüchen die dem Spiel überhaupt nicht gut zu Gesicht stehen. Generell auch schein die Framerate nicht die höchste zu sein, ich schätze über die 30 Bilder pro Sekunde kommt Ferrari Challenge nicht hinaus, was aber nur geschätzt und nicht gemessen ist.

    Bei den Herausforderungen müssen auf jeder Strecke zwei Rennen gefahren werden, wobei unsere Startposition im ersten Rennen von der Qualifikation abhängig gemacht wird, wohingegen wir das zweite Rennen von der im vorigen eingefahrenen Position aus starten. Vielleicht etwas ungewöhnlich ist der Umstand, dass uns bei den Rennen keine feste Rundenzahl vorgegeben wird sondern eine Zeit, meist 15 Minuten. Sind diese verstrichen beginnt mit der Start/Zieldurchfahrt die Endrunde.

    Der Simulationsaspekt

    Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Wie man es von einer vernünftigen Simulation erwarten kann, darf man sich die diversen Fahrhilfen individuell einstellen, in Sachen ABS, Traktionskontrolle und Stabilitätssystem sogar in mehreren Stufen. Eine Bremshilfe aber gibt es nicht, was gut ist wie ich finde, ebenso gibt es keine Lenkhilfe, was einer Sünde gleich käme, denn einer Göttin greift man nicht ins Lenkrad. Für den vollen Fahrspaß aber sollte man auf die Hilfen verzichten, schon deswegen, weil man dann, hat man schon mehr als ein Rennspiel gespielt, den KI-Fahrern gnadenlos davon zieht. Erst bei vollem Simulationsgrad stellen die Rennen wirklich eine Herausforderung dar. Allerdings fahren sich die Ferraris auch dann recht angenehm und ich würde sagen, dass keinesfalls das Niveau eines Gran Turismo oder Forza erreicht wird.

    Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Dafür muss sich das Spiel aber in Sachen Tuning nicht verstecken, alles Wichtige lässt sich den eigenen Wünschen anpassen und wirkt sich auch spürbar aufs Fahrverhalten aus. Generell muss man sagen, dass das Spiel einen angenehmen Mittelweg zwischen Hardcore-Sim und Fahrspaß gefunden hat. Wirklich positiv hervorzuheben dabei ist, dass alle der vielen Kameraperspektiven ohne Einschränkungen fahrbar sind. Egal ob man die Gran Turismo-Sicht direkt über dem Asphalt, die Motorhaubensicht, die Innensicht oder eine der drei Verfolgerkameras bevorzugt, keine davon stellt nur schmückendes Beiwerk dar, alle sind sie geeignet Bestzeiten einzufahren. Ebenfalls sehr angenehm ist das dynamische Verhalten der Verfolgerkameras, die einen durch ihre Bewegungen die Brems- und Beschleunigungskräfte fast schon spüren lassen. Ein recht lustiges Feature, auch wenn nur online wirklich sinnvoll, ist die Möglichkeit Handzeichen zu geben. Diese werden per Bewegungssensor des PS3-Pads ausgelöst. Machen wir damit eine schnelle Bewegung ballt unser Fahrer die Faust oder hebt bedrohlich die Hand.

    Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli Auch ein Schadenssystem hat man den Ferraris spendiert, welches aber nur optische Auswirkungen zeigt und sich nicht auf das Fahrverhalten auswirkt. Auch sehen die Schäden immer sehr gleich aus, so reißt die Stoßstange vorne immer an derselben Stelle und die Kratzer und Beulen erscheinen ebenfalls immer recht ähnlich. Sehr gelungen wiederum ist das Replay nach dem Rennen, welches uns in bester TV-Manier und mit vielen optischen Spielereien geschmückt das eben gefahrene Rennen wiederholt. Umso enttäuschender, dass man die Replays nicht speichern kann, die Kameras nicht beeinflussen, ja nicht mal den zu beobachtenden Fahrer wechseln kann. Ebenso gibt's immer wieder zu spät ins Bild ploppende Details im Replay zu sehen, Motorblöcke manifestieren sich erst eine Sekunde nachdem der Blick darauf fiel oder die Hecks der Fahrzeuge gewinnen plötzlich an Details.

  • Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli
    Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli
    Publisher
    Koch Media
    Developer
    System 3
    Release
    04.07.2008

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von WRC 5 Release: WRC 5
    Cover Packshot von Ride Release: Ride Milestone
    Cover Packshot von MotoGP 14 Release: MotoGP 14 Milestone
    Cover Packshot von Motorcycle Club Release: Motorcycle Club Bigben Interactive , Kylotonn Games
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991830
Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli
Ferrari Challenge: Trofeo Pirelli im Gamezone-Test
Ein gelungenes Rennspiel für Ferrari-Freunde und solche die es werden wollen.
http://www.gamezone.de/Ferrari-Challenge-Trofeo-Pirelli-Spiel-23247/Tests/Ferrari-Challenge-Trofeo-Pirelli-im-Gamezone-Test-991830/
11.07.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/07/screen1_large_0__1__2__3__4__5__6__120604113519.jpg
tests