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  • Fight Club: Friss Sch.....okolade - Leser-Test von sinfortuna

    Fight Club: Friss Sch.....okolade - Leser-Test von sinfortuna Meiner bescheidenen Ansicht nach gehört der Kinostreifen "Fight Club" ganz eindeutig zu den bemerkenswertesten Werken des letzten Jahrzehnts. Was natürlich auch Geschmackssache sein kann, keine Frage. Ganz sicherlich nicht darüber streiten lässt sich, dass wir es im Fall der gleichnamigen X-Box-Fassung mit einem wenig berauschenden Beat'em Up zu tun haben und somit wieder einmal eine der unzähligen Bestätigungen für eine lieblose Verwurstung großer Originallizenzen erhalten. Verantwortlich für dieses bedenkliche Werk zeichnet sich Hersteller Vivendi, der zwar nicht für eine ausgemachte Gurke, mächtigen Trash oder Ähnliches sorgte, jedoch kaum jemanden unter uns begeistern dürfte. Glaube ich jedenfalls. Da macht es den Braten auch nicht mehr sonderlich fett, dass immerhin dem Zweispielerspaß gehuldigt wurde: offline an einer oder zwei miteinander verkabelten Konsolen oder online via X-Box-Live darf sich ausgetobt werden, wobei einzig und allein - wenn überhaupt - die Online-Klöpperei zumindest einen Hauch von Langlebigkeit versprühen mag. Nach (spätestens) wenigen Wochen ist aber auch hier die Luft mächtig raus. Besonders empfehlenswert ist diese 08/15-Filmumsetzung auf die X-Box jedenfalls nicht. Der Fan freut sich wahrscheinlich dennoch: zahlreiche Originalschauplätze und natürlich auch Protagonisten des Kinofilms geben sich hier die Ehre.

    Erstaunlich war es schon, dass dieses Videospiel weit über drei Jahre nach dem Leinwand-Debüt auf den hiesigen Markt geschmissen wurde, was möglicherweise hätte bedeuten können, dass sich hier doch deutlich mehr Mühe gegeben wurde als vermutet. Aber nichts da, mitnichten handelt es sich um ein beeindruckendes Klöpperspektakel. Da wir es mit einem reinrassigen Prügelspiel zu tun haben, entfällt eine Hintergrundstory quasi völlig. Im Versus-Mode verpassen wir uns gegenseitig traditionsgemäß mehrere Sätze heißer Ohren, im Story-Modus schnappen wir uns einen Helden aus der Filmvorlage und prügeln uns durch die Computergegner. Einer nach dem anderen, versteht sich. Wer glaubt, dass wir es hier theoretisch mit einem vielseitigen Beat'em-Up zu tun haben könnte, wird schnell eines Besseren belehrt: stupide Attacken, kaum bemerkenswerte Komboattacken und beängstigend wenig Abwechslung bestimmen die Szenerie. Worauf aber eindeutig Wert gelegt wurde, wird sehr schnell deutlich: es fließt massig Blut. Was somit umgehend in unseren Breitengraden für eine Altersfreigabe erst ab 18 Jahren sorgte. Immerhin erfolgte keine Indizierung, nun denn. Haben wir mit (maximal) zwei bis drei unterschiedlichen Schlag- und Trittarten den Gegenüber so gut wie getötet, dürfen wir diesen Bedauernswerten mit einer Art "Finishing Move" endgültig erledigen. Stimmt das Timing beim Drücken zweier Tasten, wird in eine ganz nett inszenierte Röntgenansicht umgeschaltet, aus der man das Brechen, Bersten, Zertrümmern (oder wie auch immer) der Knochen "besser" betrachten kann.

    Brutalität wird somit hier außerordentlich groß geschrieben, aber das war erstens ja auch nicht anders zu erwarten und zweitens geht dies angesichts der Filmvorlage (meiner Meinung nach) auch in Ordnung. Leider blieb die Spielbarkeit dabei größtenteils auf der Strecke, das Tastengedrücke als stumpfsinnig zu bezeichnen, trifft es ziemlich genau. Im Vergleich zur übermächtigen Genre-Konkurrenz auch konsolenübergreifend gesehen (Soul Calibur, Mortal Kombat, Virtua Fighter, Tekken) gewinnt "Fight Club" keinen Blumentopf. Die Steuerung ist somit nicht unpräzise, erlaubt aber auch nicht gerade viel, gibt uns wenig Gestaltungsfreiraum. Die Kamera funktioniert überwiegend problemlos, kommt aber auch überwiegend unspektakulär bzw. nicht gerade aufsehenerregend dynamisch daher. Dass der Schwierigkeitsgrad einstellbar ist und somit sowohl Anfänger, Gelegenheitszocker, Fortgeschrittene und (vielleicht) Profis zumindest kurzfristig Gefallen an diesem Klöpper haben werden, ist dabei das Mindeste, was man von einem Ableger eines Kino-Welthits erwarten kann, überraschend kommt dies sicher nicht. Trotzdem begrüßen wir das natürlich, versteht sich. Ehrlich gesagt tendieren die an uns gestellten Anforderungen deutlich eher in Richtung leicht als schwer. Teils dämliches Dauertastengehämmer führt erschreckend oft zum Ziel. Was sicherlich nicht Sinn der Sache sein kann. Letztlich bietet "Fight Club" für die X-Box trotz des Online-Features aber viel zu wenig motivierende Elemente, der Spielumfang ist vergleichsweise gering. Sehr gering sogar, bedenkt man, dass zum Verkaufsstart satte 59,90€ hingelegt werden sollten.

  • Fight Club
    Fight Club
    Publisher
    Universal Interactive
    Developer
    Genuine Games
    Release
    15.11.2004
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Fight Club
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