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  • Fight Club im Gamezone-Test

    Übermut? Chaos? Seife?

    "Die erste Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club!" Naja, die hätten wir dann ja spätestens jetzt gebrochen, obwohl wir uns die beiden ersten Regeln des Fight Club in Bezug auf das Videospiel vielleicht doch zu Herzen hätten nehmen sollen.

    Fight Club Fight Club David Finchers Meisterwerk "Fight Club" aus dem Jahr 1999 zählt für viele zu einem der größten Kultfilme des letzten Jahrzehnts. Selten schaffte es ein Film den Zuschauer auf eine so abgedrehte und packende Reise in das genial-kranke Gehirn seines Protagonisten mitzunehmen. Nahezu alles an diesem Film ist mittlerweile zum Kult avanciert: Die meisterhaft gespielten Charaktere, das unvergleichlich surreale Setting, die fetzige Musik und natürlich die legendären Dia- und Monologe. Aber natürlich auch die abgefahrene Idee, dass sich von ihrem tristen Dasein angewiderte Leute in miefigen Kellern treffen, um sich dort der Freude wegen die Gesichter einzuschlagen. Den letzten Punkt greift das Spiel einigermaßen gut auf.

    Fight Club Fight Club Die Fans des Films werden sich hier aber trotzdem sofort heimisch fühlen: Angefangen vom passenden Hauptmenü mit dem Haus in der Paper Street im Hintergrund, über die 17 vom Film inspirierten Kampfarenen, bis hin zu den 14 Charakteren. Alle wichtigen Kultfiguren sind mit dabei: Robert 'Bob' Paulson mit seiner gigantischen Oberweite oder Lou, der schlagkräftige Barbesitzer und sogar Raymond K. Hessel, welcher sich hier als hervorragender Kämpfer entpuppt. Auch einige der Kampfhaltungen haben sich die Entwickler erfolgreich aus dem Film abgeguckt, weshalb sich der virtuelle Bob tatsächlich so wie im Film bewegt. Ein weiterer Pluspunkt: Einige Charaktere werden auch im Spiel von ihren echten Darstellern gesprochen und sogar die legendäre Filmmusik der Dust Brothers hat ihren Weg auf das spielbare Pendant gefunden. Alle Kämpfer sehen den Vorlagen aus dem Film sogar ziemlich ähnlich, jedoch bis auf Tyler Durden selbst, welcher wohl aufgrund von Lizenzproblemen kein spielbarer Brad Pitt sein durfte.

    Fight Club Fight Club Rein äußerlich kommt also durchaus eine zum Kultfilm passende Atmosphäre auf, allerdings schlägt diese schnell um, wenn man sich dem eigentlichen Spiel zuwendet. Denn für ein Prügelspiel bietet Fight Club ziemlich wenig und kann mit keinem der großen Genrevertreter mithalten. Das Kampfsystem basiert auf drei verschiedenen Kampfstilen: "Grappler", "Brawler", oder "Material Arts". Das Lustige daran ist, dass alle 14 Kämpfer einem der drei Kampfstile angehören und sich ansonsten nicht voneinander unterschieden - ihr habt also in Sachen Kampfstil effektiv nur drei verschiedene Kämpfer zur Auswahl. Die teilweise ziemlich brachialen Schläge und Tritte sehen dafür aber ganz gut aus und so mancher blutgeschwängerte Spezialmove wird sicherlich für Stimmung vor dem Fernseher sorgen. Auch gibt es die Möglichkeit einem stark angeschlagenen Kontrahenten die Knochen zu brechen, was zudem auch noch in einem toll inszenierten Röntgen-Look visualisiert wurde. Um der dritten Regel des Fight Club gerecht zu werden, hat man sogar ein Abklatsch-Feature integriert: Allerdings ist der Kampf dann logischerweise verloren und ihr müsst erneut antreten. Einen Sinn hat diese merkwürdige Funktion erst in Verbindung mit einem selbst erstellten Hardcore-Charakter, dessen Verletzungen auch nach Kämpfen bestehen bleiben und über einen eigenen Menüpunkt im Krankenhaus behandelt werden müssen. Handfester Spielspaß kommt dadurch aber auch nicht auf - die Idee dieses Features ist zwar nicht schlecht, umgesetzt wurde sie aber nur sehr, sehr mittelmäßig.

    Fight Club Fight Club Neben einem klassischen Arcade-Gemetzel wird euch auch ein Storymodus geboten, welcher allerdings nur ein paar schlecht gemachte Zwischensequenzen nach und vor den Kämpfen einstreut. Bis auf das Intro und den Abspann können diese Lückenfüller aber nicht mal als echte Zwischensequenzen bezeichnet werden, da es sich dabei lediglich um eine Aneinanderreihung von hässlichen Standbildern mit unmotivierten Sprechern im Hintergrund handelt. Viele Szenen zeigen ganz deutlich, dass alle verwendeten Charaktere von einem Blanko-Charakter abstammen und sich leider noch viel zu sehr in ihrem Aussehen ähneln. Mit der Intelligenz der computergesteuerten Gegner ist übrigens auch nicht sonderlich weit her, wildes Knöpfchendrücken führt in den meisten Fällen recht schnell zum Sieg. Genretypisch wird euch neben dem Storymodus noch ein Survivial und ein Trainingsmodus geboten, außerdem ein eher seltener Onlinemodus über Sony Online. Leider trafen wir während unserer Tests auf keine Mitspieler, was sich wohl damit erklären lässt, dass dieser Titel bisher nicht unbedingt oft verkauft wurde. Vom Look & Feel hält sich der Onlinemodus aber an bekannte Standards des Gamespy-Netzwerkes und wir gehen davon aus, dass ein Onlineduell durchaus gut spielbar ist.

    Fight Club Fight Club Leider gleichen sich die Animationen und Gesichter der Charaktere sehr häufig auch im eigentlichen Kampf und besonders die Sieger- und Verliererposen sind immer identisch. Die Charaktermodelle und die detailliert ausgeschmückten Hintergründe konnten uns allerdings schon überzeugen: Dank hoch auflösender Texturen, Bump-Mapping, Lichtspielereien und liebevoll ausgearbeiteten Modellen sehen die Kämpfer ziemlich realistisch aus, auch wenn die Xbox-Version noch um ein gutes Stück mehr Grafikpracht auf den Bildschirm zaubert. Auch spritzt im Laufe des Kampfes immer mehr Blut über den Bildschirm und die Körper der Kontrahenten, was durchaus einen Pluspunkt in Sachen Realismus verbuchen lässt. Zwar kommt das Spiel in Sachen Grafik lange nicht an die großen Genrevertreter wie Def Jam, Mortal Kombat oder Soul Calibur heran, schlecht ist es in dieser Hinsicht aber auch nicht. Die bereits angesprochene, musikalische Untermalung stammt direkt aus dem Film und kann natürlich überzeugen, nicht nur Fans werden sich bei diesen Klängen gerne auf die Mütze hauen. Die Kampfgeräusche selbst sind zwar recht markig und realistisch ausgefallen, gleichen sich aber letztendlich viel zu sehr.

    Fight Club (PS2)

    Singleplayer
    5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    3/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Original Filmmusik
    viele der aus dem Film bekannten Charaktere und Schauplätze enthalten
    theoretisch online spielbar
    lediglich drei Kampfstile
    sehr ähnlich sehende Animationen und Gesichter
    schlechter Storymodus
    grausame Grafik während der Standbild-Zwischensequenzen
    Kampfgeräusche nutzen sich schnell ab
  • Fight Club
    Fight Club
    Publisher
    Universal Interactive
    Developer
    Genuine Games
    Release
    22.11.2004

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990114
Fight Club
Fight Club im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Fight-Club-Spiel-15566/Tests/Fight-Club-im-Gamezone-Test-990114/
15.12.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/12/TV2004121513331600.jpg
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