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  • Fight Night 2004 im Gamezone-Test

    Float like a butterfly, sting like a bee!

    Ein Boxspiel, oder auch generell jedes Prügelspiel, steht und fällt mit seinem Kampfsystem. Das von Fight Night 2004 gehört definitiv zum Besten, was wir bisher in Sachen Boxspiele kennen gelernt haben. Die vorhandene Erschöpfungsanzeige macht wildes Knöpfchendrücken schnell sinnlos, da den Boxern bei zu vielen unkontrollierten Schlägen hintereinander schnell die Puste ausgeht. Zudem sorgt das sehr innovative Block-System für eine breite Palette an spielerischen Möglichkeiten, welche bei korrektem Einsatz schnell zum Sieg führen. Gegnerische Schläge können elegant abgewehrt werden und mit einem geschickten Konterschlag gewinnt man somit auch mal die Oberhand. Dieses Spiel lässt euch sehr deutlich spüren, dass beim Boxen die Deckung mindestens genauso wichtig ist wie die angewandte Technik beim Schlagen. Selbige hat man übrigens auf den rechten Analogstick verfrachtet, womit realistische Box-Bewegungen simuliert werden können. Hacken schlägt man mit einem Viertelkreis nach oben, Jabs werden durch einen geraden Druck schräg nach vorn ausgeführt und der gefürchtete Uppercut kann mit einer halbreisartigen Bewegung ausgelöst werden. Eigentlich eine feine Sache, nur leider verliert man durch das ständige Rudern mit dem Analogstick einfach zu viel Zeit, weshalb man nach sehr schnell auf die altbewährte Steuerung per Knopfdruck umstellt und damit auch wesentlich bessere Ergebnisse erzielt. Trotzdem verdient die so genannte "Total Punch Control" ein Lob, man hat sich hier wirklich mal etwas einfallen lassen und wer sich in diese anfangs etwas schwergängige Steuerung richtig einarbeitet, genießt bald die realistischste Boxspiel-Steuerung die es gibt.

    Nachdem man einen der vorgegebenen Boxer gewählt oder seinen eigenen im komfortablen Editor erstellt hat, beginnt der überaus motivierende Karrieremodus: Hier tritt man nach und nach gegen andere Boxer in verschiedenen Boxarenen an und kämpft sich somit Stück um Stück die Weltrangliste hoch. Selbstverständlich werden die Kontrahenten mit der Zeit immer schwerer und das ohnehin schon fast unmögliche Knöpfchendrücken wird immer seltener von Erfolg gekrönt sein. Vor jedem Kampf darf man seinen Muskelmann ins Training schicken, wo mit verschiedenen Minigames die einzelnen Statistikwerte wie zum Beispiel Kraft, Geschwindigkeit und Abwehr aufgebessert werden können. Den Dreh hat man für diese recht einfachen, aber dennoch witzigen Spielchen sehr schnell raus und einem schnell immer stärker werdenden Boxer steht somit nichts im Wege.

    Wie bei EA Sports-Titeln mittlerweile üblich, darf man seinen Kämpfer mit dem in den Kämpfen verdienten Geld nach Lust und Laune mit allerlei Zubehör und Kleidung ausstaffieren. Dieses Feature sorgt natürlich für Motivation, auch wenn sich diesmal die Fähigkeiten des Boxers durch neue Handschuhe oder ähnlichen Gegenständen nicht verbessern, sondern lediglich etwas optische Abwechslung mit sich bringen. Sehr schön sind allerdings die unterschiedlichen Damen anzusehen, welche je nach Kaufpreis immer heißer angezogen sind, um uns auf dem Weg zum Ring tatkräftig anzufeuern. Außerdem finden sich im virtuellen Shop noch diverse Spezialeffekte wie Laser, Feuerfontänen und anderer Schnickschnack, welcher aber erst im Laufe der Zeit verfügbar wird.

    Optisch kann sich Fight Night 2004 durchaus sehen lassen. Das Spiel überzeugt mit einer detailverliebten Grafik, welche in dieser Form bei einem Boxspiel bisher noch nicht zu sehen war. Zwar haben manche der Boxer stellenweise ein paar weiße Ränder um sich herum, aber bei der gebotenen Detailfülle in Sachen Körper und Gesicht drückt man gerne mal das geschwollene Auge zu. Besonders in den Rundenpausen wird man mit Edeloptik vom Feinsten verwöhnt: Schweißperlen rinnen an den blutigen Gesichtern herunter, realistische und schmerzverzerrte Mimik sorgt für Authentizität und stellenweise meint man fast jeden einzelnen Muskel der Boxer erkennen zu können. Ebenfalls sehr innovativ: Die Verwendung eines physikalisch korrekt berechneten Ragdoll-Models beim KO der Boxer. Hierdurch fallen die Burschen nicht einfach plump und dümmlich um, sondern gehen extrem realistisch animiert zu Boden.

    Musik ist ganz klar schon immer Geschmacksache gewesen. Deshalb werden die Freunde des harten Rap bei diesem Titel ihre wahre Freude haben, denn außer diesen bitterbösen Texten bekommt man in Sachen Musik recht wenig geboten. Ich kann mich zwar persönlich sehr gut mit schwarzer Musik anfreunden, aber das bitterböse "Hey! Hoo! Time ta get dirty!" Geschreie ging mir bei diesem Spiel schon nach dem ersten Kampf gehörig auf die Nerven. Auch der bei "NBA Street 2" ausgeliehene Witzbold von einem Ansager mag in manchen der gebotenen Arenen ganz gut passen, aber ein Typ mit diesem Slang und sein virtuelles Alter Ego mit Goldkettchen und Football-Shirt passen meiner Meinung nach nicht in den Ring vom Cesars Palace. Allerdings ist das auch reine Geschmacksache, auf unsere Wertung hatte weder die Musik noch der unfreiwillig komische Sprecher zu großen Einfluss - den einen wird's gefallen, den anderen wiederum nicht.

    Fight Night 2004 (PS2)

    Singleplayer
    8,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    hervorragendes Kampfsystem
    kein Knöpfchendrücken möglich
    sehr schöne Grafik mit vielen Details
    suchtfördernder Mehrspielermodus
    Musik nicht jedermanns Sache
    Total Punch Control ist per Analogstick leider zu langsam
  • Fight Night 2004
    Fight Night 2004
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    29.04.2004

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989871
Fight Night 2004
Fight Night 2004 im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Fight-Night-2004-Spiel-59/Tests/Fight-Night-2004-im-Gamezone-Test-989871/
07.05.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/05/TV2004050717231500.jpg
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