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  • Fight Night Round 3 im Gamezone-Test

    Nachdem uns bereits die Xbox 360-Version überzeugt hat, werfen wir nun einen Blick auf die Umsetzung für die alte Generation.

    Über kaum ein anderes Spiel wurde im Zusammenhang mit den Konsolen der nächsten Generation so viel gestaunt, wie über "Fight Night Round 3". Electronic Arts sorgte auf der letzten E3 mit einem ersten Trailer gleich reihenweise für offene Münder und schob über die letzten Monate sogar noch schöneres Bildmaterial nach. Nachdem uns bereits die Xbox 360-Version überzeugt hat, werfen wir nun einen Blick auf die Umsetzungen für die alte Generation.

    Fight Night Round 3 Fight Night Round 3 Auch die Leute von EA Sports haben ihre hellen Moment in Sachen Spieldesign, die "Fight Night"-Serie hat dies mit ihrem Debüt im Jahre 2004 sehr eindrucksvoll bewiesen. Anstatt nur ein optisch ansprechendes Prügelspiel wie jedes andere auf den Markt zu werfen, glänzten EAs Entwickler mit einer kleinen Revolution in Sachen Boxspiel-Steuerung: Dank der so genannten "Total Punch Control" war es so einfach und intuitiv wie nie zuvor, sich im virtuellen Ring taktisch versiert mit den verschiedensten Schlägen einzudecken. Selbstverständlich greift auch der dritte Teil der Serie auf diese einmalige Steuerung zurück und erweitert selbige sogar noch um ein paar gelungene Feinheiten. Natürlich kann die Version für die alte Konsolengeneration keine Höchstwertung in Sachen Grafik abräumen, dazu aber später mehr.

    Float like a butterfly, sting like a bee!

    Fight Night Round 3 Fight Night Round 3 Nach wie vor vermöbelt ihr eure Gegner mit der serientypischen Steuerung, welche sich größtenteils um den rechten Analogstick dreht. Hacken schlägt man mit einem Viertelkreis nach oben, Jabs werden durch einen geraden Druck schräg nach vorn ausgeführt und der gefürchtete Haymaker kann mit einem zweifachen Viertelkreis ausgelöst werden. Dieser Schlag war im Vorgänger zwar sehr spaßig und eindrucksvoll in der Ausführung, sorgte aber gleichzeitig für ein spielerisches Ungleichgewicht. Dieses Problem hat EA nun mit einem deutlich langsameren Haymaker behoben, außerdem wurden zwei völlig neue Schläge eingeführt, welche das Kampfsystem nochmals taktischer und spannender machen. Der "Flash KO" wird ähnlich wie ein Haymaker ausgeführt, nur wird der Stick - und damit auch der Arm eures Boxers - vor dem Schlag um ein gutes Stück weiter zurückgezogen. Wenn diese Bombe in Faustform trifft, wird der Gegner sofort seiner gesamten Energie beraubt und es genügt nur noch ein Schlag, um ihn auf die Matte zu schicken. Selbstverständlich ist der "Flash KO" extrem langsam und schwer in der Ausführung, weshalb Spieler mit einer guten Deckung keine Probleme haben sollten ihn abzuwehren. In manchen Situationen kommt man aber doch damit durch und kann somit das Blatt auch in allerletzter Minute noch wenden. Ebenfalls völlig neu ist der "Stun Punch": Mit einer ziemlich komplexen Dreiviertelkreis-Bewegung des Analogsticks könnt ihr euren Widersacher kurzzeitig betäuben und ihn aus der 1st Person-Sicht mit weiteren Schlägen eindecken. Dieses kleine Minispiel sorgt für adrenalinhaltige Abwechslung und kann den Kampf ebenfalls in letzter Minute nochmals völlig umzukrempeln. Dennoch bleibt das Spiel auch dann noch fair, da sich der gegnerische Spieler immer noch mit einer guten Deckung aus dieser bedrängenden Situation herauswinden kann.

    Fight Night Round 3 Fight Night Round 3 Wie bereits die Vorgänger, lässt euch auch dieser Teil der Serie sehr deutlich spüren, dass beim Boxen eine gute Deckung mindestens genauso wichtig ist wie die angewandte Technik beim Landen vernichtender Schlagkombinationen. Genau das ist es auch, was das gelungene Gameplay von "Fight Night" ausmacht: Hier haben die Knöpfchendrücker nicht die Spur einer Chance und nur wer alle Schlag-, Deckungs- und Konterbewegungen gemeistert hat, kann es auch mit den gut trainierten Spielern im Onlinemodus aufnehmen. Dank der beiden neuen Schläge und dem überarbeiteten Haymaker ist "Fight Night Round 3" wieder auf dem richtigen Gameplay-Weg und macht in dieser Hinsicht noch mehr Spaß als die beiden Vorgänger.

    Auf dem Weg an die Spitze

    Fight Night Round 3 Fight Night Round 3 Auch wenn man mit dem "Play Now"-Spielmodus sofort mit den Größen des Boxsports in den Ring steigen darf, ist es doch der zentrale Karrieremodus, welcher Solospieler auf lange Zeit an den Bildschirm fesseln soll. Ganz so gelungen wie in den Vorgängern ist diese Spielvariante allerdings nicht mehr ausgefallen, denn anstatt in einer Weltrangliste durch zahllose Kämpfe langsam aufzusteigen, kämpft man nun eigentlich nur noch für einen höheren Bekanntheitsgrad. Sobald der Aufstieg in eine höhere Liga ansteht, müsst ihr ein besonders knackiges Match gewinnen, als Belohung gibt es neue Ausrüstung und natürlich einen stetig ansteigenden Schwierigkeitsgrad. Der Ablauf des Karrieremodus bleibt allerdings immer gleich - egal ob man nun mit einem zuvor selbst erstellten Sportler oder einer vorgefertigten Boxlegende in den Kampf zieht. Auch sind eure Gegner in Sachen Kampfstil nicht besonders unterschiedlich ausgefallen, weshalb man schnell den Eindruck hat, immer wieder denselben Kampf zu erleben. Profis werden sich zudem über einen ziemlich niedrigen Schwierigkeitskrad beschweren, da die ersten Kämpfe kaum über die zweite Runde hinauskommen. Die bekannten Minigames zur Steigerung von Kampfkraft, Ausdauer und Geschwindigkeit sind natürlich auch wieder mit dabei und müssen vor jedem der zahllosen Kampfe erledigt werden. Auch das ist auf Dauer etwas eintönig, aber wenigstens kommt mit immer neuer Ausrüstung etwas Abwechslung ins Spiel. Neue Handschuhe oder Shorts bringen nämlich neben einer optischen Veränderung auch verbesserte Kämpfer-Attribute mit sich.

    Fight Night Round 3 Fight Night Round 3 Solltet ihr übrigens einen Kampf im Karrieremodus verlieren, habt ihr ab sofort einen neuen Rivalen an der Backe, der euch von nun an immer wieder begegnen und für etwas mehr Spannung im Ring sorgen wird. Als kleinen Bonus hat EA in Zusammenarbeit mit ESPN sogar noch einen separaten Rivalenmodus ins Spiel gepackt: Hier könnt ihr große Begegnungen des Boxsports nachspielen, beispielsweise das unvergessene Match zwischen Muhammad Ali und Joe Frazier. Mehr als ein Arcademodus mit bereits ausgewählten Kontrahenten ist dieser Modus aber auch nicht, für Solospieler ist und bleibt der Karrieremodus die erste Wahl. Trotz des mitunter etwas eintönigen Ablaufs macht dieser immer noch am meisten Spaß. Die PS2-Variante des Spiels lässt abermals Federn durch das Fehlen eines Onlinemodus. Damit geht ein sehr wichtiger Spielmodus flöten und die PS2-Spieler dürfen abseits des durchwachsenen Karrieremodus lediglich mit zwei Joypads in den Ring steigen - nicht gerade viel in Sachen Umfang.

    Sehr ansehnliche, aber veraltete Grafik

    Fight Night Round 3 Fight Night Round 3 Wenn man sich längere Zeit mit der hervorragenden Xbox 360-Version von "Fight Night Round 3" beschäftigt, gewöhnt man sich natürlich irgendwann an den enorm hohen Detailgrad. Doch sobald man die Umsetzung für die Konsolen der alten Generation anspielt, weiß man ganz schnell wieder, wie schön NextGen-Spiele eigentlich aussehen. Im direkten Vergleich wirkt die PS2- und Xbox-Version regelrecht hässlich und leblos. Dabei haben sich die Entwickler sogar Mühe gegeben und den recht hohen Standard der Vorgänger erfolgreich gehalten. Trotzdem fallen einem dank NextGen-Vergleich die kantigen Pappkameraden im Publikum ganz besonders unangenehm auf und auch die Boxer wirken deutlich steriler und emotionsloser. Ganz besonders die vernichtenden KO-Schläge und die dazugehörige Zeitlupe verlieren hier sehr viel von ihrer optischen Wirkungskraft. Zwar hört man immer noch das unangenehm echt wirkende Geräusch zersplitternder Knochen, die dazugehörige Animation hat aber eher etwas mit umfallenden Schaufensterpuppen als mit echten Boxkämpfern zu tun. Außerdem müssen wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es durchaus noch in einigen wenigen Situationen zu unschönen Clipping-Fehlern kommen kann. Wenn der euer Boxer dann plötzlich mit seiner Faust mitten im Gesicht des Gegners steckt, zerstört das Spiel den vorher so mühsam aufgebauten Grad an Realismus.

    Fight Night Round 3 Fight Night Round 3 Die virtuellen Kommentatoren verstehen ebenfalls etwas von ihrem Handwerk, allerdings wird man schon hin und wieder etwas stutzig, dass jetzt neuerdings auch Videospiele von Autoherstellern und Fastfood-Ketten als Werbeplattform genutzt werden und die Sprecher aus diesem Grund so manchen KO im Namen dieser Kunden präsentieren. So etwas sorgt zwar für noch mehr Realismus, wirkt aber hin und wieder etwas befremdlich. Die musikalische Untermalung setzt sich ausschließlich aus verschiedenen HipHop-Tracks zusammen, allerdings ist es dabei mit der Abwechslung nicht besonders weit her. Viel zu oft hat man dieselbe Melodie im Ohr und ganz besonders in den Menüs scheint es nur drei verschiedene Lieder zu geben.

    Fight Night Round 3 (PS2)

    Singleplayer
    7,7 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    hervorragende Steuerung
    entschärfter Haymaker
    zwei neue Schläge
    sehr realistische Soundeffekte
    Karrieremodus stellenweise zu langweilig
    kein Onlinemodus
    etwas befremdliche Werbung
    kleinere Clipping-Fehler
    Grafik wirkt im NextGen-Vergleich geradezu hässlich
  • Fight Night Round 3
    Fight Night Round 3
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    08.03.2006
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Fight Night Round 3
Fight Night Round 3 im Gamezone-Test
Nachdem uns bereits die Xbox 360-Version überzeugt hat, werfen wir nun einen Blick auf die Umsetzung für die alte Generation.
http://www.gamezone.de/Fight-Night-Round-3-Spiel-63/Tests/Fight-Night-Round-3-im-Gamezone-Test-990678/
13.03.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/03/TV2006031017032900.jpg
tests