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  • Final Fantasy X: „Immer wenn die Menschen übermütig werden, kommt SIN und bestraft sie.“ - Leser-Test von Teddy547

    Die unendliche Geschichte setzt sich fort...

    Das ist er also. Der zehnte Teil der Final Fantasy Saga, die gar nicht so final und endlich ist, sondern fast schon die unendliche Geschichte genannt werden könnte. Mit dem zehnten Teil schlägt man nun nicht nur spielerisch und geschichtlich mal wieder ein komplett neues Kapitel auf, nein es ist auch der erste Teil, der für Sonys PS2 erscheint. Entsprechend gewaltig sind die Erwartungen. Ob diese erfüllt werden konnten, lest ihr später. Zunächst einmal möchte ich euch näher bringen worum es eigentlich geht...

    Geschichten aus Spira

    Die Helden von Final Fantasy hatten schon immer etwas merkwürdig anmutenden Namen: da gab es Squall, Zidane, Cloud, Terra, Bartz oder sogar ganz namenlose. Diese Tradition wird nun fortgesetzt und ihr schlüpft in die Rolle von Tidus. Tidus ist ein junger Blitzballspieler in Zanarkand, einer riesigen Zukunftsmetropole. Er steht kurz vor einem wichtigen Spiel und gibt noch ein paar Autogramme, als er einen mysteriösen kleinen Jungen sieht. Kurz darauf ist er verschwunden... Mysteriös, denkt sich auch Tidus, doch schon bald nimmt ihn das bevorstehende Spiel so sehr in Anspruch, dass er sich nichts weiter dabei denkt. So also beginnt das Blitzballspiel endlich. Blitzball ist übrigens eine Wasserballvariante, die komplett unter Wasser gespielt wird. Tidus ist der Star der Zanarkand Apes und macht ein gutes Spiel. Doch als er zu seinem berühmten Sphäroschuss ansetzt, sieht er wie Zanarkand von einem gewaltigen Monster angegriffen wird. Innerhalb weniger Sekunden ist das Stadion zerstört, Menschen fliehen zu Tausenden und inmitten all dieses Chaos trefft ihr auf Auron, euren Trainer, der euch ein Schwert übergibt, mit dem ihr euch schon bald zahlreicher Monster erwehren müsst. Nach einigen harten Kämpfen und einer halsbrecherischen Flucht, berührt ihr schließlich das riesige Monster, das Auron SIN nennt und findet euch kurz darauf in einer zerstörten Ruine wieder. Ihr seid ganz alleine und wisst nicht einmal ansatzweise, wo ihr euch befindet.
    Aber ihr habt Glück und trefft schon sehr bald auf ein junges Mädchen namens Rikku.
    Von ihr erfahrt ihr, dass seit der Zerstörung Zanarkands durch SIN 1000 Jahre vergangen sind. Dennoch tyrannisiert SIN nach wie vor die Menschen. Doch wie kann das sein? Wer oder was ist SIN überhaupt? Wer sind die Al Bhed? Wofür steht der Yevon Orden? Und was hat es mit Yuna der Beschwörerin auf sich, die ihr schon bald trefft? Viele Fragen tun sich auf in dieser neuen Welt, in der alles fremd und nichts vertraut ist. Aber ihr seid nicht alleine, findet neue Freunde und findet euch selbst schon bald auf einer abenteuerlichen Reise wieder, an deren Ende ihr die eine oder andere Überraschung erleben werdet...

    Runde für Runde bis der Gegner KO geht - ein neues Kampfsystem

    Wer einen oder mehrere Vorgängerteile gespielt hat, kennt sicher noch das ATB-System, bei dem sich ein Balken füllt. Ist der voll, könnt ihr eine Aktion ausführen.
    Nun wer es nicht kennt - macht nichts. In Final Fantasy 10 gibt es etwas völlig neues: CTB (Conditional Time Based). Und das funktioniert wie folgt: Oben rechts im Bildschirm seht ihr eine Leiste, die Porträts der Charaktere, sowie Symbole für die Monster in einer bestimmten Reihenfolge anzeigt. Das ist die Reihenfolge, in der die Charaktere und Monster agieren können. Dabei steht ihr nicht unter Zeitdruck, sondern könnt euch für euren Zug beliebig lange Zeit lassen. Das ist ein großer Vorteil, da man so alle Zeit der Welt hat, sich eine Strategie zu überlegen und den nächsten Zug zu planen. Strategisch wird das ganze vor allem dadurch, dass sich die Reihenfolge durchaus ändern kann, abhängig davon, welche Aktionen ihr ausführt. Einige haben nämlich eine längere Regenerationszeit zur Folge, während andere selbige verkürzen oder den Zug des Gegners verzögern.
    Ganz neu ist auch, dass ihr im Kampf sozusagen einen fliegenden Wechsel vornehmen könnt. Jeden Charakter, der am Kampf direkt teilnimmt, könnt ihr gegen einen aus der Reserve direkt austauschen. Völlig ohne Zeitverlust. Das ist vor allem wichtig, da viele Gegner unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Beispielsweise sind Flugmonster sehr flink und somit für den eher behäbigen Kimhari nur schwer zu treffen. Also wechselt ihr Wakka ein, der die lästigen Insekten locker runter holt. Umgekehrt kann Wakka aber gegen gepanzerte Monster kaum etwas ausrichten. Darum wechselt ihr zu Auron, der mit seiner Ability Durchschlag und seiner hohen Angriffskraft die Abwehr locker knackt.
    Wenn aber wirklich gar nichts mehr hilft, könnt ihr immer noch Yuna rufen, die zwar eigentlich für das Heilen zuständig ist, aber mit ihren Beschwörungen sogar mächtige Bossgegner im Alleingang in die Knie zwingen kann. Schnell fällt auf, dass Square Enix sich auch bei den Beschwörungen einiges hat einfallen lassen. War es in früheren Teilen immer so, dass man die Bestia aufgerufen hat und diese sich nach einer wirkungsvollen Attacke wieder zurückzogen, so ist es diesmal so, dass die Bestia eure Truppe ersetzt und ihr ihr fortan Befehle erteilen könnt. Sie kämpft so lange für euch, bis entweder der Kampf gewonnen ist, ihr sie zurückzieht oder ihre HP auf Null fallen. Im Laufe der Zeit sammelt ihr immer mehr und immer stärkere Bestia ein, die ihr von da an beschwören könnt. Aber selbstverständlich sind die mächtigsten und stärksten Bestia an geheimen Orten in der Spielwelt gut versteckt.
    Aber auch wenn die Bestia sehr mächtig sind, so sind sie doch nicht die Einzigen, die kräftig draufhauen können. Auch eure Charaktere können mit ihren Ekstasetechniken für gewaltige Schäden beim Gegner sorgen.
    Für die Ekstase gibt es einen kleinen Balken, der sich langsam füllt, wenn ihr Schaden erleidet. Ist er voll könnt ihr eure mächtige Ekstase einsetzen. Danach ist der Balken wieder leer. Glücklicherweise könnt ihr - anders als im neunten Teil - selbst bestimmen, wann ihr eure Ekstase einsetzen wollt. Besonders mächtig sind natürlich die Ekstasen der Bestia, die durchaus einen schon verloren geglaubten Kampf noch einmal umdrehen können.

    Bei diesem Brettspiel kann man mehr gewinnen als nur ein bisschen Freude...

    Ganz anders geht auch die Entwicklung der Charaktere von Statten. Dazu dient nämlich das Sphärobrett. Ein an ein Brettspiel erinnerndes Feld, auf dem sich die einzelnen Charaktere in Form von leuchtenden Kringeln über festgelegte Pfade bewegen. Um einen Zug machen zu können, benötigt man ein Sphärolevel, dass man wiederum durch das Sammeln von AP erreicht, die man von besiegten Monstern erhält. Mit anderen Worten: Ihr müsst möglichst viele Monster plätten, damit ihr euch entwickeln könnt.
    Doch mit dem Sammeln und Verbraten von Leveln allein ist es nicht getan. Ihr müsst auch noch die verschiedenen Felder aktivieren, die durch die Aktivierung eure Statuswerte wie HP, Angriff, Abwehr etc. erhöhen oder euch sogar neue Fähigkeiten erlernen lassen. Dafür benötigt ihr Sphäroiden, die es in etlichen verschiedenen Ausführungen gibt. Und woher bekommt man die? Natürlich von Monstern. Also immer schön fleißig kämpfen.

    Wo zum Teufel ist die Weltkarte?

    Normalerweise war Final Fantasy immer schön dreigliedrig aufgeteilt: Es gab den ganz normalen Spielbildschirm, den Kampfbildschirm und die Weltkarte, die Oberwelt, die alles miteinander verbindet. Doch gerade die wird man hier vergebens suchen. Es gibt sie schlicht nicht mehr. Man wechselt das Gebiet von nun an direkt ohne dass man sich zwischendurch auf der Weltkarte aufhalten würde, die es ja nicht mehr gibt. Die einen werden diesen Schritt wohl begrüßen, aber ich persönlich finde es schade. Auch wenn die Weltkarte nie besonders schön anzusehen war, so gab sie einem doch das Gefühl, das man sich in einer großen Welt frei bewegen kann und es gab ja auch immer einiges zu entdecken. Durch ihren Wegfall wird das Spiel insgesamt linearer und die Welt wirkt auch irgendwie kleiner, auch wenn man sich trotzdem mühelos mehrere 100 Stunden mit Haupt- und Nebenaufgaben beschäftigen kann.

    Was man am Wegesrand so alles entdecken kann...

    Typisch für Final Fantasy war bislang immer eine Fülle von Nebenaufgaben und auch im zehnten Teil ändert sich daran nichts. Wer Lust hat kann sich schon während der Hauptgeschichte in dem einen oder anderen Gebiet umsehen, das eigentlich optional ist. Aber erst kurz vor Ende des Spiels, wenn man endlich das Luftschiff zu freien Verfügung hat, kann man alle optionalen Gebiete besuchen. Und wenn man wirklich Langeweile haben sollte, macht man sich daran jedes Monster in Spira für die Monsterarena einzufangen, damit der Besitzer neue und extrem starke Kreationen herstellen kann. Denn nur diese Monster lassen die benötigten Sphäroiden fallen, die unerlässlich sind um eure Charaktere bis zum absoluten Maximum aufzupowern. Zwar müsst ihr das nicht unbedingt erreichen, aber ihr müsst schon nahe herankommen, wenn ihr die mächtigsten Gegner des Spiels besiegen wollt, die eure Truppe, mit der ihr den Endgegner gerade erledigt habt, mit lächerlicher Leichtigkeit ins Nirvana befördern. Tatsächlich gibt es zig Monster im Spiel, die um ein Vielfaches stärker sind als der finale Boss.
    Aber selbst wer nicht die Geduld oder auch gar nicht die Zeit hat über 100 Stunden lang Monster zu fangen und zu trainieren, kann sich immer noch mit Blitzball beschäftigen, das man später auch selbst spielen darf, um attraktive Preise zu gewinnen. Leider werden die anfangs noch ganz passablen Gegner schnell so schwach, dass ihr sie mit eurer Truppe locker besiegen könnt.

    Technische Verzückung

    Dass die Serie auf der PS2 angekommen ist, sieht man deutlich nicht nur daran, dass das Spiel auf einer DVD und nicht auf 4 CDs daher kommt. Auch Grafik und Musik/Sound merkt man deutlich an, dass die Zeiten der PsOne vorbei sind. Wunderschöne Grafiken sind wunderbar im Einklang mit herrlichen musikalischen Klängen. Kein Makel feststellbar.
    Erfreulich ist auch, dass die Charaktere endlich sprechen gelernt haben. Zwar nur Englisch, aber die englischen Sprecher machen ihre Sache wirklich gut. Nicht so schön ist hingegen, dass die deutschen Untertitel mitunter recht deutlich von dem Gesprochenen abweichen.
    Das ist aber nur eine kleine Nebensache und liegt daran, dass man sich auf das japanische Original besonnen hat, als man die Texte übersetzt hat und nicht auf den englischen Text.

    Fazit

    Final Fantasy ist in der nächsten Generation angekommen. Mal wieder setzt das Spiel die Messlatte ganz hoch, sowohl spielerisch als auch technisch. Das neue Kampfsystem ist absolut genial, die Story hält einen das ganze Spiel über nicht nur bei Laune, sondern weiß auch zu verzücken, Grafik und Sound lassen keinen Grund zur Klage aufkommen. Lediglich die relativ große Linearität und die wenig schmeichelhafte Übersetzung der Untertexte hinterlassen einen leicht negativen Eindruck. Aber das sind letztlich nur Tropfen auf dem heißen Stein.

    Negative Aspekte:
    ungenaue Übersetzung der gesprochenen Sprache, recht linear

    Positive Aspekte:
    geniales Kampfsystem, spannend erzaehlte Geschichte, schoene Grafik, bemerkenswerter Sound

    Infos zur Spielzeit:
    Teddy547 hat sich 100+ Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Final Fantasy X

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Teddy547
    9.7
    Multiplayer
    -
    Grafik
    10/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.1/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Final Fantasy 10
    Final Fantasy 10
    Publisher
    Squaresoft (US)
    Developer
    Squaresoft (US)
    Release
    29.05.2002

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Final Fantasy X
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24.06.2010
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