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Final Fantasy 13 (PS3)

Release:
01.03.2010
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Square Enix

Final Fantasy 13 im Gamezone-Test

17.03.2010 17:00 Uhr
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Neu
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Das modernisierte Gameplay sorgt für reichlich Zündstoff unter den Fans, das audiovisuelle Popcorn-Kino liefert aber definitiv den Kaufgrund!

Mit der aller letzten Phantasie wollte sich Squaresoft seinerzeit von den Fans verabschieden, mit "Final Fantasy XIII" liefert die mit Enix fusionierte Firma aber auch heute noch japanische Rollenspielmeisterwerke mit geradezu eingebauter Erfolgsgarantie! Doch eines muss man den Japanern zugute halten: Ein jeder fieberte dem neuesten Ableger entgegen, wenn auch bisweilen mit durchaus nachvollziehbaren gemischten Gefühlen. Den Hype um den ersten glanzvollen High-Definition Ableger hin, überwältigende und grafisch bombastische Trainer her - wieder liegt ein neuer Teil der Serie im Handel, welcher zahlreiche neue Fans gewinnen und zugleich alten Haudegen vor den Kopf stoßen wird. Denn wie auch schon der umstrittene offizielle zwölfte Teil unterliegt das Genre der J-RPGs einmal mehr einer gewaltigen Runderneuerung, welche uns in ein neues Zeitalter der atemberaubenden Inszenierung führt. Es steckt tatsächlich gewaltig viel in diesem neuen Ablegern, auch wenn ein erster Blick so manchen Spieler gewaltig enttäuschen wird!
"Kämpfen ohne Hoffnung ist nur eine andere Art zu sterben"
Final Fantasy 13 Final Fantasy 13 [Quelle: ] ... so das Zitat von Lightning, Mitstreiterin der sechsköpfigen Heldentruppe und genau wie ihre Kameraden und Kolleginnen eine geächtete L'Cie! Es gibt wahrlich Zeiten, in denen der letzte Tropfen Hoffnung wie Wasser durch die Fingern entgleitet und der Tod wie ein sehnsüchtig herbeigesehntes Ereignis erscheint. Doch egal wie tief wir sinken, wie gemein das Leben uns für unsere Sünden bestraft und wie gebrochen unsere Herzen scheinen - am Ende eines dunklen Pfades wird ein Schimmer warten und ein jeden ins gleißende Sonnenlicht führen. Die emotionalen Ereignisse und stellenweise herzzerreißenden Szenen des dreizehnten Meisterwerkes aus der Feder von Kitase Yoshinori und Game Director Motomu Toriyama (FF VII, X, X-2) verleitet geradezu zu philosophischem Gedankengut und treffen nicht selten die Herzen der Zuschauer. Hier wird keine belanglose "wir retten die Prinzessin" Story herunter gebetet, SquareEnix kredenzt Drehbuchakrobatik in einer unglaublich fesselnden Form.

Final Fantasy 13 Final Fantasy 13 [Quelle: ] Nur wenige Unglückliche werden durch die mysteriöse halb-mechanische Gottheit Fal'Cie auserwählt und mittels eines unverkennbares Zeichens gebrandmarkt - gleichzusetzen mit einem sozialen und ethischen Verfalls jeglichem erstrebenswerten Daseins. Wie Sklaven setzten die L'Cie ihrer Bestimmung nach, um ein "ewiges Leben" gewährt zu bekommen und nicht in einer monströse Zombie-Horde für Angst uns Schrecken zu sorgen. Einst herrschte dank des göttlichen Wesens in Cocoon der Frieden, in einer idyllischen, hochtechnisierten und harmonischen Welt. Doch die dünne Hülle, getragen durch eine Autorität namens Sanktum und ihrer propagandistischen Militärmacht, gleicht einem zierlichen Luftballon, welcher bei der geringsten Reizung zu platzen droht. Dieser Tag ist viel näher, als die Bewohner es wahr haben wollen, auch wenn die Angst bezüglich des Feindes aus Grand Pulse, dem Gegenpol zu Cocoon, allgegenwärtig ist. Noch bewundern sie das schillernde und farbenfrohe Feuerwerk und hoffen auf Erfüllung ihrer Träume und Wünsche ... Stunden später brennt sich entflammtes Entsetzen in die gläsernen Augen der Kinder, Mütter und Väter ein, als sie zum Wohle von Cocoon ihren Gang zum Opferaltar antreten müssen - bezüglich der Außenwelt als "Umsiedlung" propagiert!

Final Fantasy 13 Final Fantasy 13 [Quelle: ] In Gedenken an den glorreichen siebten Teil weckt die rasante Zugfahrt in den schäumenden Abgrund des Todes zu Beginn eines imposanten Auftakt zum 40-50 stündigen Mammutwerk geradezu Erinnerungen. Eine aufmüpfige Schar an Rebellen kämpfen gegen ihr schier unvermeidlichen Schicksal an und sorgen für ordentlich Aufruhr unter den Reihen der Legislative des Sanktums. Darunter der Angeber Snow, eine Bande von heimatloser Cooconer und der schüchterne Hope, welcher gebeutelt von den Ereignissen in sich gekehrt dem Groll seines Herzens nachgibt und mal so ordentlich Hass anhäuft. Parallel finden sich die abgehärtete Lightning, welche nicht viele Worte verliert, sondern Taten sprechen lässt und der tolpatschige, nicht ganz durchschaubare, dafür aber umso interessantere Afro Sazh - ganz zu Schweigen von der quirligen Vanille, welche zum Abgewöhnen ist, deren düsteres Geheimnis aber geradezu unter die Haut gehen wird. Im späteren Verlauf gesellt sich zudem die mysteriöse, aber durchaus charismatische Fang dem bisherigen Quintett hinzu.

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17.03.2010 17:00 Uhr
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