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  • Final Fantasy VII: Dirge of Cerberus - Klagegesang - Leser-Test von pineline

    Etwas sehr überrascht, bin ich über das oftmals sehr positive Fazit, welches ich im Internet finden konnte, kaum zu glauben jedenfalls, dass "Dirge of Cerberus, Final Fantasy 7" für die Playstation 2 rekordverdächtige Spielspaßwertung einsammeln kann. Nein, wirklich, ich möchte nicht übermäßig oder gar zwanghaft kritisch klingen, aber dieses Actionspiel ist so gerade eben noch überhaupt empfehlenswert. So nett dieses Abenteuer auch präsentiert wird, so wundervoll es ist, dass wir dieses Ableger der weltberühmten Rollenspiel-Serie mit deutschen Texten vorfinden dürfen, so klar muss sein, dass "Dirge of Cerberus" sehr wenig mit dem Gameplay und überhaupt der Klasse jener Reihe gemeinsam hat. Denn sowohl technische Mängel als auch eintretende Langeweile torpedieren den Spielspaß erschreckend weit nach unten, darüber muss sich jede/r von uns klar sein, der sich vielleicht heute noch versucht fühlt, dieses Abenteuer einmal anzutesten. Sehr ideenlos und abwechslungsarm präsentiert sich uns "Dirge of Cerberus" und dazu noch mit erheblichen Problemen beim Handling unserer Hauptfigur? Nein danke, hier hat Entwickler und Hersteller Square Enix den großen Namen "Final Fantasy" gnadenlos ausgeschlachtet, dahinter steckt fast nur heiße Luft.

    Dass allein auf Solospieler/innen zugeschnittene Actionspiel hat mit dem berühmten Rollenspiel fast nichts gemeinsam. Eines ist jedoch geblieben: die herausragend guten Zwischensequenzen. Diese sind wunderschön anzuschauen, allerdings bei weitem nicht so zahlreich wie bei den berühmten Vorbildern. Eine deutsche Sprachausgabe wurde uns hier leider nicht spendiert, schade. Final Fantasy VII-Kenner freuen sich jedenfalls über ein Wiedersehen mit dem damaligen Nebencharakter Vince Valentine, der eher wortkarg war, dafür aber sehr gerne seine Waffen sprechen ließ. Hier in "Dirge of Cerberus" macht er wirklich nur das, es wird geschossen und geprügelt und greift dabei mit Vorliebe auf seine Cerberus zurück, ein Gewehr, dass wir im Laufe der Zeit unter Zuhilfenahme von Bauteilen und magischen Artefakten nach und nach zu einer mächtigen Waffe aufrüsten und welcher das Spiel seine Namensgebung verdankt. Der eigentliche Grund für den ganzen Radau ist eine Splittergruppierung des Shinra-Konzerns (wir erinnern uns?) mit dem tiefgängigen Namen "Deepground", die wir vehement bekämpfen dürfen.

    Das Ambiente dabei wirkt nicht sonderlich einladend, wobei ich mich in erster Linie auf die bewusst düstere Atmosphäre beziehe, welche durch Ruinenlandschaften, Tunnellabyrinthe und kalte Industriekomplexe unterstrichen wird. Zweitens sehen die modellierten Figuren der Gegner nicht selten richtig hässlich aus. Zücken wir die Waffe, schaltet die Verfolgerperspektive automatisch um und wir schauen unserem Actionhelden auf einmal quasi über die Schulter, um uns auf den Kontrahenten zu fokussieren, was das Ganze nicht gerade hübscher aussehen lässt. Ziemlich emotionslos ballern wir uns in der nicht sonderlich detailliert texturierten Umgebung den Weg frei und erhalten tatsächlich am Ende eines Spielabschnittes Erfahrungspunkte, die uns entweder einen Levelaufstieg bringen oder zumindest stets willkommenes Kleingeld bescheren. Ähnlich leblos wie das Ambiente wirkt leider auch der Spielverlauf, aus dieser Monotonie werden wir ausgerechnet dann herausgerissen, wenn uns die Steuerung mal wieder im Stich lässt und wir ziemlich oft ohne eigenes Verschulden den virtuellen Tod erleiden. Das nervt auf Dauer gewaltig, zumal sich Vincent wirklich sehr steif über den Bildschirm bewegt und ohnehin generell vieles an ihm und seiner Umgebung irgendwie erschreckend unfertig wirkt.

    Lediglich das Aufleveln unseres Charakters und aufrüsten unserer Waffe "Cerberus" halten uns bei Laune, nicht zu vergessen die schönen Zwischensequenzen. Trotzdem fühlen wir uns verschaukelt, das muss so deutlich gesagt werden. Ein absolut anspruchsloses Gameplay, eine unglückliche Steuerung und rasend schnell einkehrende Monotonie hätten fast für den Supergau gesorgt. Eine Schande für den großen Namen "Final Fantasy" fast. Die sehenswerten Zwischensequenzen, die zarten Rollenspiel-Elemente und das ein oder andere schöne Szenario, welches sich zum Glück in der allgemeinen Tristesse ab und zu mal blicken lässt, verhindern einen noch böseren Absturz. Immerhin ist dieses Abenteuer sowohl als deutsche Pal-Version als auch als UK-Import im Neuzustand mittlerweile bereits unter 20€ zu haben, ein kleiner Trost zumindest. Eine ganz zarte, wirklich nur hauchdünne Empfehlung gibt es letztlich insgesamt von mir, "Dirge of Cerberus" hat den Namen "Final Fantasy" auf jeden Fall nicht verdient. Unfreiwillig komisch somit ist schließlich der Titel des Spiels, denn "Dirge" bedeutet "Klagegesang"... und genau den dürfen Spieler/innen angesichts der sehr mäßigen Vorstellung dieses Actionspiels anstimmen...

    Negative Aspekte:
    Stupides Actiongemetzel, teils hässliche Gegner, Steuerung holprig

    Positive Aspekte:
    Schöne Zwischensequenzen, deutsche Untertitel, manch schönes Szenario, kleine Rollenspiel-Elemente, mittlerweile unter 20€ neu zu haben

    Infos zur Spielzeit:
    pineline hat sich 0-1 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Final Fantasy VII: Dirge of Cerberus

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: pineline
    6.5
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    6/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Final Fantasy 7: Dirge of Cerberus
    Final Fantasy 7: Dirge of Cerberus
    Publisher
    Square Enix
    Developer
    Square Enix
    Release
    17.11.2006

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1011016
Final Fantasy VII: Dirge of Cerberus
Final Fantasy VII: Dirge of Cerberus - Klagegesang - Leser-Test von pineline
http://www.gamezone.de/Final-Fantasy-7-Dirge-of-Cerberus-Spiel-132/Lesertests/Final-Fantasy-VII-Dirge-of-Cerberus-Klagegesang-Leser-Test-von-pineline-1011016/
27.12.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/11/PSZone_12_06_Dirge_of_Cerberus_01.jpg
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