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  • Final Fantasy VIII: Squall Leonheart rettet die Welt auch auf dem PC - Leser-Test von Teddy547

    Story
    Squall Leonheart ist einer von mehreren SEED-Anwärtern des Balamb Garden. In dieser Einrichtung werden Söldner, sogenannte SEED ausgebildet. Ihr steht nun kurz vor eurem Abschluss und wacht nach dem Intro jedoch zunächst in der Krankenstation auf, da ihr euch mal wieder ein Duell mit Cifer geliefert habt - eurem Mitanwärter, dem ihr euch in einer Art Hassliebe verbunden fühlt.
    Kurz darauf sollt ihr mit eben jenem Cifer und mit Xell (einem jungen Draufgänger) ein Team bilden und eine Stadt in der Nähe, die von der galbadischen Armee angegriffen wird, befreien.
    Nach einem harten Kampf mit einer riesigen Roboterspinne gelingt euch dies auch schließlich.
    Damit habt ihr die Prüfung zum SEED bestanden und erhaltet bald euren ersten Auftrag: ein Attentat auf die Hexe Edea, die den galbadischen Staat anführt, seit der Präsident zurückgetreten ist. Klingt eigentlich ganz einfach, aber schon bald werden einige Fragen aufgeworfen: Was zum Teufel hat Cifer mit der ganzen Sache zu tun, der die Prüfung nicht bestehen konnte und nun plötzlich an der Seite der Hexe steht? Was plant die Hexe und wer ist sie in Wirklichkeit? Und was haben diese merkwürdigen "Träume" zu bedeuten, in denen ihr plötzlich im Körper von Laguna steckt, einem galbadischen Soldaten?
    Fragen über Fragen, die auf 4 CDs beantwortet werden.

    Kampfsystem - oder: Wie kann man jemanden am besten verkuppeln?
    Wie in jedem Teil der Final Fantasy Serie haben sich die Entwickler auch dieses Mal wieder etwas sensationell Neues ausgedacht: Das Kopplungssystem (zu Englisch: Junction-System).
    Das Kampfsystem im Generellen basiert wieder auf dem ATB-System (Active-Time-Battle), bei dem sich im Kampf ein Balken füllt. Ist dieser voll, könnt ihr aus dem Kommandomenü eine Aktion wählen, die dann ausgeführt wird. Kenner der Serie werden aber bald feststellen, dass besagtes Kampfmenü sich ziemlich leer präsentiert: Außer "Angriff" steht keine Aktion zur Verfügung. Was soll das? Soll man allen Ernstes nur mit normalen Angriffen die zahllosen Monster besiegen? Wohl kaum und des Rätsels Lösung präsentiert sich recht bald in Form der "G.F." (Guardian Force). Diese entsprechen den Esper, also den Aufrufen, früherer Teile. Extrem starke Monster also, die man im Kampf zu Hilfe rufen kann und die dann einen mächtigen Angriff ausführen. Wer frühere Teile gespielt hat, wird Shiva, Ifrit oder Carbuncle bestimmt noch kennen (und ja, auch der mächtige Aufruf Bahamut kann im Spiel gut versteckt gefunden werden).
    Diese können einem Charakter zugeordnet werden (mit einem Charakter gekoppelt werden) und der jeweilige Charakter kann dann auf die G.F. spezifischen Befehle zugreifen und mit diesen sein Menü erweitern. Jeder Charakter kann dabei bis zu drei Befehlsabilities einsetzen, die er dann im Kampfmenü einsetzen kann. Jede G.F. beherrscht die Befehle "G.F.", "Zauber", "Draw" und "Item". Darüber hinaus beherrschen einige noch spezielle Befehle, die zum Teil extrem nützlich sind. Doch was hat es mit diesen ominösen Befehlen auf sich? Ganz einfach:
    G.F. ruft eine G.F auf, die mit dem jeweiligen Charakter gekoppelt ist. Anders als in früheren Teilen kostet das jedoch keine MP oder dergleichen, der Aufruf ist kostenfrei und stellt somit das Ganze Spiel hindurch und vor allem am Anfang eine mächtige Angriffsmöglichkeit dar. Doch die G.F. erscheint nicht sofort, sondern zunächst muss sich ein Balken leeren. Während das geschieht werden die HP des Charakters durch die der G.F. ersetzt. Das bedeutet, dass es auch die G.F. ist, die Schaden durch Angriffe erleidet. Sinken ihre HP auf Null, bevor der Balken leer ist, wird der Aufruf beendet und die G.F. geht KO. Durch häufiges Aufrufen einer G.F. steigt ihre "Freundschaft" zu dem jeweiligen Charakter und der Balken leert sich dementsprechend schneller.
    "Draw" ist der zweite sehr interessante Befehl. In allen vorherigen Teilen kostete es eine gewisse Menge MP Zauber zu wirken. In Teil 8 ist dem nicht mehr so. Stattdessen besitzt ihr eine gewisse Menge eines Zaubers, die ihr aufbrauchen könnt. Beispiel: Ihr habt 5 Feuer. Das heißt ihr könnt 5 mal Feuer zaubern. Habt ihr das getan, könnt ihr nicht mehr Feuer zaubern, bis ihr euch neue Zauber besorgt habt. Draw ist eine Möglichkeit an neue Zauber zu kommen. Jeder Gegner besitzt bestimmte Zauber, die ihr mit Hilfe von Draw von ihm ziehen könnt. So stockt ihr also mit Draw euren eigenen Vorrat an Zaubern bis zu einem Maximum von 99 auf.
    Auch ist es möglich Zauber vom Gegner zu ziehen und diese direkt gegen ihn zu verwenden.
    Und als wäre das noch nicht genug, besitzen einige Bossgegner selbst G.F. die ihr mittels Draw von ihnen ziehen könnt, um sie im weiteren Spielverlauf selbst zu nutzen.
    Die Befehle Zauber und Item sind hingegen selbst erklärend: mit dem einen benutzt ihr Zauber aus eurem Zaubervorrat, mit dem anderen Items aus eurem Itemvorrat.
    Aber die G.F. halten außer den Befehlsabilities noch mehr für euch bereit: Ihr könnt und müsst auch Statuswerte, sowie Element- und Zustandsresistenzen koppeln. Das geht folgendermaßen von Statten: Die G.F. Shiva hat eine Stärke-Kopplung. Somit kann der Charakter, der Shiva gekoppelt hat, einen Zauber mit Stärke koppeln, um seinen Stärkewert zu erhöhen. Wie stark der Wert erhöht wird hängt davon ab welchen Zauber ihr koppelt und wie viele Einheiten ihr von besagtem Zauber besitzt. Somit schneidet man sich ins eigene Fleisch, wenn man seine stärksten und mächtigsten Zauber einsetzt, da man diese in der Regel koppelt. Ähnlich verhält es sich mit Element- und Zustandskopplungen. Ihr könnt Resistenzen gegen gewisse Zustände und Elemente erwerben oder euren Angriff mit Zuständen oder Elementen versehen. Doch auch hier gilt: Die G.F. muss die entsprechende Kopplung besitzen oder erlernen können.
    Erlernen? Richtig gelesen, auch die G.F. entwickeln sich weiter, steigen im Level und erlernen neue Abilities und Kopplungen.
    Neben dem bereits genannten können die G.F. außerdem noch Auto-Abilities wie Stärke+ 20% oder HP+ 30% erlernen, die ihr zwar auch koppeln müsst, die euch aber im Gegenzug auch entscheidend stärken.
    Zu den Auto-Abilities gehören auch die sogenannten Wandler, mit deren Hilfe ihr Gegenstände in andere Gegenstände, Zauber in Gegenstände oder auch Gegenstände in Zauber verwandeln könnt. Jede G.F. hat ihre eigenen Wandler und mit dem richtigen Wandler und den richtigen Gegenständen ist es sogar möglich die mächtigste Magie, "Ultima", herzustellen.
    Nun gibt es aber auch im achten Teil wieder besonders mächtige Spezialattacken, die man diesmal nur mit einem gewissen Risiko verbunden auslösen kann. Sinken eure HP durch gegnerische Attacken in den gelben Bereich, kann es passieren, dass in eurem Kampfmenü ein kleiner Pfeil nach links aufblinkt. Nun könnt ihr die mächtigen Spezialattacken ausführen, die sich bei jedem Charakter unterscheiden. Der Pfeil kann theoretisch jede Runde erneut aufblinken, wobei die Wahrscheinlichkeit um so höher ist, je niedriger eure HP sind. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit natürlich auch entsprechend höher, dass ihr durch eine Attacke KO geht. Das Ganze ist also mit Vorsicht zu genießen.

    Die Spielwelt in der Dreifaltigkeit
    Ändere nie etwas, das sich bewährt hat dachte Square sich wohl und hat das Spiel entsprechend wieder in drei große Bereiche gesplittet: Normaler Spielbildschirm, Kampfbildschirm und Weltkarte. Der normale Spielbildschirm kommt immer dann zum Einsatz, wenn ihr in Städten oder anderen sicheren Orten oder auch in monsterverseuchten Gebieten unterwegs seid. Kommt es zum Kampf findet ihr euch logischerweise im Kampfbildschirm wieder. Die Weltkarte bildet so etwas wie die Oberwelt, die Städte und Verliese mit einander verbindet. Ihr bereist die Weltkarte in aller Regel zunächst zu Fuß, doch später nennt ihr ein Schiff und gegen Ende hin sogar ein Raumschiff euer Eigen.
    Die Weltkarte sieht dabei, wie auch schon in den vorangegangenen Teilen eher trist aus.
    Das restliche Spiel macht schon weitaus mehr her und im Gegensatz zum siebten Teil sieht man denn auch deutliche Verbesserungen.

    Nebenbeschäftigungen
    Abseits der gut und gerne 40 bis 50 Stunden umfassenden Hauptgeschichte gibt es auch im achten Teil wieder einiges zu entdecken: Meist gibt es an entlegenen Orten der Welt die eine oder andere G.F., die sich dort verschanzt und zunächst von euch besiegt werden muss, bevor sie sich euch anschließt. Aber es gibt auch kurioses zu sehen, wie den Shumi-Stamm oder sogar ein UFO. Und selbstverständlich wartet auch irgendwo das mächtigste Monster des Spiels, noch weit mächtiger als der finale Boss, in Form von Omega Weapon darauf von euch gefunden und besiegt zu werden.
    Wem das alles zu langweilig ist und wer sich stattdessen lieber dem Glücksspiel hingibt, kann sich auch mit einem sehr unterhaltsamen Kartenspiel beschäftigen, das sich "Triple Triad" nennt und von vielen Bewohnern der Spielwelt gespielt wird.

    Technische Nebensächlichkeiten
    Wie nicht anders zu erwarten war kann man an Grafik, Sound und Musik nichts aussetzen. Es ist einfach wundervoll zu sehen, wie die G.F. in relativ langen Sequenzen ihr mächtigen Attacken ausführen, der Feind in einem Blitzzauber vergeht oder Meteore vom Himmel regnen.
    Sound und Musik tun ihr Übriges um die Atmosphäre perfekt zu machen: Krachende Explosionen von Feuerzaubern, der zerfetzende Schlag eines Schwertes, das Knallen von Quistis Peitsche... grandios!

    Unterschiede zur Konsolenversion
    Die beiden Versionen (PC und PSX) sind inhaltlich und technisch völlig identisch. Der einzige Unterschied liegt in der Steuerung. Und da liegt auch der Knackpunkt der PC-Version. Dass es nicht so einfach ist eine Padbelegung auf eine Tastatur zu portieren dürfte jedem klar sein. Square hat die Sache aber gut in Angriff genommen und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kommt man wunderbar zu Recht.
    Trotzdem sollte man mit einem Gamepad spielen, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

    Fazit
    Final Fantasy 8 ist ein Meilenstein des Genres und gehört auch heute noch zu den besten Rollenspielen aller Zeiten. Es hat einfach alles, was nicht nur ein gutes, sondern sogar ein fantastisches Spiel ausmacht: Eine spannende und gut erzählte Geschichte, ein sensationelles Kampfsystem, gute Grafik und guter Sound, eine umfassende Spielzeit und eine ordentliche Portion Nebenaufgaben.
    Allerdings muss man auch zugeben, dass das Kopplungssystem eine gewisse Eingewöhnungszeit braucht, damit man es überhaupt verstanden hat. Noch länger braucht man, um es in allen Einzelheiten zu meistern. Außerdem kann das Spiel recht schwer werden, wenn man mangels G.F. nicht die passenden Kopplungen hat.
    Auch die Weltkarte ist (mal wieder) eine kleine Schwachstelle, da sie doch etwas trostlos daher kommt.

    Negative Aspekte:
    ziemlich kompliziertes Kampfsystem, triste Oberwelt, Charaktere unterscheiden sich nur durch Spezialattacken und Aussehen (im Kampf), nicht ganz optimale Steuerung

    Positive Aspekte:
    lange Spielzeit, geniale Geschichte, tolle Grafik, tolle Musik, interessantes Kampfystem

    Infos zur Spielzeit:
    Teddy547 hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Final Fantasy VIII

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Teddy547
    9.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    8/10
    Sound
    10/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Final Fantasy 8
    Final Fantasy 8
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Squaresoft (US)
    Release
    01.02.2000

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Zwerge Release: Die Zwerge EuroVideo Bildprogramm GmbH , King Art
    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
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Final Fantasy VIII
Final Fantasy VIII: Squall Leonheart rettet die Welt auch auf dem PC - Leser-Test von Teddy547
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31.07.2010
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