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  • Final Fantasy Tactics Advance im Gamezone-Test

    Noch komplexer und umfangreicher geht es wohl kaum noch. Kann das Spiel damit seinen Vorgänger übertreffen?

    Es war ein Tag wie jeder andere...

    Ihr schlüpft bei "Final Fantasy Tactics Advance" in die Rolle von Marche, einem ganz normalen kleinen Jungen der in einer ganz normalen kleinen Stadt lebt. Hier gehen die Leute normalen Berufen nach und die Kinder spielen "Final Fantasy" oder prügeln sich auf dem Schulhof. Ein "Final Fantasy" ohne Fantasy also? Weit gefehlt, denn Marche's Klassenkamerad Mewt findet ein altes und äußerst seltsames Buch in einem Büchergeschäft und beginnt darin zu lesen. Kurz darauf verändert sich die Welt von St. Ivalice und unsere Freunde finden sich inmitten einer skurrilen Fantasywelt wieder, die von den seltsamsten Wesen bewohnt wird. Was ist geschehen? Tja, es liegt an Euch dies herauszufinden!

    Nachdem man sich durch das Tutorial und die einleitende (nicht abkürzbare) Story gearbeitet hat, findet man sich auf einer Weltkarte wieder, welche eine Übersicht über die verschiedenen Orte in Ivalice geben soll. Im Moment ist hier noch nicht sonderlich viel zugänglich, es werden nämlich erst Stück für Stück weitere Städte und Locations freigeschaltet. Der Spieler setzt die Orte selbst auf der Karte nach dem Bestehen einer besonderen Story-Mission ein. Missionen sind ein wichtiges Stichwort, denn so ziemlich alles läuft in diesem Spiel in Form von Missionen ab. Neben den wichtigen Missionen, welche die Story vorantreiben sind auch eine Vielzahl weiterer Aufträge vorhanden, insgesamt satte 300 Stück. Nicht immer muss man dafür selbst in den Kampf ziehen, es gibt auch Aufträge für die man ein Mitglied der eigenen Truppe zur Ausführung abkommandiert. Über Sieg oder Niederlage dieser Aufträge entscheidet das Können der gewählten Figur, man kann zum Glück bereits vorher sehen wie gut die Chancen für den jeweiligen Charakter stehen. Nachteil bei dieser Sache ist natürlich, dass man auf diesen Charakter für eine gewisse Zeitspanne verzichten muss bis er von seinem Auftrag zurückkehrt. Außerdem gibt es noch Aufträge mit dem Ziel feindlich gesinnte Clans zu besiegen und diese Clans spielen generell eine sehr wichtige Rolle, denn der eigene Clan erhält ebenfalls Erfahrungspunkte und Fähigkeiten, welche für die delegierbaren Missionen sehr wichtig sind. Nicht selten muss man zum Aufleveln des eigenen Clans ein paar zusätzliche Missionen erledigen bevor man sich dem nächsten großen Story-Quest stellen kann.

    Alle verfügbaren Missionen können in den Bars der Städte angenommen und genauestens überprüft werden. Gegen eine kleine Gebühr gehört die Mission unserem Clan und wir können uns auf den Weg zum Zielort machen. Dies geschieht wiederum ganz einfach per Anwahl auf der Weltkarte und schon befindet man sich in dem Bildschirm auf dem man einen Grossteil der Spielzeit verbringen wird: Dem Kampfbildschirm. Dieser wird Kennern der PSone-Variante oder Spielern von Tactics Ogre sehr bekannt vorkommen, nach Zusammenstellung der Kämpfertruppe zieht man rundenbasiert über das isometrische Spielfeld und rückt den Feinden dabei mit Magie, Schuss- und Nahkampfwaffen zu Leibe. Außerdem können Spezialfähigkeiten gewählt werden, diese lernen unsere Kämpfer aber erst im Laufe der Zeit, denn wie schon bei anderen Final Fantasy Teilen werden Fähigkeiten und Zaubersprüche ausschließlich über das Ausrüsten von Gegenständen erlernt. Verwendet man den entsprechenden Gegenstand lange genug, ist die Fähigkeit dem Kämpfer in Fleisch und Blut übergegangen und steht fortan immer zur Verfügung. Dieses Feature sollte man sehr gut überlegt verwenden und vollends ausnutzen, nur auf diese Weise werden die Charaktere zu unbesiegbaren Kriegern und erhalten übermächtige Angriffe wie z.B. den "Ultima Shot"

    Natürlich wäre dies alles viel zu einfach für einen Final Fantasy Titel. Ein wichtiger Punkt, welcher das Kampfgeschehen stark beeinflusst, ist das Gesetzsystem: Da die Welt von Ivalice mit den verrücktesten Gesetzen geradezu vollgestopft ist, unterliegen auch die Kämpfe jedes Mal ganz neuen Richtlinien. Hierzu wird bei jedem Kampf ein Richter eingeblendet, welcher Regelverstöße sofort ahndet und den Gesetzesbrecher bei der zweiten gelben Karte ins Gefängnis wirft. Außerdem verteilen die Richter auch noch die begehrten JPs (Judge Points). Diese erhält man für jeden besiegten Gegner oder für das Ausführen der empfohlenen Aktionen. Mit diesen JP's kann man Comboattacken ausführen oder, wenn man das Maximum von zehn Stück erreicht hat, ein Totema beschwören. Im Gefängnis sitzende Einheiten können selbstverständlich von ihren "Sünden" reingewaschen werden und auch gegen Bares wieder befreit werden - nur im aktuellen Kampf sind sie natürlich nicht mehr verfügbar. Gesetze können relativ unbedeutet sein, wie zum Beispiel beim Verbot eines bestimmten Zauberspruches, sich aber auch sehr fatal auf die Siegeschancen auswirken wenn sämtliche Nahkampfwaffen auf der Verbotsliste stehen. Sollte die Gruppe des Spielers in diesem Fall nur aus Schwertkämpfern bestehen, hat man logischerweise sehr schlechte Karten. Später lernt man zwar noch die Möglichkeit bestimmte Gesetze zu umgehen, dennoch sollte man vor jedem Kampf genauestens überprüfen was erlaubt ist und was nicht. Dieses Feature hinterlies bei uns gemischte Gefühle: Einerseits kommt dadurch noch mehr Komplexität ins Spiel und man ist ständig gewillt eine bunt gemischte Truppe mit sich zu führen, andererseits ist es somit nicht möglich sich auf eine ganz bestimmte Ausrichtung zu spezialisieren und nicht selten vergisst man die Gesetze zu studieren und muss deshalb die Mission neu starten. Persönlich hätte ich gerne auf diese nervenden Gesetze verzichten können, in FFT für die PSone waren sie ja auch nicht nötig.

    Um dem Ganzen noch die passende Final Fantasy-Würze zu verleihen gibt es in diesem Spiel ein überarbeitetes Job-System. Jobs sind, wie der Name schon sagt, bestimmte Ausrichtungen der Kampffähigkeiten eines Charakters. In einen neuen Job kann jederzeit gewechselt werden wenn die passenden Vorraussetzungen dafür gegeben sind. Dazu gehört nicht nur die Rasse des Kämpfers, sondern auch seine bisher erlernten Fähigkeiten. Es ist also nicht mehr so wie bisher, dass der Aufstieg durch das Verdienen von Jobpoints möglich wird, die Jobpoints wurden sogar komplett weggelassen. Die fünf unterschiedlichen Rassen sorgen, zusammen mit den vielen erlernbaren Fähigkeiten, für enorm viele Kombinationsmöglichkeiten und wahre Freaks werden sich mit diesem System eine lange Zeit beschäftigen bis sie schließlich die "perfekte" Zusammenstellung ihres Clans gefunden haben.

    Ein großes Problem ist dabei das Menüsystem, welches - offengesagt - völlig daneben geraten ist. Bei der enormen Anzahl an Ausrüstungsgegenständen wäre das "Auto-Equip-Feature" der PSOne-Variante bitter nötig gewesen, da man bei jedem Jobwechsel gezwungen ist die Einheiten komplett neu auszurüsten. Außerdem ist es in den Shops nur auf sehr umständliche Weise möglich zu erkennen ob der gewählte Gegenstand überhaupt mit dem gewünschten Charakter kompatibel ist. Nur durch enorm viele Tastendrücke kommt man an die teils sehr wichtige Informationen heran und der Spielfluss wird dadurch sehr unangenehm gestört. Zudem ist gegen Ende des Spiels das unbegrenzt große Inventar so stark angewachsen, das man minutenlang durch die Listen blättern muss um einen bestimmten Gegenstand wiederzufinden. Warum man sich hier nicht etwas mehr am Menüsystem der PSOne-Variante orientiert hat ist uns absolut unverständlich, denn so oft wie man bei einem Spiel dieser Machart in den Menüs herumfummelt, hätte hier die oberste Priorität auf einfache Benutzerführung liegen müssen. Der GBA ist zwar nicht gerade mit vielen Tasten gesegnet und macht dadurch komplexe Menüs zu einer schweren Aufgabe, aber jeder Entwickler bei Square hätte beim Testen dieses Menüs die Notbremse ziehen müssen. Ein großes Stück Spielbarkeit geht aufgrund diesers Patzers leider verloren.

    Was Grafik und Sound anbelangt, bietet FFTA wirklich alles was man sich wünscht: Obwohl die 3D-Darstellung der Kampfbildschirme um eine Dimension reduziert wurde und nicht mehr drehbar ist, bleibt die Übersicht vollends erhalten. Die putzigen Protagonisten sind allesamt liebevoll animiert und mit noch schöneren Portraits ausgestattet worden. Die Zaubersprüche zeugen zwar nicht von besonders viel Einfallsreichtum in Bezug auf die Grafik, bei ganz speziellen Attacken oder der Beschwörung eines Totema gibt's dafür genügend Entschädigung in Form von wirklich herrlichen Spezialeffekten. Der Sound entstammt der Feder von Altmeister Nobuo Uematsu, es erwarten Euch also wunderschöne Klänge mit altbekanntem Final Fantasy Flair.

    Für wilde Duelle gegen Freunde ist vorgesorgt: Per Link-Kabel kann man gegeneinander antreten oder Sondermissionen zusammen bestreiten. Bei diesen Missionen winken ganz besondere Items die sonst gar nicht zugänglich wären. Alle Gegenstände können natürlich auch zwischen den Spielern ausgetauscht werden, dies kostet allerdings etwas Geld.

    Final Fantasy Tactics Advance (GBA)

    Singleplayer
    8,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Sound und Grafik auf hohem Niveau
    packende Story
    sehr lange Spielzeit
    enorm komplex und abwechslungsreich
    viele besondere Items
    grausame Menüstruktur
    gewöhnungsbedürftiges Gesetzsystem
    für Ein- und Umsteiger zu komplex
  • Final Fantasy Tactics Advance
    Final Fantasy Tactics Advance
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Squaresoft (US)
    Release
    24.10.2003
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Final Fantasy Tactics Advance
Final Fantasy Tactics Advance im Gamezone-Test
Noch komplexer und umfangreicher geht es wohl kaum noch. Kann das Spiel damit seinen Vorgänger übertreffen?
http://www.gamezone.de/Final-Fantasy-Tactics-Advance-Classic-159/Tests/Final-Fantasy-Tactics-Advance-im-Gamezone-Test-989512/
18.10.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/11/38_01.jpg
tests