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  • Fire Emblem im Gamezone-Test

    Fire Emblem ist nicht nur sehr umfangreich, sondern ist ein zeitlos schönes Meisterwerk für die Hosentasche.

    Zeitlos schöner Pflichtkauf

    Nachdem Nintendo nahezu 15 Jahre damit gewartet hat, die hervorragende Fire Emblem-Serie von Japan in die USA zu bringen, können wir Europäer uns fast schon glücklich schätzen bereits nach 8 Monaten eine lokalisierte Version in den Händen halten zu dürfen. Niemand anderes als die kreativen Köpfe von Intelligent Systems, welche ja schon mit der Advance Wars-Serie große Erfolge feierten, zeigen sich für diese einzigartige Perle des GBA-Softwarebibliothek verantwortlich. Lest in unserem Review, warum ein echter Zocker einfach nicht ohne GBA samt Fire Emblem auskommen kann.

    In Fire Emblem schlüpft ihr in die Rolle eines Meisterstrategen, welcher den zentralen Figuren, Lyn und Eliwood, während der zahlreichen Schlachten zur Seite stehen wird. Die Story spielt bei Fire Emblem eine ganz besondere Rolle, da ihr unter Umständen mehr Zeit auf den wunderschön gezeichneten Dialogbildschirmen als im eigentlichen Spiel verbringen werdet. Natürlich kann der ungeduldige Stratege diese Sequenzen auch mit der Starttaste abbrechen, doch dann verliert das Spiel einen großen Teil seiner Faszination. Die Entwickler haben sich so viel Mühe beim Schreiben der Geschichte gegeben und lassen euch nicht nur ein Abenteuer erleben, sondern gleich mehrere Handlungsstränge, die sich im Laufe des Spiels auch hin und wieder kreuzen. Zudem hat jeder der insgesamt 40 spielbaren Charaktere seine eigene kleine Hintergrundgeschichte zu bieten und wird euch somit schnell ans Spielerherz wachsen.

    Spielerisch ist Fire Emblem der Advance Wars-Serie gar nicht mal so unähnlich, es ist also kein Rollenspiel wie es man vielleicht fälschlicher Weise vermuten könnte. Fire Emblem steht für ausgewachsene Rundenstrategie, gewürzt mit einer ordentlichen Priese Rollenspiel, welche aber dank perfekter Benutzerführung und einer tiefgängigen Story für jedermann zugänglich bleibt. Denn neben großartigen Spielideen kann Hersteller Intelligent Systems vor allem ein ausgeprägtes Gespür für Benutzerführung und umfangreiche Tutorials zu seinem Erfolgsgeheimnis zählen. Fire Emblem wird euch nicht nur ein eigenes Kapitel zum Erlernen der Grundlagen spielen lassen, sondern auch fast bis zum Ende mit nützlichen Hinweisen und neuen spielerischen Möglichkeiten verwöhnen. Während der ersten 10 der insgesamt über 30 Kaptitel werdet ihr ganz behutsam mit allen Charakterklassen und Waffen vertraut gemacht, bis ihr euch schließlich alleine auf die Jagt nach verstecken Schätzen, Erfahrungspunkten und dem bestmöglichen Lösungsweg machen dürft.

    Wie für ein rundenbasiertes Strategiespiel üblich, bewegt man seine Figuren nach und nach über ein in quadratische Flächen aufgeteiltes Spielfeld und versucht bereits mit dem ersten Zug die idealen Positionen einzunehmen. Denn nicht nur der Untergrund auf dem ihr euch befindet ist entscheidend, sondern auch der stellenweise auftretende Kriegsnebel und natürlich diverse Schatztruhen und geheime Abkürzungen. Sollten sich neutrale Dörfer auf dem Spielfeld befinden, dürft ihr den Bewohnern während eurer Spielrunde Besuche abstatten um dadurch an Informationen oder gar seltene Gegenstände zu gelangen. In den Häusern und Dörfern ist oftmals auch der Ausgangspunkt für kleine Bonusziele, welche noch während der aktuellen Mission zu erfüllen sind.

    Kommen sich zwei Einheiten zu nahe, wird es früher oder später auch zum Kampf kommen: Dieser läuft genretypisch vollautomatisch ab und es entscheiden neben dem gegenwärtigen Terrain die gewählten Waffen, sowie die Klasse und der gegenwärtige Level eures Recken über Sieg oder Niederlage. Grundsätzlich liegt dem Ganzen ein simples Schere-Stein-Papier-Prinzip zu Grunde und man hat doch recht schnell herausgefunden, welche Einheit an welcher Stelle am besten geeignet ist. Doch die über 40 verschiedenen und wunderbar in die Story eingebetteten Charaktere, auf die ihr im Laufe des Spiels treffen werdet, sind nicht auf eine einzige Waffe begrenzt: Jede Einheit verfügt über ein persönliches Inventar, in dem nicht nur diverse Waffen sondern auch Heilkräuter, Türschlüssel, Fackeln oder magische Artefakte Platz finden können. Selbstverständlich bringt jeder gewonnene Kampf auch eine Portion heiß begehrter Erfahrungspunkte mit sich, welche die Figuren früher oder später im Level aufsteigen lassen. Neben den üblichen Verbesserungen von Hitpoints, Schlagkraft und Ausdauer birgt das Levelsystem bei diesem Spiel eine ganz besondere Feinheit: Solltet ihr mit einem eurer Recken über Level 10 geraten, könnt ihr ihn mittels eines magischen Artefakts in eine völlig neue Klasse wechseln lassen. Diese Spezialklassen sind nicht nur extrem mächtig im Kampf, sondern können auch ebenso vernichtende wie seltene Spezialwaffen tragen. Somit kann ein zuvor recht schwachbrüstiger Schwertkämpfer zu einem unverzichtbaren und im Kampf nahezu unbezwingbaren Ritter heranreifen.

    Bevor ihr euch aber auf dem zentralen Kampfbildschirm eines Kapitels wieder findet, habt die Möglichkeit eure Truppe aus den bisher verfügbaren Kämpfern zusammenzustellen und sie gegebenenfalls mit neuen Waffen auszustatten. Die typischen Shops, in denen Zaubersprüche, Waffen und Heilkräuter feilgeboten werden, findet ihr allerdings nicht hier, sondern nur mitten auf dem Kampfbildschirm. Da so manches Kapitel auch mal über eine Stunde Spielzeit verschlingen kann, solltet ihr euch zuvor noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben lassen, was ebenfalls im Rahmen dieses vorbereitenden Menüs möglich ist. Übrigens werdet ihr euch nicht selten dabei ertappen, die gegenwärtige Mission neu zu starten, denn nicht nur so mancher übersehener Schatz, sondern auch der frühzeitige Tod eines Gefährten kann zu dieser taktischen Maßnahme führen. Eine dahingeschiedene Einheit ist nämlich bis zum nächsten Akt nicht mehr verfügbar, was bei besonders starken Burschen sicherlich ein guter Grund sein dürfte die letzten Fortschritte an den Nagel zu hängen. Wer glaubt, durch ein geschicktes Ausschalten des Gameboys wieder beim letzten Quicksave anfangen zu dürfen, hat sich leider geschnitten: Das Modul merkt sich jeden einzelnen Zug und verzeiht somit keinerlei Unachtsamkeiten oder Experimente - zahlreiche Neustarts der Missionen sind also definitiv vorprogrammiert.

    Optisch überzeugt Fire Emblem vor allem durch die sehr liebevoll gezeichneten und sehr abwechslungsreichen Charaktere, die in den Storyphasen des Spiels auf ebenso gelungenen Hintergründen die Geschichte mit reichhaltigen Dialogen vorantreiben. Die eigentliche Spielgrafik auf der taktischen Übersichtskarte ist dagegen leider etwas trist ausgefallen, da zeigen sich Spiele wie Final Fantasy Tactics oder auch das hauseigene Advance Wars von einer wesentlich schöneren Seite. Allerdings bringen die hier etwas zu klein dargestellten Figuren auch wiederum ein paar Vorteile in Form von mehr Übersicht und ausgedehnten Missionen mit sich. Musikalisch hat man sich dafür mit nichts geringerem als einen kleinen Rekord zufrieden gegeben: Stattliche 94 Lieder, allesamt wunderbar gelungen, untermalen dieses Spiel.

    Fire Emblem (GBA)

    Singleplayer
    9,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    enormer Spielumfang
    mindestens 20-30 Stunden Spielzeit
    gelungene Mischung aus Rundenstrategie und Rollenspiel
    über 40 spielbare Charaktere
    große Waffenauswahl
    perfekte Benutzerführung und sehr umfangreiches Tutorial
    sehr schön gezeichnete Storysequenzen
    großartiger Mehrspielermodus
    stellenweise zu lang geratene Storysequenzen
    häufige Neustarts der Kapitel nötig
    Kampfbildschirm hätte schöner sein können
  • Fire Emblem
    Fire Emblem
    Publisher
    Nintendo
    Release
    15.07.2004

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Superman Returns Release: Superman Returns Electronic Arts , DC Studios (UK)
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Fire Emblem
Fire Emblem im Gamezone-Test
Fire Emblem ist nicht nur sehr umfangreich, sondern ist ein zeitlos schönes Meisterwerk für die Hosentasche.
http://www.gamezone.de/Fire-Emblem-Classic-233/Tests/Fire-Emblem-im-Gamezone-Test-989953/
16.07.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/09/FireEmblem_neu11.jpg
tests