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  • Firestarter im Gamezone-Test

    Firestarter ist ein Egoshooter der neben der herrlichen Grafik vor allem ein relativ neues Spielprinzip bietet.

    Firestarter startet durch!

    Russobit-M hat in letzter Zeit ja schon mehrfach bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen. Dies ist auch der erste Eindruck den der aktuellste Egoshooter aus den russischen Gefilden hinterlässt. Dabei haben es sich die Entwickler aber nicht nehmen lassen etwas frischen Wind ins Genre zu bringen, indem sie das bekannte und inzwischen schon bis zum Exodus ausgereizte Spielprinzip etwas modifizierten. Denn im Grunde handelt es sich bei Firestarter um einen Egoshooter wie Unreal Tournament, den man entweder alleine oder mit Freunden im Netz spielen kann, mit folgenden kleinen Neuerungen die überraschend viel Spielspaß ins Game bringen: Anders als bei ähnlichen Games geht es in der Singelplayer-Kampagne nicht darum einfach alle Level leer zu räumen, sondern um die Erfüllung der gestellten Aufgaben. Ein sehr wichtiges Element in Firestarter sind nämlich die sogenannten Artefakte, wohinter sich interessante Features zum Aufleveln der eigenen Spielfigur verstecken. Diese Artefakte werden während des Spiels irgendwo abgelegt, woraufhin ein Countdown zu zählen beginnt, innerhalb dessen wir das Artefakt gefunden haben müssen. Schaffen wir es nicht in der vorgegebenen Zeit, ist die Runde beendet. Meist jedoch hat man zum Finden des Artefakts über eine Minute Zeit, so dass dies kein Problem darstellen sollte. Die computergesteuerten Gegenspieler hingegen schon, die sich ebenfalls an den verschiedensten Stellen ins Spiel portieren und sogleich die Jagd nach uns aufnehmen. Neben den Artefakten gibt es aber auch andere Aufgabenstellungen, wie eine bestimmte Anzahl an Monstern auszuschalten oder eine ganz bestimmte Waffe einzusammeln. Gleichzeitig hängen an diesen Aufgaben auch die weiteren Levelabschnitte, denn zu Beginn eines Levels können wir uns immer nur im kleinen Abschnitt der "ersten Zone" bewegen. Sind bestimmte Spielbedingungen erfüllt öffnen sich die Türen zu "zweiten Zone" bis schließlich alle vier oder fünf Zonen, je nach Level, geöffnet sind. Im letzten Level wartet dann auch der große Endgegner den es zu bezwingen gilt damit der Level bestanden ist. Auf diese Weise entsteht tatsächlich ein Gameplay welches mehr an ein Turnier erinnert als an das typische Gemetzel dieses Genres, da man primär immer damit beschäftigt ist die jeweils aktuelle Aufgabe zu erfüllen und die NPC's die Aufgabe übernehmen einen daran zu hindern, statt einfach nur das Kanonenfutter darzustellen. Trotzdem gibt es genug Gelegenheit die vielen verschiedenen Waffen einzusetzen, die noch dazu allesamt herrlich klingen und ebenso herrlich realisiert wurden. Besonders der Flammenwerfer zaubert eine Feuerwand wie man sie nur selten in einem Computerspiel zu Gesicht bekommt. Derweil habe ich noch überhaupt kein Wort über das Zeitlupenfeature von Firestarter verloren, welches einem Anfangs noch etwas ungewohnt vorkommt und durchaus in der Lage ist den Spielfluss etwas ins Stocken zu bringen, mit etwas Übung aber so viel Spaß macht, dass man nicht mehr darauf verzichten möchte. Stehen wir nämlich unter Beschuss oder hat sich uns unbemerkt ein Gegner bis auf Schlagweite genähert, was gar nicht so außergewöhnlich ist wenn man weiß, dass manche die Fähigkeit besitzen sich unsichtbar zu machen, setzt der Zeitlupeneffekt ein der das ganze Geschehen wesentlich langsamer ablaufen lässt. So ist man in der Lage noch präziser seine tödliche Fracht abzuliefern, wobei uns ein grafisches Feuerwerk geboten wird wie man es sich schöner kaum mehr wünschen kann. Denn es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn man in extremer Zeitlupe die rotierenden Raketen auf sich zuschweben sieht während sie einen Abgasstreifen in der Luft hinterlassen und wir mit einem gezieltem Schuss zwischen den Raketen durch den Gegner den Schädel spalten, den dieser übrigens irgendwo in der Magengegend trägt, und nicht auf den Schultern wo er hingehört. Ist die Gefahr beseitigt, läuft das Game wieder in normaler Geschwindigkeit. Sollte einem dieses Feature wieder erwarten nicht zusagen, lässt es sich auch ganz einfach im Options-Menü ausschalten.

    Die bereits erwähnten Artefakte liefern uns im Spiel immer mächtigere und ausgeklügeltere Spezialsysteme, die uns das Überleben in der Kampagne ziemlich erleichtern können. Die erste Fähigkeit die wir uns erarbeiten können ist der "Time Jump", eine Zeitmaschine die uns einfach 5 Sekunden in die Vergangenheit teleportiert. So kann man sein kürzliches Ableben einfach Mal rückgängig machen. Doch auch ein richtiger "Teleporter" steht uns zur Verfügung, so wie ein "Mind Controller" der bestimmte NPC's blöd im Kopf werden lässt, oder der "Vampire" mit dem man den Gegnern Energie absaugen kann. Insgesamt zwölf verschiedene Implantate gibt es durch die Artefakte zum Freispielen, die man im Game dann einfach per F-Taste auslösen kann.
    Doch auch die Waffenauswahl kann sich sehen lassen, bietet sie uns doch von der Kreissäge über die Shotgun, das Hand Turret bis zum Mortar alles an was geeignet ist feste Strukturen aufzulösen. An Sekundärwaffen stehen uns diverse Granaten, Bomben und Minen zur Verfügung, sogar auf die Napalmgranaten hat man nicht verzichtet, die geeignet sind gleich mehrere Gegner in Brand zu setzen, was so ganz nebenbei erwähnt ein unglaubliches grafisches Feuerwerk ist.

    Was uns vom ersten Augenblick an diesem Game fasziniert hat, ist die bombastische und saubere Grafik welche die Engine absolut klaglos auf den Schirm bringt. Selbst die abenteuerlichsten architektonischen Konstruktionen entlocken der Engine nicht den geringsten Fehler, während sie die herrlichsten Nebel- und Raucheffekte präsentiert ohne auch nur ein einziges Frame zu verlieren. Derweil sind die Maps mit Spiegel- und Partikeleffekten nur so gespickt, Videos laufen auf mehreren Monitoren ab und diverse Gegner zersprengt es bei ihrer Niederlage in Hundert kleine Teile, garniert mit Blutfontänen wie sie ein Gartenschlauch nicht besser produzieren könnte. In einem Satz gesagt: Die Grafik von Firestarter ist ein wahrer Hingucker der es versteht die Grafikkarte so richtig zu fordern.

    Doch auch die Soundkulisse steht dem in Nichts nach, insofern wir bereits im Options-Menü die Lautstärke reguliert haben. Denn bei den Standardeinstellungen hört man außer der Musik kaum mehr etwas, da sie viel zu laut eingespielt wird. Diese muss man erst auf 50% oder darunter zurückdrehen um den gesamten Sound zu hören. Dann aber geht wirklich der Punk ab, getragen von den schnellen und aggressiven Rhythmen der Hintergrundmusik und unterlegt von den durchweg knallharten Waffengeräuschen, die einen schon mal dazu verführen den Abzug länger gedrückt zu halten als unbedingt nötig, nur um zu hören wie sich die Minigun bei "Endgeschwindigkeit" anhört während die Projektile einen längst wehrlosen NPC massieren. Besonders gelungen sind auch die Soundeffekte während der Zeitlupenphase, in der sämtliche Frequenzen nach unten abgesenkt werden, so dass exakt der Effekt entsteht den wir aus dem Kino von entsprechenden Zeitlupenstudien her kennen. Während dieser Phase dauert z.B. ein Schuss aus der Pumpgun die Ewigkeit einer guten halben Sekunde, in welcher der evtl. vorhandene Subwoofer so richtig zeigen kann was in ihm steckt.

    Der Multiplayer-Part bietet uns zwei ziemlich bekannte und zwei eher Neue Spielmodi, die man im lokalen Netz ebenso wie über das Internet spielen kann. Die zwei bekannten Modi sind das klassische "Deathmatch", welches wohl nicht mehr erklärt werden muss, und der "Cooperative"-Mode, der es uns erlaubt mit einem Mitspieler die Singleplayer-Kampagne zu spielen. Des Weiteren existiert noch der Mode "Hunting", wobei es die Aufgabe der Spieler ist das einzige Monster im Level schneller zu liquidieren als die Mitspieler, und der "Slaughter"-Mode, bei dem ausschließlich die Zahl der getöteten Gegner zählt. Wer zuerst das Fraglimit erreicht hat gewonnen. Eine Besonderheit des MP-Parts stellt der Schwierigkeitsgrad dar. Denn können wir in der Kampagne den Schwierigkeitsgrad beinahe Stufenlos von 25% bis 500% einstellen, richtet er sich im MP-Part nach der Anzahl der teilnehmenden Spieler. Je mehr menschlicher Spieler teilnehmen desto höher steigt die Schwierigkeit der Aufgaben und die stärke der Gegner.

    PS: Auch uns sind die teilweise niederschmetternden Wertungen der amerikanischen Kollegen nicht entgangen, die wir aber nicht ganz nachvollziehen können. Besonders Reviews die dem Titel eine grafische Wertung von 6 oder darunter gaben beziehen sich offensichtlich auf eine frühere Version, denn wir konnten weder Fehler in der grafischen Darstellung finden noch die in manchem amerikanischem Review aufgeführten Bugs.

    Firestarter (PC)

    Singleplayer
    8,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Herrliche Grafik
    fulminante Soundkulisse
    gelungenes Spielprinzip
    viele verschiedene Waffen und Gegner
    viele Features zum aufleveln und erweitern
    gelungener Multiplayer-Part
  • Firestarter
    Firestarter
    Publisher
    Vidis Electronic Vertriebs GmbH (DE)
    Release
    03.2004

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Firestarter
Firestarter im Gamezone-Test
Firestarter ist ein Egoshooter der neben der herrlichen Grafik vor allem ein relativ neues Spielprinzip bietet.
http://www.gamezone.de/Firestarter-Spiel-284/Tests/Firestarter-im-Gamezone-Test-989740/
11.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/firestartertitel.jpg
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