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  • Fluch der Karibik im Gamezone-Test

    "Fluch der Karibik" ist ein Piratenabenteuer mit herrlicher Grafik aber so manchem Manko.

    Die Piraten kommen nicht aus der Mode

    Bei "Pirates of the Caribbean" oder "Fluch der Karibik" wie das Spiel im Deutschen heißt, handelt es sich nicht, wie man anhand des Titels meinen könnte, um zum Film gehörigen Game und es ist auch nicht die Fortsetzung von Sid Meiers "Pirates", an dem er und seine Mannen schon kräftig arbeiten. Genau genommen ist PotC der Nachfolger von "Sea Dogs" und wurde auch unter dem Titel "Sea Dogs 2" entwickelt, bis Disney die Lizenz erwarb und dem Spiel seinen endgültigen Namen verpasste. Wer also Sea Dogs schon gespielt hat, dem wird das Gameplay und die Steuerung recht bekannt vorkommen. Wer das Game noch nicht kennt, für den folgt eine kurze Übersicht im folgenden Absatz.

    In Person von Nathaniel Hawk, einem einfachen Kapitän einer noch einfacheren Schaluppe haben wir das nicht leichte Leben im 16. Jahrhundert möglichst schadlos und erfolgbringend zu bestehen. Dabei können wir den legalen Weg ebenso gehen wie den illegalen. Es liegt also an uns ob wir unser Glück versuchen indem wir brave Händler ihrer Ware auf hoher See berauben, oder ob wir doch lieber dem Gesetz folgen und unser täglich Brot mit dem Handel legaler Waren und dem erfüllen von Aufträgen verdienen. Das Spiel bietet uns dafür zwei Spielmodi an, von denen der erste auf den jeweiligen Inseln spielt und uns direkte Kontrolle über Nathaniel Hawk gibt, der Waren Kaufen und verkaufen kann, sich mit üblen Zeitgenossen herumschlagen muss und Männer für sein Schiff rekrutieren oder Aufträge besorgen soll. Der zweite Modi spielt auf See, wobei wir dann das Schiff direkt steuern und die Mannschaft befehligen können. Dabei können wir entweder in Echtzeit über die Meere schippern, was zwar sehr entspannend ist und auch durchaus Spaß macht, in der Praxis aber doch zu lange dauert, weswegen man auch auf der Übersichtskarte in erhöhter Geschwindigkeit von Insel zu Insel fahren kann. Klar, dass die See so manche Überraschung für uns bereithält, wie heftige Stürme oder Piratenangriffe. Besonders gegen letztere muss man sich richtig zur Wehr setzen, denn schon eine gezielte Salve kann unser Schiff auf den Meeresgrund befördern. Generell empfiehlt sich bei diesem Spiel möglichst oft abzuspeichern, denn bereits die nächste Handgreiflichkeit oder der nächste Angriff auf hoher See kann das Ende des virtuellen Nathaniel bedeuten, dessen wert man unter Umständen schon über Stunden aufgelevelt hat. Von diesen Skills gibt es ganze zehn Stück, die sich über den gesamten Handlungsspielraum von N. ziehen, wie seine Fähigkeit die Leute zu führen, seine Kampfstärke, seine Segelfähigkeit und so weiter. Nach dem erfolgreichen absolvieren diverser Aufgaben erhalten wir die heiß begehrten Skill-Points, die wir frei auf die verfügbaren Eigenschaften verteilen können.
    Waren gibt es erwartungsgemäß in den einzelnen Dörfern zu kaufen, wobei man allerdings ziemlich schnell merkt, dass hier kein richtiges System dahintersteckt, sondern alle Waren an den gleichen Orten immer zum gleichen Preis zu kaufen sind. Das erleichtert das Handeln natürlich ungemein, verdirbt einem aber etwas den Spaß an der Sache, da man den Gewinn bereits beim Kauf einer Ware vorausberechnen kann, was irgendwie nicht so ganz in die angeblich so wilden Zeiten passt. Darüber kann man aber wohlwollend hinwegsehen. Auch aus diesem Grund rentiert es sich möglichst oft abzuspeichern, besonders weil das Spiel selbst auch nicht unbedingt von der schnelleren Sorte ist und es einen regelrecht verleitet verträumt dem Schiff zuzusehen wie es mit wenigen Knoten auf die Insel zusteuert, um dann im nächsten Augenblick auf ein Riff zu laufen und alles zu verlieren.

    Das Gameplay selbst gibt sich sehr gemütlich und verlangt vom Spieler nur bei den Schwertkämpfen relativ schnelle Aktionen, ganz im Gegensatz zu den Seekämpfen die fast schon in Zeitlupe ablaufen. Trotzdem verlangen die Seekämpfe wesentlich mehr Taktik als die Fechterei, welche vom Spieler lediglich ein rechtzeitiges Blocken und den Hieb zum richtigen Zeitpunkt verlangt, wohingegen man auf See das träge reagierende Schiff möglichst nie mit der Breitseite zum Gegner steuern sollte, während man die richtige Munition für die Kanonen wählt um möglichst mit einem Schuss das gegnerische Schiff zu versenken. Mit der Grundausstattung zu Beginn des Spiels sollte man zudem jegliche Seekämpfe vermeiden, da man den meisten Schiffen hoffnungslos unterlegen ist. Im Falle eines Falles ist es oft besser die Flucht nach Vorne anzutreten und mit vollen Segeln im Wind den Piraten zu entkommen versuchen.
    Die alternativ vorhandenen Aufgaben erzählen eine relativ zusammenhanglose Geschichte, was wahrscheinlich auch an den frei verfügbaren Missionen liegt, die einen durchgängigen Storyplot nur schwer vertragen hätte. Trotzdem endet das Game mit dem erfüllen der letzen Mission, ohne die Möglichkeit weiterspielen zu können. Wer es also auf ein Endlosspiel anlegt sollte sich nicht an die Missionen halten.
    An diese Missionen kommt man meist durch banales Gespräch mit irgendwelchen wichtigen Leuten, wie dem jeweiligen Gouverneur oder Priester, aber auch in der Taverne lässt sich manchmal ein Job ergattern. Dabei muss man aber erwähnen, dass die Gespräche etwas unzureichend umgesetzt wurden. So sprechen die Personen immer die gleichen Sätze aus, auch wenn wir schriftlich etwas ganz anderes sagen, was auf die Dauer etwas nervig ist, so viel Mühe sich die Synchronsprecher auch gegeben haben. Da die Gesprächspartner noch dazu reglos wie die Salzsäulen auf Gespräche reagieren, wirken diese etwas altbacken.

    Grafisch hat man bei Bethesda wirklich ganze Arbeit geleistet und präsentiert dem Spieler hoch detaillierte und liebevoll gestaltete Kleinstädte ebenso wie das wohl realistischste Meer jeher in einem Videospiel. In den seichteren Stellen kann man die Felsen am Grund erkennen und sogar Fische tummeln sich im Nass während die Schiffe eine wunderschöne Bugwelle erzeugen und sich die Segel herrlich im Wind wiegen. Auf dem Schiff selbst kann man die Männer beobachten wie sie ihre Arbeit verrichten und sogar die Kanonenkugeln kann man im richtigen Augenblick im Meer versinken sehen. Doch auch die Städte sind sehr gelungen und gefallen wegen ihres hohen Wiedererkennungswerts. Hat man eine Insel bereits bereist erkennt man sie auf Anhieb wieder und findet sich auch schnell dort zurecht. Die Strassen sind mit vielerlei Menschen bevölkert dessen Zusammensetzung sich sogar - je nach Tageszeit - ändert. Sieht man Tagsüber noch viele Frauen beim Einkaufen auf der Strasse, bevölkern Abends Hauptsächlich Wachmänner und Seeleute die Kleinstädte. Fast wie selbstverständlich kann man alle Personen ansprechen, auch wenn nicht alle etwas wichtiges zu sagen haben.

    Die Soundkulisse darf man ebenfalls als gelungen bezeichnen, auch wenn sie manch kleineres Manko aufweist. Je nach Situation ändert sich die orchestrale Hintergrundbeschallung, das Meer plätschert sanft oder heftig gegen den Rumpf und sogar die Segel im Wind kann man flattern hören. Leider Stimmt das Mischungsverhältnis zwischen den gezeigten Cutscenes und dem InGame-Sound überhaupt nicht. Umgekehrt als es in der PC-Version der Fall ist, gehen die Stimmen in den Cutscenes fast komplett im Soundbrei unter und sind nur schwer verständlich ohne am Volume-Regler zu drehen.

    Dafür ist die Steuerung der Xbox-Version wesentlich zugänglicher als das PC-Pendant. Auch ohne einen Blick ins Handbuch zu werfen hat man alle benötigten Funktionen ruckzuck gefunden. Zwar ist das Fechten noch immer eine Glückssache, denn ob man überlebt oder nicht hängt mehr vom Stand der Sonne und der Laune der CPU ab als vom Können des Spielers, dafür sind solche Features wie die Zeitrafferfunktion oder die Seekarte mit einem Tastendruck zu erreichen. Auch die Bedienung der Segel oder des Ankers geht anhand der eingeblendeten Icons flott von der Hand.

    Fluch der Karibik (XB)

    Singleplayer
    7,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Superbe Grafik
    herrlich gestaltete Dörfer und Städte
    Kein vollwertiges Handelssystem
    heftige Wechsel im Gameplay
    keine Innovationen
    unübersichtliche Map die nur einen kleinen Ausschnitt zeigt
    ungünstiges Kampfsystem
  • Fluch der Karibik
    Fluch der Karibik
    Publisher
    Bethesda Softworks
    Developer
    Bethesda Softworks
    Release
    10.07.2003

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989401
Fluch der Karibik
Fluch der Karibik im Gamezone-Test
"Fluch der Karibik" ist ein Piratenabenteuer mit herrlicher Grafik aber so manchem Manko.
http://www.gamezone.de/Fluch-der-Karibik-Spiel-519/Tests/Fluch-der-Karibik-im-Gamezone-Test-989401/
01.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/09/bild_120531122001.jpg
tests