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  • Forbidden Siren im Gamezone-Test

    Erlebt das Spiel durch die Augen Eurer Gegner: Sony's Forbidden Siren kombiniert Horror- und Schleichspiel.

    Das erste Zombi-Stealth-Adventure

    Im kleinen japanischen Dörfchen Hanyuda ist der sprichwörtliche Teufel los: Urplötzlich ist Hanyuda von einem Meer aus Blut umgeben und alle Einwohner wurden in willenlose Zombie-Sklaven verwandelt. Zehn Überlebende sind auf mysteriöse Weise dem grausamen Fluch entgangen und müssen nun nicht nur ihre eigene Haut vor den blutrünstigen Untoten retten, sondern auch dem Rätsel hinter dem blutigen Fluch auf die Spur kommen.

    Die Story von Forbidden Siren und der Look des kleinen Dörfchens erinnern stark an den Grusel-König "Silent Hill" - dies ist kein Wunder, denn der Schöpfer des Spiels, Keiichiro Toyama, war bereits maßgeblich an Konami's Horror Spektakel beteiligt. Doch Forbidden Siren geht in vielerlei Hinsicht völlig neue Wege und wird alte Fans des Genres mit ziemlich ungewöhnlichen Spielelementen überraschen. Dies fängt bereits bei der innovativen Erzählweise der Story an: Ihr spielt nicht nur einen Charakter, sondern gleich zehn völlig verschiedene und dies auch noch in einer zeitlich gemischten Reihenfolge. Dies bedeutet, dass Ihr Euch in jedem der 78 Level an völlig verschiedenen Orten und Zeiten befindet und diese anfangs noch zusammenhangslosen Schicksale im Laufe des Spiels immer weiter zusammenwachsen. Um die komplexen Zusammenhänge auch verstehen zu können, haben die Entwickler eine Übersicht in Form eines Stundenplanes integriert, welcher jederzeit im Pausemenü eingesehen werden kann und über die verschiedenen Personen und Missionen informiert. Natürlich überschneiden sich die Geschichten der einzelnen Charaktere auch ab und zu miteinander und so manche Handlung in der Vergangenheit kann Personen in der Zukunft das Überleben wesentlich einfacher machen. Diese besonderen Nebenziele müsst Ihr selbst ausfindig machen, die eigentlichen Hauptaufgaben teilt Euch das Spiel durch praktische Einblendungen und Informationen im Menü ganz automatisch mit.

    In Sachen Gameplay gibt sich das Spiel äußerst innovativ: Ihr ballert hier ausnahmsweise mal keine Köpfe von den Schultern der untoten Kameraden, sondern müsst fast ausschließlich auf die altbewährte Schleichtaktik des Stealth-Genres setzen. Da Ihr nur ein bis zwei Treffer einstecken könnt und es auch keinerlei Verbandszeug in den Levels zu finden gibt, müsst Ihr äußerst überlegt und mit sehr viel Taktik an das Spiel herangehen. Wer hier in gewohnter Rambo-Manier mit ausgerüsteter Brechstange oder Pistole auf die lustige Zombie-Jagd gehen will, wird bereits nach ein paar Sekunden den ersten Bildschirmtod sterben. Jeden einzelnen Meter muss man sich hier mühsam erarbeiten, ausgerüstet mit nur einem zuverlässigen Hilfsmittel: Der Gegner-Sicht. Dieses durchaus innovative Spielelement gibt Euch die Möglichkeit durch die Augen Eurer Feinde zu sehen. Mit einem Druck auf die L2-Taste könnt Ihr diesen Modus aufrufen und mittels linkem Analogstick die verschiedenen Gegner durchschalten. Ihr könnt allerdings nur durch die Augen der Zombies sehen, steuern dürft Ihr sie nicht. Im Sichtfeld der Feinde wird der gegenwärtige Aufenthaltsort Eures Charakters mit einem blauen Kreuz markiert, somit wisst Ihr zumindest ungefähr ob Ihr Euch gerade im Blickfeld des Gegners befindet oder dieses in nächster Zeit kreuzen werdet. Diese Gegner-Sicht ist Eure einzige Chance unbeschadet durch die Mission zu kommen und Ihr werdet sehr viel Zeit damit verbringen müssen, die einzelnen Routen und Blickwinkel der Feinde einzustudieren. Dies ist auf Dauer relativ mühselig und man ist ständig geneigt doch einfach mal ohne minutenlange Studie der Blickwinkel in den Levels umherzulaufen. Da aber auch eine kleine Übersichtskarte im Stil von "Metal Gear Solid" gänzlich fehlt, werdet Ihr mit dieser offensiven Strategie nicht weit kommen. Es ist auch nicht möglich zumindest eine Gegnersicht als kleines Fenster im Bild einzublenden, Ihr müsst also immer brav in Deckung gehen und erst mal die Lage auf Seiten des Feindes im dafür gedachten Modus überprüfen. Früher oder später werdet Ihr dadurch auch schnell zu einem Trial-and-Error-Prinzip verleitet, denn wenn man zum zehnten Mal von einem Zombie erwischt worden ist, kennt man seine Position recht genau und kann ihn umgehen oder mit einem Überraschungsangriff überwältigen. So richtig Spaß macht dieses Spielprinzip nicht, schließlich werden nur die wenigsten von uns Gefallen daran finden entweder minutenlang die Blickwinkel der Gegner zu studieren oder so oft zu sterben, bis man jede mögliche Bedrohung auswendig gelernt hat.

    Die Steuerung ist bis auf die ungewöhnliche Gegner-Sicht genretypisch ausgefallen, was wiederum für kleinere Abstriche bei der Bewegung in engeren Räumen sorgt. Eine 180°-Drehung wäre genauso wünschenswert gewesen, wie eine weichere Kamerasteuerung der 1st-Person Perspektive. Die Interaktion mit Gegenständen mutet auch etwas seltsam an, denn Anstelle eines einzelnen Buttons für "Benutzen" hat man ein kleines Menü für verschiedene Interaktionsmöglichkeiten integriert, welches jederzeit mit der Dreiecks-Taste aufgerufen werden kann. Das Ganze ist zwar etwas umständlich, bietet dafür aber auch Spielraum für komplexere Befehle.

    An gruseliger Atmosphäre fehlt es Forbidden Siren nicht, denn die düstere Grafik und ekeligen Geräusche der Gegner sorgen für jede Menge Gänsehaut. Dabei fällt der extrem japanische Touch des Spiels auf, die Fans des japanischen Originals von "The Ring" oder anderen japanischen Gruselfilmen werden sich dabei richtig heimisch fühlen. Auch das Gefühl im Körper des Feindes zu stecken wirkt nicht nur befremdlich, sondern auch beängstigend. Die Story ist zwar sehr gut durchdacht und sorgt für jede Menge Spannung, auch wenn sie nicht unbedingt jeder Spieler wirklich verstehen wird. Das sind Fans des gepflegten, japanischen Horrors allerdings schon lange gewohnt, somit kann dies nicht negativ angekreidet werden. Als neuartiges Stilmittel fallen auch die Gesichter der Darsteller auf, denn hier wurden erstmals Fotos von echten Menschen auf die Polygonköpfe geklebt. Diese "Aufklebe-Technik" fällt zwar öfters deutlich auf, sorgt aber trotzdem für eine dicke Portion Realismus und ziemlich surreal wirkende Charaktere. Der Titel ist komplett ins Deutsche übersetzt worden und die deutschen Sprecher verstehen wirklich etwas von Ihrem Handwerk. Wie bei allen Sony-Titeln ist nicht nur die Lokalisierung, sondern auch das Menüdesign gelungen, zudem ermöglichen zahlreiche Hilfetexte auch Einsteigern einen weichen Start ins Spiel.

    Forbidden Siren (PS2)

    Singleplayer
    7,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    hervorragende Atmosphäre
    innovativer Storyablauf und neuartige Gegner-Sicht
    lange Spielzeit
    gelungene Lokalisierung
    ungewöhnliches aber passendes Charakterdesign
    extrem zeitaufwendige Schleicheinlagen
    frustfördernde Trial-and-Error Situationen
    unschöne 1st-Person Sicht
    fehlende Positionsangaben auf der Übersichtskarte
  • Forbidden Siren
    Forbidden Siren
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    09.03.2004

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989736
Forbidden Siren
Forbidden Siren im Gamezone-Test
Erlebt das Spiel durch die Augen Eurer Gegner: Sony's Forbidden Siren kombiniert Horror- und Schleichspiel.
http://www.gamezone.de/Forbidden-Siren-Spiel-2110/Tests/Forbidden-Siren-im-Gamezone-Test-989736/
08.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/87_01.jpg
tests