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  • Formel Eins 2002: Schnelle Flitzer - Leser-Test von feuergolem

    Formel Eins 2002: Schnelle Flitzer - Leser-Test von feuergolem Gut zwei Monate nach dem letzten Lauf der Formel 1 Saison 2002 brachte Sony das Spiel zur Rennserie heraus. Alle Teams der Saison 2002 sind dabei vertreten. Auch die Fahrer-Zuordnung ist korrekt, so greift zum Beispiel der Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen bei Arrows zum Lenkrad. Da dieser Rennstall keine Lizenz für die 2003er Saison bekam, wird dem Fan klar, dass es bei Sonys Produkt darum geht, die letzte Saison nachzuspielen und nicht, EA-typisch, die kommende Serie zu begleiten. Demzufolge ist auch einer der beliebtesten Kurse im PS-Zirkus, Spa-Francorchamps, noch dabei. Der belgische Grand Prix fällt der dort ab 2003 verbotenen Tabakwerbung zum Opfer.
    Die gesamte Präsentation ist gelungen: die detaillierten Boliden zeigen sich realitätsgetreu mit ihren jeweiligen Fahrern im Auswahlmenü und die Helme der Fahrer sind ihren realen Vorbildern ebenfalls exakt nachempfunden. Leider gibt es kaum zusätzliche Informationen, lediglich die Pole Positions, Siege und WM-Titel der Fahrer werden angezeigt. Technische Daten der Fahrzeuge sucht man vergebens. Über Optionsmangel hingegen kann man sich nicht beschweren. Die Designer haben ein Profilsystem eingebaut, mit dem jeder User das Spiel nach seinen Wünschen konfigurieren kann. Bis zu fünf dieser Profile sind speicherbar. Man kann damit sein bevorzugtes Steuergerät einstellen - Lenkräder und Pedale werden unterstützt - und die Anzeigen nach dem eigenen Geschmack wählen. Witziges Detail für Premiere-Kunden: die Einblendungen können wahlweise im Digital-TV-Stil oder nach Art des terrestrischen (RTL)-Signals angezeigt werden. Weitere Einstellungsmöglichkeiten umfassen den Schwierigkeitsgrad, die Renndistanz - 10, 25, 50 oder 100 % - und die Bilddarstellung (60Hz, sowie 16: 9). Die gelungene Akustik darf ebenfalls auf einen persönlich abgestimmt werden: die Lautstärke der Klangkomponenten Soundeffekte, Musik, TV-Kommentar sowie Boxenfunk kann frei festgelegt werden. Alle Menüs wirken immer durchdacht und sind benutzerfreundlich.

    Wenn man die zahlreichen Optionen hinter sich gelassen hat, beginnt die Qual der Wahl von Neuem. Lieber erst mal in den Arcade-Modus oder gleich die Simulation ausprobieren? Letzteres bietet neben Einzelrennen die Möglichkeit, ein für die Formel 1 typisches Rennwochenende (freies Training, Qualifying, Warm-Up, Rennen) mitzuerleben, oder gleich eine ganze Saison um Punkte zu streiten. Darüber hinaus darf man sich sogar ein komplettes Rennen einfach nur ansehen oder man spielt den so genannten Hotseat-Modus. Hier können bis zu vier menschliche Spieler an einem Rennen teilnehmen - leider nur abwechselnd. Das heißt im Klartext: eine Runde fahren, Pad weiterreichen. Jeder tritt dabei mit seinem eigenen Fahrer an, hat also, während ein anderer fährt, keinerlei Kontrolle über seinen Teilnehmer. Manche Ideen sollten vielleicht lieber gleich wieder verworfen werden.

    Physikalisch absolut nachvollziehbares Fahrverhalten im Simulations-Modus erfreut den Enthusiasten, während Kollege Durchschnittsfahrer eher den simpleren Arcade-Modus vorzieht. In beiden Modi führt abrupter Untergrundwechsel - sprich, übers Gras heizen - zu Abflügen aufgrund verlorener Bodenhaftung; dies kommt wegen der überaus sensiblen Steuerung häufiger vor als peinliche Auftritte von Jürgen Drews. Der Unterschied liegt in den Folgen: nicht selten verliert man im Simulations-Modus mal ein Rad an einer Wand - dann ist das Rennen gelaufen. Aber auch kleinere Blessuren wie ein verlorener Frontflügel beeinträchtigen die Stabilität erheblich und zwingen zum Boxenstopp. Im Übrigen bezahlt man den Ausflug ins Grün oder gar Kiesbett mit stark verschmutzten Reifen, die man sich erst einmal wieder sauber fahren muss, bevor man wieder auf volles Risiko gehen kann. Im Arcade-Modus wächst das Schadensmeter einfach immer weiter an, bis es gefüllt ist. Dann heisst es Game Over. Das Fahrverhalten ändert sich dafür im Laufe des Rennens nicht. Durch diese Unterschiede zwischen Simulation und Arcade variiert der Schwierigkeitsgrad erheblich. Zwar heißt es in beiden Modi üben, bis die Reifen rauchen, doch wirklich schwer gestaltet sich das Unternehmen Meisterschaft erst, wenn das Fahrzeug möglicherweise schon nach einer Kollision in der ersten Kurve am Haken des Bergungskrans hängt.

  • Formel Eins 2002
    Formel Eins 2002
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    29.10.2002
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Formel Eins 2002
Formel Eins 2002: Schnelle Flitzer - Leser-Test von feuergolem
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25.02.2004
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