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  • Formel Eins 2004 im Gamezone-Test

    Sonys Formel Eins 2004 überzeugt offline auf der ganzen Linie, umso enttäuschender fiel leider der Online-Part aus.

    Das einzige aktuelle Formel Eins Game

    Auch wenn es inzwischen jeder interessierte Formel Eins Fan wissen dürfte, muss man beim Review zu diesem Titel natürlich erwähnen, dass es sich augenblicklich um das einzige Formel Eins Spiel mit offiziellen Daten der aktuellen Saison handelt, da Sony im Besitz der Exklusivlizenz ist. Wer also ein aktuelles F1-Game für Konsolen sucht, ist gezwungen zu diesem Titel zu greifen, da es ansonsten nur noch das letztjährige "F1 Career Challenge" von Electronic Arts gibt welches die Daten der Jahre 1998 bis 2002 beinhaltet. Aus diesem Grund haben wir einen ganz besonders kritischen Blick auf das aktuelle F1 04 aus dem Hause Sony geworfen, denn wer sich schon die exklusive Lizenz unter den Nagel reißt, der hat auch eine entsprechende Verantwortung zu tragen und darf die Spieler nicht mit halbgarer Kost abspeisen deren einzige Existenzberechtigung die Lizenz ist.

    Nach dem einlegen der Spiele-DVD werden wir von einem kurzem und schmerzlosem Intro-Video empfangen welches uns recht heiße Szenen des Sports präsentiert. Danach befinden wir uns sofort im sehr ansprechend und übersichtlich aufgebautem Hauptmenü, von wo aus wir wie erwartet Zugriff auf die verschiedenen Einzelspielervariationen haben sowie ein Netzwerk-Game starten oder daran teilnehmen können. Für den Spaß alleine stehen uns die Optionen Arcade, Simulation und Karriere zur Auswahl. Dabei überrascht bereits der Arcade-Mode, der uns nicht nur erlaubt ein einzelnes Rennen auf beliebiger Strecke und in beliebigem Auto zu fahren, auch eine vereinfachte Saison kann man im Arcade-Mode absolvieren. Dabei dauern die Rennen nur drei Runden und auch die meisten Regeln sind ausgeschaltet, so dass sich dieser Mode ideal für ein schnelles Rennen zwischendurch oder mit einem Freund eignet. Denn bis zu Zweit kann man per Splitscreen spielen, wohingegen man für drei und vier Spieler den bekannten Hotseat verwendet, die einzelnen Spieler also nacheinander ihre Runden drehen.
    Hinter der Simulation verstecken sich einige Spielfunktionen mehr, denn dort ist es nicht nur möglich ein komplettes Rennen nach den eigenen Vorgaben zu erstellen, wir können auch ein beliebiges Rennwochenende spielen ebenso wie eine komplette Saison, mit frei wählbaren Regeln, ganz so wie es uns gefällt. Die Bezeichnung "Simulation" bezieht sich aber mehr auf das Umfeld, also die Einhaltung der diversen Regeln, die Boxenstops und die Flaggen, als auf das Fahrverhalten selbst. Denn dies ist auch im Simulations-Mode sehr spielerfreundlich und man muss keine Angst haben es hier mit einem der bekannten Simulationsmonster zu tun zu haben, die man kaum in den Griff bekommt. Stattdessen kann man ganz beherzt in die Eisen steigen ohne dass der Wagen ausbricht und umgekehrt auch so richtig Gas geben, ohne dass es den Wagen gleich quer stellt. Definitiv der forderndste Part in F1 04 ist die Karriere, welche von uns erst einmal verlangt entsprechende Leistung zu zeigen bevor wir einen Vertrag von einem Team angeboten bekommen. Leider hat man sich in der Karriere für ein Kalendersystem entschieden, welches uns den aktuellen Monat zeigt und die Tage an denen eine Testfahrt oder ein Rennen stattfindet. Das Interface verlangt nun vom Spieler in den Kalender zu gehen und dort so viele Tage voranzuschreiten bis das nächste Event stattfindet. Ist dies nun ein Rennen, an dem wir noch nicht teilnehmen dürfen weil wir noch keinen Vertrag besitzen, startet trotzdem ein relativ langer Ladevorgang der uns schließlich den Sieger des Rennens in Form eines Newspapers präsentiert. Daraufhin müssen wir wieder in den Kalender wechseln und so viele Tage vorklicken bis wir bei der Testfahrt angelangt sind, die wir nun endlich starten können. Stellen wir uns ungeschickt an und verlassen bereits in der ersten Kurve die Strasse, ist die Testfahrt beendet und die Kalenderorgie beginnt von Vorne. Dem entgegenwirken kann man nur indem man nach einer misslungenen Testfahrt den vorher gespeicherten Spielstand wieder lädt, was natürlich die Illusion einer voranschreitenden Saison zerstört, allerdings wesentlich schneller geht als sich mit dem Kalender abzugeben. An dieser Stelle hätte uns eine chronologische Abfolge der Testfahrten und Rennen besser gefallen, denn irgendwie ist es doch mehr als logisch, dass auf ein Rennen das jeweils nächste folgt, dafür braucht man keinen Kalender.

    Hat man diese Hürde aber erst einmal überwunden und einen Vertrag bekommen, können wir endlich auf die Piste und an den richtigen Rennen teilnehmen. Diese gefallen vor allen Dingen wegen der immer flüssigen Wiedergabe, denn selbst bei vollem Starterfeld und wenn es gießt wie aus Kannen, nie kommt das Spiel ins Ruckeln oder verliert auch nur ein einziges Frame. Genau so stellen wir uns moderne Autorennspiele vor, die zusätzlich auch noch herrlich starke Gegner präsentiert, die sich den Sieg nicht so einfach wegnehmen lassen. Generell auch hat man während des gesamten Rennens das Gefühl, dass jeder Fahrer individuell reagiert, denn unschöne Kettenbildung oder das gesamte Feld auf der Ideallinie gibt es in diesem Spiel nicht, stattdessen bilden sich richtige Gruppen die sich gegenseitig bekämpfen und ab und zu schafft es auch ein Fahrer sich komplett vom Feld abzusetzen, woraufhin er seinen Vorteil der freien Strecke voll ausspielt und auch mal den Boxenstop nach hinten verschiebt, um keinen Platz zu verlieren. Bei den längeren Rennen vermeint man auch eine Ermüdung der Fahrer feststellen zu können, die im späteren Verlauf des Rennens mehr Fehler begehen als in den ersten Runden.

    Wie bereits erwähnt unterscheiden sich die Steuerung des Arcade und des Simulations-Mode nicht so stark voneinander wie man meinen möchte. Zwar kann man in der Simulation während der Fahrt die Traktionskontrolle einstellen oder die Bremswirkung verlagern sowie viele Einstellungen am Auto selbst vornehmen und die Auswirkungen des Schadenssystem regulieren, so richtig zur Simulation aber wird F1 04 eigentlich nie. Stattdessen scheint man besonderen Wert darauf gelegt zu haben, dass das Game immer gut spielbar bleibt und man keine besondere Einarbeitung benötigt, was durchaus gelungen ist.
    Einzig das Schadenssystem selbst fiel etwas merkwürdig aus. So gibt es im Arcade-Mode überhaupt keine sichtbaren Schäden, stattdessen wird uns ein Schadensbalken eingeblendet, der bei erreichen der 100% einfach das aktuelle Rennen abbricht. Eine etwas brutale Lösung. Im Simulations-Mode hingegen fliegen schon mal die Fetzen, können Spoiler abgerissen und Räder verloren werden. Allerdings fällt ziemlich schnell auf, dass es das Schadenssystem sehr gut mit uns meint, denn selbst auf empfindlichster Stufe kann man sich unrealistisch viel leisten bevor sich endlich die Teile vom Fahrzeug lösen. Also auch in diesem Punkt hat man lieber auf die gute Spielbarkeit als auf die möglichst reale Simulation gesetzt.

    Sahen die ehemaligen Sony F1-Spiele im direkten Vergleich mit der Konkurrenz schon immer etwas magerer aus, gibt es bei F1 04 kaum mehr etwas auszusetzen. Denn neben der bereits erwähnten absolut flüssigen Wiedergabe des kompletten Renngeschehens werden uns auch sehr gelungene Autos geboten sowie eine Streckenumgebung die sehr detailliert ausgefallen ist. Zwar hat man keine Fauna gepflanzt wo auch in Wirklichkeit nichts steht, die einzelnen Gebäude aber und das Drumherum um die Strecke sind sehr schön gestaltet worden. Gerade mal an den nicht immer runden Kurven könnte man sich stoßen. Dafür flimmert im Gegensatz praktisch nichts und die Texturen sehen durch die Bank sehr sauber aus, was der gesamten Szenerie mitunter sogar einen etwas unrealen Touch verleiht, weil die Farben schon sehr hell leuchten und etwas zu klar wirken. Hübsch aussehen tut das trotzdem und es genügt ja wenn wir im Regen mit grauen Farben bedient werden.
    Ebenfalls recht gelungen, wenn auch grafisch etwas einfach ausgefallen, ist die Siegerehrung nach dem Rennen. Die drei Fahrer auf dem Treppchen Jubeln und Hüpfen, während ihnen die Trophäen überreicht werden und sogar der jeweilige Teamchef bekommt seinen Pokal gereicht. Selbstverständlich fehlt auch nicht die darauffolgende Sektdusche und das Händeschütteln. Darum ist es umso unverständlicher wieso nicht die Nationalhymnen des Siegers gespielt werden, die der Siegerehrung noch das Tüpfelchen auf dem i verpassen würden.

    Die Soundkulisse bietet uns natürlich hauptsächlich die lauten Motorengeräusche, woran uns sehr gefallen hat, dass wirklich jedes Fahrzeug einen unterschiedlichen Sound besitzt. So hört sich ein Ferrari-Motor ganz anders an als einer von BMW. Dazu gesellen sich die typischen Geräusche von quietschenden Reifen und das eher unangenehme wenn wir über Schotter fliegen und die Steine unseren Unterboden zerstören. Was weniger gut klingt sind die Kollisionsgeräusche, die nicht immer ganz zu den wirkenden Kräften passen, dafür klingen die Umweltgeräusche wieder umso besser, die uns wirklich glauben lassen an einer voll besetzten Tribüne vorbeizufahren, wo die Fans grölen und ihre Druckluftfanfaren ertönen lassen.

    Nach soviel Lob und Positivem zu diesem Titel können wir uns nun dem Online-Part von F1 04 zuwenden, der leider sehr enttäuschend ausgefallen ist. Denn wer sich dieses Game in der Hoffnung gekauft hat endlich online Formel Eins Rennen austragen zu können, wird bitter enttäuscht werden. Denn irgendwie scheint es sich bereits im Vorfeld abgezeichnet zu haben, dass es mit einer Maschine wie der PS2 schlicht nicht möglich ist ein komplettes F1 Starterfeld online zu übertragen. Und genau so ist es auch, weswegen man sich bei Sony entschlossen hat eine recht halbgare Lösung umzusetzen. Diese sieht vor, dass man ein Spiel mit maximal zehn Teilnehmern eröffnen kann, woraufhin sich jeder Fahrer einzeln(!) ohne die anderen Spieler zu sehen auf die Piste begibt und versucht die Bestzeiten der Mitspieler zu unterbieten. Um die Illusion aufrecht zu erhalten, dass man sich in einem Rennen befindet, werden einem zusätzlich zwei bis drei Ghosts eingeblendet. Nämlich der beste Fahrer auf der Strecke weltweit, der beste Fahrer dieser Session sowie der eigene Ghost der zuletzt eingefahrenen Bestzeit. Damit dieses Spiel nicht ewig dauert, legt der Host eine Zeit zwischen 10 Minuten und einer Stunde fest, in welcher die Session verfügbar ist und jeder Spieler versuchen kann eine bessere Zeit einzufahren. Das was sich Sony also als Online-Gaming verkaufen traut, ist nichts anderes als eine Online-Bestzeitentabelle mit Ghosts, denn die Online-Rennen fährt man faktisch alleine auf seiner Konsole und es wird kein richtiges Rennen, nicht einmal mit reduziertem Starterfeld, ausgetragen. Man jagt also ganz alleine auf einer leeren Piste der Bestzeit hinterher, mehr ist es nicht. Kein richtiger Start, keine Gegner oder Mitspieler, gerade mal der Ghost des Besten dieser Session wird einem eingeblendet.

    Zu diesem Titel können wir euch auch ein Video-Review anbieten:Formel Eins 2004 (PS2): Video Review (512kbit/s)

    Formel Eins 2004 (PS2)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Einziges F1 Spiel mit aktueller Lizenz
    sehr viele Spielmöglichkeiten
    ideale Balance zwischen Simulation und Arcade-Gameplay
    absolut ruckelfreie Grafik
    unterschiedliche Motorensounds
    Lästiges Kalendersystem im Karriere-Mode
    nicht ganz ideales Schadenssystem
    den Siegerehrungen fehlen die Nationalhymnen
    der Online-Part ist eine Mogelpackung
  • Formel Eins 2004
    Formel Eins 2004
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    28.07.2004

    Aktuelle Rennspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Cars Race-O-Rama Release: Cars Race-O-Rama THQ
    Cover Packshot von SBK 09 Release: SBK 09 Codemasters , Milestone
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Formel Eins 2004
Formel Eins 2004 im Gamezone-Test
Sonys Formel Eins 2004 überzeugt offline auf der ganzen Linie, umso enttäuschender fiel leider der Online-Part aus.
http://www.gamezone.de/Formel-Eins-2004-Spiel-2167/Tests/Formel-Eins-2004-im-Gamezone-Test-989963/
29.07.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/08/engschlecht.jpg
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