Bereits mit dem ersten Forza Horizon bewies Playground Games eindrucksvoll wie viel sie von Rennspielen verstehen. Nun steht der Nachfolger in den Startlöchern und wir verbrachten Tage und Nächte hinter dem Steuer um herauszufinden, ob sich das Studio auf der neuen Konsole nochmal steigern konnte.
Grafik & Sound
Grafik & Soundkulisse von Forza Horizon 2 sind schlicht beeindruckend und wenn man etwas bemängeln möchte, geschieht dies auf ganz hohem Hiveau. Das gesamte Spielgeschehen wird einem in flüssigen 1080p präsentiert bei deiner Detailvielfalt, wie man sie so in einem Open-World-Rennspiel noch nicht gesehen hat. Besonders die Wetterwechsel sind wirklich beeindruckend, wenn sich der Himmel zuzuziehen beginnt und man schon am Lichteinfall erkennt, dass es gleich zu Regnen anfangen wird. Durch das verwendete Partikelsystem bedingt verringert sich bei starkem Regen auch die Sichtweite und durch den geringeren Halt des Fahrzeuges wird so wirklich ein überzeugendes Regenrennen simuliert. Umso schöner dann der Moment, wenn der Himmel wieder aufklart, die Pfützen langsam weg trocknen und sich die Sonnenstrahlen wieder ihren Weg auf unsere auf Hochglanz polierten Autos bahnen.
Quelle: Microsoft
Ein Scheunenfund aus dem Jahre 1945.
Die Sichtweite generell ist grandios und hilft einem besonders bei den Fahrten im Gelände nicht den nächsten Checkpunkt aus dem Auge zu verlieren. Ebenfalls sehr schön, dass es nur ganz geringes, kaum ins Auge fallendes Kantenflimmern gibt, sowie nur ganz selten auftretende PopUps. Das gleiche trifft auf den Verkehr zu, den man schon am Horizont auf der Straße erkennen kann. Ich glaube während der ganzen Testphase habe ich nur einmal ein Auto in der Ferne aufpoppen sehen, und da war ich mit über 300 Sachen unterwegs. Einzig wirklich bemängeln möchte ich, wie gesagt auf hohem Niveau, dass es tatsächlich, wenn auch sehr selten, zu Framedrops kommt. Das sind keine typischen Ruckler und es geschieht anscheinend nur wenn noch viel im Hintergrund geladen wird, wie direkt nach dem Spielstart oder wenn die Verbindung zu einer Online-Autotour aufgebaut wird, aber dann verliert das Spiel ein, zwei, vielleicht sogar drei Frames auf einmal. Das war es dann aber auch und es läuft sofort danach wieder super flüssig weiter. Unschön ist es trotzdem.
Erneut eine Pracht ist die Cockpitsicht mit all den wunderbar gestalteten Innenräumen und dem herrlichen Lichtspiel darin. Selbstverständlich ändert sich auch der Sound im Innenraum und es ist erneut erstaunlich, dass man sogar das neu eingebaute Renngetriebe heraushören kann. Lassen wir dem Wagen eine Gewichtsreduzierung zukommen, verschwinden auch die Bauteile im Inneren. Die Rückspiegel bieten uns eine flüssige Sicht nach hinten und ich könnte jetzt nicht sagen, an welchen Details dort eingespart worden wäre. Nicht zuletzt aber vermittelt einem die Cockpitsicht wieder ein herrliches Fahrgefühl, ganz so, als würde man wirklich im Auto sitzen. Wer lieber per Stoßstangenkamera fährt oder in der Verfolgersicht, hat wie üblich die Wahl aus den fünf bekannten Sichtweisen, Stoßsstange, Motorhaube, Cockpit und eine nahe und eine ferne Verfolgersicht.
Quelle: Microsoft
Ist so stark wie er aussieht, der Bowler.
Das bereits erwähnte Schadenssystem geht optisch, wie auch beim Vorgänger, nicht allzu sehr in die Tiefe. Verlieren können wir lediglich die Rückspiegel und die extra angebauten Spoiler, alles andere bleibt immer fest am Wagen und zerknittert lediglich. Dazu gibt es noch splitternde Scheinwerfer und Risse in der Frontscheibe. Hier traue ich mich ebenfalls etwas zu meckern. Denn die Risse sehen in der Cockpitsicht irgendwie nicht echt aus und wirken eher so, als hätte sie jemand mit einem scharfen Gegenstand zerkratzt. Und auch das Zerknittern der Autos wirkt irgendwie unecht, nach einem Überschlag sieht es nicht so aus als hätte es einen Unfall hinter sich, viel mehr wirkt es wie zerknittertes Origami. Wen dies stört, der kann sein Auto während der freien Fahrt übrigens jederzeit wieder auf Hochglanz bringen. Dazu genügt es einfach den Fotomodus zu starten, dort befindet sich eine Reparieren-Funktion.
