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  • Freaky Flyers im Gamezone-Test

    Rennvergnügen mit Hindernissen

    Nach etlichen Verschiebungen hat der Funracer "Freaky Flyers" es doch noch in die Verkaufsregale geschafft. Ursprünglich von Hersteller Midway als Vorzeigetitel des hauseigenen Jahresprogramms geplant, ist aus dem potenziellen Hit nun ein preisgünstiges Nischenprodukt geworden, dass nur ganz bestimmte Käuferschichten anspricht, und selbst diese werden sich auf den einen oder anderen Frustmoment innerhalb des Spielverlaufs einstellen müssen.

    "Freaky Flyers" ist grundsätzlich ein klassisch inspirierter Funracer, der neben dem eigentlichen Renngeschehen einige Geschicklichkeitsaufgaben und Actioneinlagen aufbietet. Die Rennen finden dabei ausschließlich in luftigen Höhen statt und führen durch rund zehn große, sehr abwechslungsreich gestaltete Umgebungen. Die Steuerung der Fluggeräte ist dabei zwar sehr gewöhnungsbedürftig und empfindlich, fühlt sich aber dennoch nach einer gewissen Einübungszeit recht komfortabel an. Neben den harten Kämpfen um die besten Positionen, bei welchen auch diverse Schusswaffen zum Einsatz kommen, gilt es zudem, während der Rennen verschiedene Unterziele zu erfüllen. So muss beispielsweise im Chicago der dreißiger Jahre eine Bande von Bankräubern an der Flucht gehindert oder in Kanada ein Yeti vor den bösen Jägern gerettet werden. Die erfolgreiche Bewältigung dieser in den Rennverlauf integrierten Sondermissionen wirkt sich dabei direkt auf das entsprechende Rennen aus. So können auf diese Weise unter anderem neue, schnellere Pfade auf der Strecke geöffnet werden, was angesichts der selten Fehler machenden Kontrahenten auch oft unverzichtbar ist. Damit einhergehend einscheidet zudem eine gute Streckenkenntnis seitens des Spielers über Sieg oder Niederlage. Letzterer Aspekt gestaltet sich mit zunehmender Spieldauer als überaus anstrengend und langatmig, da sämtliche Strecken äußerst verwinkelt sind und etliche, schwer zu findende Alternativrouten anbieten. In späteren Levels ist es gerade deshalb praktisch unmöglich, ein Rennen in den ersten Anläufen zu gewinnen, da die Mitstreiter nicht nur sehr schnell, sondern offensichtlich auch immer die besten Routen zum Ziel fliegen. Angesichts der Tatsache, dass man immer vom neunten und damit letztem Platz aus startet, ist es zunächst auch schwer, überhaupt den Anschluss zu den vorderen Plätzen zu halten. Wird man obendrein noch von einem Gegner abgeschossen, was eine kurze Auszeit zur Folge hat, sinken die Chancen auf den ersten Platz gen null.
    Die Anforderung an den Spieler, zum Sieg eines Rennens einen durch und durch perfekten Lauf hinzulegen, macht "Freaky Flyers" zu einer echten Nervenprobe, welche ohne eine ordentliche Portion Geduld leicht in bodenlose Frustration umschwingen kann.

    Neben dem obligatorischen und in diesem Fall eher durchschnittlichen Multiplayerpart stellt der sogenannte Adventure-Modus das eigentliche Herzstück des Spiels dar. Hier entscheidet sich der Spieler für einen von vorerst sechs Spielcharakteren (viele weitere können freigeschaltet werden), um mit Fortschreiten des Spiels eine ganze Reihe von humorigen Videos geboten zu bekommen, welche den Hintergrund der jeweiligen Spielfigur auf amüsante Weise beleuchten. Der Adventure-Modus umfasst insgesamt zwölf Spielstufen, von denen einige keine Rennen, sondern nicht minder frustfördernde Minispiele sind. In diesen Spezialmissionen muss unter anderem ein Flugzeugträger vor U-Booten und anderem Kriegsgerät beschützt werden. Auch hier heißt es, erst einmal die Übersicht zu bewahren und sich eine sinnvolle Taktik zurechtzulegen. Wie in den normalen Rennen sind auch in den Minigames Fehler des Spielers unverzeihlich, was zu einer erneuten Steigerung des Frustpegels führen kann. Aufgrund der strikten Linearität des Hauptmodus gibt es in solchen Momenten leider keinerlei alternative Spielaufgaben, so dass man als Spieler entweder gezwungen ist, bis zum bitteren Ende durchzuhalten, oder irgendwann verärgert das Pad durch den Raum zu schleudern. Wären da nicht die attraktiv anzuschauenden Zwischensequenzen, gäbe es im Prinzip keinen wirklichen Grund, "Freaky Flyers" bis zum Ende durchzuspielen.

    Es ist in der Tat die herausragende Präsentation, die das Spiel trägt und die den massiv hohen Schwierigkeitsgrad zumindest teilweise vergessen lässt. Die vielen phantasievollen und farbenprächtigen Charaktere stehen einem vollwertigen Cartoon in fast nichts nach und die einfallsreichen Spielwelten sorgen für die nötige Atmosphäre. Insgesamt sind über eine Stunde Filmsequenzen von sehr guter Qualität auf der Disc vereint. Alle freigespielten Filmschnipsel lassen sich im Anschluss jederzeit in der Moviegallery erneut abspielen. Der im Spiel enthaltene Humor ist so überdreht wie selbstironisch; wer eine Faible für derartigen Cartoon-Slapstick hat, ist hier in jedem Falle bestens aufgehoben und wird auch die Motivation finden, dass Spiel immer wieder gerne einzulegen. Der pfiffige Soundtrack fügt sich ebenfalls wunderbar in die Stimmung des Spiels ein und bietet sogar mehrere, eigens für
    das Spiel geschriebene Gesangsstücke. So jedem Zeitpunkt wird deutlich, dass die Entwickler ein Hauptaugenmerk auf das audio-visuelle Drumherum gelegt haben.

    Die Spielgrafik hingegen ist ein zweischneidiges Schwert; sie hat ohne Zweifel ihre ganz großen Momente und wirkt an anderen Stellen geradezu schlicht und unspektakulär. So wechseln sich wunderschön detaillierte Umgebungen ab mit etwas tristen und farblosen Arealen. Auch die Spielgeschwindigkeit gibt sich in beiden Versionen meistens konstant flüssig; wenn es jedoch zu den seltenen Rucklern kommt, sind sie gewaltig. Insgesamt nehmen sich die beiden erhältlichen Versionen des Spiels nicht viel, lediglich die Umgebungstexturen wirken auf der PS2 etwas grobkörniger.

    Freaky Flyers (XB)

    Singleplayer
    6,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    6/10
    Gameplay
    6/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Hervorragende Gesamtpräsentation
    abwechslungsreiche Strecken
    ordentliches Spielgefühl
    Extremer Schwierigkeitsgrad
    gelegentliche Ruckeleinlagen
  • Freaky Flyers
    Freaky Flyers
    Publisher
    Konami
    Developer
    Midway Games
    Release
    07.10.2003

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989507
Freaky Flyers
Freaky Flyers im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Freaky-Flyers-Spiel-2411/Tests/Freaky-Flyers-im-Gamezone-Test-989507/
16.10.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/10/TV2003100914035800.jpg
tests