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  • Freedom Fighters im Gamezone-Test

    Ein einfaches aber auch geniales Teamfeature hebt dieses Spiel von der Konkurrenz ab.

    Freeeeeeedom!

    New York, heute morgen: Eine riesige Streitmacht der Sowjetunion hat soeben die gesamte Stadt unter ihre Kontrolle gebracht und die amerikanische Regierung für abgesetzt erklärt. Das ganze Land ist in den Händen der roten Armee und jeglicher Wiederstand wird mit brutaler Gewalt sofort beendet. Keine sonderlich guten Nachrichten, aber alles halb so wild: Wir befinden uns in einer alternativen Realität in der die kommunistische Sowjetunion nach dem zweiten Weltkrieg nahezu den ganzen Erdball unter ihre Kontrolle gebracht hat und nun mit der Invasion der USA begonnen hat. Doch die New Yorker sind natürlich nicht so einfach dazu bereit sich zu ergeben, deshalb schließen sich die beiden Klempner Chris und Troy Stone einer Rebellengruppe an, um den Big Apple von der roten Bedrohung zu säubern. Die Story des Spiels wird uns in toll inszenierten Zwischensequenzen präsentiert, meistens begrüßt uns dabei eine freundliche sowjetische Nachrichtensprecherin des nunmehr einzigen TV-Senders der USA. Chris macht sich durch die Befreiung der Rebellenanführerin schnell einen Namen und übernimmt im Laufe des Spiels auch die Kontrolle über die mutigen Freiheitskämpfer.

    Freedom Fighters ist eigentlich ein ganz klassischer Shooter, wie man sie zu Haufe in den Regalen der Spielehändler finden kann. Doch es gibt einige Feinheiten die dieses Spiel von der Masse abheben und zu einem wirklich innovativen und fesselnden Abenteuer werden lassen. Als erstes fällt dem Spieler sicherlich die ungewohnte 3rd-Person Ansicht auf, an welche man sich aber bereits nach kurzer Zeit gewöhnt hat. Bereits nach den ersten paar Missionen wird der Grund für diese Ansicht klar: Man ist nicht alleine im Kampf gegen die Roten. Das Spiel bietet ein sehr einfaches aber hervorragend gelungenes Team-Feature, im Spielverlauf schart man somit bis zu 12 weitere Freiheitskämpfer um sich. Diesen kann man mit drei Tasten auch einfache Befehle erteilen, nämlich "Angriff", "Position halten" und "neu gruppieren". Wenn man mit dem eigenen Kämpfer nun einen sichtbaren Punkt im Level fokussiert und die passende Befehlstaste drückt, macht sich unsere Truppe sofort auf den Weg und führt die gegebenen Befehle dort aus. Dadurch kommt ein sehr taktisches Element mit ins Spiel, denn man hat somit jederzeit die Wahl ob man nun passiv als Befehlshaber agiert, oder aktiv ins Kampfgeschehen eingreift. Eine gute Taktik ist zum Beispiel selbst als Scharfschütze in einem leerstehenden Haus auf der Lauer zu liegen und gleichzeitig die eigene Truppe durch die feindliches Linien zu dirigieren. Sollte ein Kämpfer mal zu viele Treffer einstecken, bleibt er liegen und muss von uns geheilt werden - man sollte also ständig genügend medizinische Vorräte bei sich tragen um sich und seine Mannen vor dem schlimmsten zu bewahren. Waffen, Munition und Vorräte sind sehr großzügig in den Levels verteilt, unser Held kann aber immer nur eine Hauptwaffe bei sich tragen. Die Waffenauswahl ist nicht sonderlich groß, es können aber auch von Feinden fallengelassene Schießeisen aufgesammelt und verwendet werden. Da man oftmals ganze Armeen feindlicher Soldaten erledigt gibt es eigentlich auch nie ein Problem mit fehlender Munition.

    Die Level sind allesamt sehr intelligent gestaltet, es gibt meist mehr als nur einen Lösungsweg und nicht selten stolpert man über begehbare Gebäude oder versteckte Munitionsdepots. Auch die Freiheitskämpfer sind an verschiedenen Punkten verteilet, hier kann man neue Helfer rekrutieren, vorrausgesetzt man verfügt über genügend Charisma. Dieses erhält man automatisch mit dem Erfüllen von Missionszielen oder wenn man verwundetet Zivilisten und Soldaten heilt. Auch verwundete Kämpfer der Sowjets schließen sich uns an wenn wir sie medizinisch versorgen. Somit steigt im Laufe des Spiels ständig unser Charisma bis wir schließlich ganze 12 Kämpfer um uns scharen können. Die teilweise riesigen Level verfügen über eine detaillierte Übersichtskarte auf der wir nicht nur unsere Missionsziele, sondern auch die lebenswichtigen Kanaldeckel, welche als Speicherpunkt dienen, finden können. Unsere Untergrundorganisation operiert nämlich wortwörtlich aus dem Untergrund und bewegt sich deshalb durch die Kanalisation. Nicht selten haben wir die Wahl zwischen drei oder vier verschiedenen Missionsabschnitten, welche jederzeit über die Kanalisation erreichbar sind. Dies macht auch Sinn, denn so können wir zum Beispiel in einem Abschnitt eine Landeplattform sprengen und werden dafür in einem anderen Abschnitt nicht mehr von den gefährlichen Hubschraubern bedroht. Aber keine Angst, der Wechsel des Gebiets ist nicht sonderlich oft nötig, durch geschicktes Vorgehen kann man sich so manchen Umweg auch sparen. Wenn allerdings mal eine Mission zu schwer werden sollte, kann man immer noch die anderen Abschnitte zuerst erledigen und somit manches vereinfachen.

    Grafisch kann sich Freedom Fighters wirklich sehen lassen: Die verwendete Engine stammt offensichtlich aus Hitman 2 und überzeugt mit riesigen und vor allem detaillierten Arealen die dazu auch noch fantastisch ausgeleuchtet werden. Ruckeln ist dem Spiel ein Fremdwort und trotzdem gibt es stellenweise wirklich enorm viel auf dem Bildschirm zu sehen. Da die Sichtweite nahezu unbegrenzt ist, kann man auch von großen Entfernungen die Gegner unter Beschuss nehmen und bekommt dabei immer noch volle Details geboten. Zudem sind alle Areale mit sehr viel Liebe zum Detail ausgeschmückt worden, glatte und langweilige Flächen sucht man hier glücklicherweise vergebens. An grafisch schönsten kommt natürlich die PC-Fassung daher, aber auch die Konsolenumsetzungen können als echte Perlen bezeichnet werden.

    In Sachen Steuerung verhält es sich ähnlich: Die PC-Version ist dank Maus und klassischer ASDW-Steuerung sofort sehr vertraut und macht vor allem beim Zielen aus großer Distanz keine Probleme. Die Konsolen haben als Ausgleich ein praktisches Autoaim spendiert bekommen, für Einsteiger ist das ständige Gefummel mit dem rechten Analogstick aber sicherlich nicht ganz einfach. Die PC-Version steuert sich also wesentlich entspannter, ist aber aufgrund des fehlenden Autoaim etwas schwerer.

    Die musikalische Untermalung kann stellenweise aufgrund der wirklich stimmungsvollen Lieder richtig begeistern, manche Tracks wiederholen sich aber leider etwas zu oft. Die deutsche Version wurde komplett lokalisiert und glänzt mit sehr guten deutschen Sprechern.

    Freedom Fighters (GC)

    Singleplayer
    8,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    einfaches und innovatives Teamfeature
    toll gestaltete Level
    alternative Lösungswege
    packendes Gameplay
    toll inszenierte Story
    komplett und aufwendig lokalisiert
    könnte etwas länger sein
  • Freedom Fighters
    Freedom Fighters
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    IO Interactive
    Release
    25.09.2003
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989477
Freedom Fighters
Freedom Fighters im Gamezone-Test
Ein einfaches aber auch geniales Teamfeature hebt dieses Spiel von der Konkurrenz ab.
http://www.gamezone.de/Freedom-Fighters-Classic-2461/Tests/Freedom-Fighters-im-Gamezone-Test-989477/
29.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/10/38_04.jpg
tests