Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Frontline: Fields of Thunder im Gamezone-Test

    Bietet uns einen knüppelharten Schwierigkeitsgrad für alle Hardcore-Strategen am PC.

    Sie wurde die größte Panzerschlacht aller Zeiten und dauerte über eine Woche: die Schlacht um die russische Stadt Kursk im Juli 1943. Nach dem Verlust einer ganzen Armee in Stalingrad hofften die deutschen Militärs, das Blatt noch einmal wenden zu können und den Frontvorsprung, den die Rote Armee langsam aber sicher gewonnen hatte, durch eine begrenzte Offensive wieder rückgängig machen zu können. Das Aufgebot an Menschen und Material war immens. Die Deutsche Wehrmacht warf 41 Divisionen in den Kampf, denen ca. 1,3 Millionen Russen gegenüberstanden. Rund 5800 Panzerfahrzeuge kamen auf beiden Seiten zum Einsatz. Doch Hitlers Angriff scheiterte, denn sein Plan war den Sowjets aufgrund von Spionageaktivitäten längst bekannt, so dass der erhoffte Überraschungseffekt ausblieb. Die Generäle Erich von Manstein und Walter Model trafen auf massiven Widerstand der russischen Verteidiger, mussten den Angriff abbrechen und ihre Bemühungen als gescheitert erklären. Das ist der Stoff, aus dem Strategiespiele sind. Und wer könnte dies besser aufgreifen als die "Blitzkrieg"-Macher aus dem Hause Nival Interactive, die zu diesem Zweck diesmal sogar mit Paradox Interactive zusammenarbeiten, jenem Entwickler und Herausgeber also, der mit Europa Universalis und Hearts of Iron schon so manche Hardcore-Strategie auf den Markt gebracht hat.

    Unternehmen Zitadelle

    Frontline: Fields of Thunder Frontline: Fields of Thunder "Frontline: Fields of Thunder" steht in der Tradition der Great Battles-Reihe und bedient sich der Blitzkrieg 2-Plattform. Wie man es von jener Serie her kennt, haben die Entwickler auch diesmal großen Wert auf historische Details gelegt. Das Spiel besteht im Wesentlichen aus zwei Kampagnen mit insgesamt zwanzig Einzelspielermissionen (jeweils zehn auf deutscher und russischer Seite), die sich streng chronologisch am Ablauf der damaligen Geschehnisse orientieren. So beginnen wir als Wehrmachtsangehöriger am 5. Juli 1943, dem Beginn der Sommeroffensive, mit dem Sturm auf Prochorowka oder als Truppenführer der Roten Armee am Anfang des Sowjet-Feldzuges mit der Befreiung der Stadt Belgorod. Die Hauptkampagnen können dabei in beliebiger Reihenfolge gespielt werden. Zudem ist der Ausgang offen. Es ist also für den Spieler beispielsweise möglich, die deutschen Truppen doch noch zum Sieg bei Kursk zu führen. Die Kämpfe um Kursk - der Operationsplan lief unter dem Deckmantel "Unternehmen Zitadelle" - stehen allgemein im Mittelpunkt der Handlungen, weshalb der Titel des Spiels ursprünglich auch "Frontline: Kursk" lauten sollte. Erst gegen Ende der Feldzüge erleben wir auch andere Schauplätze, bis hin zur Reichshauptstadt Berlin, die dann von den Russen angegriffen bzw. von den Deutschen verteidigt wird. Neben Kartenmaterial und historischen Hintergrundinformationen verfügt "Fields of Thunder" über eine per Hauptmenü abrufbare Enzyklopädie, die uns einen Einblick über Einheiten und Waffentypen jener Zeit erlaubt.

    Frontline: Fields of Thunder Frontline: Fields of Thunder Im eigentlichen Spiel kommt der Panzerwaffe naturgemäß die größte Bedeutung zu. Vom deutschen Flammenpanzer über den "Tiger" bis zum legendären russischen T-34 oder dem Jagdpanzer SU-76 ist alles vertreten, was Rang und Namen hat. Allerdings kennt man nahezu alle der rund 100 Einheiten bereits aus den "Blitzkrieg"-Teilen. Auch die Missionsziele, die uns vor Einsatzbeginn via Textfenster mitgeteilt werden, sind dieselben geblieben. Stellungen werden genommen und gehalten, Angriffe abgewehrt und durch Gegenangriffe "beantwortet", wichtige Nachschublinien, Geländeabschnitte, Gebäudekomplexe oder Schützenlinien gesichert. Neben den groß angelegten Schlachten gibt es gelegentlich auch kleinere Aktionen, in denen nur wenige Spezialeinheiten zum Einsatz kommen und wo Sonderkommandos Aufklärung oder Sabotage betreiben. Spielbestimmend sind allerdings weiterhin Massengefechte, bei denen sich nicht selten hunderte von Einheiten auf der Karte tummeln.

    Back to the roots

    Frontline: Fields of Thunder Frontline: Fields of Thunder "Fields of Thunder" folgt rein spielerisch den Pfaden seines Quasi-Urvorgängers, dem erste "Blitzkrieg" aus dem Jahre 2003. Rushtechniken bzw. Tankrushes, die noch beim offiziellen Nachfolger "Blitzkrieg 2" (2005) sehr schnell zum Erfolg führten und den taktischen Anspruch zu Gunsten eines einsteigerfreundlichen Gameplays deutlich in den Hintergrund treten ließen, funktionieren nicht mehr. Stattdessen sind wieder Planung, Geduld und strategisches Können gefragt. Einen Gegner frontal anzugehen bedeutet fast immer virtuellen Selbstmord. Schon in der ersten Mission der Wehrmachts-Kampagne, bei der wir ein russisches Dorf nehmen müssen, wird dies deutlich. Der Einsatz ist nur durchführbar, wenn wir den Gegner von den Seiten kommend angehen. Und selbst dann fallen die eigenen Verluste immer noch hoch aus. Zu hoch. Denn unsere kläglichen Überreste sehen sich zahlenmäßig nicht mehr in der Lage, einen weiteren Teilabschnitt zu erobern. Der Russe hat sich überall eingegraben und sein schweres Artillerie- und Panzerfeuer vernichtet auch noch unsere letzten Einheiten. Glücklicherweise ist Quicksave jederzeit möglich. Man sollte davon regen Gebrauch machen, denn tatsächlich werden wir oft genug zur Anwendung der Try-and-Error-Taktik gezwungen, weil sich Stärke und Verhalten des Feindes auf Anhieb gar nicht richtig einschätzen lassen. Dies führt gelegentlich zu Frustmomenten. Erschwert wird die Sache dadurch, dass es in "Fields of Thunder" keine variierbaren Schwierigkeitsgrade gibt. Es existiert also faktisch nur eine einzige Anforderungsstufe. Doch die entpuppt sich mit zunehmendem Spielfortschritt als knüppelhart. Schaffbar sind die Missionen aber grundsätzlich immer. Jedenfalls, sofern man sich auf das Spielprinzip einlässt, welches da lautet: Denken - Planen - Handeln. Und zwar in dieser Reihenfolge.

    Frontline: Fields of Thunder Frontline: Fields of Thunder Auf das aus "Blitzkrieg 2" bekannte automatische Verstärkungssystem müssen Spieler in "Frontline: Fields of Thunder" verzichten. Da Realismus hier wieder groß geschrieben wird, erhalten wir Panzer-, Luftwaffen-, Artillerie- oder Infanterieverstärkungen erst dann, wenn wir bestimmte Teilziele einer Mission erreicht haben. Wie bei Titeln der Serie üblich, entfallen Elemente wie Basisbau oder Ressourcenmanagement. Nichtsdestotrotz müssen wir unsere kämpfenden Truppenteile natürlich versorgen. Die dazu notwendigen Vorräte finden sich in Versorgungslagern, die uns zu Beginn einer Schlacht in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen. Sind besagte Vorräte verbraucht, bleibt dem Spieler nur noch die Einnahme gegnerischer Depots, um seine Munitionsbestände aufzustocken. Ansonsten ist er aufgrund ausbleibenden Nachschubs so einsatzfähig wie eine Schildkröte auf dem Rücken.

    Frontline: Fields of Thunder Frontline: Fields of Thunder Arg begrenzt ist auch der Einfluß aufs Truppenmanagement. War es in vielen Echtzeitstrategien (z.B. "Codename: Panzer") oft üblich, dass sich der Spieler vor Einsatzbeginn seinen Verband selbst zusammenstellt, also entscheiden konnte, ob er vielleicht mehr Panzer oder Geschütze in seinen Trupp aufnimmt, so entfallen diese Möglichkeiten hier. Vielmehr erhält der Spieler am Anfang einer jeden Schlacht vom Computer bestimmte Einheitentypen zugewiesen, mit denen er dann irgendwie klar kommen und haushalten muß. "Haushalten" deshalb, weil der Gegner zahlenmäßig für gewöhnlich in der Übermacht ist und wir uns aus diesem Grunde keine zu großen Ausfälle leisten können. Die Panzerwaffe, die wie kaum eine andere Waffengattung Feuerkraft und Beweglichkeit miteinander kombiniert und deren Bedeutung erst im 2. Weltkrieg - insbesondere bei Kursk - richtig erkannt wurde, trägt dabei die Hauptlast des Kampfes. Andere Einheiten finden aber ebenfalls Berücksichtigung. Zwangsläufig, denn auf dem Gefechtsfeld führt nur der gemeinsame Einsatz von Kampf-, Kampfunterstützungs- und Logistiktruppe zum Erfolg und so erhält der Spieler neben Panzern beispielsweise auch Fußsoldaten, Feld- sowie Flak-Kanonen, Mörser, Munitions- und Reperaturfahrzeuge, Zugmaschinen, LKW-Transportern und ggf. - nach Freigabe durch den Computer - auch Luftwaffenunterstützung in Form von Aufklärungsflugzeugen, Bombern oder Jagdfliegern. Die Ergebnisse einer jeden Schlacht werden abschließend in einem Statistikbildschirm angezeigt. Letzter erteilt unter anderem Auskunft über erhaltene Auszeichnungen (Orden), unseren gegenwärtigen Dienstgrad, den aktuellen Erfahrungswert, welcher auch den Kampfwert der eigenen Einheiten nachhaltig beeinflusst, und Verluste. Auf eine Upgrade-Funktion für Fahrzeuge und Gerät wurde diesmal (leider) verzichtet.

  • Frontline: Fields of Thunder
    Frontline: Fields of Thunder
    Developer
    Nival Interactive (RU)
    Release
    16.03.2007

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Rollercoaster Tycoon World Release: Rollercoaster Tycoon World Atari , Pipeworks Software
    Cover Packshot von Transport Fever Release: Transport Fever
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991308
Frontline: Fields of Thunder
Frontline: Fields of Thunder im Gamezone-Test
Bietet uns einen knüppelharten Schwierigkeitsgrad für alle Hardcore-Strategen am PC.
http://www.gamezone.de/Frontline-Fields-of-Thunder-Spiel-208/Tests/Frontline-Fields-of-Thunder-im-Gamezone-Test-991308/
31.05.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/05/screen2_large_15_.jpg
tests